Katja Mast (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Katja Mast
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Bankkauffrau, 1. Staatsexamen für Lehramt am Gymnasium
Ausgeübte Tätigkeit
Referentin für Personalstrategie, Deutsche Bahn
Wohnort
-
Wahlkreis
Pforzheim
Ergebnis
34,4%
Landeslistenplatz
17, Baden-Württemberg
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Frage zum Thema Bürgerrechte
23.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Mast,

am Samstag den 20. August war ich nachmittags in der Pforzheimer Innenstadt und habe am Leopoldplatz Flugblätter verteilende Wahlkämpfer der SPD angetroffen.
Da ich politisch recht gut informiert bin, habe ich gleich nach Ihnen gefragt, worauf Sie direkt auf mich zukamen und sich freundlicherweise auch gleich vorstellten. Darauf habe ich mir erlaubt Ihnen meine persönliche Einschätzung der Dinge sachlich mitzuteilen, in dem ich Ihnen sagte, dass ich der Meinung bin, dass die Parteien unseren Staat ruinieren.
Gleichzeitig habe ich versucht dies durch Fakten verbal zu belegen, indem ich u. a. darauf hinwies, dass fast die gesamten Kosten dieses Wahlkampfes über die sog. "Wahlkampfkostenpauschale" -trotz Staatsverschuldung- vom Steuerzahler berappt werden müssen. Habe anschließend weitere "Leistungen" der Parteien sachlich aufgeführt: Millionen Arbeitslose, billionenfache Staatsverschuldung, Abschaffung der stabilen DM, höchst unsichere Renten, beängstigende Kriminalität, zehntausende Drogentote, millionenfache Tötung werdenden Menschenlebens, "EU-Diktatur", Pisa und und … Nach einem anschließenden sehr kurzen Dialog, sind Ihnen offenbar nicht nur die Argumente, sondern obendrein vermutlich auch noch "die Nerven durchgegangen", indem Sie mir spontan und mit klarer Stimme sagten: "Wenn sie so unzufrieden sind, dann müssen sie halt auswandern". Darauf haben Sie sich spontan von mir abgewandt. Meine Fragen an Sie: Raten Sie Bürgern, die aus gutem Grunde mit der derzeitigen Parteienpolitik in unserem Lande unzufrieden sind, auszuwandern? Wo steht das in ihrem Partei- oder Wahlkampfprogramm? Die größte "Partei", ist die der Nichtwähler. Raten sie dann Millionen Menschen dazu, einfach auszuwandern? Haben Sie keine besseren Argumente mehr? Ist es Ihnen bewusst, dass Sie mich damit als Deutschen und als (seit Jahrzehnten) Steuer bezahlenden Bürger dieses Landes beleidigt haben? Ist Ihnen das gleichgültig? Kennen Sie überhaupt das deutsche Grundgesetzt? Dort steht " … ich schwöre, dass ich meine Kraft dem deutschen Volke widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden …" Tun das die Parteien? Wie stehen Sie zu diesem GG-Artikel? Und als letzte sachliche Frage: Wie wollen Sie (und die SPD –gilt aber auch für alle anderen-) die Arbeitslosigkeit nachhaltig senken (was Ihre Partei ja in sieben Jahren nicht geschafft hat), bei gleichzeitig offenen Grenzen? Meiner Meinung nach geht das unter diesen belastenden Voraussetzungen nicht.

Ihrer Entschuldigung und ihren Antworten sehe nicht nur ich gerne entgegen.
Mit der Ihnen gebührenden Achtung
Antwort von Katja Mast
1Empfehlung
26.08.2005
Katja Mast
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Beitrag.
Ich erinnere mich sehr gut an unser Gespräch. Es entsprach allerdings nicht dem Wesen eines Dialogs. Leider konnten wir uns inhaltlich nicht ausführlich austauschen, da Sie eine Vielzahl von Punkten aneinander reihten, mir aber kaum Gelegenheit ließen, Ihnen zu antworten.

