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09.03.2016 | Bundestag
Guten Tag Herr ,

ich schätze abgeordnetenwatch.de als Plattform für eine sachliche Diskussion. Nach meiner Erfahrung ist diese sachliche Form der Auseinandersetzung aber nicht in Ihrem Interesse, sondern sie beziehen sich immer wieder auf obskure Verschwörungstheorien. Das zeigt auch die zeitgleich eingereichte Frage zum Thema "Chemtrails", die vom bei abgeordnetenwatch.de-Moderationsteam glücklicherweise nicht freigeschaltet wurde. Dass ich Ihre Fragen hier nicht beantworte, habe ich Ihnen bereits mehrfach mitgeteilt - siehe unter anderem: www.abgeordnetenwatch.de .

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Griese

P.S. - für alle am Sachthema interessierten Leserinnen und Leser: Ich bin mit Umweltministerin Barbara Hendricks einer Meinung und begrüße es selbstverständlich, dass die EU die Entscheidung zu Glyphosat vertagt hat ( www.sueddeutsche.de ).
10.11.2015 | Niedersachsen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Mit dem Thema Chemtrails haben wir uns im Niedersächsischen Landtag bereits befasst. Ich verweise auf die Antwort der Landesregierung auf eine diesbezügliche Anfrage, die ich Ihnen hiermit zur Kenntnis gebe.

Freundliche Grüße

im Auftrag
Sabine Bohlen
Wahlkreisbüro
26.02.2014 | Bundestag
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen. Bei den so genannten Chemtrails handelt es sich um Kondensstreifen, die durch die Abgase bei Flugzeugen in der Luft entstehen. Vor rund 20 Jahren tauchten dann die ersten Verschwörungstheorien über sie auf und unterstellten, dass es sich nicht nur um harmlose Kondensstreifen, sondern um mit Chemikalien beigemischte Substanzen handele. Oft nennen die Anhänger dieser Theorien Barium- und Aluminiumverbindungen. Nach dem Aufkommen dieser Theorien wurden Untersuchungen über die Existenz von Chemtrails angestellt, unter anderem auch vom Umweltbundesamt. Es stellte, wie viele andere Institute auch, fest, dass weitere Schadstoffemmissionen und weitere Chemikalien nie in den Kondensstreifen nachgewiesen werden konnten. Auch Greenpeace bezeichnete die Chemtrails als reine Verschwörungstheorien.
Auch über HAARP, einem zivilen und militärischen Forschungsprogramm, bei dem Radiowellen mit bestimmten Frequenzen zur Untersuchung der Atmosphäre eingesetzt werden, ranken sich etliche Verschwörungstheorien, die in Zusammenhang mit dem Auslösen von Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen genannt werden.
Weder Chemtrails noch das HAARP waren Gegenstand der Beratungen im Bundestag oder in unserer Fraktion. Wir messen ihnen keine relevante Bedeutung zu.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
17.02.2014 | Bundestag
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Frage zum Thema Chemtrails. Seitdem in der Zeitschrift Raum und Zeit der Artikel "Die Zerstörung des Himmels" (Ausgabe 127, Januar 2004) erschienen ist, haben wir Grüne eine Reihe von Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger zur angeblichen Versprühung von Chemikalien in der Atmosphäre (Chemtrails) erhalten. Nachdem diese Verschwörungstheorie in den letzten Jahren nur noch wenig Beachtung fand, mehren sich seit Anfang des Jahres 2011 wieder die Anfragen.

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat gesetzlich nicht die Aufgabe und auch nicht die Mittel, eigene wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen. Wir sind daher auf die Aussagen der Fachleute angewiesen. Dem Umweltbundesamt (UBA) und auch dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind die beschriebenen Phänomene nicht bekannt. Im DLR werden seit Jahren die Wirkungen der Emissionen des Luftverkehrs auf die Atmosphäre beobachtet und entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Die Bildung von Kondensstreifen auch in ungewöhnlicher Formation ist wissenschaftlich aus dem Zusammenspiel von Luftverkehr und Atmosphäre/Wetterbedingungen zu erklären. Für das in dem Artikel erwähnte Einbringen von Aluminiumverbindungen in die Atmosphäre gibt es laut den wissenschaftlichen Institutionen der Bundesregierung keinerlei wissenschaftlichen Beleg. Gäbe es die so genannten Chemtrails, müssten dem DLR darüber Informationen vorliegen; die Messungen enthalten jedoch keinerlei Hinweise darauf. Auch gibt es bisher keinerlei Hinweise auf die Einbringung solcher Substanzen in allen uns bekannten Messungen von Umweltparameter in den letzten Jahren. Wissenschaftliche Messungen die einen Hinweis auf die Einbringung solcher Substanzen in die Atmosphäre bringen könnten, wurden auch bis heute nicht von den Anhängern dieser Theorie vorgelegt.

