Jorgo Chatzimarkakis (FDP)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Saarland
Bundeslistenplatz
3
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(...) Fleischer stellen mit den gleichen Zutaten seit Jahrhunderten Blut- und Leberwurst her.
Ich plädiere dafür, dass Geschmacksfragen nicht von Politikern, sondern an der Ladentheke entschieden werden. Liberale Politik ist es nicht, ohne System zu verbieten, sondern den Verbrauchern die freie Entscheidung selbst zu überlassen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Internationales
21.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Chatzimarkakis,
in den vorgefertigten Themen habe ich leider nichts entsprechendes gefunden, denn anscheinend ist in der EU Tierschutz ein untergeordnetes Thema.
Meine Frage an Sie: Ist es wahr, dass in Rumänien Fangprämien für Hunde gezahlt werden aus EU-Mitteln? 25 Euro für jeden Hund, egal wie er getötet wurde? Ich bin auf mehrere Seiten im Internet gestoßen, die diesen grausamen Fangmethoden zeigen. Darauf wird grausames gezeigt und geschildert. Nicht nur, dass es passiert, sondern es sollen zwischen 2001 und 2008 auch angeblich 20 Millionen Euro geflossen sein zum Großteil aus EU Steuergeldern. Ich habe mich bisher nur über diese Praktiken im asiatischen Raum ärgern müssen, aber das ein Land in der EU sein darf, dass Hunde grauenvoll abschlachtet und dafür auch noch Gelder aus der EU beigesteuert bzw. über Umwege auch deutsche Steuergelder verbraten werden ist mir unbegreiflich. Es soll auch noch in den nächsten Wochen ein umstrittener Gesetzentwurf verabschiedet werden, der die Tötung von 3 Millionen Hunden zur Folge hat.
Ich möchte Sie bitten, diesem Umstand nachzugehen und zu erklären. So ein Land hat in meinen Augen nichts in der EU verloren und wenn schon, dann nicht auch noch für solche Grausamkeiten belohnt werden. Mit solchen Praktiken wird der menschenunwürdige Umgang mit Lebewesen noch bezahlt und gefördert. Mfg
Antwort von Jorgo Chatzimarkakis
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04.10.2011
Jorgo Chatzimarkakis
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Das Thema Tierschutz ist in der EU keineswegs ein untergeordnetes Thema. Die EU verfolgt eine Politik, die anerkennt, dass Tiere empfindungsfähige Lebewesen sind und dass sie ein Recht darauf haben, dass ihnen kein vermeidbares Leid zugefügt wird.

Das Thema Tierschutz ist mir persönlich ein besonderes Anliegen. Ich habe selbst einen streunenden Hund aus Kreta adoptiert und spende regelmäßig mein Auftrittshonorar deutschen und ausländischen Tierheimen.

Zurzeit gibt es im Europäischen Parlament eine so genannte Schriftliche Erklärung zur Kontrolle der Hundepopulation in der Europäischen Union. Auch ich habe diese Erklärung unterzeichnet.

In Bezug auf die von Ihnen angesprochenen Frage nach der EU-Finanzierung von Maßnahmen, die streunende Hunde fangen und töten sollen, so habe ich mich an die Europäische Kommission gewandt. Hier teilte mir die entsprechende Generaldirektion mit, dass eine solche Förderung nicht existiere und auch nicht vorgesehen sei.

Ich bitte Sie aber, mir entsprechende Dokumente, gerne auch vertraulich, an folgende Emailadresse zukommen zu lassen: jorgo.chatzimarkakis@europarl.europa.eu . Die EU-Kommission hat mir ebenfalls zugesichert, entsprechende Dokumente prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Jorgo Chatzimarkakis
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.11.2011
Von:

Hallo

im Augenblick geht das ACTA Abkommen in eine heisse Phase auf EU und später wohl auch dann auf Bundesebene.

Dieses im Geheimen verhandelte Abkommen würde die Rechte des Bürgers in Bezug auf Informationsfreiheit weit übertrieben beschneiden. Ja es käme - nicht nur bei den Internetsperren an der Justiz vorbei - sogar zu Eingriffen in Grundrechte.

Was unternehmen Sie, daß hier ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rechteinhabern und Nutzern zum Tragen kommt?

mfg wb
Antwort von Jorgo Chatzimarkakis
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02.12.2011
Jorgo Chatzimarkakis
Sehr geehrter ,

besten Dank für Ihre Anfrage zum Thema Anti Counterfeiting Trade Agreement (ACTA)!

Gerne würde ich Ihnen einige Informationen zum Sachstand zukommen lassen.

