Kathrin Vogler (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Kathrin Vogler
© Die LINKE
Geburtstag
29.09.1963
Berufliche Qualifikation
Geschäftsführerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
Emsdetten
Wahlkreis
Steinfurt III
Ergebnis
6,4%
Landeslistenplatz
11, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Die Pflegeversicherung ist seit ihrer Einführung 1995 zu einem wichtigen Bestandteil des Systems sozialer Sicherung geworden, um das individuelle Pflegerisiko insbesondere im Alter abzusichern. Doch die Leistungen der Pflegeversicherung decken den individuellen Pflegebedarf bei Weitem nicht ab. Die Pflegeversicherung dient lediglich dazu, die familiäre, nachbarschaftliche oder ehrenamtliche Pflege zu ergänzen und zu unterstützen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
09.01.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Vogler,

in der jungen welt lese ich heute:

"»Das ist das Problem: Der Patient kann es nicht wissen«
Notfallversorgung im Krankenhaus leidet unter der Konkurrenz des ärztlichen Notdienstes
(…)

Es geht (...) um Konkurrenz der Kassenärztlichen Vereinigung zu Krankenhäusern. Die CDU/FDP-Regierung will daran nichts ändern. Ärztliche Kleinunternehmer gehören zur Klientel der FDP, die sorgsam darüber wacht, daß diese ihre Pfründe in der Ambulanz nicht verlieren. Es geht nur um ökonomischen Wettbewerb, gewinnbringendes Wirtschaften."
www.jungewelt.de

Als Patientin bin ich verunsichert und möchte Sie fragen, wie Sie bzw. Ihre Partei die LINKE zu diesem Problem stehen und welche Maßnahmen Sie bzw. Ihre Partei zu dessen Lösung vorschlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Kathrin Vogler
1Empfehlung
20.01.2012
Kathrin Vogler
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Frage vom 9. Januar 2012 zur Organisation der Notfallbehandlung. Als Gesundheitspolitikerin setze ich mich dafür ein, dass allen Bürgerinnen und Bürgern eine umfassende gesundheitliche Versorgung bereitgestellt wird. Ein wichtiges Element stellt dabei die Möglichkeit dar, auch in Notfällen eine schnelle und fachlich kompetente Behandlung zu erhalten. Wenn diese Behandlung durch erfahrenes und geschultes Personal erfolgt, ist es für die Betroffenen zumeist nicht entscheidend, ob diese Notfallbehandlung in einem Krankenhaus, in einer ärztlichen Ambulanz oder zuhause erfolgt.

Wichtiger ist die Erreichbarkeit und der Zugang zu dieser Notfallbehandlung. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Dichte und Struktur der Leistungserbringer kann es sein, dass die Organisation und Übertragung dieser Versorgung auf dem Land anders erfolgt als in Großstädten. Notwendig ist, dass die Zuständigkeit der Leistungserbringer klar geregelt ist und zwischen den beteiligten Ärztinnen und Ärzten sowie den Krankenhäusern eine transparente und funktionierende Kooperation gewährleistet wird. Auch die Finanzierung dieser notwendigen Tätigkeit muss zufriedenstellend geregelt werden.
Wenn dies erfüllt ist, sollte die Notfallbehandlung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger funktionieren. Eine Erbringung der ärztlichen Notdienste allein durch Krankenhäuser scheint mir hingegen nicht zweckdienlich zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Vogler
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Frage zum Thema Gesundheit
26.02.2012
Von:

Frau Vogler,

ich habe eine Frage zur soziooekomischen Gruppen die durch eine
Organspende gerettet wurden.

Meine Frage : inwieweit spielen die Vermoegensverhältnisse für die Implementierung von Organspenden eine Rolle ? Heisst: gibt es Anhaltspunkte dass die Organspenden nur an reiche Leute verpflanzt werden?

