Günter Gleising (Soziale Liste Bochum)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Günter Gleising
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Grubenelektriker
Ausgeübte Tätigkeit
Journalist
Wohnort
44866 Bochum
Stadt
Bochum
Ergebnis
7,8%
(...) Ich bin allerdings wie Sie der Meinung, dass die Jahrhunderthalle viel mehr für kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen genutzt werden sollte. In diesem Sinn schlägt die Soziale Liste seit Jahren vor, die Jahrhunderthalle als Spielstätte für die Bochumer Symphoniker zu nutzten. (...)
 
Fragen an Günter Gleising
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Frage zum Thema Soziales
21.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gleising,

die Sparkassenstiftung hat im Jahr 2005 für einen stattlichen Geldbetrag dem scheidenden IG-Metall und DGB-Boss von Bochum, Ludger Hinse, ein in Hobbyarbeit gefertigtes "Kunstwerk” abgekauft. Weiter hat die Sparkassen-Stiftung mit einem ähnlich stattlichen Betrag dem Kulturredakteur der WAZ-Bochum, Werner Streletz, die Veröffentlichung seiner Bücher und einen Film gesponsert.

Meine Frage: "Wie kann es dazu kommen, dass Stiftungsgelder an Gewerkschafter und Journalisten gezahlt werden? Hätte die Soziale Liste nicht dem berechtigten Vorwurf der Korruption und des Schmiergeldes entgegenwirken müssen und hätten Sie nicht gegen diese Sonsorengelder protestieren müssen?”

Vielen Dank für Ihre Antwort.



Quelle: Geschäftsbericht Sparkasse Bochum 2005 /Siehe Seite 34
www.meinbochum.de

Der Westen Online Berichterstattung / vom 10.06.2009
www.derwesten.de
Antwort von Günter Gleising
9Empfehlungen
24.07.2009
Günter Gleising
Hallo Frau !

Da wir nicht in die Entscheidungen bei der Sparkasse oder der Stiftung eingebunden sind, stimmen wir in den Ratssitzung auch den jährlichen Geschäftsberichten und der Entlastung des Sparkassenvorstandes nicht zu.

Grundsätzlich sehen wir in der örtlichen Förderung der Kultur durchaus eine Aufgabe für die Sparkassenstiftung. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass die Sparkassen keine Gewinne wie die herkömmlichen Banken machen dürfen.

Wir sehen das Problem aber bei der Sponsorentätigkeit der Sparkasse (und den Stadtwerken) für kommerzielle Veranstaltungen, "Events" und insbesondere für den Profisport. Die Unterhaltung beispielsweise des Profi-Rad-Rennstalls "Team Sparkasse" verschlingt Millionen. Einen Auftrag der Sparkasse hierfür können wir aus der Gemeindeordnung NRW nicht erkennen. Anfragen zu diesem Komplex beantwortet die Sparkasse (und die Verwaltung der Stadt Bochum) nicht oder nicht ausreichend.

Statt dieses fragwürdigen Sponsorings der Sparkasse fordert die Soziale Liste seit Jahren ein gebührenfreies Konto für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bochum. Bisher erfolglos.

Auch unsere Forderung nach einem jährlichen Subventionsbericht der Stadt Bochum blieb bisher ohne Erfolg.

Freundliche Grüße



Soziale Liste im Rat
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
30.07.2009
Von:

Hallo Herr Gleising,

ganz konkret, was sind die 3 wichtigsten Punkte, die Sie als OB sofort anpacken wollen?

Gruß
Antwort von Günter Gleising
6Empfehlungen
05.08.2009
Günter Gleising
Hallo Herr ,

wie gewünscht kurz und konkret die drei wichtigsten Punkte:

1. Bochumer Prestigeobjekte (Konzerthaus, Stadttürme, Kammermusiksaal, Schoßpark Weitmar, etc.) stoppen. Nach Verhandlungen mit der Sparkasse und den Stadtwerken: Ausstieg aus dem Profi-Radgeschäft, Streichung von unsinnigen Sponsorengeldern (z. B. für den Steiger-Award).

2. Schaffung einer kommunalen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, die mit zunächst 40 Mio. Euro aus dem "Nokia-Topf" und den Konjunkturprogrammen ausgestattet werden soll. Ziel: Arbeits- und Ausbildungsplätze (statt Ein-Euro-Jobs) für Bochum und Wattenscheid schaffen.

