Katja Mast (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Katja Mast
© spdfraktion.de
Geburtstag
04.02.1971
Berufliche Qualifikation
Referentin für Personalstrategie, Bankkauffrau
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Keltern
Wahlkreis
Pforzheim
Ergebnis
22,9%
Landeslistenplatz
13, Baden-Württemberg
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(...) Unser sozialdemokratisches Ziel ist es, die Menschen in Arbeit zu bringen und dafür zu sorgen, dass sie von ihrer Hände Arbeit leben können. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir auch eine gute Arbeitsvermittlung. Das Engagement und der Fleiß der gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den JobCentern vor Ort ist eine Grundlage für den Erfolg für die Vermittlung in Arbeit. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 08.09.2011

1) Erste Beratung BReg
hier: Einzelplan 11 (Arbeit und Soziales)
- Drs 17/6000 -
Dauer: 06:18
Redebeitrag vom 07.07.2011

9.) Beratung Antrag SPD
Arbeitsmarktpolitik an den Herausforderungen der Zeit orientieren - Weichen für gute Arbeit, Vollbeschäftigung und Fachkräftesicherung stellen
- Drs 17/6454 -
Dauer: 07:07
Redebeitrag vom 01.07.2011

37.a) Erste Beratung BReg
Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt
- Drs 17/6277 -
37.b) Beratung Antrag B90/DIE GRÜNEN
Arbeitsmarktpolitik - In Beschäftigung und Perspektiven investieren statt Chancen kürzen
- Drs 17/6319 -
Dauer: 06:19
Redebeitrag vom 13.05.2011

27.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Arbeitsmarktpolitik neu ausrichten und nachhaltig finanzieren
- Drs 17/5526 -
Anmerkung: Antwort auf Kurzintervention
Dauer: 01:40
Redebeitrag vom 13.05.2011

27.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Arbeitsmarktpolitik neu ausrichten und nachhaltig finanzieren
- Drs 17/5526 -
Dauer: 07:48
Redebeitrag vom 15.04.2011

23. a) Beratung Unterrichtung BReg
Berufsbildungsbericht 2011
- Drs 17/5400 -
23. b) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Aus- und Weiterbildung stärken, Abbrüche verringern, Erfolgsquoten erhöhen
- Drs 17/5489 -
Dauer: 05:07
Redebeitrag vom 28.01.2011

22.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag SPD
Mindestlohn für die Weiterbildungsbranche
- Drs 17/3173, 17/3733 -
Dauer: 04:29
Redebeitrag vom 17.12.2010

39.) Beratung BeschlEmpf u Ber (11.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Sozialkassen vor Beitragsverlusten bewahren
- Drs 17/3042, 17/3732 -
Dauer: 05:31
Redebeitrag vom 12.11.2010

33.) Zweite u dritte Beratung DIE LINKE
Änderung des Grundgesetzes (Einführung der dreistufigen Volksgesetzgebung in das Grundgesetz)
- Drs 17/1199, 17/3609 -
Anmerkung: Kurzintervention
Dauer: 00:34
Redebeitrag vom 07.10.2010

12.) Beratung Antrag SPD
Mindestlohn für die Weiterbildungsbranche
- Drs 17/3173 -
Dauer: 05:04
Redebeitrag vom 01.10.2010

28.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag SPD
Fairness in der Leiharbeit
zum Antrag DIE LINKE.
Lohndumping verhindern - Leiharbeit strikt begrenzen
zum Antrag B90/GRÜNE
Zeitarbeitsbranche regulieren - Missbrauch bekämpfen
- Drs 17/1155, 17/426, 17/551, 17/3082 -
Dauer: 13:21
Redebeitrag vom 16.09.2010

1.) Erste Beratung BReg
hier: Einzelplan 11
Arbeit und Soziales
- Drs 17/2500 -
Dauer: 04:31
Redebeitrag vom 17.06.2010

4.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag DIE LINKE.
Mit guter Arbeit aus der Krise
- Drs 17/1396, 17/2069 -
Dauer: 06:51
Redebeitrag vom 11.06.2010

