Hermann Gröhe (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Hermann Gröhe
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
25.02.1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, CDU-Generalsekretär
Wohnort
Neuss
Wahlkreis
Neuss I
Ergebnis
47,8%
Landeslistenplatz
13, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die UNCAC setzt Abgeordnete und Beamte hinsichtlich der unter Strafe zu stellenden Verhaltensweisen gleich. Diese Gleichsetzung birgt Ungenauigkeiten über die tatsächliche Stellung der Abgeordneten, da die Tätigkeit von Abgeordneten mit derjenigen von Amtsträgern schon verfassungsrechtlich nicht vergleichbar ist. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
24.05.2012
Verbesserter Rechtsschutz in Wahlsachen (Art. 93 GG)
JA
10.05.2012
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
29.03.2012
Abbau der kalten Progression
JA
29.03.2012
Kürzungen der Solarförderungen
JA
29.03.2012
Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
NEIN
27.02.2012
Zweites Rettungspaket für Griechenland
JA
26.01.2012
Verlängerung Afghanistan Einsatz (ISAF)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
nicht beteiligt
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
nicht beteiligt
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
JA
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
JA
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
NEIN
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
NEIN
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
NEIN
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
JA
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
JA
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
JA
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
NEIN
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
NEIN
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
JA
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
JA
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
NEIN
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
JA
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
26.11.2010
Haushalt 2011
JA
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
NEIN
12.11.2010
Gesundheitsreform
JA
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
JA
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
JA
28.10.2010
Brennelementesteuer
JA
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
JA
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
JA
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
JA
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
JA
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
NEIN
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
JA
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
JA
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
nicht beteiligt
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
JA
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
NEIN
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
NEIN
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
JA
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
NEIN
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
JA
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
JA
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
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Frage zum Thema Frauen
24.04.2012
Von:

Gleichbehandlung in der Rente für alle Mütter

Sehr geehrter Herr Gröhe,

es ist beschämend für eine Partei mit christlichem Logo, wie hier mal wieder mit dem "Betreuungsgeld" Klientelpolitik gemacht wird, wo doch die schreiende Ungerechtigkeit in der Anerkennung der Kindererziehungszeiten bei der Rente für Mütter bei vor 1992 geborenen Kindern nicht annähernd beseitigt ist! Sind diese Leistungen für unsere Gesellschaft, für unser Gemeinwesen nur ein Drittel wert?

Sind es nicht gerade die besonderen Leistungen unserer älteren Mitbürger, die entsprechende Anerkennung verdienen?
Wo ständen wir denn, wo stände unsere Gesellschaft insbesondere ohne die Mütter, die die Kindererziehungsleistungen für die vor dem Jahr 1992 geborenen Kinder erbracht haben?

Die Regierung schmeißt ständig und für immer neue Dinge mit Geld um sich, nur die älteren Mütter gehen leer aus! Haben diese nicht die gleichen Rechte wie die jungen Mütter?
Wird hier nicht auch das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG) verletzt und missachtet?
Wie eine von der CDU geführte Regierung dies hinnehmen kann, bei gleichzeitiger Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen - für mein christliches Weltbild jedenfalls nicht nachvollziehbar.
Ich hoffe, dass bald ein Sturm der Entrüstung alle Politiker und alle schlafenden kirchlichen Würdenträger, die ja leider nach dem Konkordat auch vom Staat bezahlt werden, wach rüttelt und ihnen die Haare zu Berge stehen mögen, ob der Versäumnisse und Fehlleistungen ihrer Vergangenheit.

Ich bitte um Antwort und Ihren verstärkten persönlichen Einsatz für die Beseitigung dieser Diskriminierung der "älteren" Frauen!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hermann Gröhe
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08.05.2012
Hermann Gröhe
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 24. April 2012, in der Sie auf das Thema der Kindererziehungszeiten in der Rente eingehen.

Die Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistungen, die nach wie vor häufig von den Müttern erbracht werden, spielt gerade im Rahmen unseres christlichen Menschenbildes eine wichtige Rolle. Bei den Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung haben wir als CDU bereits auf unserem Parteitag 2003 und erneut auf ihrem Parteitag im letzten Jahr in Leipzig das Ziel bekräftigt, die Erziehungsleistungen von Müttern in der Rente stärker anzuerkennen als bisher. Dabei ist es eine Möglichkeit, die Zahl der sogenannten Entgeltpunkte für Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, weiter zu erhöhen. Damit könnten sie den Frauen gleichgestellt werden, die nach 1992 Kinder bekommen haben.

Ich darf an dieser Stelle übrigens daran erinnern, dass bereits die christlich-liberale Koalition im Jahre 1986 entsprechend gehandelt hatte. Schon damals wurden für die Tätigkeit in der Familie und den Verzicht auf die Berufstätigkeit rentensteigernde Zeiten angerechnet. Dies ist also - anders als Sie es darstellen - nicht neu!

Die Regelungen gelten bis heute für erziehende Frauen und Männer gleichermaßen und auch für Erziehungszeiten, die vor 1986 liegen. Seitdem hat es immer wieder eine ganze Reihe von Verbesserungen bei der Anrechnung von Schwangerschafts- und Kindererziehungszeiten gegeben.

Ich bitte auch nicht zu vergessen, dass es 1986 ebenfalls die CDU-geführte Bundesregierung war, die eine Art eigene "kleine Rente" die "Leistung für Kindererziehung" - nicht zu verwechseln mit der oben erwähnten Anrechnung der Kindererziehungszeiten und weiteren Anrechnungen - eingeführt hatte. Sie kennen dies vielleicht auch unter den umgangssprachlichen Begriffen "Trümmerfrauenrente" und "Babyjahr".

Sie sehen, das Thema ist in der CDU nicht neu, wir arbeiten ständig daran. Jetzt aber wieder zur aktuellen Diskussion:

Dieses und andere Konzepte werden derzeit durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales berechnet und in enger Kooperation mit der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag diskutiert. Maßgeblich sind hier die Arbeitsgruppen Arbeit und Soziales sowie Familie der Fraktion. Insbesondere geht es allerdings auch um die Finanzierbarkeit dieses Vorhabens. Daher werden im Moment verschiedene Varianten, gerade mit Blick auf die Nachhaltigkeit, die Konsolidierung des Haushalts und die finanziellen Belastungen für die künftigen Generationen, geprüft.

Ein weiteres Konzept sieht zum Beispiel vor, dass die Entgeltpunkte nur für künftige Rentnerinnen erhöht werden. Gerade die Mütter, die in Zukunft in Rente gehen und Kinder vor 1992 geboren haben, konnten noch nicht auf umfangreiche Kinderbetreuungsangebote, Elterngeld und Erziehungsurlaub zurückgreifen und haben oftmals jahrelang auf eine eigene Erwerbstätigkeit verzichtet. Zudem sind sie bereits von der schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre betroffen.

Derzeit kann noch nicht abgesehen werden, wie sich die Diskussionen in den Regierungsfraktionen entwickeln werden und wie die Finanzierung ausgestaltet werden soll. Die Christlich Demokratische Union Deutschlands wird sich allerdings auch weiterhin für die Anerkennung der Leistung der Kindererziehung in Deutschland, nicht nur im Bereich der Rente, einsetzen. Grundsätzlich wollen wir als CDU das Ja zu Kindern als wichtigen Beitrag zum Generationenvertrag stärken.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Gröhe
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