Gustav Herzog (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Gustav Herzog
Jahrgang
1958
Berufliche Qualifikation
Chemielaborant
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Kaiserslautern
Landeslistenplatz
5, Rheinland-Pfalz
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(...) Zu Ihrem konkreten Anliegen, das in meinem Wahlkreis eine große Bedeutung hat und für mich persönlich auch wichtig ist:
Die Beeinträchtigung durch den militärischen Fluglärm durch die Airbase Ramstein ist vorhanden! Sie wird aber unterschiedlich wahrgenommen (passiert mir auch, wenn ich im Kaiserslauterer Büro bin) und ist deshalb auch nicht immer in "Einklang" mit der Flug-Statistik zu bringen. Entspannung erwarte ich von der angekündigten Umrüstung auf modernere, leisere Flugzeuge. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
08.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Herzog,

wie ist Ihre Meinung als Abgeordneter der SPD zu dem Gesetz, das dem normalen Arbeitnehmer bei einem immer komplizierter werdenden Steuerrecht die Möglichkeit verwehrt seine Steuerberatungskosten bei seiner Steuererklärung geltend machen zu könnnen.
Antwort von Gustav Herzog
10Empfehlungen
11.12.2006
Gustav Herzog
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, warum ein Arbeitnehmer die Kosten für seine Steuerberatung nicht mehr geltend machen kann, und wie ich persönlich dazu stehe.

Beratungskosten beim Steuerberater, die sich auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit beziehen, sind nach wie vor als Werbungskosten absetzbar. Für die "normalen Arbeitnehmer" hat sich also absolut nichts geändert.
Lediglich Kosten in Bezug auf Beratung rund um Einkünfte aus Kapitalanlagen bei Arbeitnehmern sind nicht mehr absetzbar. In Bezug auf diese Einnahmen gibt es nun die Freistellungsaufträge. Erst, wenn die Summe aus den Freistellungsaufträgen überschritten wird, müssen diese Erträge bei der Steuererklärung angegeben werden- ergo kann frühestens zu diesem Zeitpunkt Beratungsbedarf entstehen.

Als Sozialdemokrat finde ich es nicht ungerecht, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem höheren Einkommen aus Kapitaleinkünften Beratung rund um diesen Teil ihrer Einnahmen nicht mehr absetzen können. Da auf den Rechnungen der Steuerberater die Kosten differenziert ausgewiesen werden, bleibt ja der Anteil der Beratung zum beruflichen Einkommen absetzbar!

Wenn Sie zudem beklage, das Steuerrecht sei extrem kompliziert für Arbeitnehmer, so empfehle ich Ihnen, den online-Service des Bundesfinanzministeriums ELSTER ONLINE zu nutzen- die elektronische Steuererklärung hat sich in der Praxis hervorragend bewährt.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin nach Eisenberg

Gustav Herzog
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.01.2007
Von:

Im Moment lese ich ein sehr aufschlussreiches Buch von Prof. Dr. H.H.v.Arnim: "Das System" Nach etlichen Beweisen gibt es bei uns überhaupt keine Demokratie oder Bürgerrechte mehr jedenfalls nicht vom Bürger beeinflussbar. Haben Sie als Politiker schon dagegen etwas unternommen oder gegen die selbstversorgung mit Pensionen usw. Wir würden gerne einmal einen Politiker sehen ,der auf unserer Seite steht . Die Rentner im Dorf.
Antwort von Gustav Herzog
9Empfehlungen
05.02.2007
Gustav Herzog
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Aus grundsätzlichen Erwägungen antworte ich nicht auf anonyme Anfragen. Daher biete ich den "Rentnern vom Dorf" an, sich direkt an eins meiner Büros zu wenden. Kommen Sie aus meinem Wahlkreis, bin ich gerne zu einem persönlichen Gespräch bereit.

