Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Zuschrift, schildern Sie doch konkret und anschaulich am Beispiel der Siedlung Tegelsbarg wie die Senatspolitik eine solche Siedlung "verkommen" lässt. Sie können sicher sein, dass wir Tegelsbarg weder vergessen noch aufgegeben haben. Im Gegenteil: Ein Grund, warum wir zu dieser Wahl als neue Partei antreten, warum viele kandidatInnen von uns sich auch jetzt persönlich in die Politik dieser Stadt einmischen, ist, dass wir der Senatspolitik mit ihrem auf "die oberen Zehntausend" ausgerichteten Konzept von der "wachsenden Stadt" widersprechen und andere Vorstellungen von der Politik in Hamburg haben. Man kann nicht für Millionen Steuergelder den Jungfernstieg verschönern, die Hafen- City bezuschussen, für 16 Mio. ? eine Brücke in die Elbphilharmonie bauen Zwollen- und Stadtteile wie Tegelsbarg, immerhin Heimat für Zehntausende, verkommen lassen.
Zu den einzelnen Punkten, die Sie nennen, setzen wir uns ein für
a.. Förderung des sozialen Wohnungsbaus, hier: Modernisierung und Renovierung solcher Quartiere wie Tegelsbarg, aber nicht zulasten der Mieter, sondern durch die Stadt bezuschusst, damit- ganz wichtig- bezahlbare Mieten, auch für Läden, Restaurants und Kleingewerbe ein gutes Leben im Quartier ermöglichen.
b.. Förderung der regional wichtigen Wirtschaft, also Kleingewerbe und Stadtteilgenossenschaften
c.. Schaffung und Ausbau von regionalen Freizeiteinrichtungen, vor allem für die Jugend, so fordern wir z. B. ein Bürgerhaus für den Tegelsbarg
d.. Verdichtung der Busfahrzeiten , auch bis in den Abend
e.. SAGA und GWG, die städtischen Wohnungsbauunternehmen, müssen in den Stand gesetzt werden, lebenswerte Quartiere zu schaffen, z. B. durch Einstellung von immer präsenten Hausmeistern.
Diese Forderungen haben wir an verschiedenen Stellen in unserem ausführlichen Wahlprogramm zusammengestellt. Für das Alstertal kommt hinzu, dass der Senat und das Bezirksamt unserer Meinung nach konzentriert die Tegelsbarg- Siedlung im Blick haben müssten, nicht nur das AEZ mit dem Großinvestor ECE. Wir haben den Eindruck, dass anderswo wie in Tegelsbarg die Versorgung der Bevölkerung ausgedünnt und auf Discounter reduziert wird, um alle Kaufkraft in das nun erweiterete AEZ zu lenken.
Und, das dürfen wir nicht vergessen, in Hamburg müssen die 1 ? - Jobs in volle Jobs mit einem gesetzlichen Mindestlohn umgewandelt werden, das alle Menschen ihre Miete bezahlen und ein normales Leben führen können. Da muss sich die Politik ändern, weshalb wir um alle Ihre 12 Stimmen werden.
Mit freundlichem Gruß
Horst Bethge