Das Abkommen ist noch nicht in Kraft getreten. Ehe das geschieht, müssen der Ministerrat und danach das Europäische Parlament sowie die nationalen Parlamente ihre Zustimmung geben. Zurzeit liegt der Gesetzentwurf beim Ministerrat. Der Rat muss das Europa-Parlament auf dem Amtswege um Zustimmung zu dem Abkommen bitten. Erst dann können die Abgeordneten mit der Beratung zu diesem Dossier beginnen. Es steht derzeit noch nicht fest, wann der zuständige Ausschuss und das Plenum des Europäischen Parlaments über das Abkommen abstimmen werden.

Hier im Parlament ist dieses Thema allerdings schon mehrmals auf der Tagesordnung gewesen. Der Ausschuss für Internationalen Handel hat bereits den juristischen Dienst des Europäischen Parlaments beauftragt, ein Rechtsgutachten zu erstellen, in dem die Konformität des Abkommens mit EU-Recht überprüft wird. Dieses Gutachten wurde Ende November im Ausschuss für internationalen Handel vorgestellt.

In diesem Zusammenhang werden wir auch Ihre Anmerkungen im Rahmen unserer FDP-Beschlussfassung prüfen.

Für mich persönlich sind Anfragen, wie diese von Ihnen, eine wichtige Quelle der Entscheidungsfindung bei strittigen Sachthemen. Deshalb möchte ich Ihnen ausdrücklich für die Zeit danken, die Sie sich genommen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jorgo Chatzimarkakis
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Frage zum Thema Internationales
06.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Chatzimarkakis,

ich habe leider erst jetzt einen Bericht im Internet entdeckt, in dem Sie 3 mazedonische Reporter der Pressekonferenz verweisen wo sie jedoch weniger Wochen später zu einer Debatte über den EU-Fortschrittsbericht eingeladen worden. Dies hat meiner Informationen nach, in Mazedonien für einen großen Skandal gesorgt.

In diesen Bericht ist zu entehmen, dass Sie die drei mazedonischen Reporter erst aus dem Saal gebracht, Sie mit den Worten Malaka en.wikipedia.org beleidgt haben und schlussendlich ausgeschlossen haben.

Meine Frage an Sie:
Hätten Sie die Güte zu schildern, wie es zu diesem Vorfall kam? Es ist für den normalen Zuschauer ersteinmal ein selektives auschließen von Medienvertretern eines bestimmten Landes.
Wie ist - in diesem Zusammenhang - Ihre Meinung zur Pressefreiheit ?

Vielen Dank vorab
Antwort von Jorgo Chatzimarkakis
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17.02.2012
Jorgo Chatzimarkakis
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Gerne teile ich Ihnen einige Hintergrundinformationen zu diesem Vorfall mit, die sicherlich die Dinge in ein klärendes Licht rücken werden.

Der fragliche Vorfall ereignete sich bereits am 20. September 2011 während eines Seminars in Brüssel. Thema war in der Tat die Pressefreiheit auf dem Westlichen Balkan, insbesondere aber in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien. Hierzu hat die ALDE, die liberale Fraktion im Europa-Parlament, vor allem betroffene Journalisten aus dem Land selbst eingeladen.

Noch ehe das Seminar begonnen hatte, begannen zwei Herren und eine Dame massiv die Veranstaltung mit Zwischenrufen zu stören. Hierbei geäußerte Ausdrücke waren "Taliban" oder "Eurobolschewist".

Der Vorsitzende, mein ALDE-Kollege MdEP Jelko Kacin, forderte diese störenden Personen mehrmals auf, Ruhe zu bewahren, und bat sie, den Beginn des eigentlichen Programms nicht zu behindern. Er sicherte ihnen zu, dass sie später selbstverständlich in der Sachdiskussion als Erste zu Wort kommen könnten. Bedauerlicherweise beachteten diese Personen Herrn Kalcins Aufforderung nicht und fuhren fort, massiv den Ablauf des Seminars zu stören.

Ich habe die Personen dann gebeten, den Saal zu verlassen. Ich gebe zu, dass meine Reaktion ungewöhnlich war. Hier ging es jedoch auch um einen ungewöhnlichen Vorfall. Damit diejenigen, die eine Einschränkung ihrer Pressefreiheit jeden Tag erfahren, endlich einmal gehört werden konnten, mussten diejenigen, die das in unserem Parlament durch undemokratische Mittel verhindern wollten, zur Ordnung gerufen werden.

