Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Wahlkreis
Wiesbaden
Landeslistenplatz
1, Hessen
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(...) Sowohl für mich persönlich als auch für die SPD-Bundestagsfraktion hat der Kampf gegen Korruption und Bestechung einen hohen Stellenwert. Das Strafrecht in diesem Punkt zu verschärfen ist uns ein wichtiges Anliegen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,

auf der Internetseite www.abgeordnetenwatch.de hat jeder Besucher die Möglichkeit, dem für seinen Wahlkreis zuständigen MdB eine Frage zu stellen. Nach meiner Ansicht haben Bundestagsabgeordnete Wichtigeres zu tun, als jede mehr oder minder ernstgemeinte Anfrage ausführlich per E-Mail zu beantworten. Welche Ansicht vertreten Sie?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
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03.01.2007
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email und Ihre Frage, die ich Ihnen gerne beantworten will. Sie sehen bereits an der zeitlichen Dauer der Beantwortung, wie hoch die Arbeitsbelastung ist. Ich bitte Sie daher für die verspätete Antwort um Verständnis und wünsche Ihnen zunächst alles Gute, Glück und Gesundheit für ein friedliches Jahr 2007.

Ich freue mich über das Interesse von Bürgerinnen und Bürgern an meiner Arbeit für Wiesbaden und ich bin daher auch der Meinung, dass ernst gemeinte Zuschriften von mir beantwortet werden sollten. Auch dies gehört zum Tätigkeitsfeld von Mitgliedern des Bundestages.

Selbstverständlich erreichen mich auch viele Schreiben, in denen mir lediglich ein Sachverhalt zur Kenntnis gebracht wird und keine direkte Antwort von mir erwartet wird. Diese Briefe lese ich mit großem Interesse und oft helfen mir die darin geäußerten Anregungen bei meiner Wahlkreisarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre

Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Internationales
03.01.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,

wann ist es so weit, dass die Bundesregierung endlich 0,7 Prozent des BIP für Entwicklungshilfe bereitstellt?

Mit freundlichen Grüßen

Peter Brunnhuber
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
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18.01.2007
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr Brunnhuber,

herzlichen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. Bereits Anfang der 70er Jahre haben die Vereinten Nationen zum Kampf gegen die weltweite Armut das so genannte 0,7-Prozent-Ziel formuliert. Viele Staaten, Parteien und Nichtregierungsorganisationen haben dieses Ziel in der Folge auf der rhetorischen Ebene übernommen. Nur – passiert ist nie viel. Vor allen Dingen deshalb, weil das Ziel nicht mit einem konkreten und verbindlichen Zeitplan verbunden wurde.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren deshalb sehr dafür eingesetzt, dass sich die Europäer auf einen gemeinsamen Stufenplan einigen. Und im Sommer 2005 konnte, mit unserer Unterstützung, genau so ein Stufenplan schließlich verabredet werden. Deutschland hat danach zugesagt, das 0,7-Prozent-Ziel bis zum Jahr 2015 zu erfüllen. Bis zum Jahr 2010 werden wir in einem Zwischenschritt 0,51 Prozent erreichen.

Noch einige Zahlenangaben: Als ich 1998 das Entwicklungsministerium übernommen habe, lag die so genannte ODA-Quote (sie misst den Anteil der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit am Bruttoinlandsprodukt) bei 0,26 Prozent. Mittlerweile liegt Deutschland bei 0,36 Prozent (2005). Die Zahlen für 2006 werden zur Zeit noch von der OECD ermittelt.

Seien Sie sicher: Wir werden das 0,7-Prozent-Ziel bis 2015 erreichen!

Mit freundlichen Grüßen
Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Internationales
06.01.2007
Von:
Eva

Hallo,

ich hörte im Heute-Journal des ZDF vom 5. 01. 07, dass etwa 10 000 Stellen für deutsche Jugendliche in Entwicklungsländern geschaffen werden sollen (nach amerikanischem Vorbild -peace corps-). Wann ist damit zu rechnen, wo kann man sich bewerben? Ich mache im Mai Abitur und möchte anschließend an einem solchen Projekt teilnehmen!!!

MfG
Eva
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
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16.02.2007
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihr Interesse am neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des BMZ. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage.

Die bisher feststehenden Eckpunkte des neuen Freiwilligendienstes haben wir mit der Pressemitteilung auf unserer Internetseite unter www.bmz.de bekannt gegeben. Die genauen Kriterien, Konditionen und Verfahren werden wir bis Mitte 2007 unter Beteiligung der entsprechenden Dachverbände und Zusammenschlüsse der privaten Träger internationaler Freiwilligendienste erarbeiten. Weitergehende Informationen stehen dann zur Verfügung.
Unsere Überlegungen gehen dahin, dass sich die entsprechenden qualifizierten Träger entwicklungspolitischer Freiwilligendienste um einen finanziellen Zuschuss mit entsprechenden Projektanträgen bewerben können.

Der neue Freiwilligendienst soll grundsätzlich in allen Entwicklungsländern und innerhalb laufender Projekte möglich sein. Die freiwilligen Jugendlichen werden im Projekt arbeiten, aber selbst nicht die Projektverantwortung tragen.