30.) Beratung BeschlEmpf u Ber (11. A)
zum Antrag DIE LINKE.
Zur Stabilisierung des Rentenniveaus: Riester-Faktor streichen - Keine nachholenden Rentendämpfungen vornehmen
- Drs 17/1145, 17/1804 -
Dauer: 07:07
Redebeitrag vom 16.03.2010

I.5) Beratung BeschlEmpf u Ber (8.A)
hier: Einzelplan 11
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
- Drs 17/611, 17/623 -
Dauer: 06:05
Redebeitrag vom 05.03.2010

20.a) Zweite und dritte Beratung Bundesregierung
Stabilisierung der Finanzlage der Sozialversicherungssysteme und Einführung eines Sonderprogramms mit Maßnahmen für Milchviehhalter sowie zur Änderung anderer Gesetze
- Drs 17/507, 17/814, 17/928 -
20.b) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (8. Ausschuss)
zum Antrag DIE LINKE.
Versicherte in der Krise schützen - Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit entschärfen
- Drs 17/495, 17/928 -
Dauer: 06:28
Redebeitrag vom 28.01.2010

14.) Beratung Antrag SPD
Mehr Chancengleichheit für Jugendliche - Ferienjobs nicht als regelmäßiges Einkommen anrechnen
- Drs 17/524 -
Dauer: 07:08
Redebeitrag vom 03.12.2009

7.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Brain Waste stoppen - Anerkennung ausländischer akademischer und beruflicher Qualifikationen umfassend optimieren
- Drs 17/123 -
7.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Für eine zügige und umfassende Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen
- Drs 17/117 -
ZP 4) Beratung Antrag SPD
Durch Vorrang für Anerkennung Integration stärken - Anerkennungsgesetz für ausländische Abschlüsse vorlegen
- Drs. 17/108 -
Dauer: 04:40
Redebeitrag vom 26.11.2009

13.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Keine Anrechnung von Ferienjobs auf das Arbeitslosengeld II
- Drs 17/76 -
Dauer: 07:09
Erläuterungen
  • Stand vom 23.11.2011
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Frage zum Thema Soziales
23.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Mast,

in der heutigen Pforzheimer Zeitung werden Sie mit dem Satz "Jeder hat das Recht auf Beschäftigung" zitiert.

Welche Art von Beschäftigung meinen Sie ?

Im Gesamtzusammenhang, auch wenn man die Teilnehmer anschaut, muss der Eindruck entstehen, als ginge es um 1-Euro Jobs, ABM und andere ähnliche Maßnahmen.

Finden Sie nicht, dass es eigentlich der gesetzliche Auftrag der Arbeitsagentur ist jedem eine Beschäftigung zu vermitteln und nicht der sonstigen Einrichtungen die an dem Gespräch beteiligt waren ?

Sollte es sich bei der Beschäftigung nicht um qualifizierte Arbeit am ersten Arbeitsmarkt handeln ?

Ist es bei der heutigen Lage nicht richtig die von Ihnen angegriffenen Sparmaßnahmen umzusetzen ?

Eigentlich müßte es doch für jeden eine qualifizierte Arbeit am ersten Arbeitsmarkt geben, wenn wir uns das Geschrei um den angeblichen Fachkräftemangel anschauen.

Oder wollen Sie weiterhin ABM, 1-Euro Jobs und Zeitarbeit probagandieren ?

Denken Sie nicht, dass sich die SPD mit 1-Euro Jobs und dem SGB II schon einmal richtig in was völlig unvertretbares -menschenunwürdiges- verrannt hat ?

Was macht die Arbeitsagentur eigentlich ? Was macht die Arbeitsagentur konkret in Ihrem Wahlkreis Pforzheim ? Und was wollen Sie bewegen, falls Sie Generalsekretärin der Landes-SPD werden ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Katja Mast
bisher keineEmpfehlungen
02.09.2011
Katja Mast
Sehr geehrter Herr ,



vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich freue mich, dass Sie sich intensiv mit aktuellen Fragen der Arbeitsmarktpolitik beschäftigen und antworte Ihnen daher sehr gerne auf Ihre Anfrage.



