Ingrid Lieselotte Remmers (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Ingrid Lieselotte Remmers
© Die LINKE
Geburtstag
26.03.1965
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Bochum
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
9, Nordrhein-Westfalen
(...) Das bedingungslose Grundeinkommen als eine Antwort auf die verfestigte Arbeitslosigkeit in fast allen westlichen Gesellschaften ist eine interessante Idee, die in meiner Partei und in anderen außerparlamentarischen Initiativen ausführlich diskutiert wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Ordentliches Mitglied
Petitionen
Stellvertretendes Mitglied
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.06.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Remmers,

was könnten Sie dafür tun, dass Die Linke die Wahl von Herrn Gauck als Bundespräsidenten unterstützt?

Die Ernennung eines eigenen Kandidaten erscheint mir kontraproduktiv, da Die Linken damit Stimmen ´verschenken´ werden und somit eher die Kandidatur von Herrn Wulff zum BP fördern.

Allein die Nominierung eines aktuellen, noch amtierenden Parteipolitikers, der darüber hinaus bereits in der CDU sozialisiert wurde, dort seine Karriere gestrickt hat und außer der CDU in seinem Leben nicht viel anderes kennen gelernt hat, erscheint mir als unerträgliche Dreistigkeit von Frau Merkel und ihrer Regierungskoalition - die ÜBERPARTEILICHKEIT und die UNABHÄNGIGKEIT, die das Amt des Bundespräsidenten m. W. eigendlich erfordert, kann so ein Parteisoldat einfach gar nicht aufbringen!

Ich bitte Sie daher inständig, diesen absurden, parteienkomplott- und politfilzstrickenden Vorschlag der Regierung abzustrafen, indem Sie sich für die Wahl des Herrn Gauck zum Bundespräsidenten einsetzen und stark machen.

Für mein Empfindem MUSS Die Linke sich nun UNBEDINGT einen Ruck geben und ALLES auch nur IN IHRER MACHT STEHENDE TUN, um einen CDU-PARTEI-BUNDESPRÄSIDENTEN zu verhindern! Alles Andere weist Die Linke m. Ea. aus als ebenso parteiverstrickt und selbstverliebt wie die übrigen Parteien.

Also - geben Sie sich einen Ruck! Dieses Vorgehen bietet Der Linken doch DIE Gelegenheit, sich von den Vorwürfen der Stasi-Verstrickungen zu befreien und eindeutig FÜR eine klare Aufarbeitung der Vergangenheit einzutreten.

Freue mich über Ihre Anwort!

MFG, C.M.
Antwort von Ingrid Lieselotte Remmers
1Empfehlung
10.06.2010
Ingrid Lieselotte Remmers
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Auch wir würden lieber einen Kandidaten wählen, der von allen drei Oppositionsparteien aufgestellt und unterstützt wird. Leider haben die SPD und die Grünen einen Kandidaten aufgestellt, der keine erkennbar linken Positionen vertritt. Ich habe von Herrn Gauck keine Äußerungen zu einer friedlicheren Außenpolitik, keine kritischen Äußerungen zu den Hartz-IV-Gesetzen und keine Äußerungen gegen Kopfpauschale oder Rente mit 67 gehört. Herr Gauck hat ausdrücklich den so genannten Fürsorgestaat abgelehnt. Er befürwortet nicht nur die Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Afghanistan, sondern begrüßte auch den Irakkrieg. Außerdem hat er unsere Partei als überflüssig bezeichnet, was ebenfalls nicht dafür spricht Herrn Gauck unsere Stimmen zu geben.
Ich teile auch die Befürchtung nicht, dass es Christian Wulff verhinderte, wenn wir Joachim Gauck wählten. Union und FDP haben eine ausreichende absolute Mehrheit und werden diese nutzen. Glauben Sie bitte nicht im Ernst, dass eine nennenswerte Zahl von Abgeordneten von Union und FDP bereit sein wird, die eigene Regierung deutlich zu schwächen.
Leider haben die SPD und die Grünen es versäumt, mit uns nach einem profilierteren Kandidaten zu suchen. Deswegen haben wir mit Frau Jochimsen eine Kandidatin aufgestellt, die für unsere Grundinhalte steht.