Die Deutsche Flugsicherung GmbH hat bestätigt, dass im Rahmen der Luftraumüberwachung keine auffälligen Flugbewegungen beobachtet wurden, die etwas mit dem Sachverhalt zu tun haben könnten. Darüber hinaus hat der Deutsche Wetterdienst mitgeteilt, dass in den Beobachtungsdaten keine Besonderheiten auffindbar sind, die auf abweichende Formen von Kondensstreifen hindeuten könnten. Auch das Bundesverteidigungsministerium hat keine weitergehenden Erkenntnisse.

Bisher wurde das Thema hauptsächlich über die Zeitschrift Raum und Zeit verbreitet. In dieser Zeitschrift wurden in den letzten Jahren regelmäßig Beiträge veröffentlicht, die vom gegenwärtigen naturwissenschaftlichen Kenntnisstand abweichen, so zum Beispiel Gegenthesen zur Relativitätstheorie, den Ursachen von AIDS und BSE. Auch mehrere Artikel, die den anthropogenen Treibhauseffekt und die damit verbundene Klimaänderung bestreiten, sind enthalten. Dies erscheint besonders widersprüchlich angesichts der Behauptung an gleicher Stelle, Chemtrails seien der Versuch, die Wirkungen des menschgemachten Klimawandels zu mildern.

Auf der Basis des wissenschaftlichen Kenntnisstandes und der Zusammenschau der zuvor erwähnten Aspekte lässt sich schlussfolgern, dass die im Artikel aufgestellten Behauptungen nicht glaubwürdig sind.


Mit freundlichen Grüßen
Team Roth
08.09.2013 | Bundestagswahl
Sehr geehreter Herr Strecker,

da ich berufstätig bin , bitte mir die Verzögerung zu entschuldigen.

zu1.

Die Linke steht hinter EU und Euro. Nicht einverstanden ist DIE LINKE mit den Teilen des Lissabon-Vertrags, mit denen sich die EU grundlos zu einem Vollzugsorgan der Kapitalinteressen ohne demokratische Legitimation gemacht hat. Die Linke strebt eine demokratische EU der Bürger an.

zu2.

Ganz einfach: Zu weit. Die Folgen der nicht vorhandenen Klimapolitik werden sich erst in zig Jahren voll auswirken und sind nicht mehr rückgängig zu machen. Die Frage ist im Übrigen ohne ein Bezugsjahr nicht zu beantworten.

zu3.

Die Frage gehört in das Kapitel Verschwörungstheorie. Dass die CIA dazu Versuche gemacht hat und das Klima durch künstliche Eingriffe retten will, ist wohl Tatsache. Flächendeckende Chemtrails sind allerdings ein Hirngespinst.

zu4.

Wenn da das leiseste daran wäre, ließen sich diese Theorien nicht zurückhalten. Und über 150 Jahre nach Formulierung der Hauptsätze der Thermodynamik werden noch laufend Perpetuum Mobiles erfunden (deren Denkfehler manchmal gar nicht leicht zu finden sind). Aber auch Science Fiction ist manchmal amüsant zu lesen. Gehört ebenfalls ins Kapitel Verschwörungstheorie und Kopp-Verlag.

Mit freundlichen Grüßen,

Lebedew
28.08.2013 | Bundestagswahl
Sehr geehrter Herr ,

ein bunter Korb an Fragen :)

1.Sehen Sie die Gefahr, im Falle einer Verschärfung der Krise, das Europas Länder entmachtet (da alle mittellos) und regiert werden von einer nicht demokratisch gewählten Regierung in Brüssel.

In Gesamtheit nicht, aber am Ende eine sehr hohe Verschuldung der wirtschaftlich stärksten Länder und ein extremes wirtschaftliches & soziales Abdriften der schwächeren Länder. Dieses wieder auszutarieren wird viele gefühlt schmerzhafte Schnitte beinhalten.

