Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Wohnort
Wiesbaden
Wahlkreis
Wiesbaden
Ergebnis
32,6%
Landeslistenplatz
1, Hessen
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(...) Die SPD will weiterhin zivile Freiwilligendienste stärken. Ich bin besonders stolz darauf, dass der entwicklungspolitische Freiwilligendienst unseres Ministeriums, "weltwärts", ebenfalls als Zivildienst anerkannt wird. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Heidemarie Wieczorek-Zeul hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
06.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin.

1.) Meine Zweitstimme habe ich bereits verplant und werde diese der Piratenpartei geben.
Nur stellt diese in unserem Wahlkreis keinen Direktkandidaten.
Würde Sie es begrüßen, wenn ich Ihnen meine Erststimme anvertraue oder ist Ihnen das relativ egal ?

2.) Was ist Ihre Meinung zu den Themen:
Bundestrojaner
Fingerabdrücke in Reisepässen
Überwachungskameras
Massenspeichelproben bei Schwerstkriminalität

3.) Entwicklungshilfe
Unter welchen Gesichtspunkten wird diese vergeben ?
Ich denke da an humanitäre Aspekte, politisches System des Empfängerstaates

Welches war ihr bestes Entwicklungshilfeprojekt ?

4.) Bleibt einer Ministerin denn überhaupt noch Zeit für Wahlkreisbelange ?

Viielen Dank für Ihre Antworten :-)

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Frage zum Thema Finanzpolitik
15.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Kandidatin,

Sie haben das Programm weltwärts initiiert. Obwohl damit öffentliche Mittel vergeben werden, wird dieses von einer privatrechtlichen Organisation verwaltet.

1) Warum ist Ihr Ressort nicht in der Lage, dieses Programm selbst zu organisieren?
2) Welche Funktion nimmt der DED wahr und auf welcher Grundlage wird der DED aktiv?
3) Was sind die Gesamtkosten des Programms, also die Sach- und Personalkosten, und welche Sach- und Personalkosten fallen hiervon beim DED und welche in Ihrem Ressort an?
4) Wie verhält sich das Programm zum Programm "kulturweit" des Auswärtigen Amtes und warum können diese inhaltlich gleichorientierten Programme nicht synergiesparend zusammen durchgeführt werden?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Soziales und Familie
23.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek Zeul!

Welche familienpolitisches Instrument möchte Ihre Partei einsetzen, im Fall einer Regierungsbeteiligung, um die Familie zu fördern?

Treten Sie für die Anhebung der Steuerfreibeträge, insbesondere für Familien mit Kindern ein? Im Voraus vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Familie A.-
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
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23.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Fragen zum Thema Familienförderung. Ich möchte Ihnen gerne darauf antworten.

Familien brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit. Die SPD möchte Familien insgesamt besser stellen - Eltern wie Kinder, finanziell wie strukturell. Unser Bild von einer Familie ist allerdings nicht unbedingt an einen Trauschein gebunden. Für uns ist Familie überall dort, wo Menschen verschiedener Generationen gemeinsam leben und für einander einstehen.

Wir wollen allen Kindern die gleichen Chancen eröffnen - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. In einem reichen Land wie Deutschland darf kein Kind in Armut aufwachsen. Wir brauchen deshalb einen umfassenden Aktionsplan gegen Armut von Kindern und Jugendlichen.

Die Eltern brauchen mehr Zeit, um für ihre Kinder da sein zu können. Beruf und Familie müssen besser miteinander vereinbart werden können. Deshalb haben wir das Elterngeld eingeführt und wollen es noch stärker ausweiten: Mütter und Väter sollen gleichzeitig Elterngeld und Elternzeit in Anspruch nehmen können. Dafür wollen wir die Zahl der Partnermonate von zwei auf vier erhöhen und gleichzeitig den Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung und Elterngeld von sieben auf sechzehn Monate erweitern. Eine weitere wichtige Komponente hierbei ist der massive Ausbau der Kinderbetreuung. Wir haben in der großen Koalition einen Anspruch darauf nach dem ersten Lebensjahr ab 2013 durchgesetzt und wollen jetzt die entsprechenden Strukturen aufbauen. Gerade Alleinerziehende sind auf ein gutes Betreuungsangebot und auf Möglichkeiten angewiesen, die ihnen helfen Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Wir sind dafür, dass die Eltern selbst entscheiden können, wie viel Betreuung sie für ihre Kinder in Anspruch nehmen wollen. Dazu muss allerdings auch die Möglichkeit gegeben sein, sich für einen Betreuungsplatz entscheiden zu können.

