Guten Tag,
ich sorge mich als "Privatmann" seit Jahren um das Naturschutz- und FFH-Gebiet (Biosphärenreservat) "Geiersköpfel" in Mainz-Finthen.
Das Naturschutzgebiet geniesst (theoretisch) den höchsten rechtlichen Schutz für Naturschutzgebiete innerhalb der EU.
Tatsächlich ist das NSG flächendeckend eingezäunt, zugebaut, vermüllt, bewohnt und gewerblich genutzt. Eine breite Autostraße erschließt das NSG unbeschränkt für Fahrzeuge jeder Art und Gewichtsklasse.
Nach Auskunft des städt. Bauamtes, Herr Eckert, sind einige Gebäude in dem NSG "genehmigt". Andere Gebäude, ein kpl. Western-Dorf sowie die "wehrhaften" Zaunanlagen wurden "schwarz", d.h. ohne Baugenehmigungen, errichtet. Für die Wohnnutzungen gibt es keinerlei Genehmigungen. Ein riesiger bewohnter Müllplatz auf dem Gebiet der ehem. Quarzsandgrube wird von einer großen Rotte von Wild- und Hängebauchschweinen zugekotet.
Nach Auskunft des vorm. Umweltdezernenten wurde ein gewerblich genutzter "Western-Saloon" kurzerhand auf einem Bierdeckel genehmigt.
In dem NSG gibt es keinerlei Kanalisation.
Nach Auskunft des Bauamtes der Stadt Mainz werden die rechtswidrigen Bauten / Nutzungen "geduldet". Es gibt keinerlei naturschutzrechtliche Erlaubnisse für das NSG.
Als Volljurist wissen Sie, dass es das Rechtsinstitut der "Duldung" im öffentl. Bau- und Umweltrecht überhaupt nicht gibt. Für das jahrelange Wegschauen der Verwaltung gibt es folglich keinerlei nachvollziehbare rechtlich tragfähige Begründung.
Im Grunde ist der Umgang mit dem NSG "Geiersköpfel" eine Angelegenheit der Verwaltung.
Ich bin der Auffassung, dass das NSG "Geiersköpfel" dringend auf die AGENDA der Mainzer Politik gesetzt werden sollte.
Ich erlaube mir daher die Fragen:
Wären Sie als OB bereit, das Thema "Geiersköpfel" zeitnah auf die Tagesordnung des Stadtvorstandes zu setzen und damit der Verwaltung ein Handlungsschema quasi vorzugeben ?
Können Sie meine Sorgen um das NSG "Geiersköpfel" nachvollziehen ?
Ich danke im Voraus herzlich.