>> Wäre ein schnelles aussteigen bzw. auflösen der EU Ihre Meinung nach sinvoll?
Nein.

2. Wie weit ist die Klimaerwärmung fortgeschritten?
20% - es sei denn, die wirklichen aktuellen Verursacher werden dazu gebracht zu handeln.

3. Warum fliegen chemtrails über unseren Köpfen?
Hänge nicht dem Glauben an Chemtrails nach, da reichen mir die kontaminierten "normalen" Kondensstreifen.

4. Werden Freie Energie Technologien bewusst zurückgehalten?
Ich glaube nicht. Wenn man etwas nicht erklären kann, halte ich mich lieber an die physikalischen Gesetze und an Auswirkungen der Evolution. Allerdings frage ich mich warum man in der Vergangenheit soviel in E-Energien investierte und nicht in Wasserstoff - immerhin scheint hier gerade ein Durchbruch stattgefunden zu haben www.spiegel.de

Beste Grüße,

Volker Kunze
20.08.2013 | Bundestagswahl
Sehr geehrte Frau ,

hinsichtlich der Chemtrails müssen wir versuchen, sie so weit wie möglich zu verhindern. Umweltgifte müssen noch viel entschiedener bekämpft werden. Dazu gehört auch ein entschlossenes gesetzliches Handeln.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
22.05.2013 | Bundestag 2009-2013
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail und vielen Dank für Ihre guten Wünsche für meine weitere Arbeit.

Ihre Verunsicherung lässt mich natürlich nicht kalt, deshalb bin ich Ihren Hinweisen nachgegangen. Meines Wissens nach liegen aber weder der Bundesregierung noch dem Deutschen Bundestag Informationen über die Existenz von Chemtrails, Geoengineering und Wettermanipulationen vor.

Das Bundesumweltamt hat sich intensiv mit den o.g. Themen auseinandergesetzt. Eine umfangreiche Ausarbeitung der Behörde finden Sie unter www.umweltdaten.de

Auch der Deutsche Wetterdienst behandelt Chemtrails: www.deutscher-wetterdienst.de

Die Nichtregierungsorganisation Greenpeace kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie diese beiden staatlichen Behörden: www.greenpeace-magazin.de

Ich hoffe, dass diese Informationen Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Bas
23.04.2013 | Bundestag 2009-2013
Sehr geehrter Herr ,

zum Thema Chemtrails möchte ich auf die im Themengebiet "Umwelt"
veröffentlichte Antwort vom 04.02.2013 verweisen.

www.abgeordnetenwatch.de

Mit freundlichen Grüßen
19.04.2013 | Bundestag 2009-2013
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht zum Thema "Chemtrails".

Das Institut für Physik der Atmosphäre des DLR untersucht seit vielen Jahren die Wirkung der Emissionen des Luftverkehrs. Sollte es also irgendwelche Veränderungen bezüglich der Konzentration von Chemikalien in unserer Atmosphäre geben, wäre eine Warnung durch das DLR erfolgt. Darüber hinaus widerlegen sowohl der Deutsche Wetterdienst, als auch das deutsche Verteidigungsministerium die Existenz von sogenannten "Chemtrails".

Artikel, die das Vorhandensein von "Chemtrails" dazustellen versuchen, greifen ausschließlich auf nicht verlässliche und unwissenschaftliche Quellen zurück. Die von Ihnen beschriebenen Kondensstreifen werden in der Fachsprache als sogenannte "Contrail-Cirren" bezeichnet. Gewöhnliche Kondensstreifen (Zirruswolken/Cirren) aus Eiskristallen dehnen sich bei ausreichender Feuchtigkeit am Himmel immer weiter aus und können somit bei günstigen Bedingungen länger existieren als gewöhnliche Kondensstreifen. In chemischer Zusammensetzung und Entstehung sind beide Typen aber gleich. Um die Vereinnahmung des Himmels durch Kondensstreifen zu reduzieren, wurden Gesetze erlassen, die den Bedeckungsgrad von 0,5 Prozent in den neunziger Jahren auf 0,06 Prozent heutzutage reduzieren konnten.

Persönlich sehe ich alle Unternehmen in der Pflicht, ihren Beitrag für eine saubere Umwelt und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt, MdB
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