Mein lieber Herr

,
nur weil in meiner Strasse ein paar Penner wohnen, muß ich ja auch nicht gleich Kindl trinken. Nein, Spass beiseite. Wir werden erst auf dem letzten Drücker mit dem verkleben von Wahlplakaten beginnen. Das spart uns eine Menge Arbeit. Sie wissen bestimmt, daß ein Plakat heutzutage nicht lange hängt. Und damit wir nicht dreimal ausrücken müssen, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Ich bitte um Verständnis und bedaure zutiefst, daß Sie derzeit nur von Trunksucht und Geschlechtskrankheiten gezeichnete Backpfeifengesichter auf Plakaten finden. Die Behelfslaternen für Wahlkampzeiten sind ein unökonomischer Weg zur Durchsetzung unserer Ziele. Wir setzen uns dafür ein, daß zu gegebener Zeit die Politiker der herkömmlichen Altparteien persönlich an den Laternen hängen. Unabhängig von Wahlkampfzeiten. Das ist viel billiger als alles Andere, glauben Sie mir.
Natürlich war die Übernahme essentieller KPD/RZ - Forderungen die wichtigste Voraussetzung für mich, der PARTEI überhaupt beizutreten. Ich kann nicht, wie z.B. Herr H. Stieve (WK5), ständig meine Meinung ändern. Ich finde, man muß sich auch langfristig auf Parteipolitiker verlassen können. Wenn ich heute sage: Hundesteuer +700%, dann darf das morgen nicht falsch sein. Dafür stehe ich und dafür werde ich nicht gewählt. Da kann man mir Schmiergeld anbieten bis zum abwinken und ich werde erst schwach, wenn ich ausgesorgt habe. Soweit sind wir aber noch lange nicht. Die PARTEI tritt natürlich mit einer Bezirksliste in Kreuzbergfriedrichshain und einer in Neukölln an. Eine Landesliste ist etwas für mediengeile Profilierungskünstler, zu denen ich natürlich nicht gehöre. Wir machen jetzt erstmal in Ruhe die Bezirke. Ich möchte Sie bitten, am 11.9. um 20:36h zum Heinrichplatz oder zum Boxhagener Platz zu kommen und mit uns eine machtvolle Demonstration zu einem aktuellen Thema zu erleben. Mehr unter:
www.die-partei-ostberlin.de
bleiben Sie uns gewogen, Ihr
R. A. Cörtlen