Mit freundlichen Grüßen,
Ingrid Remmers
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
04.10.2011
Von:

sehr geehrte frau remmers,

angesichts der vielen opfer die der weltweite "krieg gegen die drogen" , "the war on drugs" bisher schon gekostet hat, alleine in mexiko 30000 tote pro jahr, würde mich interessieren, ob sie ein ende der weltweiten nun schon 50 jahre dauernden prohibitionspolitik befürworten und wenn ja wie sie sich dafür einsetzen, könnte deutschland das land der dichter und träumer und romantiker da nicht einen anfang machen? liebend gerne hätte ich ihrer partei, die ja im berliner abgeordnetenhaus immer noch vertreten ist, zugetraut da einen schritt in diese richtung zu tun und ihr meine stimme gegeben. leider schienen mir die statements ihrer kollegen etwas halbherzig. andere kleinere parteien haben dieses thema aufgegriffen und der erfolg gab ihnen recht. was meinen sie dazu?

mfg

M.
Antwort von Ingrid Lieselotte Remmers
bisher keineEmpfehlungen
16.03.2012
Ingrid Lieselotte Remmers
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Auch mich bestürzen die Berichte aus Mexiko, wo die Drogenkriminalität mittlerweile bürgerkriegsähnliche Zustände annimmt. Leider kann ich als deutsche Parlamentarierin nicht direkt Einfluss auf die mexikanische Politik nehmen. In Deutschland sollten wir mit einem liberalen Drogenstrafrecht dafür sorgen, dass zumindest Cannabis entkriminalisiert wird. Dazu können Sie in meiner Antwort auf die Frage von Herrn Funke die Position der LINKEN nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingrid Remmers
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Frage zum Thema Gesundheit
27.10.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Remmers,

Wie ist Ihre Position bei der auf den 9.11. vertagten Anhörung zur Legalisierung von Cannabisprodukten?
Sind Sie bereit, einen mutigen Schritt zu tun und Deutschland aus der Drogenpolitischen Steinzeit zu befreien?
Über drei Milliarden Euro kostet die Cannabisprohibition jedes Jahr.
Die oft fälschlich als "gefährlich" eingestuften Nebnwirkungen von Cannabis relativieren sich drastisch im Vergleich mit Substanzen wie Alkohol, Nikotin und vieler zugelassener Medikamente.
Wo liegen Für Sie die konkreten Gefahren für die Bevölkerung, wenn 1. normale Konsumenten von Cannabisprodukten legal in einem Geschäft versteuertes Canabis mit kontrollierter Qualität erwerben können, statt sich auf dem Schwarzmarkt mit potentiell mit Giften gestrecktem Cannabis zu gefährden?
2. Wenn kleine Konsumenten sich durch einen legalen Anbau von fünf Hanfpflanzen kostengünstig und risikofrei mit hochwertigem Cannabis selbt versorgen können?
Es wird Zeit, das Deutschland die Augen öffnet. Sehr viele Experten setzen
sich für eine Legalisierung ein. Wie stehen Sie zum Manifest des Schildower Kreises?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Ingrid Lieselotte Remmers
bisher keineEmpfehlungen
16.03.2012
Ingrid Lieselotte Remmers
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage bezüglich der Cannabis-Legalisierung. Meine Partei und ich treten für eine Entkriminalisierung von Cannabis ein. Dazu hat der drogenpolitische Sprecher meiner Fraktion, MdB Frank Tempel, im Innenausschuss einen interessanten Antrag (BT-Drucksache 17/7196) zur Einführung von sogenannten Cannabis-Clubs gestellt. Dabei soll der Anbau zum Eigenbedarf und der Besitz von bis zu 30g Marihuana legalisiert werden. Natürlich müssen Minderjährige weiterhin vor den Gefahren von Drogenkonsum durch Aufklärungskampagnen geschützt werden und es soll keine kommerzielle Nutzung erlaubt werden. Trotzdem ist es eine Realität, dass die Hauptgefahr von Cannabis für die Konsumenten durch verunreinigte ("gestreckte") Waren entsteht, so dass hier gehandelt werden muss. Ich hoffe, ich konnte ihre Frage beantworten.

Mit freundlichen Grüßen,

Ingrid Remmers
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