Fritz Pfau (UWG)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
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Grunddaten
Fritz Pfau
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Polizeibeamter
Ausgeübte Tätigkeit
Hubschrauberpilot (LZPD NRW)
Wohnort
48143 Münster
Stadt
Münster
Ergebnis
3,3%
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(...) Dementsprechend müssten nach meiner Meinung die Schulsysteme eher den "nordischen" Standards angenähert werden, die Wertschätzung unserer Kinder müsste sich mehr an den "südlichen" Gepflogenheiten der allgegenwärtigen Kinderliebe orientieren und das ganze gepaart mit der sprichwörtlichen deutschen Gründlichkeit. (...)
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
12.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pfau,

seit Jahrzehnten steht der Ausbau der B 51 (´Umgehungsstraße´) in MS-Mauritz nicht nur auf dem Plan des Landesbetriebs Straßen NRW sondern auch bei den Anwohnern in der Kritik. Bei derzeitig 19.000 dort passierenden Fahrzeugen und nach dem Ausbau prognostizierten ca. 60.000 ist eine Tieferlegung mit Deckel zum Schutz der Betroffenen nur allzudringend geboten.

Wie stehen Sie zu der Forderung nach der Tieferlegung und zu der 1996 im Rat von allen Parteien beschlossenen Resolution, die diese Tieferlegung mit Deckel präferierte? Der geplante OPA (Offenporiger Asphalt, oder auch ´Flüsterasphalt´) entwickelt seine Wirkung erst ab 70 km/h, die auf der B 51 aber schon die maximal erlaubte Geschwindigkeit sind.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Fritz Pfau
bisher keineEmpfehlungen
16.08.2009
Hallo Herr ,

... die Antwort kann ich sehr kurz gestalten. Ich und die UWG-MS bleiben definitiv bei der Forderung nach der Überdeckelung. Dass die anderen Parteien der Reihe nach umgefallen sind ist bedauerlich, durch die Mehrheitsverhältnisse im Rat der Stadt Münster ist diese Lösung jetzt auch schwierig geworden. Trotzdem sind wir von der Richtigkeit der Forderung nach wie vor... oder sogar jetzt erst Recht überzeugt.

Ihre Bemerkungen sind voll umfänglich zutreffend. Im Programm der UWG-MS findet sich im Übrigen diese Forderung ebenfalls wieder!

Ich bleibe auf der Seite der betroffenen Anwohner, egal wie unwahrscheinlich eine Umsetzung auch sein mag. In diesem Zusammenhang habe ich auch einen Brief an den Verkehrsminister des Landes NRW formuliert, die 1,2 Mrd. Euro Konjunkturprogramm Straßenbau hierfür einzusetzen.

Schauen wir mal, wie die Wahl am 30.08.09 ausgeht... Vielleicht sind die Karten dann neu gemischt! Vielleicht wird ein Deckel zur "Gretchen-Frage"!

Fritz Pfau
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
14.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pfau,

mit großem Interesse habe Ihren Vorschlag zum Aufbau einer Regio-Stadtbahn nach dem Vorbild des "Karlsruher Modells" verfolgt. Hierbei handelt es sich um die Verbindung von Straßen- und Schienenverkehrswegen, um attraktive Stadt-Umland Verbindungen zu schaffen. Die Übertragung der Idee nach Münster ist sicherlich erstrebenswert, doch würde es sich aufgrund der Lage um ein überregionales Konzept, sogar über die Landesgrenzen hinaus handeln (das Karlsruher Modell wurde auch in der Innenstadt Heilbronn umgesetzt, beide Systeme dann miteinander verknüpft).

Gibt es denn Ideen der Kollegen der angrenzenden Kommunen bzw. Städte und Gemeinden, die an ein Regio-Stadtbahn-Konzept MS angeschlossen werden würden (Greven, Lengerich, Osnabrück, Warendorf etc.) und dem Land NRW zur gemeinsamen Realisierung dieses Projekts?

