Franziska Keller (GRÜNE)
Abgeordnete EU

Grunddaten
Jahrgang
1981
Berufliche Qualifikation
Studentin der Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Brandenburg
Bundeslistenplatz
7
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(...) Wir Grünen gehören zu den entschiedensten Gegnern von ACTA hier im Europaparlament und werden dem Abkommen nicht zustimmen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Integration
15.04.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Keller,

im ND habe ich gelesen, dass Sie eine Studie zu Frontex veröffentlicht haben. Ich arbeite im Flüchtlingsrat Brandenburg und habe diese Studie leider nicht auf Ihren Seiten gefunden.
Es wäre sehr nett, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.
Viel Erfolg bei Ihrer weiteren Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Franziska Keller
bisher keineEmpfehlungen
18.04.2011
Franziska Keller
Liebe Frau ,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Publikation. Sie können die Studie "Ist die Agentur Frontex vereinbar mit den Menschenrechten?" in elektronischer Fassung auf meiner Homepage unter folgendem Link herunterladen ( www.ska-keller.de ) oder aber per Email kostenfrei ein oder mehrere Exemplare bestellen.

Mit freundlichen Grüßen

Ska Keller
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
10.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Keller,


unter europäischen Regierungschefs geht die Meinung um, die Grenzkontrollen partiell wieder einzuführen. Motiviert sind die Befürworter durch die Flüchtlinge aus Nordafrika, die regelmäßig an der italienischen Küste landen. Halten Sie es für gerechtfertigt, wenn essentielle Grundwerte der Europäischen Idee aufgegeben werden, weil sich keine Einigung über den Umgang mit den zunehmenden Flüchtlingsgruppen finden lässt? Nach meiner Auffasung einer europäischen Gemeinschaft mit gemeinsamen Zielen ist es die Pflicht jedes Landes, Italien in dieser Situation zu helfen. Mit der Einrichtung beginnt jedoch eine Isolierung Italiens aus Europa. Wie ist Ihre Meinung dazu? Wie sollte die Europäische Union handeln, um dem Problem entgegenzutreten?

Vielen Dank schonmal im Voraus.


Mit freundlichen Grüßen,


Antwort von Franziska Keller
bisher keineEmpfehlungen
23.05.2011
Franziska Keller
Lieber Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Als Mitglied im Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres liegen meine Arbeitsschwerpunkte bei den Themen Migration und Asyl.

Wie ich immer wieder betone, halte ich es keinesfalls für gerechtfertigt die Schengen-Freiheit als Grundpfeiler der Europäischen Union und Symbol des Zusammenwachsens Europas einzuschränken, indem wieder nationale Grenzkontrollen eingeführt werden.
Vielmehr sollte es unser Ziel sein, den Umgang mit Flüchtlingen gemeinsam innerhalb der EU zu gestalten - ganz besonders, wenn Notsituationen viele Menschen dazu bewegen ihre Heimat zu verlassen, wie dies momentan der Fall ist. Ein Instrument hierzu ist meiner Meinung nach die Anwendung der Richtlinie zum temporären Schutz. Diese Richtlinie wurde speziell für Situationen geschaffen, in denen viele Menschen in Not geraten und Schutz suchen. Sie sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten die Flüchtlinge, die an den Außengrenzen der EU ankommen, rasch untereinander verteilen und aufnehmen. Denn es sollten weder einzelne Mitgliedsstaaten unproportional gefordert sein, noch dürfen Flüchtlinge in Konfliktregionen abgeschoben werden.

Aber natürlich ist auch das nur eine schnelle Reaktion auf die aktuelle Situation. Um solidarische Mechanismen innerhalb der EU zu haben und den Flüchtlingen und Asylbewerberinnen und Asylbewerbern Schutz bieten zu können, brauchen wir eine gemeinsame Migrations- und Asylpolitik. Wir Abgeordnete im Europäischen Parlament arbeiten schon lange daran, diese so bald wie möglich einzuführen und umzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit besten Grüßen,

Ska Keller
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Keller

Im März dieses Jahres wurde der "Euro Plus- Pakt" beschlossen. In diesen wird weiterhin von der "Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit vom Wachstum der Wirtschaft. geschrieben.
Nationale Anstrengungen dazu sollen von der EU Kommission kontrolliert werden. .Hinzu sollen Haushaltspläne der nationalen Parlamente einer Genehmigung der Kommission unterliegen.
Heute vereinbarten Herr Sarkozy und Frau Merkel sich stark zu machen ,für eine einheitliche EU Wirtschafsregierung

Welche Schritte sind Ihrer Meinung nach nötig um die Situation wieder zu stabilisieren?
Hebelt eine einheitliche EU Wirtschaftregierung nicht die Rechte des Bundestages und des EU Parlamentes aus und die Verfassung auch ?

