Josef Göppel (CSU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Josef Göppel
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Diplom Forstingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Ansbach , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
47,4%
Landeslistenplatz
-, Bayern
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(...) Insofern wäre es auch für Ansbach von großem Vorteil in das deutschlandweite ICE-Netz eingebungen zu werden. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Josef Göppel hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
06.09.2009
Von:

Geehrter Hr Göppel,
Früher fuhren auf der Magistrale München-Würzburg D-Züge, dann umgetauft in IR. Die DB hat die IR auf IC umgestellt - die Züge waren die gleichen, nur der Preis hatte sich erheblich erhöht. Die Fahrgäste blieben weg, ein IC nach dem anderen wurde eingestellt. Der IC war dabei nicht schneller als der alte D-Zug. Als Ersatz für diese ehemaligen Verbindungen fordern Sie nun den ICE, der noch mehr kostet, der Zug aber Streckenbedingt auch nicht schneller sein kann als die D-Züge vor 30 Jahren.

Als die Neubaustrecke Ingolstadt - Nürnberg in Betrieb ging verlor Augsburg sehr viele ICE nach Norden. Nach Protest der Augsburger Politik bestellte die BEG einen Zug, den Allgäu Franken Express der seit dem Augsburg in Rekordzeit und Nonstop mit Nürnberg verbindet um dort ICE-Anschlüsse zu wahren. Fahrgäste die bisher genug Geld hatten um sich den ICE leisten zu können fahren nun im steuerlich subventionierten Nahverkehr.

Auch in den anderen Ländern wurden IR durch die DB Fernverkehr AG eingestellt, aber durch die Regierungen Ersatz in Form von schnellen Nahverkehrszügen bestellt. In BaWü bspw fahren heute InterRegioExpress Züge (Ulm - Bodensee). Das sind ganz normale Nahverkehrszüge die nicht an jedem Gartenzaun halten, sondern nur an großen Bahnhöfen die vorher auch von IR angefahren wurde. Für die Fahrgäste bleibt so ein Zug schnell aber auch kostengünstig.

Für den ICE muss der Bf Ansbach erst umgebaut werden, bei IRE nicht.

Meine Fragen:
Welchen Vorteil hat in Ihren Augen ein ICE für Ansbach?
Sehen Sie wirklich ein nennenswertes Potential an Fahrgästen, für die sich der Umbau auch lohnt? Immerhin war ja offenbar bereits der IC zu teuer.
Wäre die Bestellung eines Express-Nahverkehrs durch die BEG (siehe BaWü oder den Allgäu-Franken-Express) nicht sinnvoller und vor allem für die Fahrgäste auch günstiger?
Ist ein ICE in Ansbach nicht doch nur ein Prestige-Objekt, wobei der Ansbacher Bürger am Ende doch der Dumme ist wegen erneut gestiegener Fahrpreise?
Antwort von Josef Göppel
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

die Fahrgastzahlen in den schnellen und komfortablen ICEs steigen beständig. Insofern wäre es auch für Ansbach von großem Vorteil in das deutschlandweite ICE-Netz eingebungen zu werden. Ein Nahverkehrszug wie in Baden-Württemberg müsste öfter halten und wäre deshalb kein gleichwertiger Ersatz für Fahrgäste, die weitere Strecken zurücklegen wollen.

Als Voraussetzung für die ICE-Halte müssen die bestehenden Bahnsteige ausgebaut und erhöht werden. Damit würde die Verwendbarkeit des Bahnhofs Ansbach so gesteigert, dass die DB schon aus Gründen der gleichmäßigeren Netzauslastung ein Interesse daran hätte, langfristig ICE-Verbindungen über Würzburg-Ansbach-Treuchtlingen-München laufen zu lassen. Attraktive Verbindungen hätten sicher auch steigende Fahrgastzahlen zur Folge.

