Karl-Heinz Kimmerle (B90/Grüne)

Grunddaten
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Staatsexamen
Ausgeübte Tätigkeit
Gymnasiallehrer
Wohnort
Heilbronn
(...) Lieber Matthias,

das Thema Stadtverkehr ist zu komplex, um es auf dieser Schiene in einem
zeitlich vertretbaren Rahmen zu behandeln. Vielleicht hat Wolf
Theilacker unsere GRÜNE-Position bei entsprechender Gelegenheit bei der
Verkehrswende dargestellt. Hier einige Punkte:

* Würde der Gemeinderat unserer Position des zweispurigen Ausbaus
der Saarlandstraße folgen, würden 160, teils alte Bäume erhalten
werden können.
* Wenn es uns gelingt, die aus unserer Sicht notwendige Verlagerung
der Kalistraße auf die Trasse Füger-/ Weipertstraße zu erreichen
und den sechsspurigen Ausbau der Mannheimer Straße zu verhindern,
können ebenfalls sehr viele Bäume erhalten werden, am Neckarbogen
viele neue gepflanzt werden und neue Bodenversiegelung in großem
Umfang vermieden werden.
* Wir tun das in unserer Macht stehende um den Modal Split des
Radverkehrs von den kläglichen 8 % mindestens erst mal zu
verdoppeln. Mehrheiten im Gemeinderat finden wir dafür selten. (...)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.04.2012
Von:

Hallo Karl-Heinz Kimmerle,

mich würde interessieren, wie Du das siehst:

gemeinderat.stadt-heilbronn.de

Zitat:
"Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der ZEAG die Bürgerenergie Heilbronn GmbH & Co. KG zu gründen. Modifizierend vom Beschluss des Gemeinderates vom 18.11.2010 (Punkt 1.7) werden die städtischen Dachflächen nicht allen Interessenten, sondern vorrangig der zu gründenden Bürgerenergie Heilbronn GmbH & Co. KG zur Verfügung gestellt."

Wie unabhängig kann ein Unternehmen wie die ZEAG sein (quasi EnBW-Tochter) um die beschlossenen Klimaschutzziele -mit echter Bürgerbeteiligung, die diesen Namen verdient- im vorgegebenen Rahmen zu erreichen?

Und zwar ohne den Teufel CO² mit dem Belzebub Atomkraft auszutreiben? (nebst weiterer Atommüllproduktion und GAU-Potential)

Ist es nicht für euch Grüne eine der wichtigsten Voraussetzungen, daß die notwendige Energiewende (hin zu 100% Erneuerbaren) nur gelingen kann, wenn Bürgerbeteiligung, Transparenz und Unabhängigkeit an erster Stelle stehen?

Ist es hinnehmbar (auch unter wettbewerbs- und/oder urheber- bzw. kartellrechtlichen Überlegungen), daß ganz offensichtlich das erfolgreiche Konzept der EnerGeno abgekupfert wird und noch dazu der Zugang zu städtischen Dachflächen verboten werden soll?

Ich sehe das als einen Frontalangriff auf alles, was unabhängige Bürgerinnen und Bürger erreicht haben, die aufrichtig für den Atomausstieg kämpfen. Dezentrale regenerative Energieversorgung in Bürgerhand würde dadurch torpediert.

Werdet ihr Grüne einen Gegenantrag stellen?

...um der lange zuvor gegründeten EnerGeno Heilbronn-Franken die nötige Planungssicherheit zu garantieren? (Zugang zu städtischen Einrichtungen (Dachflächen) Immerhin hat hier eine Vielzahl unabhängiger Genossen im Vertrauen auf die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger und transparenter Projekte (auch unter Berücksichtigung der sozialen Komponente) investiert.

LG M.

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