Hans-Georg von der Marwitz (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Hans-Georg von der Marwitz
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Staatlich geprüfter Landwirt
Ausgeübte Tätigkeit
selbständiger Landwirt
Wohnort
Vierlinde OT Friedersdorf
Wahlkreis
Märkisch-Oderland - Barnim II
Ergebnis
23,6%
Landeslistenplatz
5, Brandenburg
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(...) Ich teile Ihre Ansicht vollkommen, dass die mediale Berichterstattung hinsichtlich der vermeintlichen Risiken des legalen Waffenbesitzes absolut überzogen war. Mir ist bekannt, dass der legale Waffenbesitz innerhalb der Kriminalstatistik keine relevante Rolle einnimmt. (...)
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Frage zum Thema Energieversorgung
22.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr von der Marwitz,

in den letzten Monaten habe ich die Debatte zu Kohlendioxid-Endlagern in Märkisch-Oderland verfolgt. Dabei fiel mir auf, dass Sie sich in besonderem Maße nachhaltig gegen diese Endlager einsetzen. Insbesondere fiel die von Ihnen initiierte Debatte und Abstimmung in Kreistag auf. Leider scheiterte ihr Antrag gegen die Kohlendioxid-Verpressung in Märkisch-Oderland am Widerstand von SPD und Linkspartei, die meines Wissens in Märkisch-Oderland in alter Tradition koalieren. Verwundert hat mich, dass die Linkspartei, die ansonsten überall gegen die Verpressung auftritt, bei einer Abstimmung dafür stimmt.

Daher frage ich Sie:

1. Was spricht für Sie gegen die Verpressung und Endlager in Märkisch-Oderland?

2. Werden Sie Ihren Kurs gegen die Kohlendioxid-Verpressung und die Anlage von Endlagern im Oderbruch und in anderen Teilen Brandenburgs beibehalten, sollten Sie gewählt werden?

3. Was sind für Sie Alternativen für den Energiestandort Brandenburg?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hans-Georg von der Marwitz
3Empfehlungen
28.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Es freut mich, dass Sie meine Aktivitäten hinsichtlich der Kohlendioxid-Endlagerung in den letzten Monaten wahrgenommen haben.

Zu Ihren Fragen:

1. Die Verpressung von Kohlendioxid birgt zahlreiche Risiken. Die Liste der Argumente gegen dieses Vorhaben ist lang: von der möglichen Verdrängung des tiefen Salzwassers in Grundwasserschichten, Leckagen, die nie mit Sicherheit ausgeschlossen werden können, und die Verhinderung der Nutzung von Erdwärme. Außerdem erfordern die Abspaltung und die Verpressung der Abgase einen enormen Energieaufwand und gehen damit zulasten des Wirkungsgrades der Kraftwerke. Ein weiterer kritischer Punkt ist die begrenzte Haftung des Betreiberunternehmens auf nur 30 Jahre, für die Folgekosten steht danach die Gemeinschaft ein. Für unsere Region wäre die Einrichtung eines CO2-Endlagers ein unkalkulierbares Risiko. Zudem bedeute dies für Brandenburg die Entwertung und Stigmatisierung eines ganzen Landstrichs.

2. Selbstverständlich behalte ich diesen Kurs bei. Ich vertrete meinen Wahlkreis und dessen Interessen. Letztlich ist es auch meine persönliche Überzeugung, die ich nicht aufgeben werde, denn als Bewohner und Unternehmer am Rande des Oderbruchs bin ich selbst betroffen.

3. Erst kürzlich habe ich den Solarpark Lieberose besucht. Die Fortschritte in der Solartechnik haben mich tief beeindruckt. Für die Energieversorgung im Land halte ich es für notwendig, den Aufbau eines dezentralen Netzes zu fördern und dabei einen ausgewogenen Mix aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Dabei ist der Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen, aber auch der Geothermie und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, beispielsweise in Verbindung mit Biogasanlagen, besonders voranzutreiben. Schon jetzt hat sich der brandenburgische Energiestandort durch erneuerbare Energien gut entwickelt und es entstanden viele Arbeitsplätze, etwa in der Solarbranche. Diese Entwicklung gilt es zu unterstützen und zu stärken.

Es wäre besser, Forschungsmittel, die aktuell für die Kohlendioxid-Abscheidung und -Verpressung ausgegeben werden, stattdessen in wirklich innovative Zukunftstechnologien zu investieren, um Deutschlands Vorreiterrolle auf diesem Gebiet weiterzuentwickeln, unabhängiger von Energieimporten zu werden und unsere Energieversorgung für die Zukunft zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg von der Marwitz
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Frage zum Thema Soziales und Familie
04.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr von der Marwitz,

Wir Bürger werden immer mehr dazu angehalten Vorsorge zu betreiben.Tritt nun der Fall ein, dass man z.B. Pflegebedürftig wird, so greift der Staat doch alzu gern auf mögliche Geldquellen des Bürgers, zumindest teilweise, zurück.
Warum soll ich eine Vorsorge betreiben?
Andere Bürger, welche keine Vorsorge betreiben, sondern sich den Alltag schöner gestalten bekommen offensichtlich die gleiche Unterstützung - aber sofort.
Ich habe den Eindruck - mach erst mal und spare - wenn was passiert dann schauen wir erst mal wie fleißig Du gespart hast.
Welche Meinung wird seitens der CDU dazu vertreten?

Mit freundlichen Grüßen
J.W.

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