Julia Klöckner (CDU)
Abgeordnete Bundestag (ausgeschieden)

Grunddaten
Julia Klöckner
Geburtstag
16.12.1972
Berufliche Qualifikation
Journalistin, Theologin, Politologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB; Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wohnort
Guldental
Wahlkreis
Kreuznach
Ergebnis
47,0%
Landeslistenplatz
6, Rheinland-Pfalz
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Die befürwortende Meinung der CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz basiert auf dem Wunsch der Bürger vor Ort die infrastrukturelle Situation, insbesondere die Anbindung an Wirtschaftszentren zu verbessern. Ich stimme Ihnen jedoch zu: Eine Entscheidung für den Bau muss den Schutz der einzigartigen, regionalen Kulturlandschaft miteinbeziehen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Familie
08.03.2011
Von:

Hallo Frau Klöckner,

wie stehen Sie zur Einführung eines Erziehungsgeldes? Als Familie mit vier Kindern und einem Alleinverdiener finden wir die umfassende und alleinige Förderung von Familienmodellen mit zwei Erwerbstätigen für uns nachteilig. Nichts gegen die Entscheidung von Paaren, dass beide wieder erwerbstätig sein wollen, das soll und kann jeder für sich entscheiden. Aber die Politik sollte auch die Familien nicht vergessen, die sich bewusst für eine bestimmte "Aus-Zeit" entscheiden und bei denen ein Partner zu Hause bleibt und in den ersten Lebensjahren für die Kinder da ist. Immerhin leisten diese Familien auch einen kleinen Beitrag für die Gesellschaft, denn sie beanspruchen keine teuren Betreuungsplätze für Kleinkinder (dies nur, weil wir im Bekanntenkreis leider öfter zu hören bekommen, eine finanzielle Anerkennung des Staates für Familien wie uns sei nicht nötig, da wir ja auch weniger Geld einbringen in Form von Steuerzahlungen...). Wir würden uns wünschen, dass die Politik auch für uns mehr als nur ab und zu warme Worte übrig hat.
Für die bevorstehenden Wahlen schon jetzt alles Gute und viel Erfolg, unabhängig wie Ihre Antwort auf unsere Frage ausfällt.

Freundliche Grüße
Fam.

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.03.2011
Von:

Hallo Frau Klöckner,

auf einer Wahlkampfveranstaltung in Konz haben Sie gesagt das zum Nürburgring schmutzige Latzhosen von Rennmechankikern gehören. Heißt das, dass Sie den Freizeitpark schließen wollen?


Gruß
Antwort von Julia Klöckner
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17.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Die verschwenderische Politik der SPD-Landesregierung am Nürburgring ist beispiellos in der Geschichte von Rheinland-Pfalz. Ich denke allerdings, dass eine Schließung des Freizeitparks am Nürburgring der falsche Weg wäre, diesem Projekt zu begegnen. Zunächst muss ein sinnvolles Konzept erarbeitet werden, das es möglich macht, dass sich das Nürburgringprojekt langfristig selbstständig trägt. Dazu gehört, Freizeitpark und Rennstrecke zu trennen.

In diesem Sinne herzliche Grüße,
Ihre Julia Klöckner
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Frage zum Thema Verlängerung von AKW-Laufzeiten
12.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

wie sehen Sie die nun beschlossene Verlängerung der Atomlaufzeiten ?
Wie schätzen Sie es, als evt. Landeschefin von Rheinland-Pfalz ein, dass der Bundesrat dabei übergangen wurde ?
Halten Sie auch Atomkraftwerke für sicher, und den Atommüll ein Opfer, das man für die Wirtschaft bringen muss ?
Über eine Antwort würde ich mich freuen, U.
Antwort von Julia Klöckner
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22.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

gerne erläutere ich Ihnen meine Position in der aktuellen Diskussion um die Energieerzeugung nach dem Atomunfall in Japan.

