Josef Philip Winkler (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Josef Philip Winkler
Jahrgang
1974
Berufliche Qualifikation
Krankenpfleger, Tätigkeit als Krankenpfleger in der Orthopädie und Gerontopsychiatrie in Koblenz
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Koblenz
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Rheinland-Pfalz
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(...) Also ein klarer Fall von Falschaussage der Abg. Naumann um einen billigen politischen Stich zu machen. Ich fände es schlimm, wenn durch diese Äußerungen von Frau Naumann jetzt die Kolleginnen und Kollegen der anderen Fraktionen eine öffentliche Beratung ablehnen würden um die Unwahrheiten der Linken nicht noch zu unterstützen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema
27.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Winkler,

ich habe eine Frage, wenn auch nicht unbedingt spezifisch auf einen bestimmten Politikbereich: Was ist eigentlich los mit euch, Grünen?

Wieso nutzt ihr nicht die Krise und positioniert euch nicht anständig? Wisst ihr eigentlich, wie viele Bürger unzufrieden sind, mit der eingeschlagenen Richtung in welche die Politik unser Land richtet?
Ihr seid die einzige Partei, die mit den anstehenden Paket-Geld es vernünftig investieren könnte: in erneuerbare Energie, Soziale Unternehmen, MikroFinanzen, Kleinunternehmertum, Ethische/Öko-Investments, etc.

Mag sein, dass ihr das im Bundestag sagt. Aber geht zu den Bürgern raus, holt sie ab, wo sie jetzt orientierungslos sind.
Macht es ähnlich wie Obama. Versöhnt unsere Gesellschaft, verbindet alte und neue Wirtschaft/Gesellschaft, stellt Zukunftsweichen, verbindet euch mit dem Volk. Die anderen Parteien können und wollen es nicht. Das Volk will es mit diesen Parteien auch nicht!

Verstehen Sie mich nicht falsch hier:
Ich wählte die GRÜNEN bisher nur einmal, aber jetzt seid ihr für viele die Partei, der man in dieser historischen Systemkrise das meiste Vertrauen, ja sogar Kompetenzen anvertraut. Bisher wart ihr aber eher enttäuschend. Was ist los?
Wisst ihr eigentlich, wie sehr sich die Bürger nach dieser sinnvollen Politik sehnen? Ihr müsst auch gar nicht viel machen. Wir alle wissen doch, dass Abwrackprämie, Opel- und Bankenrettung totaler Blödsinn sind, was uns und unsere Kinder ws mit mehr als nur Geld in Zukunft abzahlen müssen.
Stellt die Weichen! Lasst kranke Unternehmen bankrott gehen und investiert in die Bürger! Die Bürger werden es euch danken!

Können Sie sich ein große Koalition mit der FDP vorstellen?

Danke,

Antwort von Josef Philip Winkler
1Empfehlung
05.03.2009
Josef Philip Winkler
Sehr geehrter ,

Danke für Ihre wachrüttelnden Worte, auch wenn ich glaube, daß ich und wir Grüne diese gar nicht nötig haben, denn wir sagen klar, was wir wollen: In der Krise liegt auch eine Chance. Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag und müssen in Richtung Klimaschutz, Bildung und mehr Gerechtigkeit umsteuern, statt wahllos Geld auszugeben und den nachfolgenden Generationen riesige Schuldenberge zu hinterlassen. Die Kanzlerin verpasst die Chance, die Wirtschaftskrise für Deutschlands Zukunft zu nutzen.
Aber als kleinste Oppositionspartei wird man von den Medien nicht so stark wahrgenommen, wie wir das gerne hätten. Wir beziehen Position, nachzulesen z.B. auf der Homepage der grünen Bundestagsfraktion:
www.gruene-bundestag.de


