Heiko Gentzel (SPD)
Kandidat Landtagswahl Thüringen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Heiko Gentzel
Ziele von Heiko Gentzel
Nach Jahren des Stillstandes, verursacht durch die CDU-Alleinregierung, sind die Aufgaben die vor uns stehen wahrlich groß.



Ich will mit der Thüringer SPD den Menschen hier eine bessere Zukunftsperspektive geben.



Das bedeutet unter anderem:

• Für eine bessere frühkindliche Bildung in unseren Kindergärten sorgen

• Bis zur achten Klasse gemeinsam an der Thüringer Gemeinschaftsschule lernen

• Schluss mit dem Billiglohnland Thüringen, für einen gesetzlichen Mindestlohn

• Mehr Polizei auf die Straße

• Thüringen braucht eine Verwaltungs- und Gebietsreform



Für meinen Wahlkreis (WK6) bedeutet das unter anderem

• Eisenach bleibt Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums

• Eisenach gibt den Staus seiner Kreisfreiheit auf und wird Kreisstadt

• Für das Werratal gilt: sauberes Wasser und saubere Luft, ich will eine deutliche Verringerung der Salzfracht in der Werra und eine strengere Kontrolle der Umweltdaten, vor allem auch in Bezug zur ungeliebten Müllverbrennungsanlage in Heringen
Fragen an Heiko Gentzel
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
04.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gentzel,

die Flugplatzgesellschaft Eisenach-Kindel schreibt seit Jahren rote Zahlen und muss durch die drei Gesellschafter bezuschusst werden (Wartburgkreis - Kreisfreie Stadt Eisenach - Gemeinde Hörselberg-Hainich). Mit der Ansiedlung des Fallschirmspringerclubs und Großveranstaltungen wie German Race Wars wird versucht in die Gewinnzone zu kommen, ohne Rücksicht auf die umliegenden Gemeinden. Die zunehmenden Lärmimmissionen sind eine Belastung für die Bewohner der Ortschaften.

Im März 2009 hat die Flugplatzgesellschaft einen Antrag auf Erweiterung der Betriebsgenehmigung gestellt, ua. wurde eine generelle Nachtflugerlaubnis beantragt. In der Bevölkerung wächst der Unmut gegen die Erweiterungspläne. Die Fugplatzgesellschaft schweigt und der Landrat als oberster Dienstherr des Hauptgesellschafters versucht das Thema herunter zu spielen.

Welche Perspektiven sehen Sie für den Flugplatz Eisenach-Kindel?
Wo stehen Sie im Konflikt um die zunehmenden Lärmbelästigungen?
Antwort von Heiko Gentzel
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12.08.2009
Heiko Gentzel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Problematik Flugplatz Kindel.

Meiner Kollegin Frau Doht haben Sie die gleiche Anfrage geschickt. Ich will Ihnen dazu gerne mitteilen, dass ich die Antwort von Frau Doht vollständig teile.

Der Flugplatz Kindel ist als Regionalflughafen wichtig für die Verkehrsinfrastruktur in Westthüringen, das soll so bleiben.

Fragen nach einem Ausbau stellen sich meines Erachtens nicht, die bisherige Größe ist ausrechend. Eine Nachtflugerlaubnis ist aus meiner Sicht unangebracht.

Ich habe Verständnis, das auch aus Vermarktungsgründen die Flughafenleitung bestrebt ist möglichst viele Veranstaltungen auf dem Gelände durchzuführen. Nach den intensiven Protesten auf Grund der teilweise unzumutbaren Belastungen gehe ich davon aus, dass bei zukünftigen Großveranstaltungen mehr auf die Belastung der Anwohner Rücksicht genommen wird. Die Gespräche zwischen dem Landrat und den Anliegergemeinden verfolge ich mit großem Interesse. Ich gehe davon aus, dass es gelingen wird, die Interessen des Flugplatzes und der Anlieger ordentlich zu koordinieren.