Energie muss sauber, sicher und bezahlbar bleiben. Unter dieser Prämisse steht die Energiepolitik der rheinland-pfälzischen CDU. Nach den tragischen Ereignissen in Japan steht die Energieerzeugung in Deutschland auf dem Prüfstand. Wir brauchen eine Atempause - ohne Denkverbote. Deshalb ist die Aussetzung der Laufzeitverlängerung denkbar.

Folgende Punkte sind aus meiner Sicht in der Debatte zu beachten:

1. Der Respekt vor den Opfern der verheerenden Naturkatastrophe in Japan verbietet es, dass man innenpolitischen Streit in Deutschland auf dem Rücken des Leids des japanischen Volkes austrägt. Wer dies trotzdem tut, handelt schäbig und mitleidlos. Die Opfer und ihre Angehörigen brauchen unsere Solidarität und Hilfe, aber nicht politischen Streit.

2. Sicherheit hat bei der Energieerzeugung höchste Priorität. Die Ereignisse in Japan sind ein Einschnitt für die Welt. Nach dem Atomunfall müssen wir deshalb prüfen, welche neuen Erkenntnisse es für die technische Sicherheit der Kernkraftwerke gibt.

3. Die CDU sieht in der Kernkraft ein Auslaufmodell – eine Brückentechnologie, bis die Erneuerbaren Energien verlässlich zur Verfügung stehen. Um dies zu erreichen, ist neben verstärktem Forschungsaufwand für Speichermedien und intelligente Netze auch der beschleunigte Bau neuer Trassen für Höchstspannungsleitungen notwendig. Die CDU-geführte Bundesregierung hat erstmals in der deutschen Geschichte ein Energiekonzept vorgelegt, das den Aufbruch in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien nachhaltig einleitet.

4. Bei der Frage der Laufzeitverlängerung darf es keine Denkverbote geben. Reaktoren, die im Blick auf mögliche neue sicherheitstechnische Erkenntnisse nicht absolut sicher sind, müssen umgehend vom Netz genommen werden.

5. Die CDU Rheinland-Pfalz unterstützt die schnelle Einsetzung einer Expertenkommission, die nach den Ereignissen in Japan und möglichen neuen Erkenntnissen eine neue Risikoanalyse für deutsche Kernkraftwerke erstellen soll. Notwendige sicherheitstechnische Nachrüstungen müssen umgehend vorgenommen werden.

6. Wir brauchen auf europäischer Ebene eine Einigung über neue sicherheitstechnische Anforderungen, die sich aus den Lehren aus Japan ergebenen. Das französische Kernkraftwerk Cattenom steht zum Beispiel nur rund 15 Kilometer entfernt von der rheinland-pfälzischen Landesgrenze.

In diesem Sinne herzliche Grüße,
Ihre Julia Klöckner
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Frage zum Thema Finanzen
18.03.2011
Von:

Sind Sie der Meinung, daß ein Projekt wie der Hochmoselübergang, das nach einstimmiger Aussage aller modernen Navigationsgeräte - unter Zugrundelegung einer fiktiven Fahrzeit von maximal 30 Minuten von AB-Kreuz Wittlich nach Hahn - keinerlei Vorteile des Hochmoselübergangs erkennen läßt und angesichts des exorbitanten Schuldenbergs des Bundes und mit Blick auf das Schuldenbremsengesetz nach derzeitiger Schätzung 350 Mio €, nach Meinung aller Fachleute jedoch mindestens eine halbe Milliarde kosten wird, gerechtfertigt ist? Sind Sie ferner der Meinung, daß diese Brücke, die nach allen neueren Gutachten für den Tourismus der Mosel nicht nur nutzlos, sondern definitiv schädlich ist (Welterbestatus!!) diese 350 Mio € rechtfertigt, obwohl eine Untertunnelung des Moselsporns, die die Landschaft weitgehend unangetastet ließe und die Chance auf den Welterbetitel erhalten würde - Beispiel: Achrain-Tunnel, Bregenzer Wald - nur etwa die Hälfte kosten würde?