Mit freundlichen Grüssen


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Frage zum Thema Verbraucherschutz
08.12.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Keller,

zum 21.12.2012 sollen Unisex Tarife im Versicherungswesen eingeführt werden. Dies führt dazu das sich die Beiträge erhöhen. (mal für Männer, mal für Frauen) Wieso wird hier Ungleiches gleich behandelt? Es gibt viele Dokumentationspflichten und Statistiken auf Bundes- und EU-Ebene. Gerade hier ist eine Differenzierung nach Geschlecht speziell gewünscht. Ebenso öffnet sich eine Gerechtigkeitslücke im Bezug auf die Eintrittsaltergrenzen zur Rente bzw. Pension.
Hier ist auf EU Ebene noch keine Unisex Regelung getroffen.

Gibt es Bestrebungen für Unisex Regelungen im Bereich des Renteneintrittsalters/Pensionseintrittsalters?

Wie werden die Bürokratiekosten für die Einführung der Unisextarife gedämpft. Die Mehrkosten hierfür wird nach Aussage des GdV (Gesamtverband der Versicherungswirtschaft) der Verbraucher zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

C.
Antwort von Franziska Keller
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01.02.2012
Franziska Keller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Anfrage.

Das Thema einer Gleichstellung von Mann und Frau in Bezug auf Versicherungstarife steht schon seit langer Zeit auf der Agenda der EU-Kommission. Wir befürworten dieses Vorhaben.

Auch wenn Sie schreiben "Ungleiches gleich behandeln" sind wir der Auffassung, dass niemand aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt oder bevorzugt werden sollte. Als Solidargemeinschaft kann die Gesellschaft Versicherungsrisiken gemeinsam schultern. Weder Männer noch Frauen können an ihrer statistisch unterschiedlichen Lebenserwartung oder einem anderweitig verschiedenen, versicherbaren Risiko etwas ändern.

Zu den Kosten: Richtig ist, dass manche Versicherungen für Frauen teurer würden, andere für Männer. Ebenso würden allerdings manche Versicherungen günstiger - insgesamt ein Nullsummenspiel. Wie Versicherungsunternehmen bei der Umstellung der Tarife unterstützt werden können, ist derweil noch nicht geklärt. Wie genau die Richtlinien letzten Endes aussehen werden, wird sich erst im Laufe des Jahres zeigen.

Die Regelung des Renteneintrittsalters liegt nicht im Kompetenzbereich der Europäischen Union und wird von den Mitgliedstaaten individuell festgesetzt.

Vielen Dank für ihr Interesse und Entschuldigen Sie bitte, dass wir Sie so lange auf eine Antwort haben warten lassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ska Keller & Team
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.01.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Keller,

wie stehen Sie persönlich zum Anti -Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) und wie ist die Position der ´Grünen/B90-Gruppe im Europäischen Parlament dazu?

Ich bitte Sie darum mögliche Anstrengungen zu unternehmen, dass ACTA in der Europäischen Union nicht in Kraft tritt. Dieser Vertrag würde grundlegende Bürgerrechte einschränken (Redefreiheit) und scheint hauptsächlich den Interessen der Industrie zu dienen.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Franziska Keller
bisher keineEmpfehlungen
31.01.2012
Franziska Keller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre zahlreichen Anfragen zum Thema ACTA. Wir haben zu diesem Zeitpunkt bereits über 600 eMails engagierter und besorgter EU-Bürger erhalten und bitten deshalb um Entschuldigung dafür, dass wir keine persönlichen Antworten formulieren können.

Wir Grünen gehören zu den entschiedensten Gegnern von ACTA hier im Europaparlament und werden dem Abkommen nicht zustimmen.
Im Anhang finden Sie zur weiteren Information eine Studie, die wir zum Thema haben erstellen lassen und die besagt, dass ACTA den Zugang zu Medizin in Entwicklungsländern massiv einschränken wird.

Außerdem finden Sie unter folgendem Link das Video einer Veranstaltung, die wir zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung zu ACTA organisiert haben:

ACTA -- Diskussion zum Abkommen gegen Produktpiraterie
www.youtube.com


Viele Grüße

Ska Keller und Team
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