Riza A. Cörtlen (DIE PARTEI)

Angaben zur Person
Riza A. Cörtlen
Jahrgang
1962
Berufliche Qualifikation
Führerschein Kl. 3
Ausgeübte Tätigkeit
Privatier
Wohnort
-
Wahlkreis
Friedrichshain-Kreuzberg WK 3
Ergebnis
2,4%
Landeslistenplatz
keinen
Öffentliche Äußerungen
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
23.08.2006
Von:
Jan

Sehr gehrter Herr Cörtlen,

warum befinden sich in meiner Straße keine Wahlkampfplakate der PARTEI, obwohl einer Ihrer Direktkandidaten in dieser Straße am Ostkreuz wohnt? Ist im Falle einer Regierungsbeteiligung der PARTEI in Abgeordnetenhaus oder BVV damit zu rechnen, dass in Wahlkampfzeiten ausreichend Behelfslaternen zur flächendeckenden Befestigung von PARTEI-Plakaten aufgestellt werden? Sind Sie als ehemaliger Pressesprecher der KPD/RZ (Ich erinnere mich da an eine gelungene Wahlkampfveranstaltung 1995 im SO36) für die Übernahme einiger alter (wichtiger) KPD/RZ-Forderungen durch Die PARTEI verantwortlich? Warum tritt Die PARTEI nicht mit einer Bezirks- oder Landesliste an?
Herzliche Grüße
Jan
(Friedrichshain-Kreuzberg WK 3)
Antwort von Riza A. Cörtlen
2Empfehlungen
23.08.2006
Mein lieber Herr ,
nur weil in meiner Strasse ein paar Penner wohnen, muß ich ja auch nicht gleich Kindl trinken. Nein, Spass beiseite. Wir werden erst auf dem letzten Drücker mit dem verkleben von Wahlplakaten beginnen. Das spart uns eine Menge Arbeit. Sie wissen bestimmt, daß ein Plakat heutzutage nicht lange hängt. Und damit wir nicht dreimal ausrücken müssen, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Ich bitte um Verständnis und bedaure zutiefst, daß Sie derzeit nur von Trunksucht und Geschlechtskrankheiten gezeichnete Backpfeifengesichter auf Plakaten finden. Die Behelfslaternen für Wahlkampzeiten sind ein unökonomischer Weg zur Durchsetzung unserer Ziele. Wir setzen uns dafür ein, daß zu gegebener Zeit die Politiker der herkömmlichen Altparteien persönlich an den Laternen hängen. Unabhängig von Wahlkampfzeiten. Das ist viel billiger als alles Andere, glauben Sie mir.
Natürlich war die Übernahme essentieller KPD/RZ - Forderungen die wichtigste Voraussetzung für mich, der PARTEI überhaupt beizutreten. Ich kann nicht, wie z.B. Herr H. Stieve (WK5), ständig meine Meinung ändern. Ich finde, man muß sich auch langfristig auf Parteipolitiker verlassen können. Wenn ich heute sage: Hundesteuer +700%, dann darf das morgen nicht falsch sein. Dafür stehe ich und dafür werde ich nicht gewählt. Da kann man mir Schmiergeld anbieten bis zum abwinken und ich werde erst schwach, wenn ich ausgesorgt habe. Soweit sind wir aber noch lange nicht. Die PARTEI tritt natürlich mit einer Bezirksliste in Kreuzbergfriedrichshain und einer in Neukölln an. Eine Landesliste ist etwas für mediengeile Profilierungskünstler, zu denen ich natürlich nicht gehöre. Wir machen jetzt erstmal in Ruhe die Bezirke. Ich möchte Sie bitten, am 11.9. um 20:36h zum Heinrichplatz oder zum Boxhagener Platz zu kommen und mit uns eine machtvolle Demonstration zu einem aktuellen Thema zu erleben. Mehr unter:
www.die-partei-ostberlin.de
bleiben Sie uns gewogen, Ihr
R. A. Cörtlen
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
01.09.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Körtlen,
ich habe folgende Fragen an Sie:
1. Eine Forderung der Partei ist die Wiedererrichtung einer Mauer. Woher wollen Sie die vielen Steine dafür nehmen und muss nach einer Übernahme der Amtsgeschäfte durch die Partei u.U. das Rote Rathaus dran glauben?

2. Wie stehen Sie im Zusammenhang mit dem Mauerbau zu sog. ppp-Lösungen (public-private-partnership)?
Antwort von Riza A. Cörtlen
2Empfehlungen
01.09.2006
mein lieber Herr ,
machen Sie sich um das rote Rathaus bitte keine Sorgen. Da es im wesentlichen aus versottenen Steinen besteht, ist es für ein, wie auch immer geartetes, recycling leider ungeeignet. Ich denke, die großen Mengen von Asphaltbeton, die voreilig irrtümlicherweise in den 5 neuen Ländern zum Autobahnbau verwendet wurden, können eine Grundlage bilden. Das allein wird nicht reichen, da wir eine ansprechende Mauer wünschen. Hier können Sponsoren und Mäzene ihr Ego füttern. Eine Mauer muß ja nicht auf ganzer Länge gleich aussehen. Wenn man da auf die lokalen und regionalen Geschmäcker eingeht, die Interessen der Wirtschaft berücksichtigt und noch künstlerische Aspekte mit Sicherheitsanforderungen verknüpft wird das ein Bauwerk, das weltweit seinesgleichen sucht. Freuen wir uns darauf.
Ihr R. A. Cörtlen
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