Meine Antwort auf Ihre Ausführungen war: „Wenn Sie das alles wirklich so negativ sehen, warum wandern Sie dann nicht aus?“, worauf Sie mit dem Satz reagierten „Damit Sie noch mehr Ausländer nach Deutschland herein lassen!“

Falls Sie meine Antwort als Beleidigung empfunden haben, möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen. Meine Äußerung war als Aufforderung gedacht, Sie zu ermuntern auch positive Dinge über Deutschland in Ihre Aufzählung einzubringen.

Ich werde Ihnen an dieser Stelle aber auch noch einmal den Grund für meine Reaktion erklären. Es ist im Moment leider sehr in Mode geraten, unser Land von allen Seiten schlecht zu reden. So kommen wir aber nicht weiter. Sicher ist nicht alles rosig in Deutschland. Wir erleben eine Zeit großer gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Möchten wir jedoch, dass auch unsere Kinder den hohen Lebensstandard erfahren können, an dem wir uns heute durchaus noch erfreuen, dann müssen wir uns nach vorne wenden. Wir sollten uns vor allem darauf konzentrieren was wir in unserem Land Positives erreicht haben, und wie wir das erhalten können. Jeder Einzelne sollte dabei helfen, unseren Sozialstaat so umzubauen, dass es auch in Zukunft gerechte Chancen für alle gibt.

Sollten Sie Interesse an meinen politischen Positionen haben, so empfehle ich Ihnen meine Homepage und das beigefügte Wahlmanifest der SPD.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Katja Mast
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Frage zum Thema Arbeit
26.08.2005
Von:

Was halten Sie von einer Privatisierung von Teilen der Daseinsvorsorge?

Kennen Sie den Begriff "Heuschrecken"? Und wie werden Sie diese bekämpfen? Zu Pferd mit dem Lasso?

Halten Sie Arbeitsplatzverlust (Stellenabbau) für sozial verträglich, angesichts von über 5 Millionen Arbeitslosen?

Wären Sie mit Hartz IV oder einem 1-Euro-Job zufrieden, wenn Sie in diese Situation kämen?

Finden Sie nicht auch, dass jeder, der arbeitet, auch so viel verdienen sollte, dass er davon leben kann?

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Frage zum Thema Bürgerrechte
30.08.2005
Von:

Lieber Frau Mast,

in dem "Manifest" der SPD steht wörtlich:

"Wir brauchen mehr direkte Demokratie und damit den Volksentscheid."

Warum hat sich die Bundesregierung dann nicht dazu durchgerungen, dem Volk die Entscheidung über die EU-Verfassung zu geben??
Hinter scheinheiligen Argumenten hat sich Herr Schröder und Ihre Partei versteckt.
Das ist schlichtweg Betrug der Wähler; aber damit kennt sich gerade ihre Partei ja sehr gut aus...

Die Wahrheit ist: Sie wollten es nicht, wollen es nicht und werden es nie wollen, denn:
  • sie wollen keine Macht an das Volk abgeben und
  • sie hatten Angst vor einem Nein.

Wie hätten Sie entschieden bei der Abstimmung über die EU-Verfassung?

Welche Nebentätigkeiten haben Sie bzw. für welche anderen Interessen außer die der Bürger würden Sie noch im Bundestag sitzen?

In Ihrem Manifest steht des Weiteren:
"Wir wollen den Primat der Politik?"
Sie hatten sieben Jahre Zeit, um Ihrem Willen Ausdruck zu geben. Das hat die Regierung nicht getan;
Stattdessen haben Sie die Klientel der Großkonzerne und des Großkapitals gehegt und gepflegt...
Wie lässt sich das mit ihrem Manifest vereinen?
Antwort von Katja Mast
1Empfehlung
02.09.2005
Katja Mast
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für die von Ihnen gestellten Fragen.
Ich lade Sie herzlich ein, sich mit mir an einem der zahlreichen Infostände im Wahlkreis persönlich zu unterhalten. Die Termine können Sie meiner Homepage www.Katja-Mast.de entnehmen. Darüber hinaus finden Sie auf meiner Homepage ausführliche Informationen zu mir und meinen Positionen. Wollen Sie mehr über unsere politischen Ziele erfahren, empfehle ich Ihnen das beigefügte Wahlmanifest.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Katja Mast
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Frage zum Thema Sicherheit
02.09.2005
Von:
Ott