Eine schnelle Fernverkehrsanbindung in die bayerische Landeshauptstadt und nach Norddeutschland hat eine enorme strukturelle Bedeutung für Westmittelfranken. Gerade unsere mittelständischen Unternehmen nennen die zeitraubenden Umsteigeverbindungen der Bahn zu wichtigen innerdeutschen Märkten als einen Standortnachteil.

Im Übrigen unterstütze ich die Initiative Deutschland-Takt, die eine enge Verzahnung aller öffentlichen Verkehrsmittel fordert. Damit wären verkehrsträgerübergreifende Fahrkarten zu günstigen Tarifen nach Schweizer Vorbild verbunden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Josef Göeppel
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Frage zum Thema Wirtschaft
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,

wie rechtfertigen Sie die Abwrackprämie?

Besten Dank im voraus für Ihre Antwort,
M.
Antwort von Josef Göppel
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21.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

die Abwrackprämie ist Teil des Konjunkturpakets. Ich habe mich im März dafür eingesetzt, dass statt der Prämie für die Verschrottung von Autos die Gebäudedämmung stärker gefördert worden wäre. Dadurch hätten mehr Arbeitsplätze gesichert werden können. Sie finden hier auf meiner Internetseite einen Artikel mit meinen damaligen Forderungen: www.goeppel.de

Darüber hinaus fehlten mir bei der Abwrackprämie echte Umweltkriterien, wie zum Beispiel ein besonders niedriger Spritverbrauch. Hier hat sich nun aber erfreulicherweise gezeigt, dass die Bevölkerung sich auf die Herausforderung des Klimawandels eingestellt hat: Die Prämie wurden zum allergrößten Teil für spritsparende Modelle beantragt.

Durch dieses kluge Verbraucherverhalten ist die Abwrackprämie aus meiner Sicht letztendlich doch ein Erfolg: Ein totaler Zusammenbruch der Autonachfrage mit entsprechenden Arbeitsplatzkonsequenzen wurde verhindert und die Käufer haben ein starkes Signal gegeben, dass sie ein umweltfreundlicheres Automobilangebot wünschen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Josef Göppel
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Frage zum Thema Umweltpolitik
15.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,

Die von Ihnen eingenommenen Positionen, in der Umweltpolitik aber auch z.B. zum Mindestlohn, sind oft sehr vernünftig. Sie stehen allerdings mit Ihrer Meinung doch deutlich "links" von Ihrer eigenen Partei.
Meine Frage ist nun, ob Sie realistisch annehmen können, für Ihre Ansichten in Ihrer Partei, oder auch innerhalb einer möglichen schwarz-gelben Koalition, je wirklich Mehrheiten zu finden, und ob Sie nicht befürchten müssen, in gewisser Hinsicht nur eine "Alibi-Funktion"
für eine soziale und ökologische Komponente Ihrer Partei zu erfüllen.

Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Josef Göppel
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30.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

eine Volkspartei wie die CSU lebt davon, dass sie Raum für unterschiedliche Meinungen lässt und sich in einer parteiinternen Debatte weiterentwickelt. Nur so kann die CSU immer wieder die richtigen Antworten auf Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft geben.

Als Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt und Umweltobmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist es mir häufig gelungen, eine solche oft auch hitzige Debatte anzustoßen und eine Neuausrichtung zu erreichen. So war ich zum Beispiel 2007 der einzige Abgeordnete beider Regierungsfraktionen, der gegen den Freilandanbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gestimmt hat. Heute kämpft die CSU auf europäischer Ebene für gentechnikanbaufreie Regionen.

Auch in der Klimapolitik sind einige meiner Standpunkte mittlerweile zu einem innerparteilichen Konsens gereift. So steht der Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung über die Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes nicht mehr infrage. Dasselbe gilt für die Förderung einer verbesserten Gebäudedämmung und erneuerbarer Wärme.