Mit freundlichen Grüßen!
, Traben-Trarbach
Antwort von Julia Klöckner
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22.03.2011
Julia Klöckner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Hochmoselübergang. Ich halte an dem Projekt Hochmoselübergang fest. Dennoch sollten die Sorgen der Bürger vor Ort gehört werden.

Der Zeitvorteil durch den Hochmoselübergang ist sicherlich größer als eine halbe Stunde. Der Verkehr aus dem Raum Trier/Eifel nach Rhein-Main hat bisher eigentlich nur die Alternative, über die Autobahn nach Koblenz und dann über die A 61 nach Süden zu fahren. Die Wegstrecke verkürzt sich durch den Hochmoselübergang beträchtlich. Die Bundesstraße vom Hahn bis nach Hermeskeil zur nächsten Autobahnauffahrt ist beschwerlich und führt zu einer erheblichen Belastung der Verkehrswege im unmittelbaren Einzugsbereich der Stadt Trier.

Die Angaben über die 30 Minuten Zeitersparnis könnten daher rühren, dass große Teile des Gesamtprojektes, nämlich die Fernverbindung Trier/Eifel nach Rhein-Main bereits fertig sind. Die Brücke ist ja Teil eines Gesamtkonzeptes, zu dem auch der oben genannte Ausbau gehört. Die B 50 ist bis zum Hahn ausgebaut. Auf der anderen Moselseite bei Wittlich sind die Bauten schon weitgehend fertig gestellt. Das alles bleibt ein unvernünftiger Torso ohne die Brücke. Deshalb halte ich weiterhin an der Durchführung dieses Projektes fest, der bereits alle Zustimmungswege und die demokratische Legitimation durchlaufen hat.

Herzliche Grüße
Ihre Julia Klöckner
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Frage zum Thema Integration
22.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gloeckner,
ich gehoere zu den Foerdermitgliedern von abgeordnetenwatch.de, weil ich - genau so wie Sie, was man an Ihren ausfuehrlichen Antowrten hier m. e. ablesen kann - damit generell die Basisorientierung unserer Demokratie foerdern moechte und auch gleichzeitig damit zu mehr Klarheit und Wahrheit in der Politik beitragen moechte.
So kam es dass ich in der XING-Foren-Diskussionsgruppe "Politik" gebeten wurde, Ihnen die nachfolgende Frage zu stellen, nachdem dort im Forum ihre letzte Antwort an Herrn... ,
die mir persoenlich gefallen hat, diskutiert wurde.
Ihre Antwort auf die nachfolgende Frage soll dann wieder in der XING-Foren-Gruppe "Politik" - vielleicht auch in den dortigen Gruppen "CDU" und "FDP" diskutiert werden.

" Der Anspruch unseres staatlichen Bildungssystems ist es, alle Kinder unabhaengig ihrer Herkunft zu muendigen und vor allem freiheitlich orientierten Buergern zu formen. Die bestehende konfessionelle Trennung des Religionsunterrichts steht diesem Grundsatz entgegen. Warum verlangen wir von unseren Kindern automatisch eine gewisse Glaubensgemeinschaft der Eltern anzunehmen, Ihnen aber gleichzeitig einzutrichtern, eigene Entscheidungen zu treffen? Der bestehende konfessionell getrennte Religionsunterricht karikiert den grundsaetzlichen Anspruch des Bildungssystems und foerdert geradezu die Ausgrenzung gewisser Schueler, falls diese nicht einer der beiden christlichen Glaubensrichtungen angehoeren. Waere ein allgemeiner Ethikunterricht bzw. Werteunterricht fuer alle Konfessionen nicht zielfuehrender bzw. im Sinne des urspruenglichen Anspruchs? Oder anders gefragt, inwiefern vertraegt sich der formulierte Bildungsauftrag Ihrer Meinung nach mit dem bestehendem konfessionell getrennten Religionsunterricht? "

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