Gisela Käfer (CDU)

Grunddaten
Jahrgang
1939
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Juristin
Wohnort
-
(...) Mit der Schaffung von Familienzentren dezentral in der Stadt sollen durch Angebote im Lebensumfeld von Senioren und Seniorinnen Kontakt-, Beratungs-, Kultur- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden, um die soziale Isolation alter alleinstehender Menschen zu überwinden. Das Mehrgenerationenhaus in der Nordstadt ist hierbei ein herausragendes Projekt. (...)
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Frage zum Thema Soziales
03.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Käfer,

Themen: Soziale Stadt / Mobilität: Sozialticket bzw. fahrscheinloser ÖPNV

Unlängst konnte man in der Heilbronner Stimme (19.01.2012) erfahren, dass Heilbronn die Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland ist, aber gleichzeitig auch die Stadt mit den meisten Privatinsolvenzen.
Ich gehe davon aus, dass das ein Zeichen dafür ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht (leider hat die Heilbronner Stimme hier keine weiteren Recherchen angestellt).

Es interessiert mich allgemein, welche Maßnahmen in Heilbronn durch Gemeinderat und Verwaltung eingeleitet werden um oben genannten Trend entgegenzusteuern bzw. wie den bereits sich in Armut bzw. relativer Armut Lebenden geholfen wird.

Konkret dann die Frage bezogen auf Mobilität, wie es mit der Einführung eines so genannten Sozialtickets für den ÖPNV oder vielleicht noch besser eines fahrscheinlosen ÖPNV aussieht. Andere Kommunen scheinen mir da schon weiter zu sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Gisela Käfer
bisher keineEmpfehlungen
09.02.2012
Sehr geehrter Herr ,

die Stadt Heilbronn und der Gemeinderat sind nicht allein für die Beseitigung von Armut zuständig. Der Bund ist für die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit zuständig und deckt das Existenzminimum über Hartz IV-Leistungen ab. Ebenso deckt der Bund über die Grundsicherung im Alter Altersarmut ab. Gemeinderat und Stadtverwaltung haben sich in den letzten Jahren intensiv mit Strategien insbesondere zur Kinderarmut befasst und Bildung im Kindergarten und die Ganztagesbetreuung an den Schulen stark ausgebaut, um Benachteiligungen von Kindern aus einkommensschwachen Familien abzufangen. Die Stadt hat ebenso einen Spitzenplatz in der kommunalen Bildungsplanung übernommen, in der vor allem die Übergänge von Kindergarten/Schule und Schule/Beruf bearbeitet werden. Die Maßnahmen sind nur beispielhaft und nicht abschließend.

Mit der Schaffung von Familienzentren dezentral in der Stadt sollen durch Angebote im Lebensumfeld von Senioren und Seniorinnen Kontakt-, Beratungs-, Kultur- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden, um die soziale Isolation alter alleinstehender Menschen zu überwinden. Das Mehrgenerationenhaus in der Nordstadt ist hierbei ein herausragendes Projekt.

Über den städtischen Familienpass erhalten einkommensschwache und kinderreiche Familien seit Jahren schon verschiedene Vergünstigungen, auch Fahrgutscheine für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Ohne staatliche Leistungen wendet Heilbronn jährlich rund 90 Millionen Euro für den Sozialbereich unserer Stadt auf.

Auf der homepage der Stadt Heilbronn sind die einzelnen Drucksachen zu den
Projekten für Sie abrufbar.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an diesen wichtigen Themen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Gisela Käfer
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