Es ist zutreffend, dass ich für jeden ein Recht auf Arbeit und Beschäftigung einfordere. Dreh- und Angelpunkt sind dabei für mich gute Arbeit und Fairness. Das heißt, dass die angebotene Arbeit oder Beschäftigung zu würdevollen Bedingungen stattfinden muss. Dazu gehört, dass die Arbeit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, ordentlich entlohnt wird und den Menschen echte Chancen eröffnet. Wir führen derzeit eine sehr intensive Auseinandersetzung mit der schwarz-gelben Bundesregierung, die unter der Verantwortung von Ursula von der Leyen einen arbeitsmarktpolitischen Kahlschlag vorgelegt hat, der den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht gerecht wird und Menschen Perspektiven nimmt.



Wir als SPD vertreten hingegen eine Strategie der Vollbeschäftigung, die Menschen nicht am Rande stehen lässt, sondern die Herausforderungen am Arbeitsmarkt – einen hohen Fachkräftebedarf einerseits und eine sich verfestigende Langzeitarbeitslosigkeit andererseits – anpackt. Wir haben einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der unsere Vorstellungen einer zukunftsweisenden Arbeitsmarktpolitik klar benennt.



Den Antrag "Arbeitsmarktpolitik an den Herausforderungen der Zeit orientieren" können Sie unter nachfolgendem Link abrufen



www.katja-mast.de



In dem Antrag nehmen wir auch zu den von Ihnen angesprochenen Arbeitsgelegenheiten Stellung. Arbeitsgelegenheiten sollen nach unseren Vorstellungen in der Regel in der so genannten Entgeltvariante durchgeführt werden, d.h. in einer sozialversicherungspflichtigen Variante mit Arbeitsvertrag. Sie kommen dort zum Einsatz, wo im Gegensatz zur JobPerspektive (§ 16e SGB II) nicht der Minderleistungsausgleich im Mittelpunkt steht, sondern die Schaffung von zusätzlicher Beschäftigung. Die Durchführung von Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante (sogenannte 1-Euro-Jobs) wird auf das unumgängliche Maß beschränkt. Sie kommen nur im Ausnahmefall zum Einsatz. Sie sind ausschließlich ein Instrument, welches dazu dient, auf eine Beschäftigung vorzubereiten, indem beispielsweise eine fehlende Tagesstrukturierung des Arbeitsuchenden wiederhergestellt wird. Insgesamt sollen die Mittel der aktiven Arbeitsmarktpolitik im SGB II und SGB III um über 26 Mrd. Euro gekürzt werden.



Bei der von Ihnen angesprochenen Zeitarbeit ist unsere Position ebenfalls klar. Arbeitnehmerüberlassung darf nicht zum Scheunentor für Lohndumping werden. Die Arbeitnehmerüberlassung muss in meinen Augen das sein, für was sie ursprünglich gedacht war: Ein zeitlich begrenztes Mittel zur Überbrückung großer Auftragsschwankungen in Unternehmen. Arbeitnehmerüberlassung darf auch nicht dazu führen, dass es Arbeitnehmer 1. und 2. Klasse im Betrieb gibt. Diese Forderungen haben wir auch klar in Anträgen in den Deutschen Bundestag eingebracht, die sie unter nachfolgendem Link abrufen können.



www.spdfraktion.de



Sehr geehrter Herr ,



abschließend fragen Sie mich, was ich im Falle meiner Wahl zur Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg auf dem Parteitag in Offenburg bewegen will. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir beim Thema Soziale Gerechtigkeit noch stärker punkten. Dazu gehören für mich Bildungschancen unabhängig von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern, ausreichend Ausbildungsplätze und dass wir bei dem von mir bereits angesprochenen Thema gute Arbeit weiter voran kommen. Hierzu haben wir im Regierungsprogramm der neuen Landesregierung sehr konkrete Vorschläge gemacht. Mit einem so genannten Tariftreuegesetz stellen wir beispielsweise sicher, dass nur diejenigen Unternehmen vom Land und den Kommunen öffentliche Aufträge erhalten, die ihren Beschäftigen Tariflöhne zahlen. Bei nicht tarifgebundenen Branchen streben wir einen vergabespezifischen europarechtskonformen Mindeststundenlohn von zunächst 8,50 Euro an. Darüber hinaus werden wir eine Allianz für Fachkräfte etablieren, um den Fachkräftebedarf zu decken. In diese Allianz ist auch die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit eingebunden. Ein Bestanteil dieser Allianz ist die Reduzierung der Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschuss und die Sicherstellung des Übergangs in eine Ausbildung. Denn für mich steht fest: Niemand darf verloren gehen.