Mit freundlichen Grüßen
Heiko Gentzel
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
20.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gentzel,

Halten Sie es für richtig, dass eine ganze Bevölkerungsgruppe, die Grundstücksbesitzer, zusätzlich zu ihren Gebühren für die Abwasserbeseitigung noch "Herstellungsbeiträge" in kaum zumutbarer Höhe (bis zu 75% vom Bodenwert ihres Grundstücks) bezahlen sollen?
Weniger durch die Gesetzeslage als vielmehr durch die oftmals unverständliche Anwendung des geltenden Rechts durch Landesregierung und Gerichte werden doch hier die Beitragspflichtigen offensichtlich benachteiligt, zumal sie aus den Anlagen zur Abwasserbeseitigung keine anderen "besonderen Vorteile" genießen als die übrige Bevölkerung.
Allgemeiner Finanznotstand kann nicht als Begründung für diese Benachteiligung gelten, denn Verfassungsgrundsätze wie Gerechtigkeit und Gleichbehandlung müssen ja wohl Vorrang haben vor Investitionsentscheidungen, die sich niemand leisten kann.
Was wollen bzw. können Sie unternehmen, um hier in der neuen Legislaturperiode mehr Gerechtigkeit zu schaffen?

Mit freundlichen Grüßen
M.
Antwort von Heiko Gentzel
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21.08.2009
Heiko Gentzel
Sehr geehrter Herr ,

im ländlichen Raum drohen steigende Belastungen durch Abgaben und Gebühren. Diese Kosten können die Menschen nicht alleine tragen. Insbesondere bei der Abwasserentsorgung in den bisher nicht angeschlossenen Bereichen sind neue Lösungswege nötig. Wir wollen, dass es vor künftigen Baumaßnahmen mehr Informations- und Mitspracherecht für die Betroffenen gibt und brauchen klare Regeln für die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit bei der Wahl der jeweiligen Entsorgungsvariante. Dezentrale und flexible Lösungen müssen mehr gefördert werden. Standards, die für größere Städten sinnvoll sind, müssen unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit im ländlichen Raum überprüft werden.

Auch Straßenausbaubeiträge belasten die kommunalen Haushalte und die BürgerInnen. Wir wollen die geringen Einkommen der Menschen in Thüringen besser berücksichtigen und haben deshalb vorgeschlagen, dass die Kommunen vor Ort selbst entscheiden können, in welcher Höhe die Einwohner beteiligen. Als untere Grenze schweben wollen wir einen Satz von 6-10% in Abhängigkeit vom Straßentyp.

Mit freundlichen Grüßen
Heiko Gentzel
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
21.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gentzel,

in den letzten Monaten habe ich eine Reihe von kleinen Anfragen im Thüringer Landtag sowie die zugehörigen Antworten der Landesregierung verfolgt. Dabei ist mir aufgefallen, dass auf die Fragen der Mitglieder des Landtags sehr häufig zwar wortreich, aber dennoch ausweichend bzw. inhaltslos geantwortet wurde. Aktuelles Beispiel ist die Drucksache 4/5443 vom 10.08.2009 (Ihre Anfrage vom 22.06.2009).
Meine Frage: Geben Sie sich als MdL damit zufrieden, dass der Landtag auf diese Weise durch die Landesregierung lächerlich gemacht wird? Was wollen Sie bzw. Ihre Fraktion ggf. unternehmen, um die Autorität der höchsten Volksvertretung des Freistaats gebührend zur Geltung zu bringen?

Mit freundlichen Grüßen,
M.
Antwort von Heiko Gentzel
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24.08.2009
Heiko Gentzel
Sehr geehrter Herr ,

ich gebe Ihnen recht, dass die Qualität der Antworten der Landesregierung mitunter sehr zu wünschen übrig lässt. Ich habe mitunter das Gefühl, dass dies an einer gewissen Hochnäsigkeit liegt. Ich habe auch deshalb den ehemaligen Thüringer Innenminister vor dem Thüringer Verfassungsgericht verklagt und Recht bekommen. Die einzige Autorität im Thüringer Landtag, die an dieser Verfahrensweise grundsätzlich etwas ändern könnte, wäre die Landtagspräsidentin Frau Schipanski; sie hat bisher nichts getan.

Mit freundlichen Grüßen
Heiko Gentzel
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Ihre Frage an Heiko Gentzel
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