DIE GRÜNEN: Kernelemente zu „Bildung“
  • Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Ländern/Kommunen und dem Bund zur besseren Finanzierung der Bildungsangebote. (S. 10)
  • Bessere Ausbildung, Fortbildung, Arbeitsbedingungen für ErzieherInnen sollen den zunehmenden Fachkräftemangel verhindern. Erhöhung der Anteile von ErzieherInnen mit Hochschulabschluss, männlichen Erziehern und ErzieherInnen mit Migrationshintergrund. Letzteres durch die Erleichterung der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. (S. 14)
  • Alle Betreuungseinrichtungen müssen auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Dazu gehören auch barrierefreien Räumlichkeiten, Sprachförderung, verlässliche Vertretungsregelungen und gut geschultes Fachpersonal. (S. 15)
  • Die Gründung von Gesamtschulen soll in Zukunft unabhängig davon, ob sie den Bestand des gegliederten Schulwesens gefährden oder nicht, erlaubt werden. Diese Maßnahme führt dazu, dass auch dem Wunsch der Eltern entsprechend in ländlichen Gebieten Gesamtschulen errichtet werden können. (S. 20)
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Jugendverbänden und Ganztagsschulen und Unterstützung der ehrenamtlichen Jugendarbeit durch die Einrichtung einer "Regionalstelle für freiwilliges Engagement in der Jugendarbeit" in jedem Landkreis. (S. 17)
  • Qualitativ hochwertige Ganztagsschulen für alle und genügend Zeit für nachhaltiges Lernen –Alternativen zum Turbo-Abi schaffen. (S. 18)
  • Förderzentren für Menschen mit Behinderungen sollen weiterentwickelt und schrittweise in die bestehenden allgemeinen Schulen integriert werden. (S. 21)
  • Aufnahme von Teilleistungsstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie etc.) in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. (S. 24)
  • "Religionen und Weltanschauung" als Pflichtfach in der Stundentafel. (S.24)
  • Anrechnung von ehrenamtlicher Arbeit bei Studien-Wartesemestern. (S. 16)
  • Abschaffung der Studien- und Langzeitstudiengebühren für das Erststudium einschließlich Master-Abschluss. Die dabei wegfallenden Einnahmen werden durch Landesmittel kompensiert. (S. 31)
  • Studienfinanzierung über einen elternunabhängigen Sockelbetrag, der bisherige Zuschüsse an Eltern mit studierenden Kindern ersetzt, und zweitens aus einem bedarfsabhängigen Teil, der wie das bisherige BAföG dem sozialen Ausgleich dient. (S. 32)
  • Vorbereitungskurse für Fachkräfte mit beruflichen Abschlüssen ohne Abitur zum Abbau von Schwellenängsten und zur Entgegenwirkung von Kompetenzdefiziten vor Beginn des Studiums sowie die Erhöhung des Angebits an Fern- und Teilzeitstudiengängen. (S. 33)
  • Familienfreundlichere Hochschulpolitik durch mehr Kinderbetreuungseinrichtungen, Teilzeitstudiengänge und flexiblere Organisation von Studium, Praktika und Prüfung. (S. 34)
  • Einführung einer für alle niedersächsichen Universitäten verbindlichen Zivilklausel, die Forschung und Entwicklung von Waffen und Rüstungsgütern ausschließt. (S. 35)
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Antworten zum Thema aus dem Wahlkampf
Ina Korter
2 Fragen bekommen, 2 davon beantwortet
Antwort auf eine Frage vom 12.12.2012
(...) Grundsätzlich setzen wir Grüne uns auf Landesebene, so steht es im jüngst beschlossenen Programm, für den Erhalt kleiner Grundschulenstandorte ein, wenn die Qualität durch gute pädagogische Konzepte wie z.B. des altersgemischten Lernens gewährleistet ist. Es kann aber durchaus sein, dass - wenn die Lage vor Ort es erfordert - andere Lösungswege beschritten werden. (...)
Gabriele Heinen-Kljajic
3 Fragen bekommen, 3 davon beantwortet
Antwort auf eine Frage vom 15.01.2013
(...) Die zusätzlichen pädagogischen Aufgaben in einer Ganztagsschule können selbstverständlich nicht von den Lehrkräften als unentgeltliche Mehrarbeit geleistet werden. Unser Konzept für eine "Ganztagsschule mit Qualität" sieht vor, dass den Ganztagsschulen hierfür auch zusätzliche Lehrerstunden zugewiesen werden. In unserem Landtags-Antrag "Ganztagsschule mit Qualität" (Drucksachen-Nummer 16/3802) ist unser Konzept detailliert dargestellt. (...)
Gabriele Heinen-Kljajic
3 Fragen bekommen, 3 davon beantwortet
Antwort auf eine Frage vom 08.01.2013
(...) Die Aussage Ihres Freundes ist schlicht falsch. Wir haben in der letzten Legislaturperiode bspw. im Rahmen der Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes einen Änderungsantrag zur Abschaffung der Studiengebühren eingebracht, wonach die entsprechenden Paragraphen im Hochschulgesetz gestrichen werden sollten. Auch in unserem Antrag "Kluge Investitionen in kluge Köpfe: Mehr Geld für die Hochschulen - weniger Kosten für die Studierenden!" haben wir die Abschaffung der Studiengebühren gefordert. (...)
Standpunkte der anderen Parteien