Ist der Flughafen Münster/Osnabrück an eine visionäre Trasse angeschlossen? Der FMO bietet eine ideale Basis für Geschäfts- und vorallem Urlaubsreisen und ist momentan nur durch Umwege mit dem Auto oder eine lange und wenig frequente Bus-Verbindung angebunden. Ein Anschluss an die Regio-Stadtbahn MS würde die wirtschaftliche Position des FMO und des Airport Parks sicherlich um ein Vielfaches verbessern.

Wie stehen Sie zu den Themen Startbahnverlängerung und Ausbau des FMO?

Viele herzliche Grüße,

C.G., Münster Mitte
Antwort von Fritz Pfau
bisher keineEmpfehlungen
15.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Die detaillierte Frage lässt vermuten, dass Sie sich mit diesem Thema recht intensiv beschäftigt haben. Soweit Bedarf besteht, biete ich Ihnen an, hierzu auch ein persönliches Gespräch zu führen.

Tatsächlich handelte es sich bei unserem Konzept um eine Münsterland-Euregio-Idee. Die Vernetzung sollte hierbei unter Nutzung des noch bestehenden WLE-Netzes und des heute verfügbaren DB-Netzes im Münsterland erfolgen. Die Anbindung des Euregio-Raumes war nicht im Detail geplant, jedoch als Option mit offen gehalten.

Gespräche hat es damals (inzwischen 15 Jahre her) auch mit Nachbarn gegeben. So gab es u.a. Treffen in Rheine, Warendorf und mit dem Kreis Coesfeld. Allerdings wurde seinerzeit keine konkrete Planung vorgenommen, hierzu war die Zeit wohl noch nicht "reif". Die Idee bestand eigentlich darin, das Münsterland durch eine ökologische Alternative zu vernetzen und in den städtischen Lebensräumen einen lokalen Schienenverkehr zu integrieren. Städte wie Münster hätten hierbei wesentlich mehr zu leisten gehabt, als die die vernetzten Städte, die nur geringe bis keine Schienen hätten bereitstellen müssen. Die Anbindung der Gemeinden Warendorf, Coesfeld, Borken, Steinfurt, sowie Rheine und Ibbenbüren hätte über das DB-Netz erfolgen können. Innenstadtverkehre wären nicht separat erforderlich gewesen. Kleinere Gemeinden, entlang der DB-, und WLE-Strecken wären über einen oder zwei kleine Haltestellen in das Netz eingebunden worden. (Deswegen auch der Name: StUB... Stadt-Umland-Bahn)

Der Flughafen FMO hätte hierbei auf der Strecke über Greven nach Osnabrück eine Anbindung finden können. Allerdings gab es hier in weiten Bereichen keine bestehende Trasse, die Vernetzung hätte über eine neue Schienenstrecke erfolgen müssen. Die Kosten hierfür konnten damals nicht ermittelt werden.

Die UWG hatte in der Vergangenheit stets den FMO als wichtigen Standortfaktor eingestuft. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert. Allerdings sind die Entwicklungen des Flugverkehrs der letzten Jahre und zusätzlich bekannt gewordene Umweltprobleme durchaus eine intensive Betrachtung wert.

Einerseits entwickeln sich die Fluggastzahlen bei weitem nicht so, wie prognostiziert, andererseits ist der Erfolg des FMO-Gewerbeparks nicht wirklich positiv. Dazu die schwierige Finanzlage aller beteiligten Kommunen. Wir müssen das wenige zur Verfügung stehende Geld sinnvoll und nachhaltig einsetzen. Ob die dauerhafte Subventionierung eines FMO dazugehört, muss zumindest mit möglichst breitem Konsens geprüft werden. Die globale Erwärmung ist zusätzlich in eine "Kosten-Nutzen-Berechnung" mit aufzunehmen.

Ich gebe allerdings zu, dass ich als Berufspilot (Hubschrauber) möglicherweise nicht völlig neutral in der Bewertung eines Flughafens bin. In dieser Selbsteinschätzung halte ich mich bei der Diskussion um den FMO "vornehm" zurück, um persönliche Befindlichkeiten nicht zu stark bei diesem Thema mit einzubringen!

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Pfau
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