Ein zweites wichtiges Anliegen ist mir, dass wir zu einer neuen Dialogkultur kommen. Die Menschen wollen keine Politiker mehr, die ihnen die Welt erklären, sondern die sie an politischen Prozessen beteiligen. Ich mache hier sehr gute Erfahrungen mit meinem bundesweit einmaligen Schulprojekt "Junger Rat für Mast", indem ich Schülerinnen und Schüler zu Politikberatern mache. Diese neue Dialog- und Beteiligungskultur diskutiere ich innerhalb der SPD auch bei der derzeitigen Parteireform. Hier geht es mir darum, dass wir in der SPD noch stärker zu einer Mitmachpartei werden, indem wir beispielsweise neben der Gremien- auch zunehmend Projektarbeit ermöglichen und gleichzeitig über neue Wege für eine Wertschätzung der wertvollen Arbeit von Mitgliedern diskutieren.



Diese neue Beteiligungsstruktur wollen wir auch in Baden-Württemberg erreichen, beispielsweise durch die Vereinfachung der Regelungen für Volksentscheide, die Herabsenkung des Wahlalters auf 16 Jahre und die künftige Direktwahl von Landräten. Mehr Demokratie wagen und machen in der SPD und für die Bürger auch im Land.



Ich freue mich, wenn Sie meine Arbeit auch weiterhin begleiten.



Mit freundlichen Grüßen



Katja Mast, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Mast,

am 22. September möchte der Papst vor dem Deutschen Bundestag eine Rede halten. Gegen diese Veranstaltung haben sich kritische Stimmen gemeldet, die speziell dieses, allgemein aber auch jedes Religionsoberhaupt für im Deutschen Bundestag fehl am Platz halten. In diesem Zusammenhang haben Bundestagsabgeordnete nahezu aller Fraktionen angekündigt, der Rede des Papstes nicht beiwohnen zu wollen. Einige wollen sich stattdessen an Demonstrationen von Papst-Kritikern beteiligen.

Wie ist Ihre Haltung? Werden Sie im Deutschen Bundestag sitzen, wenn der Papst spricht? Welche Inhalte erwarten Sie von dieser Rede, welche hielten Sie für angemessen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Katja Mast
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21.09.2011
Katja Mast
Sehr geehrter Herr ,


der Deutsche Bundestag hat den Papst eingeladen. Für mich ist es eine Frage des Respekts, die Rede anzuhören. Zuhören bedeutet nicht, jede seiner moralischen Überzeugungen zu teilen. Zuhören ist der erste Schritt zum Dialog.

Ich erwarte jedoch vom Papst, dass er sich auch zu aktuellen Themen äußert, zum Beispiel zur Rolle der Frau und zu den Missbrauchsfällen in der Kirche.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Mast MdB
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Frage zum Thema Arbeit
24.03.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Mast,

mit Wirkung zum 28.12.2011 wurden mit dem "Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt" die Voraussetzungen für den Bezug von Gründungszuschuss (Unterstützung von arbeitslosen Existenzgründern) deutlich verschlechtert, obwohl dieses Instrument laut IAB eines der wirkungsvollsten der Bundesagentur für Arbeit war. Die Bundesagentur hat mit einer Geschäftsanweisung die Kriterien nochmals deutlich verschärft. So gilt etwa ein "Vorrang für Vermittlung", d.h. sobald eine Stelle nachgewiesen werden kann, wird kein Zuschuss gewährt - dass dies gerade diejenigen Gründer benachteiligt, die sich in florierenden Branchen (z.B. IT) selbständig machen wollen, sei nur am Rande angemerkt.
Ich berate im Auftrag der Stadt Bretten seit elf Jahren Existenzgründer und arbeite sehr gut mit den Arbeitsagenturen in der Region zusammen. Von den Beraterinnen habe ich erfahren, dass es (offensichtlich auf Bundesebene) eine nicht dokumentierte interne Anweisung der Agentur gibt, überhaupt keine Anträge mehr zu genehmigen. Belegt wird dies auch durch die Monatsstatistik der Agentur, die für Februar 2012 einen Rückgang der Neuzugänge um über 80% gegenüber Februar 2011 belegt und das, obwohl im Haushalt der Bundesagentur eine Mrd. Euro (gegenüber 1,3 Mrd. im Vorjahr) eingestellt ist.