Was Ihre Frage zur möglichen Koalition mit der FDP angeht: Ich bin der Meinung, daß Parteien das Ziel haben sollten Dinge zu verändern, also auch regieren zu wollen. Wir werben bei den Wählerinnen und Wählern für unsere Positionen. Und nach der Wahl müssen wir Grüne schauen, ob es andere Parteien gibt, mit denen wir diese Ziele auch umsetzten können.
Im real-existierenden 5-Parteien-System können wir Grüne eine weichenstellende Rolle spielen. Es ist programmatisch offenkundig, dass keine Äquidistanz zu den verschiedenen konkurrierenden Parteien existiert; es gibt nun einmal mehr Überschneidungen mit der SPD. Gleichwohl sind wir grundsätzlich bereit, unterschiedliche Koalitionsoptionen zu prüfen. Wir machen nicht Lagerpolitik, sondern verfolgen eine Politik der Eigenständigkeit. Eigenständigkeit verlangt inhaltliches Profil. Grünes Profil definiert die unterschiedliche Nähe und Ferne zur politischen Konkurrenz – und damit auch die Hürden für Koalitionsmöglichkeiten. Elementare Voraussetzung dafür, dass ein solcher eigenständiger Kurs erfolgreich sein kann, ist, dass wir die Erkennbarkeit, Berechenbarkeit, Ausstrahlung und visionäre Kraft grüner Politik durch klar profilierte Grüne Politik-Projekte herausarbeiten. Diese sind der Maßstab, den wir für das Wahljahr 2009 setzen.
Wir werden für die Wahl 2009 bei der Bundesdelegiertenkonferenz im Mai 2009 auf der Grundlage unserer Grünen Projekte eine Wahlaussage treffen, mit der wir in den Wahlkampf ziehen.

Herzliche Grüße

Josef Winkler
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr MdB Winkler,

darf ich SIE fragen, warum SIE meine demokratischen Fragen vom 10.02.2009 nach alter CDU-Manier "aussitzen ?

Ist das gar der neue "Politik-Stil" der BündnisGrünen ?

Ist das der Dank dafür, dass ich IHRE BündnesGrünen Jahrzehnte lang gewählt habe ?

Vielleicht darf ich IHNEN MEIN INFORMATIONSRECHT aus Art. 17 Grundgesetz (GG) anhand der nachstehenden Quelle in Erinnerung rufen, die ich auf der offiziellen Seite des Deutschen Bundestages (Petitionsausschuss) gefunden habe :

____________________

www.bundestag.de

6. Petitionsinformations- und Petitionsüberweisungsrechte

6.1 Informationsrecht (!!!)

(1) Aus Artikel 17 GG folgt ein +++ Informationsrecht +++ sowohl bei
Bitten als auch Beschwerden.

(2) In Angelegenheiten der Bundesverwaltung richtet sich das
Informationsrecht grundsätzlich gegen die Bundesregierung. Soweit eine Aufsicht des Bundes nicht besteht, richtet es sich unmittelbar gegen die zuständige Stelle, die öffentliche Aufgaben des Bundes wahrnimmt.

________

  • Ich frage Sie persönlich, Herr MdB Winkler, an dieser Stelle ABERMALS öffentlich :

1) Mit welchem Recht veweigern SIE mir, als Mitglied des Pet.-Ausschusses, die Einsichtnahme in die beiden BMJ-Stellungnahmen, die meine öP für die SBZ-Opfer/1945-49 zum Scheitern brachten ?

2) Mit welchem Recht verweigern SIE mir mein garantiertes
Informationsgrundrecht (!) aus Art. 17 GG ?

3) Liegt dem Pet.-Ausschuss die diesbzgl. Anfrage des Bundesbeauftragten für die Informationsfreiheit inzwischen vor ?

4) Ist das INFORMATIONSRECHT aus Art. 17 GG etwa garnicht FÜR (!) Petenten gedacht - oder warum werden mir die -2- dubiosen BMJ-Stellungnahmen willkürlich verweigert ?

5) Wann also erhalte ich MEINE (!) -2- BMJ Stellungnahmen i.R.d. Art. 17 GG i.V.m. § 16 GO Bundestag von IHNEN ?

