Ilse Elisabeth Falk (CDU)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Ilse Elisabeth Falk
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Hausfrau
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Wesel I
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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(...) Das Geld für die monatlichen Zahlungen kommt aus dem Bundeshaushalt (jährlich etwas über 30 Mio. Euro), die geplanten Einmalzahlungen werden finanziert aus einem sich aufzehrenden Stiftungsvermögen, das sich speist aus der von der Firma Grünenthal zugesagten Zuwendung in Höhe von 50 Mio. Euro und weiteren 50 Mio. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Falk,

auf der finnischen Sperrliste für Kinderpornographie befinden sich 56 Domains, die von Servern in Deutschland gehostet werden. Können Sie mir erklären, warum diese Server nicht umgehend vom Netz genommen werden oder warum es das BKA nicht schafft, die Sperrlisten der europäischen Länder auszuwerten?

Auf der finnischen Sperrliste sind die überwiegende Anzahl der Server in westlichen Ländern, wie z.B. den USA oder den Niederlanden (oder Deutschland), beheimatet. Können Sie mir erklären, warum diese Server nicht vom Netz genommen werden?

Sind Sie der Meinung, dass das Abschalten solcher Server und die Bestrafung der Betreiber ein wesentlich wichtigeres Ziel ist, als die einfache Ausblendung der Inhalte?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Ilse Elisabeth Falk
3Empfehlungen
24.02.2009
Ilse Elisabeth Falk
Sehr geehrter Herr ,

da mich eine Vielzahl von Anfragen auf meine PM erreicht haben und ich nicht alle individuell beantworten kann, verweise ich zum einen auf meine Antworten an Frank Müller und Siegfried Schlosser auf ihre Fragen vom 16.2.2009.

Was Ihre Frage nach den bereits vorhandenen Listen in anderen Ländern angeht: Die Bundesregierung setzt auf die bereits bestehenden Netzwerke und Vereinbarungen in anderen Ländern. Sie hat den 3. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern in Rio de Janeiro genutzt, um den Schulterschluss mit den europäischen Ländern zu suchen, die Sperrlisten aufstellen und Zugangsblockaden eingeführt haben oder einführen wollen.

Deutschland beabsichtigt, dem gut funktionierenden Netzwerk CIRCAMP (Cospol Internet Related Child Abusive Material Projekt) beizutreten, in dem bereits 13 Staaten organisiert sind: Norwegen, Großbritannien, Dänemark, Belgien, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, Malta, Polen, Schweden, Niederlande, und Spanien. Acht Länder – Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Niederlande, Schweiz, Neuseeland, Italien – verwenden den CSAADF (Child Sexual Anti Distribution Filter) um Internetseiten zu sperren. Die Listen mit den Seiten werden unter diesen Ländern innerhalb von Sekunden ausgetauscht. Die Sperrung erfolgt angepasst an die jeweilige Landesgesetzgebung.

Mit freundlichen Grüßen

Ilse Falk MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Falk,

der Presse ist zu entnehmen, dass Ihrer Meinung nach Gegner von Internetsperren Kinderpornographie fördern.

Hierzu habe ich einige Fragen.

1. Erfüllt es Ihrer Meinung nach den Tatbestand des § 187 StGB (Verleumdung), wenn Sie mir als Gegner von Internetsperren unterstellen, Kinderpornographie zu fördern?

2. Lässt sich Ihrer Meinung nach im Umkehrschluss behaupten, dass derjenige, der CDU/CSU wählt, Überwachung, Zensur und den Abbau von Bürgerrechten fördert?

3. Sperrlisten anderer Länder sind mittlerweile bekannt geworden. Auf diesen sind auch Server zu finden, die in Deutschland gehostet werden. Warum werden die Betreiber dieser Server nicht verfolgt?

4. Ist es Ihrer Meinung nach mit der Gewaltentrennung und rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar, dass eine Behörde ohne rechtliche Grundlage und ohne Kontrolle - schließlich sollen die Sperrlisten geheim gehalten werden - Medien zensiert?

5. Wie wird gewährleistet, dass auf den Sperrlisten ausschließlich Angebote mit Kinderpornographie zu finden sind? Eine Kontrolle ist ja aufgrund der angestrebten Geheimhaltung der Listen nicht möglich.

6. Wie funktioniert das Domain Name System (DNS)? Ist es Ihrer Meinung nach möglich, auf dessen Basis wirksame Sperren zu errichten?

7. Wäre es Ihrer Meinung nach nicht sinnvoller, die Fachkompetenzen der Polizeibeamten, die Ausstattung der Polizeibeamten sowie die Anzahl der Polizeibeamten zu steigern, damit diese Kinderpornographie wirksam verfolgen können?

Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Ilse Elisabeth Falk
3Empfehlungen
24.02.2009
Ilse Elisabeth Falk
Sehr geehrter Herr ,

da mich eine Vielzahl von Anfragen auf meine PM erreicht haben und ich nicht alle individuell beantworten kann, verweise ich auf meine bereits veröffentlichten Antworten bei abgeordetenwatch – besonders auf meine Antwort an Frank Müller (Frage vom 16.2.2009).