Außerdem wollen wir Schluss machen mit der Ungerechtigkeit, dass Kinder reicher Eltern über die Kinderfreibeträge stärker gefördert werden als Kinder mit niedrigem Einkommen über das Kindergeld. Deshalb werden wir einen einheitlichen und gerechten Kindergrundfreibetrag einführen. Dem Staat muss jedes Kind gleich viel wert sein, egal ob es gut verdienende oder weniger gut verdienende Eltern hat.

Das von der Union vorgeschlagene Betreuungsgeld halte ich dagegen für ein schlechtes familienpolitisches Instrument. Anstatt den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen voranzutreiben würde das Betreuungsgeld dazu führen, dass ausgerechnet jene Kinder aus den Kitas ferngehalten werden, die eine frühe Förderung besonders nötig hätten.

Die SPD kämpft dafür, dass es sozial gerecht zugeht und dass alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft schon früh gefördert werden können. Dafür setzen wir uns mit aller Kraft ein. Darauf können Sie sich verlassen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre

Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
11.09.2009
Von:

Guten Tag, Frau Ministerin!

Ihre Partei vertritt die Position, dass die Wehrpflicht in Zukunft auf freiwilliger Basis erfüllt werden soll, dass also nur dann noch Zwangseinberufungen erfolgen, wenn nicht genügend Freiwillige zur Verfügung stehen. Das kommt zumindest einer Aussetzung der Wehrpflicht nahe, die verfassungsrechtlich ohne weiteres möglich ist.
Auch wenn mir persönlich die Position Ihrer Partei nicht ganz ausreicht, weil sie die Wehrpflicht nicht abschafft: was soll Ihrer Meinung nach Ihre Partei tun, wenn sie auch in Zukunft mit der CDU die große Koalition fortführt und die CDU erklärtermaßen auf die Wehrpflicht überhaupt nicht verzichten will? Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
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18.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email über Abgeordnetenwatch.

Das Thema Wehrpflicht ist mir persönlich sehr wichtig. Ich bin tatsächlich dafür, dass in Zukunft nur noch diejenigen zur Bundeswehr einberufen werden, die sich zuvor auch freiwillig dazu bereit erklärt haben. Wir brauchen aber darüber hinaus mehr Alternativen zum Dienst in Uniform.

Die SPD will weiterhin zivile Freiwilligendienste stärken. Ich bin besonders stolz darauf, dass der entwicklungspolitische Freiwilligendienst unseres Ministeriums, "weltwärts", ebenfalls als Zivildienst anerkannt wird. In einer Welt, in der globale Verantwortung und interkulturelle Zusammenarbeit immer wichtiger werden, hat der Dienst in einem Entwicklungsland unschätzbaren Wert und ist gerade für junge Menschen eine oftmals prägende Erfahrung.

Im Übrigen gilt generell, dass eine starke SPD in diesen wie in anderen Fragen viel für die Menschen in unserem Land bewirken kann - ganz gleich, mit welchem Koalitionspartner. Das gilt auch für ein Freiwilligkeitsprinzip bei der Wehpflicht. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihr Engagement in dieser Sache.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Frage zum Thema Außenpolitik
18.09.2009
Von:

Zurückkomend auf Ihren Schwur, die Entwicklungshilfe bis 2010 zu verdoppeln sagten Sie vor dem G8 Gipfel in Heiligendamm wörtlich:
"Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass wir .... die Verdopplung der Entwicklungshilfe für Afrika bis 2010, hinbekommen." (RegierungOnline am 20.05.2007)

Da die Haushaltszusagen für 2010 ja bereits bestehen, darf ich Sie fragen: Wo und wie gedenken Sie nun ihre Hand ins Feuer zu LEGEN, oder sind die Zahlen tatsächlich?

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Ihre Frage an Heidemarie Wieczorek-Zeul
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