In jedem Haus gibt es Regeln. Wenn wir als Europaabgeordnete außerhalb unserer Redezeit herumschreien oder massiv den Plenarablauf stören, werden wir ebenso zur Ordnung gerufen und als Ultima Ratio durch die Saaldiener aus dem Saal geleitet.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Informationen den Vorfall aufklären und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Jorgo Chatzimarkakis
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Frage zum Thema Gesundheit
15.03.2012
Von:

Guten Tag!

Ich hätte einige Fragen zum Thema E-Zigaretten. Dieses Jahr soll darüber abgestimmt werden, ob diese bzw. die nikotinhaltigen Liquids als Arzneimittel eingestuft werden sollen. Die Gesundheitsministerin Steffens (NRW) hat für einige zweifelhafte Schlagzeilen gesorgt.

1. Studien

Sie behauptet, man könne die potentiellen Gefahren nicht einschätzen, weil es keine Studien gäbe. Was ist z. B. mit den ganzen Studien und Entscheidungen, die hier aufgeführt sind:

www.dampfzeichen.de

Werden Sie diese angemessen berücksichtigen?


2. Riskobewertung

Bei den ganzen Abschätzungen der gesundheitlichen Risiken wird immer unterschlagen, dass so gut wie alle Dampfer (ca. 99,9%) früher starke Raucher waren und die E-Zigarette jetzt als weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette nutzen. Für eine realistische Risikobewertung müßten also die potentiellen Risiken des Dampfens mit den bekannten Gefahren des Rauchens verglichen werden. Sollte die Verfügbarkeit von E-Zigaretten durch gutgemeinte Verbote und Reglementierung (z.B. Einstufung als Apothekenpflichtiges Arzneimittel) zu stark eingeschänkt werden, sähen sich viele Dampfer dazu gezwungen, wieder zur Tabakzigarette zu greifen. Sind Sie sicher, dass das gesünder ist? Und bitte nicht das unvermeidliche Argument, einfach aufzuhören. Das ist NICHT einfach. Manche schaffen es, viele aber nicht.

Es wird auch immer wieder behauptet, dass die Inhaltsstoffe der Liquide unbekannt seien. Dies mag für private Billigimporte aus China zutreffen, aber die meisten Hersteller und Händler, die sich auf dem Markt behaupten können, beziehen ihre Zutaten aus Europa und weisen alle Inhaltsstoffe aus. Werden Sie das berücksichtigen?
Antwort von Jorgo Chatzimarkakis
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30.03.2012
Jorgo Chatzimarkakis
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema E-Zigaretten.

Aufgabe des Gesetzgebers ist es, alle neu entwickelten Formen des Tabakkonsums daraufhin zu untersuchen, ob sie im Einklang mit den bestehenden Vorschriften stehen.

Grundsätzlich ist es so, dass ein Produkt, wenn es nicht gefährlich ist, auch im üblichen Handel zu erhalten sein sollte.

In Hinblick auf E-Zigaretten liegen nach meinem Kenntnisstand noch keine Studien zu Langzeitfolgen vor. Diese sind aber notwendig.

Die Rolle der FDP ist es, in diesem Prozess insgesamt darauf zu achten, dass die richtige Balance zwischen der Freiheit der Nikotinkonsumenten einerseits sowie der Nichtraucher andererseits gefunden wird.


Mit freundlichen Grüßen

Jorgo Chatzimarkakis
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Frage zum Thema Finanzen
09.05.2012
Von:

Finden Sie es richtig, was die Radikalen Linken Griechenlands (Hr. Tsipras (SYRIZA)) mit der Aufhetzung seiner Landsleute zu Anarchie vollziehen?
Antwort von Jorgo Chatzimarkakis
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21.05.2012
Jorgo Chatzimarkakis
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Die letzten Wahlen zum Hellenischen Parlament (Mai 2012) waren in mancherlei Hinsicht eine "Dampfkessel"-Wahl. Insbesondere ging es darum, den Frust der Griechen über die Sparpolitik der Troika zum Ausdruck zu bringen. Anbei ein Interview dazu, dass ich mit dem Deutschlandfunk geführt habe:

www.dradio.de

Jetzt muss aber zur tagespolitischen Sacharbeit übergegangen werden. Für Griechenland geht es nämlich um alles oder nichts. Das muss die griechische Politik offener dem griechischen Wähler sagen.

Die nächsten Wahlen entscheiden die über Verbleib und Austritt. Die griechischen Parteien sollten sich deshalb quer über alle ideologischen Differenzen in einer Pro-Euro-Liste zusammenschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Jorgo Chatzimarkakis
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