Ich erwarte eine Auskunft.
G.
Antwort von Kathrin Vogler
3Empfehlungen
08.03.2012
Kathrin Vogler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, ob Reiche bei der Organspende vor Ärmeren bevorzugt werden. Angesichts der zunehmenden Kommerzialisierung des Gesundheitswesens ist diese Frage gewiss nicht von der Hand zu weisen.
Doch die Beantwortung ist nicht ganz einfach, da bei der Erbringung medizinischer Leistungen keine Angaben über Einkommen und Vermögen der Patientinnen und Patienten erhoben werden.

Anders ist es bei der Frage, ob privat versicherte Patientinnen und Patienten bevorzugt Organspenden erhalten und auch bei der Organtransplantation eine Zweiklassenmedizin und Benachteiligung von Kassenpatientinnen und -patienten besteht. Leider lässt sich auch diese Frage nicht eindeutig beantworten, obwohl gesetzlich vorgeschrieben ist, dass der Versichertenstatus im Rahmen einer Transplantation festgehalten werden muss.

Verschiedene Studien kamen in dieser Frage zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Laut einer Untersuchung war in bestimmten Transplantationszentren der Anteil Privatversicherter, die Organe transplantiert bekamen, in auffälliger Weise höher, als es ihrem Anteil in der Bevölkerung entspricht. Eine andere Studie konnte dieses Ergebnis jedoch nicht bestätigen.

Die Unterschiede resultieren aus den teilweise unvollständigen bzw. in sich unschlüssigen Berichten der beteiligten Organisationen, der Transplantationszentren, der Koordinierungsstelle Deutsche Stiftung Organtransplantation und der für die Vermittlung der Organe beauftragten niederländischen Stiftung Eurotransplantant.

Darüber hinaus ist leider zu befürchten, dass auch Bundesbürgerinnen und Bundesbürger am illegalen Organhandel beteiligt sind und sich Organe erkaufen, die Menschen in ärmeren Ländern oft auf kriminelle Weise entnommen worden sind. Diejenigen, denen die Organe entnommen werden, bekommen zwar meist wenig oder gar kein Geld, doch die Empfängerinnen und Empfängern in den reichen Ländern müssen dafür hohe Preise bezahlen, so dass in diesen Fällen sicher davon auszugehen ist, dass Menschen mit hohen Einkommen überproportional daran beteiligt sind.

Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Vogler
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Frage zum Thema Soziales
07.03.2012
Von:

Hallo, Frau Vogler !

Ich möchte mich einarbeiten in die Materie für Menschen mit Behinderungen, im besonderen die Behinderungen die nach außen hin nicht sichtbar sind. Ich denke dabei an das Spektrum Autismus in jeder Ausprägung. Da es diese Menschen besonders schwer haben ihre Rechte einzufordern bitte ich Sie mir evtl. dabei behilflich zu sein, wer sich in meinem Wahlkreis mit dieser Problematik auskennt. Schön wäre es wenn die Person/Personen zur Partei gehören (ist aber nicht zwingend notwendig) damit sich eine Arbeitsgruppe bilden kann, die sich mit dieser Thematik beschäftigt um Betoffenen bertatend und helfend zur Seite zu stehen.
Ich würde mich freuenvon Ihnen eine positive Antwort zu erhalten und bedanke mich im Vorraus.

Antwort von Kathrin Vogler
bisher keineEmpfehlungen
27.04.2012
Kathrin Vogler
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Engagement.
Ich möchte Ihnen empfehlen, sich an die entsprechenden Landesarbeitsgemeinschaften der LINKEN in Nordrhein-Westfalen, also an die "LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik NRW" sowie an die "LAG Gesundheit und Soziales" zu wenden. Ich gehe davon aus, dass Sie dort auf Landesebene Ihre Ideen einbringen und den Betroffenen durch Beratung und Unterstützung helfen können

Die Kontaktadressen finden Sie hier:
www.dielinke-nrw.de

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Ausdauer bei Ihren Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Kathrin Vogler, MdB
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