Hummeressen und Flucht vor der Fernsehkamera
24.07.2008
Liebe Freundinnen und Freunde von abgeordnetenwatch.de,

liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Interessierte,



warum
abgeordnetenwatch.de wichtig ist, zeigt sich mitunter bei der
Zeitungslektüre. Eine Europaabgeordnete der Linken wird beim
Hummeressen fotografiert - anschließend löscht sie die
Fotos. Eine grüne EU-Abgeordnete wird von einem Kamerateam
abgepasst - und ergreift die Flucht. Da sollte man als Bürger
bei den Betroffenen schon einmal nachfragen: Warum? Genau dies haben
Fragesteller auf abgeordnetenwatch.de getan - und Antwort bekommen.
Mehr dazu in diesem Newsletter.


1.
Sprung über die Alpen: kandidatenwatch.de wird international


kandidatenwatch.atJetzt wird das Konzept von kandidatenwatch.de, dem Schwester-Portal von abgeordnetenwatch.de, erstmals außerhalb von Deutschland erprobt. Im Vorfeld der Österreichischen Nationalratswahlen am 28. September können die Österreicher ihre Kandidaten öffentlich befragen. Losgehen soll es Mitte August unter www.kandidatenwatch.at. Die Neuwahlen wurden nach dem Scheitern der Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP notwendig. Das Projekt wird derzeit von abgeordnetenwatch.de und den Machern von "Power of Politics", dem größten Politik-Onlinespiel in Deutschland, Österreich und der Schweiz, vorbereitet. "Power of Politics" mit Sitz in Wien ist seit kurzem auch Kooperationspartner von abgeordnetenwatch.de.


2. Hummeressen und Flucht vor der Fernsehkamera: Antworten aus dem EU-Parlament


Sahra WagenknechtEin opulentes Hummeressen hatte die Linke-Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht im Dezember 2007 in die Schlagzeilen gebracht. Der Restaurantbesuch war von Teilnehmern der Runde auf Fotos festgehalten worden, die Wagenknecht laut Medienberichten allerdings später von der
Digitalkamera löschte. Ein Fall für abgeordnetenwatch.de. "Wie glaubwürdig können Sie da noch Ihre Themen vertreten?", wollte ein Bürger am 15.12.2007 von der Europabgeordneten wissen. Sieben Monate später traf nun Wagenknechts Antwort ein. "Ich meine nicht, daß die politische Gesinnung vom Speiseplan abhängt," schreibt die Europaabgeordnete auf abgeordnetenwatch.de. Sie jedenfalls würde ihre politische Überzeugung nicht für ein Hummeressen verkaufen. "Ich engagiere mich gegen den Kapitalismus, weil er so viele Menschen in Armut verbannt und damit von vielen Lebensgenüssen ausschließt." Alle sollten in den Genuss von Luxus kommen, meint Wagenknecht, "dazu gehört auch, ab und an in einem Restaurant gut essen gehen zu können."

Hiltrud BreyerNicht weniger delikat ist der Fall der grünen Europaabgeordneten Hiltrud Breyer. Sie soll sich unrechtmäßig in die Anwesenheitslisten des Parlaments eingetragen haben, um anschließend ins verlängerte Wochenende aufzubrechen. Dies legt ein Fernsehbeitrag nahe, in dem die deutsche Europabgeordnete beim Erblicken eines Kamerateams vor einem Sitzungssaal des EU-Parlaments die Flucht ergreift - einen
Koffer im Schlepptau. Für viele Bürgerinnen und Bürger warf dies Fragen auf, die sie auf abgeordnetenwatch.de niederschrieben.
"Ich finde es bedauerlich", so Breyer in einer Antwort, "welcher falsche Eindruck bei Ihnen und anderen über meine Arbeit im Europaparlament entstanden ist." Aber: "Ich halte mich an die Regeln und Vorschriften des Europaparlaments und habe mir nichts vorzuwerfen. Insofern sehe ich nicht, wieso Sie meinen Rücktritt fordern."


3. abgeordnetenwatch.de Top-Themen auf Spiegel Online


Bei
über 17.000 Antworten auf abgeordnetenwatch.de kann schnell
einmal der Überblick verloren gehen. Seit kurzem gibt es deshalb
auf abgeordnetenwatch.de ein Top-Thema, das Orientierung bieten soll.
Alle Fragen zum Thema
der Woche
sind auf der Startseite benutzerfreundlich zusammengetragen, dazu
gibt es Links zu weiterführenden Informationen.

Interessante
Aussagen auf abgeordnetenwatch.de sind seit geraumer Zeit auch auf
dem Spiegel OnlineNachrichtenportal Spiegel Online zu finden. In Kooperation mit
abgeordnetenwatch.de präsentiert Spiegel Online Statements zu
kontroversen politischen Themen wie zuletzt die Pendlerpauschale, den Streit um den Atomausstieg, die
Datenschutzdebatte im Zuge der Telekom-Affäre oder die Bahnprivatisierung.


4.
Aktion: Noch bis zum 31. Juli das abgeordnetenwatch.de-Quartett sichern


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Unterschrift: Gregor Hackmack

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