Ein weiteres Beispiel: Der CSU-Arbeitskreis Umwelt hat sich seit längerem für einen Ausbau der bayerische Donau im Einklang mit der Natur ohne neue Staustufen ausgesprochen. Nun kämpfen wir gemeinsam mit Umweltminister Söder für diese umwelt- und wirtschaftsverträgliche Lösung.

Die bei weitem unvollständige Aufzählung zeigt: Beharrlichkeit auf dem Fundament von klaren umweltpolitischen Überzeugungen zahlt sich aus. Das wird auch in einer Koalition mit der FDP gelten. Der Spiegel hat dazu von einigen Bundestagskollegen und mir im vergangenen Jahr den Artikel "Die Unbeugsamen" verfasst. Bei Interesse finden Sie den Text hier auf meiner Internetseite:
www.goeppel.de

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Josef Göppel
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Göppel,
gestatten Sie mir eine Nachfrage zum Thema ICE in Ansbach.

"Ein Nahverkehrszug wie in Baden-Württemberg müsste öfter halten und wäre deshalb kein gleichwertiger Ersatz für Fahrgäste, die weitere Strecken zurücklegen wollen."

Richtig, er müsste öfter halten. Wieso dies ein Nachteil sein soll erschließt sich mir allerdings nicht. Hierzu ein Beispiel. Wie erwähnt verkehrten ja ab 1994 InterRegio auf der Strecke Würzburg - München (Linie 21), mit Halt in unter anderem (!) Würzburg, Steinach, Ansbach, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Ingolstadt, München. Der IR Steigerwald hatte hierbei bspw. eine Fahrzeit von genau 2:54 Minuten. Danach verkehrten statt IR die IC in der gleichen Trasse, beispielsweise der IC 2520: 2:54 Stunden. Vergleichen wir dies mit einem heute verkehrenden ICE (z.B. dem abendlichen ICE 580) mit keinem einzigen Halt zwischen Treuchtlingen und Würzburg: Auch er braucht genau 2:54 Minuten von München bis Würzburg.
Ich wiederhole mich: auch ein ICE kann auf der Strecke nicht schneller fahren als ein IR oder IRE, weil einfach die Strecke nicht mehr hergibt (keine höheren Geschwindigkeiten zulässt). Der Nahverkehrszug IRE in BaWü ist der direkte Nachfolger der dort verkehrten IR, er hält an den gleichen Bahnhöfen, hat die gleichen Fahrzeiten - und wäre auf Würzburg - Ansbach - München aktuell genauso schnell wie ein ICE würde mir als Fahrgast aber 1. bedeutend weniger kosten und 2. trotz mehrerer Halte offenbar genauso schnell sein wie ein ICE. Parallel hätte ein IRE den Vorteil dass auch die anderen größeren Städte (z.B. Gunzenhausen) wieder eine attraktive Verbindung hätten.

Die Kosten für einen Pendler mit Jahreskarte auf der Strecke Ansbach - München sind bei einem ICE übrigens rund 700 Euro höher als bei einer Express-Regionalbahn IRE, laut Homepage der Deutschen Bahn AG. Fährt man über Nürnberg mit ICE wirds nochmals teurer.

Wäre also ein IRE nicht doch die bessere Lösung als ein ICE?
Antwort von Josef Göppel
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

für einen Pendler nach München sind die Vorteile eines ICE-Halts in der Tat begrenzt. Wegen der geringeren Zahl von Haltepunkten müsste die Fahrt mit dem ICE etwas schneller sein. Ich werde bei meinem nächsten Gespräch mit der Bahn Ihr Beispiel aufgreifen und in Erfahrung bringen, warum die derzeit verkehrenden ICE diesen Zeitvorteil nicht nutzen.

Für viele Bürger und Unternehmen in und um Ansbach kommt es aber auch auf die Verbindungen nach Norden an. Der wichtigere Unterschied ist deshalb, dass die ICE anders als eine Regionalexpresslinie Würzburg- München eine direkte Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet, das Ruhrgebiet und Norddeutschland bieten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Josef Göppel
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Ihre Frage an Josef Göppel
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