Mit freundlichen Grüssen
Gustav Herzog
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Frage zum Thema Soziales
26.02.2007
Von:

Ist es moralisch verwerflich in dieser Gesellschaft durch Strebsamkeit und Fleiß sozialen Wohlstand anzustreben?
Ist es verwerflich der Meinung zu sein, dass es arbeitenden, steuerzahlenden Menschen spürbar besser gehen müsse, als solchen die dazu aus irgendeinem Grund nicht in der Lage sind?
Politikerinnen wie Frau Nahles vermitteln mir permanent den Eindruck, dass die Antworten auf beide Fragen in der SPD ´Ja´ lauten.
Gibt es eigentlich eine Grenze für soziale Verantwortung. Als Single werde ich steuerlich gegenüber einem Familienvater massiv benachteiligt, in der gesetzlichen Krankenkasse zahle ich ausserdem für die Kinder meiner Kollegen mit, von den vielen Menschen ohne eigenes Einkommen mal abgesehen.
Bei jeder Fahrt an die Tankstelle, fließt ein Großteil meines Geldes in die Finanzierung der Ostrenten usw., usw.
Ist das alles nichts, weil ich ja Netto immer noch ein wenig mehr habe als ich zum existieren benötigen würde?
Bin ich unsozial, weil ich sage, dass es mir jetzt langsam reicht?
Habe ich für meine Ausbildung tausende DM Schulden gemacht, um mir jetzt noch Vorwürfe machen lassen zu müssen?
Eigentlich sollten die Politiker allen dankbar sein, die noch Steuern zahlen und die nicht aufmucken, obwohl sie mehr als Grund dazu hätten.
Stattdessen wird nach immer mehr Geld geschrien. Neue KFZ Steuer, Erbschaftssteuer, Mehrwertsteuer, Gesundheitsreform usw.
Wenn Sie dann mal was vom Staat benötigen, dürfen Sie für jede Kleinigkeit nochmal extra zahlen und nicht zu knapp. Natürlich nur wenn Sie ein Einkommen haben, ansonsten ist alles frei.
Und da soll kein Frust aufkommen?
Aber solange es noch Menschen in diesem Land gibt, die über Privatvermögen verfügen, brauchen wir keine strukturellen Änderungen, sondern nur weitere Steuererhöhungen.
In einem Land in dem der Bürger nur noch Zahler oder Bezieher ist, braucht man sich über desaströs niedrige Wahlbeteiligungen nicht zu wundern.
Antwort von Gustav Herzog
9Empfehlungen
22.03.2007
Gustav Herzog
Sehr geehrter Herr ,

aus Ihrem Beitrag auf Abgeordnetenwatch.de kann ich keine sachliche, konkrete Frage herauslesen.

Daher erwidere ich Ihre "Meinungsäußerung", die sich in praktisch allen Punkten gegen die Grundlagen unseres Sozialstaates stellt, mit folgender kurzer Stellungnahme:

Solidarität ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Sie kommt jeder Bürgerin und jedem Bürger zu Gute. Auch wenn Sie persönlich derzeit glauben, diese Solidarität nicht zu brauchen, sichert sie auch Ihre Lebensrisiken ab.

Wer in diesem Land höhere Einkünfte bezieht und/oder ein größeres Eigentum hat, profitiert absolut angemessen davon- aber Eigentum verpflichtet auch. Ebenso wie das Gemeinwohl. Das steht schon so im Grundgesetz und ich kann nur hoffen, dass Sie dieses nicht auch in Zweifel ziehen.

Auf Deutsch: Stärkere Schultern haben mehr zu tragen als schwächere.

Mit freundlichen Grüßen

Gustav Herzog, MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
06.03.2007
Von:

Die Westpfalz bildet mit der Saarland seit vielen Jahren ein Übungsgebiet, in dem seit Jahrzehnten ausländische (hauptsächlich US-amerikanische) und deutsche Kampfjets unter Höllengetöse ganzjährig von früh bis spät die Bevölkerung bei Kriegsspielen terrorisieren. Die Lärmwerte liegen jenseits von gut und böse und sind nur deshalb nicht strafbar, weil man geschickterweise keine Lärmgrenzwerte für militärischen Fluglärm in Gesetze und Vorschriften gegossen hat. Kinder weinen vor Schreck und Schmerz, wenn solch eine Mordmaschine über den Kinderwagen donnert, sie können weder mittags noch abends ihren Schlaf ungestört halten, die Erwachsenen werden ebenfalls krank, und der Tourismus in der Region wird sabotiert. Das Militär redet sich mit angeblichen Bündnisverpflichtungen und NATO-Verträgen heraus, sagt aber nicht, dass man diese kündigen und abändern kann. Die Politik (vor allem die rheinland-pfälzische Lokalpolitik) schwärmt mit unbelegten und weit übertriebenen Zahlen vom angeblichen Wirtschaftsfaktor US-Airforce. Ist Ihnen das bequeme Üben insbesondere ausländischer Militärs über unserer dicht besiedelten Heimat auch schützenswerter als die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger sowie der Wirtschaft der Region? Wenn nicht, was tun Sie für die Bürger in dieser Sache
Antwort von Gustav Herzog
8Empfehlungen
19.03.2007
Gustav Herzog
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum militärischen Fluglärm in der Westpfalz. Ich stimme mit Ihnen überein, dass die Beeinträchtigung durch militärischen Fluglärm (Transportmaschinen und Kampfjets) in der Region vorhanden ist und die Lebensqualität der Menschen beeinträchtigt. Die Belastungen haben sich aber in den letzten Jahren deutlich reduziert und sind mit dem Umfang und der Stärke der Zeit vor 1990 nicht vergleichbar. Wer im Grundsatz militärische Mittel für die Sicherheit unseres Landes und unserer Verbündeten für notwendig erachtet- was ich tue- muss auch bereit sein, Beeinträchtigungen hinzunehmen. Dies heißt nicht, dass wir- entgegen Ihrer Unterstellung gegenüber der Landesregierung- jedes Verhalten der Militärs tolerieren oder gar gut heißen.

Immer wieder wirken die politisch Verantwortlichen aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik auf die Militärs ein, den Fluglärm zu minimieren. Den angekündigten Besuch bei Ihnen werde ich unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Gustav Herzog
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Frage zum Thema Soziales
03.04.2007
Von:
Ira

Sehr geehrter Herr Herzog,

Ich absolviere derzeit ein duales Studium und werde daher als Azubi mit dem Minimum entlohnt. Da mir keinerlei Unterhalt mehr zusteht und ich auch sonst keine weiteren Einkünfte habe, lebe ich unter dem Existenzminimum.
Viel geredet wird von Hartz IV und ALG II, nach denen vieles besser sein soll, aber immernoch gibt es Fälle, wie meinen, die durch sämtliche Löcher hindurchfallen - will sagen: keiner ist zuständig, keinerlei Ansprüche auf Hilfe nach den Gesetzen. Wie kann das noch sein?
Ich wäre gerne bereit, mehr zu arbeiten, um mein Leben zu finanzieren, aber nicht auf Kosten meiner Ausbildung.
Wie kann es sein, dass ich mit 473 erarbeiteten Euro monatlich Leben muss und andere ohne Arbeit viel mehr Geld zur Verfügung steht? Da die Höhe der Ausbildungsvergütung tariflich festgelegt ist, frage ich mich, wie es sein kann, dass die Politik so etwas zu lässt? Oder ist bei einigen Politikern der Sinn für Realität abhanden gekommen und diese sind ernsthaft der Ansicht, man kann von diesem Geld leben?
Ihre Sicht würde mich sehr interessieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Ira
Antwort von Gustav Herzog
9Empfehlungen
24.04.2007
Gustav Herzog
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 3. April, auf die ich auf Grund von Urlaub in den Osterferien erst heute eingehen kann kann.

Bei sehr individuellen Fragen und Problemen rund um Sozialleistungen ist es mir leider nicht möglich, auf diesem Weg pauschal zu antworten. Jeder Einzelfall ist anders und daher biete ich Ihnen an, einen Termin in meiner Bürgersprechstunde zu vereinbaren. Bitte bringen Sie dazu Ihre Unterlagen mit. Möglicher Weise haben Sie Anspruch auf BAFöG, da es sich ja bei Ihrer Arbeit um Ausbildung handelt.

Die Kontaktadressen und kommenden Termine für die Bürgersprechstunde
finden Sie auf meiner Homepage unter www.gustav-herzog.de

Mit freundlichen Grüßen

Gustav Herzog
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