Eine Förderung von freiwilligen jungen Erwachsenen wird erst ab Januar 2008 möglich sein. Gleichwohl ist es sinnvoll, sich schon jetzt einen Überblick über die bestehenden Organisationen zu verschaffen und ggf. das Interesse an einem Freiwilligeneinsatz in Entwicklungsländern anzumelden. Einen Großteil der in diesem Bereich tätigen Organisationen finden Sie über den Zusammenschluss "Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e. V." (AKLHÜ, www.entwicklungsdienst.de). AKLHÜ bietet auf seiner Homepage u. a. auch eine Datenbank zu den aktuellen Auslandsplätzen an.

Weitere Informationen zum Thema Freiwilligendienst erhalten Sie übrigens auch auf der Internetseite des "Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland e. V." (IJAB, www.ijab.de) - insbesondere auch auf der Internetseite www.rausvonzuhaus.de.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Angaben ein wenig weiterhelfen und wünsche Ihnen weiterhin so viel Interesse an der Entwicklungszusammenarbeit und unseren Vorhaben!

Mit freundlichen Grüßen

Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.01.2007
Von:

Frau Wieczorek-Zeul,
welche Maßnahmen werden SIE ergreifen, damit Demokratie und Bürgerrechte angesichts der desaströsen Vorgänge in der Wiesbadener SPD wieder hergestellt werden. Wann kann ein Wiesbadener Bürger - natürlich auch eine Bürgerin - wieder hoffen, dass wichtige essentielle Vorgänge einer Demokratie wie Wahlen eines Oberbürgermeisters wieder ihrer tatsächlichen Bedeutung zugeführt werden. Wie wollen Sie verhindern, dass durch das Verhalten einer Laienspielschar bei Kommunalwahlen in einer Großstadt wie Wiesbaden (immerhin auch Landeshauptstadt) die Wahlbeteiligung nicht unter 20% sinkt? Was wollen Sie tun, damit eine Partei wie die SPD mit einer glänzenden demokratischen Tradition die weltweit als beispielhaft angesehen werden kann, nicht mehr zum Gespött in der Öffentlichkeit wird? Wer erreicht, dass sich diese Demokratieversager nicht weiter nicht als Mitglieder einer Partei bezeichnen dürfen, der auch Persönlichkeiten wie Willy Brandt angehörten? Wann endlich hat hat diese dunkle Nacht der Wiesbadener SPD endlich ein Ende?

(ehemaliges SPD-Mitglied in Wiesbaden)
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
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19.01.2007
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben mit Empörung auf die Fehler und Versäumnisse der Wiesbadener SPD reagiert, durch die nun die Oberbürgermeisterwahl ohne den Kandidaten der SPD Ernst-Ewald Roth stattfindet. Sie können sicher sein, dass ich selbst, aber auch alle anderen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ebenso mit Unverständnis und Entsetzen auf dieses Versagen reagieren. Der Vorstand der SPD hat deshalb auch unverzüglich seinen Rücktritt erklärt.
Da Sie mich persönlich ansprechen: ich unterstütze ausdrücklich die Wahl der Übergangsführung aus drei Persönlichkeiten, deren Erfahrung unbestritten ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie gemeinsam mit engagierten jungen Mitgliedern und vielen, die durch diese Ereignisse aufgerüttelt wurden, die SPD rasch stabilisieren und einen erfolgreichen Neuanfang schaffen. Was immer ich dazu beitragen kann, tue ich, darauf können Sie sich verlassen.

Mit freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen für 2007
Ihre

Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.01.2007
Von:

Hallo Frau Wieczorek Zeul,
2 mir wichtige Fragen haette ich an Sie. Als 30 Jaehriger Neu Wiesbadener nach 10 Jahren Auslandsaufenthalt in Irland und England bin ich politisch sehr interessiert und moechte mich auch gerne engagieren, leider macht mich die hiesige Parteiensituation etwas ratlos, deshalb an Sie die Frage welche guten Gruende es fuer mich gibt, mich in der hessischen SPD zu engagieren?

Auch wollte ich Sie fragen ob Ihnen bewusst ist, welche Schwierigkeiten man als Vater einer 19 Monate alten Tochter hat, in Bezug auf bezahlbare Kinderbetreuung? Wir wohnen seit 4 Monaten in Wiesbaden und meine franzoesische Freundin kann sich nicht aufs Deutsch lernen konzentrieren weil sie den gesamten Tag unseren Sonnenschein Fay betreut. Von einer kinderfreundlichen Gesellschaft ist Wiesbaden noch weit entfernt.

Viel Erfolg weiterhin!
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
2Empfehlungen
16.01.2007
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie auf Probleme bei der Kinderbetreuung in Wiesbaden aufmerksam machen. Mit Ihrer Frage sprechen Sie ein Thema an, das mir sehr am Herzen liegt. Es stimmt: In manchen europäischen Ländern ist das staatliche System der Kinderbetreuung sehr viel besser ausgebaut, als das hierzulande der Fall ist.

Die SPD setzt auf eine familienfreundliche Politik, die es jungen Frauen und Männern ermöglicht, den Wunsch nach Kindern zu verwirklichen, ohne die beruflichen Ziele aufgeben zu müssen. Wenn wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern wollen, brauchen wir eine Politik, die den Besuch von Kindertagesstätten beitragsfrei stellt.

Gerade die hessische SPD setzt sich dafür ein, einen Rechtsanspruch für kostenfreie Kindergärten und Kindertagesstätten ab dem ersten Lebensjahr durchzusetzen. Vielleicht ist ja dies schon ein Anreiz für Sie, sich in der hessischen SPD zu engagieren. Über Ihr Interesse an einer Mitarbeit in der SPD freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre

Heidemarie Wieczorek-Zeul

PS: Ich freue mich aber auch über ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
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