Karsten Panzer (NPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Karsten Panzer
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Kaufmännischer Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
Bezirksgeschäftsführer
Wohnort
Plößberg
Wahlkreis
Weiden
Ergebnis
2,5%
Landeslistenplatz
-, Bayern
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Frage zum Thema Soziales und Familie
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Panzer,

wie stehen Sie zum Thema gleichgeschlechtliche Ehen oder wie es in korrekter Ausdrucksweise heißt "Lebenspartnerschaften"? Auch würde mich interessieren wie Sie zu der Frage des Abbaus von Ungleichbehandlungen stehen. Dazu ein Beispiel: Gehen zwei Frauen, von denen eine britische Staatsbürgerin ist, in Großbritanien eine Lebenspartnerschaft ein dann hat dieses Paar in GB die gleiche Rechte und Pflichten wie ein heterosexuell verheiratetes Paar. Genießt auch die gleichen steuerlichen und ähnlichen Privilegien. Ziehen die Beiden nun aus beruflichen Gründen nach Deutschland, werden sie nicht mehr gleich behandelt. Wie kann dies 2009 in einem geeinten Europa möglich sein? Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu tun

MfG
Antwort von Karsten Panzer
4Empfehlungen
25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre ehrliche und interessante Frage.

Darauf von meiner Seite auch eine ehrliche Antwort:

wie Ihnen bekannt sein wird, stehen wir Nationaldemokraten dem EU-Europa, wie es insbesondere im Gefolge der Verträge von Amsterdam, Maastricht und Lissabon Gestalt annimmt, außerordentlich kritisch gegenüber. Das betrifft nicht nur die Brüsseler Generallinie in Sachen Freihandel und Zuwanderung, sondern beispielsweise auch in Fragen der Gender-Politik - die wir Nationaldemokraten rundweg ablehnen - oder eben auch der Gleichstellung von Homo- und Heterosexuellen.

In der letzteren Frage vertreten wir schlichtweg ein anderes Menschenbild - unser Leitbild ist die heterosexuelle Familie mit Nachwuchs.

Ihr gegenüber dürfen gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften bzw. Lebensformen unserer Auffassung nach rechtlich nicht gleichgestellt werden, insbesondere was etwa das Adoptionsrecht angeht. Sie werden deshalb sicherlich Verständnis dafür haben, daß wir an einer weitestgehenden rechtlichen Gleichgestellung von Homosexuellen mit der heterosexuellen Mehrheit unseres Volkes gegenüber kein Interesse haben und diese auch ablehnen. Dies ist einer unter vielen Punkten, wo wir in diametralem Gegensatz zur EU und ihren leitenden "Werten" stehen und dafür plädieren, daß einzelne Mitgliedsländer, die mit bestimmten grundlegenden Entwicklungen in der EU nicht konform gehen, erforderlichenfalls eben auch den Konflikt mit Brüssel riskieren müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit hinreichend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Karsten Panzer
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
25.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Panzer,

die Gewaltbereitschaft an bayerischen Schulen steigt stetig an.

Gewalttaten, wie der jüngste Amoklauf am Carolinum-Gymnasium in Ansbach, müssen zukünftig, nicht nur in Bayern, verhindert werden.

Fakt ist jedoch, dass eine Verschärfung des Waffengesetzes, in Fällen wie diesem, zwecklos ist.

Wie sieht nun Ihr Programm aus, solche Vorfälle in Zukunft wirklich zu vermeiden?
Antwort von Karsten Panzer
4Empfehlungen
26.09.2009
Hallo Frau ,

es ist gut, daß Sie das Thema "Gewaltbereitschaft an den Schulen" ansprechen.

Leider läßt sich dieses immer drängendere gesellschaftliche Problem nicht von heute auf morgen und nicht allein mit einem noch strengeren Waffengesetz oder schärferen Kontrollen an unseren Schulen in den Griff bekommen. Es liegt doch auf der Hand, daß gewalttätige Schüler nicht vom Himmel fallen, sondern ein Produkt ihres Elternhauses und im letzten unserer gesamten Gesellschaft sind, die gelebte Werte, Traditionen und Vorbilder längst durch den Dauerkonsum der Glotze und des Internets ersetzt hat. Sozialwissenschaftler haben errechnet, daß ein "durchschnittliches" deutsches Kind bis zum Erreichen der Volljährigkeit rund 18.000 Morde im Fernsehen sieht. Also mich wundert angesichts solcher Zahlen nicht, daß die Gewalt unter unseren Jugendlichen aus dem Ruder läuft. Will sagen: weniger Waffen im Elternhaus und mehr Polizeikontrollen auf den Schulhöfen reichen nicht.

Umgekehrt formuliert: wenn wir - als Gesellschaft, als Volk - insgesamt wieder zu einer intakten und funktionierenden Wertewelt zurückfinden, löst sich das Problem schlägernder Halbwüchsiger nach und nach von selbst. Wir Nationaldemokraten halten deshalb nicht viel von einem Herumkurieren an den Symptomen der Jugendgewalt, sondern wir sprechen uns für eine gesellschaftliche Trendwende insgesamt aus - hin zu mehr Solidarität, zu mehr Gemeinschaft, weg von der Atomisierung und Vereinzelung unserer Gesellschaft, die letztlich alle krank macht.

Allerdings: eine konkrete Maßnahme gäbe es sehr wohl. Denn auch in Bayern ist das Problem der Jugendgewalt und Jugendkriminalität zum Gutteil ein Problem mit "Migrationshintergrund". In der Regel sind 60 bis 70 Prozent der jugendlichen "Intensivtäter" nichtdeutscher Herkunft. Und in zahlreichen Deliktsparten wie räuberischer Erpressung, Diebstahl etc. sind Ausländer ebenfalls erheblich überrepräsentiert - auch an den Schulen. Wir bleiben deshalb bei unserer Forderung, daß kriminelle Ausländer - gleich welchen Alters - rigoros aus unserem Land abgeschoben werden müssen. Das beseitigt das Problem der Jugendgewalt zugegebenermaßen nicht von heute auf morgen. Aber es wäre ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung - und ein politisches Signal, das kaum zu überschätzen ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen unsere Position einigermaßen verständlich machen.

Mit besten Grüßen

Ihr

Karsten Panzer
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