3. Schaffung von Hilfen für Menschen und Familien mit geringen Einkommen: Einführung eines Sozialtickets für den ÖPNVP, Verbesserung des Bochum-Passes (Vergünstigungsausweis) und nach Verhandlungen mit der Sparkasse Bochum, Einführung eines gebührenfreien Kontos bei der Sparkasse.
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Frage zum Thema Kultur
08.08.2009
Von:

Glück auf, Herr Gleising,

bis 2015 müssen jedes Jahr 100 Millionen Euro eingespart werden. Große Zukunftsprojekte wie das Konzerthaus oder der Gesundheitscampus sind nicht mehr zu finanzieren. Wäre es jetzt nicht ratsam sich von erfolglosen Großprojekten der Vergangenheit wie zum Beispiel dem Museum zu trennen, das seit vielen Jahren keine Besucher hat und praktisch keine vernünftige Dauerausstellung bietet? Die teilweise sehr interessanten Wanderausstellungen, könnten ja in der Jahrhunderthalle stattfinden. Meine Frage: Ist die Schließung des Museums nicht ratsam um Zukunftsprojekte wie z.B. das Konzerthaus zu ermöglichen?

Hochachtungsvoll
Antwort von Günter Gleising
4Empfehlungen
10.08.2009
Günter Gleising
Hallo Herr !

Ihre Meinung zum Museum kann ich nicht teilen. Auch ergibt es keinen Sinn eine Kultureinrichtung abzureißen und auf deren Trümmern ein Konzerthaus aufzubauen. Ich bin allerdings wie Sie der Meinung, dass die Jahrhunderthalle viel mehr für kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen genutzt werden sollte. In diesem Sinn schlägt die Soziale Liste seit Jahren vor, die Jahrhunderthalle als Spielstätte für die Bochumer Symphoniker zu nutzten.

Im Übrigen lehnt die Soziale Liste den Konzerthausbau ab und hat dazu bereits im Februar 2007 eine grundsätzliche Stellungnahme abgegeben, die sie in den folgenden Diskussionen immer wieder bestätigt hat. Siehe auch: www.soziale-liste-bochum.de .

Freundliche Grüße

Günter Gleising
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Frage zum Thema Finanzen
25.08.2009
Von:
von

Sehr geehrter Herr Gleising,

die Kandidaten Gräfingholt und Lücking haben auf Fragen zur Lösung der aktuellen Finanzprobleme der Stadt sinngemäß gesagt, da sei noch Tafelsilber zu verkaufen (z.B. Gelsenwasser). Halten Sie das ebenfalls für eine gute Idee? Wenn nein, welche konkreten Ideen haben Sie, um kurzfristig Geld aufzutreiben und/oder die laufenden Kosten zu senken?

freundliche Grüße und schonmal Danke für Ihre Antwort
Antwort von Günter Gleising
3Empfehlungen
28.08.2009
Günter Gleising
Sehr geehrte Frau von ,

die aktuellen Finanzprobleme lassen sich nicht durch den Verkauf von Tafelsilber lösen, weil es unwirtschaftlich ist und sich die Probleme der Stadt Bochum noch vergrößern würden. Spätestens seit der Finanzkrise ist deutlich, dass die neoliberale Forderung, möglichst viel öffentliches Eigentum zu privatisieren, falsch ist. Geld einsparen kann die Stadt Bochum beispielsweise dadurch, das auf den Bau von Prestigeobjekten (Konzerthaus, Schlosspark Weitmar, Kammermusiksaal, etc.) verzichtet wird.

Vielen Dank für die Frage,
freundliche Grüße
Günter Gleising
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Frage zum Thema Schulen
29.08.2009
Von:

Es wäre schön, wenn Sie sich mal zur aktuellen Situation am Alice-Salomon-Berufskolleg äußern würden. Die Bedingungen welche die Schüler z. Zt. vorfinden sind nicht akzeptabel. Lernen bei über 50 Grad in den Klassen, Lernen im Treppenhaus, Cafeteria, Schulhof. Die Schule wird u.a. Astbestsaniert. Die Bauarbeiter laufen in Schutzkleidung umher, die Schüler sind nicht geschützt. Die Gesundheit der Schüler wird gefährdet!!! Ausweichräume, andere Schulen, andere Gebäude soll es lt. Aussage der Stadt Bochum nicht geben. Container werden nicht aufgestellt. Scheinbar geht die Stadt Bochum mit den Belangen ( Recht auf angemessenen Unterricht; Gesundheitsschutz) der Schüler recht fahrlässig um. Wir sind sehr enttäuscht und werden unserer Enttäuschung bei den kommunalwahlen am Sonntag Rechnung tragen. Unsere Bitte: Setzen Sie sich Frau Scholz bitte kurzfristig für die Schüler ein.
Antwort von Günter Gleising
2Empfehlungen
31.08.2009
Günter Gleising
Sehr geehrte Frau !

Auch wenn die Kommunalwahl schon gelaufen ist, antworte ich Ihnen gerne. Die derzeitige Situation am Alice-Salomon-Berufskolleg kann so nicht hingenommen werden und erfordert ein kurzfristiges Handeln. Gerne komme ich Ihrer Bitte nach und werde mich für Ihr Anliegen einsetzen.

Freundliche Grüße

Günter Gleising
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