GRÜNE: Kernelemente zu „Umwelt“
  • Atomkraft

  • besonders gefährliche Atomanlagen sollen schnellstmöglich still gelegt werden (Philippsburg 1, Isar 1, Biblis A, Asse II und Brunsbüttel) (S.24)
  • das Endlagersuchgesetz (Vorentscheidung für Gorleben als Endlager wird revidiert) soll in der neuen Legislaturperiode unverzüglich eingebracht werden; aus geologischen Gründen ist Gorleben als Endlager ungeeignet (S.24)
  • Abschaffung von Steuerprivilegien, die der Atomwirtschaft Wettbewerbsvorteile verschaffen (S.24)
  • kein Export von Atomtechnologie ins Ausland (S.24)
  • Abschaffung des EURATOM-Vertrages sowie Ersatz bilateraler Nuklear-Abkommen durch Kooperationsverträge im Bereich Erneuerbare Energien (S.24)
  • Ablehnung weiterer staatlicher Finanzierung von Forschungen zur Kernfusion (S.24)
  • Emissionssenkung

  • bis 2020 müssen die Treibhausgasemissionen um 40% gesenkt werden, bis 2050 um 80% (S.23)
  • Städte müssen die Möglichkeit bekommen, durch Umweltzonen, Fahrverbote für "alte Stinker" oder die Erhebung einer City-Maut für saubere Luft zu sorgen (S.25)
  • die Grenzwerte von Schadstoffbelastungen müssen konsequenter an der Zumutbarkeit für Kinder und Säuglinge ausgerichtet werden (S.36)
  • Erneuerbare Energien

  • bis 2020 soll je ein Viertel der Stromversorgung, der Wärmenutzung, des Kraftstoffverbrauchs und der heute noch chemisch produzierten Güter aus erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden (S.22)
  • für die nächste Legislaturperiode ist geplant, ein Gesetz zur Förderung regenerativer Wärmegewinnung einzubringen sowie Offshore-Windparks ans Netz zu bringen (S.22)
  • Offshore: de.wikipedia.org
  • die Kohlesubventionen sollen bis 2012 komplett abgebaut werden (S.23)
  • die Steinkohleförderung im Saarland soll aufgrund extrem hoher Schäden durch den Bergbau spätestens 2010 beendet werden (S.23)
  • Einsetzen für eine internationale Agentur für Erneuerbare Energien (S. 23)
  • Förderung einer ressourcenleichteren Ökonomie

  • durch eine Konzentration der Forschungs- und Technologieförderung auf umweltverträgliche Produkte und Technologien (S.9)
  • durch die Streichung von Subventionen, die den verschwenderischen Umgang mit knappen Ressourcen begünstigen (S.9)
  • durch eine höhere Kostenbelastung des Naturverbrauchs durch Abgaben (S.9)
  • durch Weiterentwicklung steuerlicher Instrumente im Rahmen der ökologischen Finanzreform oder handelbarer Zertifikate (S.9)
  • Tierschutz

  • Ablehnung nicht artgerechter Haltung von Wildtieren im Zirkus (S.28)
  • unwürdige Zustände bei Haltung, Transport und Schlachtung von Tieren sind unakzeptabel (S.28)
  • der erfolgreichen Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz muss ein Klagerecht für Tierschutzverbände folgen (S.28)
  • Sonstiges

  • Förderung von sanftem Tourismus, der auf Natur und Kultur Rücksicht nimmt (S.9/11)
  • bis 2010 Verdopplung der Kraft-Wärme-Koppelung geplant (S.23)
  • ab 2006 soll ein Energiepass alle MieterInnen und KäuferInnen über den Energiebedarf einer Wohnung informieren (S.23)
  • Verlängerung der Mineralölsteuerbefreiung von Biokraftstoffen (S.25)
  • gegen Errichtung eines Boden-Luft-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide (S.26)
  • Zusammenfassen aller umweltbezogenen Gesetze in einem Umweltgesetzbuch, dabei vor allem klare Aufteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern (S.27)
  • die umweltverträgliche Nutzung des Waldes soll durch eine zertifizierte Bewirtschaftung (wie dem FSC-Siegel) gewährleistet werden (S.29)
  • Einsatz auf internationaler Ebene dafür, dass die gleichen Umweltstandards wie in Deutschland auch in anderen Ländern eingehalten und eingeführt werden. (S. 9)
  • Einsetzen für eine internationale Agentur für erneuerbare Energien (S. 23)
  • stärkere internationale Vernetzung der Stromversorgung (S.23)
  • eine EU-weite Harmonisierung der Höchstgeschwindigkeit für PKWs auf Autobahnen ist notwendig (S.25)
  • Einsetzen dafür, dass ab 2008 EU-weit ambitionierte Verbrauchsgrenzen für Autos gelten (S.25)
  • das Umweltprogramm soll zu einer UN-Umweltorganisation ausgebaut werden (UNEO) (S.49)
  • mittel- und langfristig sollen soziale und ökologische Mindeststandards in der WTO verankert werden (S.50)
Standpunkte der anderen Parteien