Sehr geehrte Frau

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vielen Dank für Ihre Fragen.
Ich darf vermuten, dass zu den wichtigsten Verbraucherproblemen auch in Essen die in den letzten Jahren stetig und rapide angestiegene Anzahl von ver- bzw. überschuldeten Privathaushalten gehört.
Weiterhin gehe ich davon aus, dass Fragen der Energieeffizienz von Heiz- und Elektrogeräten ebenso eine hervorgehobene Rolle in Ihrer Beratungstätigkeit einnehmen, wie Fragen der unlauteren Werbung bzw. des Zustandekommens von Verträgen am Telefon, Internet bzw. an Haustüren. Sicher beraten sie auch in Fragen der in den letzten Jahren immens verteuerten Energiepreise durch Gas- und Stromversorger.
Die beste "Verbesserung" des Verbraucherschutzes ist m. E maximale Information und Transparenz über Produkte jedweder Art, ganz egal ob es sich z.B. um Versicherungen, Bankprodukte, Verbrauchsgüter wie z.B. Lebensmittel (Gentechnik etc.) oder Kinderspielzeug handelt. Hier ist wie sie wissen noch erhebliches zu verbessern, zumal die Lobby der Produzenten und des Handels bessere nationale und europäische Regelungen noch immer blockieren und große Teile der Politik sich diesen Blockaden nicht entschieden genug widersetzten.
Neben Transparenz und verständlicher Produktinformation ist das zweite Standbein eines guten Verbraucherschutzes die Beratung der Verbraucher durch unabhängige Beratungsstellen wie die ihrige.
Als Oberbürgermeister würde ich mich entschieden gegen weitere "Einsparungen" bei den Verbraucherberatungsstellen sowohl durch die Kommune, als auch durch das Land stark machen. Im Gegenteil: Angesichts komplexer gewordener Probleme im Verbraucherschutz benötigen wir hier erheblich mehr kompetentes und vor allem unabhängiges know-how im Interesse der Verbraucher, also ein Ausbau der Beratungskapazitäten. Ergo: Mehr öffentliche Mittel.
Hier hat die CDU/FDP- Landesregierung durch ihre Mittelkürzungen kläglich versagt und den Verbrauchern im Lande einen Bärendienst erwiesen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Peter Leymann-Kurtz