Mich würde interessieren, ob es im Ausschuss für Arbeit und Soziales, in der Fraktion der SPD oder an anderer Stelle Initiativen gibt, diese Situation zu verbessern. Ich hatte bei meinen Beratungen seit Inkrafttreten des Gesetzes schon einige potentielle Gründer/innen mit erfolgversprechenden Projekten, deren Vorhaben durch den Wegfall des Gründungszuschusses nicht durchführbar war.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Susanne
Antwort von Katja Mast
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27.03.2012
Katja Mast
Sehr geehrte Frau Dr. ,

vielen Dank für Ihr Schreiben zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente und zum Gründungszuschuss.

Ich teile Ihre Kritik an der Entscheidung der Bundesregierung, den Gründungszuschuss von einer Pflicht- in eine Ermessensleistung zu verwandeln. Mit der Neuregelung wird jetzt vor Ort entschieden, ob ein Arbeitsloser die Förderung erhält oder nicht. Wenn man jedoch parallel die Eingliederungsmittel kürzt, ist die Umwandlung von Pflicht- in Ermessen im Grunde jedoch eine Abschaffung der Förderung. Wenn kein Geld vorhanden ist, tendiert man eher zur Ablehnung der Förderung. Die von Ihnen genannten Zahlen belegen dies. Auch mich als zuständige Berichterstatterin der SPD erreichen zahlreiche Meldung darüber, wie schwierig die Situation vor Ort geworden ist. Im parlamentarischen Verfahren hat die SPD den Gesetzentwurf der Bundesregierung klar abgelehnt und sich in einem eigenen arbeitsmarktpolitischen Antrag für den Erhalt des Gründungszuschusses als Pflichtleistung ausgesprochen. Gerne sende ich Ihnen den Antrag zu. Darüber hinaus haben wir uns auch gegen die Verkürzung des Förderungszeitraums im SGB III ausgesprochen, da eine angemessene Zeitdauer zum Aufbau und zur Stabilisierung einer selbstständigen unternehmerischen Existenz einfach notwendig ist. Gerade für Frauen, die am Anfang der Selbständigkeit weniger verdienen, sind die Hürden nun erneut erhöht worden. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der Gründungszuschuss auch eng mit dem Gründungscoaching verknüpft ist. Fällt der Gründungszuschuss weg, fällt nun auch die Förderung beim Gründungscoaching deutlich geringer aus. Auch das ist eine Hürde, die den Gang in die Selbständigkeit erschwert. Der auch von Ihnen angesprochene IAB-Kurzbericht hat erneut klargestellt, dass der Gründungszuschuss ein sehr erfolgreiches Instrument wahr. Über 80% derjenigen, die sich mit dem Zuschuss selbständig gemacht haben, waren auch anderthalb Jahre später noch selbständige Unternehmer. Viele von ihnen sind auch selbst als Arbeitsgeber aktiv geworden.

Vor dem Hintergrund der zahlreichen Praxisberichte sowie dem IAB Bericht zum Gründungszuschuss haben wir die Bundesregierung im Ausschuss für Arbeit und Soziales mit den Folgen ihrer massiven Kürzungspolitik konfrontiert. Trotz der positiven Evaluation sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf und ist nicht bereit, Änderungen beim Förderinstrument auf den Weg zu bringen. Eine bittere Erkenntnis für die arbeitslosen Männer und Frauen, die sich selbständig machen wollen. Weil chancengerechte Arbeitsmarktpolitik anders aussieht, wird sich die SPD-Bundestagsfraktion auch weiterhin für Änderungen beim Gründungszuschuss einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Mast

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