Internetsperren
Mit 389 Ja- zu 128 Nein-Stimmen hat der Bundestag die umstrittene Einführung sog. Internetsperren beschlossen. Dadurch soll der Zugriff auf Seiten mit kinderpornographischen Inhalten erschwert werden. Gegner halten die Sperren für weitgehend wirkungslos und befürchten eine Zensur des Internets.
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Abstimmungsverhalten: CDU / nicht beteiligt
Veronika Bellmann
Veronika Bellmann
CDU
Freiberg - Mittlerer Erzgebirgskreis
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Otto Bernhardt
Otto Bernhardt
CDU
Rendsburg - Eckernförde
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Dirk Fischer
Dirk Fischer
CDU
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Ursula Heinen-Esser
Ursula Heinen-Esser
CDU
Köln I
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Peter Hintze
Peter Hintze
CDU
Wuppertal I
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Steffen Kampeter
Steffen Kampeter
CDU
Minden - Lübbecke I
Stimmverhalten: nicht beteiligt, 2 Fragen zur Abstimmung bekommen
Thomas Kossendey
Thomas Kossendey
CDU
Oldenburg - Ammerland
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Michael Kretschmer
Michael Kretschmer
CDU
Löbau-Zittau - Görlitz - Niesky
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Dr. Klaus W. Lippold
Dr. Klaus W. Lippold
CDU
Offenbach
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Dr. Angela Merkel
Dr. Angela Merkel
CDU
Stralsund - Nordvorpommern - Rügen
Stimmverhalten: nicht beteiligt, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Friedrich Merz
Friedrich Merz
CDU
Hochsauerlandkreis
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Bernd Neumann
Bernd Neumann
CDU
Bremen I
Stimmverhalten: nicht beteiligt, 3 Fragen zur Abstimmung bekommen
Thomas Rachel
Thomas Rachel
CDU
Düren
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Dr. Wolfgang Schäuble
Dr. Wolfgang Schäuble
CDU
Offenburg
Stimmverhalten: nicht beteiligt, 4 Fragen zur Abstimmung bekommen
Georg Schirmbeck
Georg Schirmbeck
CDU
Osnabrück-Land
Stimmverhalten: nicht beteiligt, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Eckart von Klaeden
Eckart von Klaeden
CDU
Hildesheim
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Willy Wimmer
Willy Wimmer
CDU
Krefeld I - Neuss II
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Werner Wittlich
Werner Wittlich
CDU
Neuwied
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #551
Nur eine weitere,gut getarnte, Maßnahme um das Internet als Kommunikationsweg für "wache" Bürger zu beschranken.

Ich zweifele stark daran dass es so viele aktive Pädophile im Internet wie im Vatikan gibt. Den macht ja auch keiner dicht.

Also Internetsperre pfui,
Vorratsdatenspeicherung pfui,
Kampf gegen den "Terror" mit einhergehender zunamhme von Angrifsskriegen und Bürgerüberwachung pfui,
selbstverständlich Pädophile pfui.

Aber was machen wir gegen soviel pfui?

Am besten nehmen wir nur unsere "Besten"(die Politiker sind gemeint) und lassen die darüber sinnen.

Nein? Doch nicht?
von: John Smith
am: 14.07.2014 14:48
Kommentar #550
Jeder, der sich für solche Sperren ausspricht, ist technisch nicht sehr bewandert. Es spricht gegen Frau Voßhoffs technisches verständnis, dass sie sich für solche Sperren ausspricht.
von: Philipp
am: 18.12.2013 09:50
Kommentar #549
Jetzt, wo ja langsam Gras über die Sache wächst, darf man hier vielleicht nochmal reflektieren und zusammenfassen:

1.) Solche Stoppschilder sind sehr leicht zu umgehen: Einfach einen Proxy nutzen, völlig legal, das kapiert jeder Computer-Bild-Leser nach 2 Minuten Anleitung lesen ("Tippen Sie in ihrem 'Brauser' hier die Zahl 12345 ein"). Genauso simpel: Filesharing. Man müsste also als nächstes riesige Blacklists über Proxy-Server pflegen, wie in China, um sich richtig abzuschotten.

2.) Solche Stoppschilder sind unverhältnismäßig: Der strukturelle Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Resultat. Wem das aufstößt, der soll innerorts für 20 km/h und auf Autobahnen für 50 km/h pledieren (mit Kameraüberwachung und Führerscheinentzug bei jeder Überschreitung) und damit jede Menge Menschenleben jedes Jahr retten. Oder sind das hier plötzlich Kollateralschäden?

3.) Solche Stoppschilder sind der falsche Hebel: Sie schneiden lediglich die Blätter des Problems ab. Der richtige Hebel wäre: Die vorhandenen Gesetze ausschöpfen, und umgehende Löschung solcher Kinderpornographie-Server durchsetzen (insbesondere in Deutschland und den USA). Mit empfindlichen Strafen für die inhaltlich Verantwortlichen.

4.) Solche Stoppschilder erbauen eine Zensur-Infrastruktur, die für die weite Zukunft stets einsatzbereit für neue Begehrlichkeiten bleibt, die dann irgendwann mal sofort und problemlos umgesetzt werden können.

... und das vielleicht wichtigste zum Schluss:

5.) Solche Stoppschilder waren nur ein Wahlkrampf-Gag, zumindest laut Schäubles eigener Aussage: "Das Gesetz zum Schutz vor Kinderpornografie ist im Endspurt des Wahlkampfes auch deshalb entstanden, um die CDU gegenüber anderen Parteien abzusetzen."
Im Klartext: Es ging der CDU vielmehr um eine publikumswirksame, tolle Aktion, als wirklich darum, ein *wirksames* Mittel zu finden. Deswegen war die Technik dahinter vielleicht sogar bewusst so löchrig gestaltet: Dadurch gab es nämlich viel berechtigten Widerstand, gegen den sich die CDU und die enttäuschende SPD gegenüber den 70% Internet-DAUs schön als einzige Verfechter der Menschlichkeit und Moral darstellen konnte. Wer dagegen ist, ist pädophil. Igitt, das ist Pfui-Politik! ...oder ein Armutszeugnis für Sachverstand bzw. die Fähigkeit, solchen einzuholen.
von: Thomas R., Herford
am: 27.01.2010 14:14
Kommentar #548
Leben wir in einer Demokratie oder einem totalitärem Regime? Mit diesen Internetsperren Könnte man doch eigentlich die Opposition ausschalten und sämtliche unbequemen Personen Mundtot machen!

Irgentwie erinnert mich das an den modernen kleinen Österreicher mit der schlecht sitzenden Frisur. Der hätte das auch gerne gemacht.
von: Scheidemann
am: 25.01.2010 19:48
Kommentar #547
Ich finde es gut das es solche Sperren im Internet gibt!!!
von: X
am: 13.01.2010 15:02
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