MfG
M.
Dipl.-VerwW. (FH)
Antwort von Josef Philip Winkler
16Empfehlungen
30.03.2009
Josef Philip Winkler
Sehr geehrter Herr ,

auch wenn ich Ihre Wortwahl und Ihren Fragestil für ausgesprochen deplaziert halte antworte ich Ihnen wie folgt:

Das Bundesverfassungsgericht hat mehrfach entschieden, daß aus Art. 17 GG das Recht des Petenten abzuleiten ist, daß die Petition entgegenzunehmen, sachlich zu behandeln und das das Ergebnis mitzuteilen ist ( 1 BvR 138/07). Art um Umfang der sachlichen Prüfung des Anliegens unterliegen nicht der gerichtlichen Kontrolle ( 1 BvR 15553/90). Sie haben wiederholt keinerlei Fakten vorgetragen, die den o.a. Entscheidungen des BVerfG widersprechen würden. Daher empfehle ich Ihnen sich abzuregen.

Daß sie die ausführliche und zeitraubende juristische Recherche meines Büros als "aussitzen a la CDU" bezeichnen spricht für sich. In Zukunft werden Sie deshalb von mir keine Antwort mehr erhalten.
Abgeordnetenwatch ist ein Forum für politische und Sachfragen. Ihre Art dieses Forum zu verwenden halte ich für falsch und nicht dem ursprünglichen Sinn dieses Forums entsprechend. Weitere Beleidigungen und Unterstellungen, gerne auch in Frageform gekleidet können Sie aber gerne direkt an meine E-Mail-Adresse schicken:
josef.winkler@bundestag.de.
Ich kann Sie dann in den allfälligen Gesprächen mit Schülergruppen über eventuelle Nachteile des Abgeordnetendaseins als Anschauungsmaterial zirkulieren lassen.

Demokratische Grüße aus Berlin
Josef Winkler
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Frage zum Thema Gesundheit
05.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Winkler,
auf der Internetseite von Campact erfuhr ich, dass in wenigen Wochen
der Gen-Mais MON810 der Fa.Monsanto in Deutschland angebaut werden soll.
www.bayern-stoppt-genmais.de
Durch Internetrecherche (Kritik der Methoden der Fa.Monsanto) bin ich hellhörig geworden. Farmer aus Amerika und Indien berichten, dass sie durch den Einsatz des Gen-MaisMON810 mit der Zeit immer mehr Pestizide einsetzen mussten, natürlich vom gleichen Produzenten, was eine deutliche Zunahme der Umweltbelastung mit sich brachte.
Die Studie, erreichbar durch den oben genannten Link, (Zitat) gibt einen Überblick über die Ergebnisse neuer wissenschaftlicher Publikationen, die deutlich machen, dass die Risiken des Anbaus von MON810 für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bisher nicht ausreichend untersucht wurden. So liegen neue, konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen, von nützlichen Insekten und der Ökologie von Gewässern vor. Auch zur Gefährdung der Gesundheit liegen neue Studien vor, die zeigen, dass der gentechnisch veränderte Mais dazu beitragen kann, Immunkrankheiten auszulösen.
Zudem wird in der Studie anschaulich gemacht, dass die bisher praktizierten Ansätze zur Risikobewertung von MON810 zu kurz greifen: Sie setzen sich nicht in angemessener Weise mit der Sicherheit des Insektengifts auseinander, das in den Gentechnik-Pflanzen produziert wird. Die wissenschaftliche Unsicherheit über die Wirkungsweise des produzierten Gifts wird differenziert dargestellt.
Dass ein Verbot des Anbaus von MON810 nicht nur in der Sache, sondern auch rechtlich geboten ist, wird in der Studie anhand dem deutschen und europäischen Gentechnikrecht sowie der Rechtsprechung belegt.
Wie ist Ihre Einstellung gegenüber der Einfuhr des GenMais810 in Deutschland?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Josef Philip Winkler
2Empfehlungen
21.04.2009
Josef Philip Winkler
Sehr geehrte Frau ,

wie Sie vielleicht der Presse entnehmen konnten, hat Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner endlich den Anbau von Genmais MON810 in Deutschland verboten. Jedoch erst, nachdem sie wochenlang Landwirte, Verbraucher und Imker hingehalten hatte.