Mit freundlichen Grüßen


Ilse Falk MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
20.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Falk,

auch ich nehme Bezug auf Ihre Pressemitteilung "Falk: Störfeuer gegen access blocking verantwortungslos!". Dazu folgende Fragen: Warum sollte das Access Blocking auf kinderpornografische Seiten beschränkt bleiben? Warum nicht auch bei Webseiten, die andere Straftatbestände erfüllen, wie Volksverhetzung, Drogen- oder Waffenhandel? Stellen Sie die Interessen von Neonazis, Drogen- und Waffenhändlern über den Schutz der Bevölkerung?
Zu den Aussagen: "Immer mehr Internetnutzer klicken kinderpornographische Seiten an; die Opfer, deren brutale Vergewaltigung Inhalt dieser Filme ist, werden immer jünger: 43% sind jünger als sechs Jahre, 10% sogar jünger als zwei Jahre. "
Woher stammen diese Zahlen und Trendangaben, und um welche absoluten Zahlen geht es?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Ilse Elisabeth Falk
1Empfehlung
24.02.2009
Ilse Elisabeth Falk
Sehr geehrter Herr ,

da mich eine Vielzahl von Anfragen auf meine PM erreicht haben und ich nicht alle individuell beantworten kann, verweise ich auf meine bereits veröffentlichten Antworten bei abgeordetenwatch – besonders auf meine Antwort an Frank Müller (Frage vom 16.2.2009).

Zu Ihrer Frage nach der Herkunft der in meiner PM verwendeten Daten: Sie stammen zum einen aus einer Veröffentlichung der britischen Internet Watch Foundation (IWF), zum anderen aus der polizeilichen Kriminalstatistik, die das BKA auf seiner Pressekonferenz im August 2008 vorgelegt hat (Link: www.bka.de ).
Mit freundlichen Grüßen

Ilse Falk MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Falk,

ich bitte um Verzeihung, ich habe eine Frage vergessen:

8. In welchen Staaten wird Kinderpornographie nicht strafrechtlich verfolgt?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Ilse Elisabeth Falk
3Empfehlungen
24.02.2009
Ilse Elisabeth Falk
Sehr geehrter Herr ,

zu Ihrer Nachfrage: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat im Jahr 2009 eine Grafik des "Center for Missing Children" veröffentlicht, wonach es in 95 Ländern keine Gesetze gegen Kinderpornographie und damit auch keine Strafverfolgung dagegen gibt. Zu den Ländern ohne gesetzliche Regelungen gehören sehr viele afrikanische Länder, asiatische Länder, aber auch einige Ländern Lateinamerikas. Ich füge die Grafik dieser Mail an.

Mit freundlichen Grüßen

Ilse Falk MdB

Anhänge:
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Falk,

Sie erwähnen, dass Sie aufgrund der Vielzahl der Fragen keine individuelle Antwort geben "können". Ich gehe davon aus, dass sich "können" auf die erforderliche Zeit bezieht, nicht auf die Kompetenz.

Bei einigen Bundestagsabgeordneten mag ich das zeitliche Problem so akzeptieren, einige Bundestagsabgeordnete schaffen es hingegen scheinbar spielend, sogar das zehnfache Frage-Aufkommen zu verarbeiten. (Wir reden hier im Prinzip bei Ihnen von einer Nachricht pro Tag.). Da ich selbst nicht das Vergnügen habe, Bundestagsabgeordnete(r) zu sein, hoffe ich, dass Sie mir etwas Einsicht geben können.

Ist die Arbeitsbelastung der Abgeordneten so extrem unterschiedlich? Haben Abgeordnete eine Kontrolle darüber, an welchen Abstimmungen sie teilnehmen? Haben Abgeordnete eine Kontrolle darüber, in wievielen Ausschüssen sie teilnehmen? Oder zusammenfassend: Wieviel Kontrolle haben Abgeordnete über Ihre Arbeitsbelastung?

Und zwei/drei direkte Fragen:

Hypothetisch: Wenn Sie irgendwann mal feststellen sollten, dass Ihre Wähler in Ihrem Wahlkreis ein immer stärker werdendes Interesse haben, mit Ihnen in Kontakt zu treten und Sie merken würden, dass Ihnen einfach die Zeit dafür fehlt, diesen Kontakt zufriedenstellend herzustellen, würden Sie dann langfristig gesehen eher z.B. auf eine ehrenamtliche Tätigkeit oder eine Mitgliedschaft in einem weiteren Ausschuss verzichten oder eine Abstimmung "schwänzen" oder eher auf den Kontakt mit Ihren Wählern verzichten?

Hat es Sie überrascht, dass eine provokative Presse-Mitteilung zu einem entsprechenden Echo und einer entsprechenden Aufmerksamkeit führt? Ist dies nicht Sinn und Zweck der Presse-Mitteilung gewesen?

Mit freundlichen Grüßen,

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