Guten Morgen,

ich habe mehrere Veranstaltungen mit Ihnen besucht, u.a. die IHK Veranstaltung. Durch diese Veranstaltungen und Ihren Antwortstil, nämlich nach Möglichkeit keine Frage zu beantworten, erhärtet sich bei mir der Verdacht, dass Sie überhaupt keine persönlichen Positionen haben sondern immer nur vorgefertigte Sätze von dritten verwenden.

Es wäre für alle Leser hier, und das sind nicht wenige, wichtig wenn Sie Ihre Fragen beantworten und nicht immer darauf hinweisen, dass man ja irgendwohin kommen könnte. Wenn ich, oder andere hier, das könnten, dann würden wir das sicher machen.

Ich möchte Sie deswegen noch einmal Fragen was Sie von Privatisierungen von Daseinsführsorge (neuer offizieller Begriff: "Puplic Goods" laut WTO und EU Neudefiniton) halten?

Und abschließend würde ich gerne noch erfahren was Sie von der Liberalisierungs-, Deregulierungs- und somit zu 90% Privatisierungswelle der WTO halten, in der Deutschland in Person von Herr Clement tatkräftig mitwirkt, halten?
Antwort von Katja Mast
bisher keineEmpfehlungen
05.09.2005
Katja Mast
Sehr geehrter Herr Ott,

in einem kurzen Wahlkampf gilt es, gerade für neue Kandidatinnen und Kandidaten bei möglichst zahlreichen Gesprächen im Wahlkreis präsent zu sein. Ich habe mich dafür entschieden, meine gesamte Energie in diesen direkten Kontakt mit den Wählerinnen und Wählern münden zu lassen. Gerne können Sie, wie bereits geäußert, an den zahlreichen Informations- und Diskussionsveranstaltungen teilnehmen. Als neue Kandidatin bin ich in meinem Wahlkreis ausschließlich auf ehrenamtliche Helfer und Helferinnen angewiesen. Mit dem Vertrauen der Wählerinnen und Wähler werde ich nach der Wahl auch Bürgersprechstunden durchführen, zu denen ich Sie herzlich einladen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Katja Mast
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Frage zum Thema Steuern
13.09.2005
Von:
Ott

Guten Abend,

ich habe mittlerweile gelesen das die SPD eine Steuersenkung für Kapitalunternehmen von jetzt schon für EU Verhältnisse niedrigen Satz von 25 auf 19% senken will.

Wie wollen Sie dies gegenfinanzieren? Wie wollen Sie das riesige Loch stopfen? Und das ohne die schwache Binnennachfrage dabei in eine der tiefsten Kriesen der Nachkriegszeit zu stürtzen?

Und warum sollen die ohnehin extrem niedrigen Steuersätze noch weiter gesenkt werden?
Antwort von Katja Mast
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Katja Mast
Sehr geehrter Herr Ott,

in einem kurzen Wahlkampf gilt es, gerade für neue Kandidatinnen und Kandidaten bei möglichst zahlreichen Gesprächen im Wahlkreis präsent zu sein. Ich habemich dafür entschieden, meine gesamte Energie in diesen direkten Kontakt mitden Wählerinnen und Wählern münden zu lassen. Gerne können Sie, wie bereitsgeäußert, an den zahlreichen Informations- und Diskussionsveranstaltungenteilnehmen. Als neue Kandidatin bin ich in meinem Wahlkreis ausschließlich aufehrenamtliche Helfer und Helferinnen angewiesen. Mit dem Vertrauen derWählerinnen und Wähler werde ich nach der Wahl auch Bürgersprechstunden durchführen, zu denen ich Sie herzlich einladen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Katja Mast
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