Aus grüner Sicht lagen die wissenschaftlichen und rechtlichen Argumente für ein Verbot schon lange auf dem Tisch. Für Renate Künast, unsere Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, ist klar: "Jetzt muss Monsanto erkennen, dass endlich Schluss damit sein muss, den Verbrauchern in Wild-West-Manier den Genmais aufzwingen zu wollen."

Dabei ist das Anbauverbot weniger dem Engagement der Beamten im Landwirtschaftsministerium, als vielmehr Umwelt- und Verbraucherverbänden zu verdanken. Allein über 50.000 Bürgerinnen und Bürgern schickten nach einem Aufruf - der von Ihnen angesprochenen - Organisation Campact Protestmails an die Regierung. Und die haben offensichtlich ihre Wirkung gehabt. Aigner lässt den MON810-Anbau in Deutschland auf Basis der sogenannten "Schutzklausel" im EU-Gentechnikrecht verbieten.

Genau wie Sie, will die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland keine Gen-Lebensmittel – und auch keinen Anbau von Genpflanzen. Das reicht aber (leider) nicht aus, um einen Anbau rechtskräftig zu stoppen. Vielmehr müssen Regierungen nach EU-Recht ernstzunehmende wissenschaftliche Risiken oder rechtliche Gründe vorbringen.

Studien - darunter auch die von Ihnen angeführte - belegen jedoch, dass es ausreichend wissenschaftliche und rechtliche Gründe für ein nationales Anbauverbot nach EU-Recht gibt.

Wir fordern Frau Aigner dazu auf sich nun nicht nur in Deutschland sondern auch in der EU gegen den Durchmarsch der Agro-Gentechnik einsetzen. So will die EU-Kommission in Brüssel erstmalig seit 1998 zwei neue Gentech-Maissorten zum Anbau zulassen (Bt11 von Syngenta und Bt1507 von Pioneer). Die Landwirtschaftsministerin muss dafür sorgen, dass Deutschland nicht nur "Nein" in den entsprechenden EU-Gremien sagt, sondern auch aktiv Verbündete in anderen EU-Ländern sucht. Weiterhin muss sie sich auch gegen eine Verlängerung der EU-rechtlichen Zulassung für den Mais MON810 einsetzen.

Zukünftig ist es erforderlich, dass die Ministerin die in Deutschland bestehenden Schutzlücken für Imker und die gentechnikfreie Produktion schließt, denn Probleme entstehen nicht nur durch einen Anbau von MON810-Mais, sondern auch durch Gentech-Sortenprüfungen, durch fragwürdige Freisetzungsexperimente (wie zum Beispiel mit Gentech-Pflanzen, die pharmazeutische Stoffe produzieren oder durch den Import von Gentech-Futtermittel).

Herzlichst

Josef Winkler
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
26.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Winkler,

die gegenwärtige Diskussion um die Sperrung von Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten, die z.Zt. intensiv in Presse und Internet geführt wird, führt letzendlich zu 3 grundsätzlichen Fragen, die beantwortet werden müssen.

1.) Ist die Sperrung der Seiten ( Sperrung auf Basis einer vom BKA erstellten geheimen und von keiner Instanz überprüfbaren Liste ) "zielführend", d.h. wird der Zugriff auf diese Seiten zuverlässig unterbunden ?

2.) Ist durch die Einführung der Maßnahme nach Pkt.1 ausreichend Sorge getragen, die fraglichen Beiträge definitiv aus dem Netz zu verbannen, d.h. abzuschalten ?

3.) Sehen Sie in der Durchführung der Maßnahme nach Pkt.1 zumindest theoretisch die Möglichkeit, den Zugriff auch auf andere Inhalte im Netz, z.B. politisch oder wirtschaftlich nicht opportune Meinungen zu erschweren und so die Voraussetzungen für eine effektive Zensur in unserem Land zu schaffen ?

In diesem Zusammenhang interessiert mich als Ihrem potentiellen Wähler Ihre Einstellung zu den drei o.g. Fragen, insbesondere aber, ob Sie dem geplanten Gesetz, das nach meiner Kenntnis dem bereits auf der Maßnahme nach Pkt.1 beruhenden Vertrag zwischen BKA und mehreren Internetprovidern eine gesetzliche Grundlage geben soll, in dieser Form zustimmen werden.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Josef Philip Winkler
2Empfehlungen
25.05.2009
Josef Philip Winkler
Geehrter Herr ,

ich werde das Gesetz ablehnen. Ich lehne aber, anders als fast alle Mitglieder meiner Fraktion, Internet-Sperren für Kinderpornographie nicht grundsätzlich ab.

Das Gesetz der Bundesregierung schießt über das definierte Ziel weit hinaus und wirft somit neue Probleme auf, insbesondere die Frage nach der Verhältnismäßigkeit staatlicher Eingriffe.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Winkler
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
09.05.2009
Von:

Sehr geehrter Hr Winkler,

ich würde gerne wissen warum paintball verboten werden soll? Ich als mündiger Bürger habe die letzten Tage das thema ausführlich verfolgt und mir selbst ein Bild davon gemacht. Ich habe auf der offiziellen Seite mich eingelsen sowie verschiedene Studien gelesen. Nach dem ganzen hin und her war ich auch gestern Paintball spielen. Dazu muss ich Sagen das ich mich nach meinen 4 Jahren nicht noch mal bei der Bundeswehr verlängerte (aus Ethischengründen), weil ich eventuell einen Auslandseinsatz in Afgahnistan nicht gemacht hätte. Ich sah dort einfach nicht die Interessen von Deutschland vertreten. Zurück zum Thema, ich denke das ich nach 4 Jahren bei der BW mit recht behaupten kann, das Paintball absolut nichts mit einer Tötungssimulation zu tun hat. Ganz im Gegenteil sogar es ist ein fordernder Mannschaftssport. Die Leute die das spielen sind aufgeschlossen, freundlich, nehmen neue Spieler schnell in ihre Gruppe auf, GANZ anders als man sich einen potentiellen Amokläufer vorstellt. Diese jungen Männer und Frauen sind Väter und Mütter, haben gute Jobs (z. B. Dipl. Ing. Maschienenbau, Selbstständiger im Bereich Gastronomie, usw...). Wie kann es sein das auf Grund eines Amokläufers, der nicht einmal nachweislich Paintball spielte bzw. spielen durfte, dieses Spiel verboten werden soll? Was ist mit den Arbeitsplätzen die daran hängen? Das sind vielleicht nur einige Tausend, aber meiner Meinung nach einige Tausend zuviel in der Wirtschaftskrise. Es ist immer noch Möglich das mehr als ein oder zwei Waffen pro Haushalt gelagert werden dürfen, von den Jägern mal ganz zu schweigen. Deswegen meine Frage wie Rechtfertigen sie dieses Gesetz was eindeutig auf die falschen zielt, nämlich auf Sporttreibende Jungendliche?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Josef Philip Winkler
9Empfehlungen
25.05.2009
Josef Philip Winkler
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage zum Thema "Paint-Ball Verbot" in Deutschland. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist mehrheitlich nicht der Meinung, daß Paintball im Zuge einer Verschärfung des Waffenrechts verboten werden sollte.
Wer wirklich eine Verbesserung der Sicherheitslage erreichen möchte, muß die sichere Lagerung von Waffen und Munition außerhalb der Privatwohnungen durchsetzen. Dabei genügt es auch nicht, z.B. biometrische Blockiersysteme vorzuschreiben, von denen niemand weiß, ob sie sich auf absehbare Zeit im Massenbetrieb überhaupt bewähren können. Genau aus diesem Grund hat meine Fraktion in ihrem Antrag "Abrüstung in Privatwohnungen - Maßnahmen gegen Waffenmißbauch" vom 25.03.2009 (Bundestagsdrucksache 16/12477) eine Reihe von konkreten Forderungen gestellt, die auf eine verbesserte Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gerichtet sind.
Ich persönlich lehne jede Art von Spielen, die Schußwaffengebrauch gegenüber Mitmenschen beinhalten ab. Ich nehme die Mehrheitsmeinung meiner Fraktion hierzu aber zur Kenntnis und stelle meine persönlichen Ansichten hierzu zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Winkler
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