Franz Müntefering (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Franz Müntefering
Jahrgang
1940
Berufliche Qualifikation
Industriekaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
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Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten

Veröffentlichungspflichtige Angaben

Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat

Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin, Bundesminister (bis 21.11.2007), monatlich, mehr als 7.000 Euro

Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen

Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, Dresden, Mitglied des Vorstandes, ehrenamtlich

Erläuterungen
  • Grundlage für die Angabe der oben aufgeführten Nebentätigkeiten und Einkünften bilden die "Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestags"
  • Einkünfte sind nur anzugeben, wenn diese im Monat den Betrag von 1000€ oder im Jahr den Betrag von 10.000€ für eine einzelne Tätigkeit übersteigen
  • Die Höhe der Einkünfte werden lediglich in Stufen angegeben: Stufe 1: 1000 - 3500€, Stufe 2: 3500 - 7000€ und Stufe 3: über 7000€
  • Quelle der Daten: www.bundestag.de
Fragen an Franz Müntefering
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müntefering,

Ihre Partei hat auf die Ankündigung der FDP, nach der Wahl nicht für eine "Ampel" zur Verfügung zu stehen, mit der Aussage gekontert, Gedanken über mögliche Koalitionen machten sich Parteien in der Regel erst ab 18.01 Uhr am Wahltag.

Daraus kann ich nur schließen, dass auch die SPD über die Frage einer möglichen Regierungsbeteiligung der Linkspartei noch nicht abschließend entschieden hat. Sehe ich das richtig?

Freundliche Grüße
MM

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Frage zum Thema Verbraucherschutz
27.09.2009
Von:

Hallo Herr Müntefering,

meine Frage ist eher allgemeiner und vielleicht sogar persönlicher Natur, aber ich stelle diese nun trotzdem. Wie kommt es, dass am Vorabend einer Bundestagswahl ein mittelmäßiger Showmaster wie Stefan Raab die Spitzen sämtlich relevanter Parteien komplett um sich versammelt. Verstehen kann ich das eventuell bei Herrn Westerwelle, Herrn zu Guttenberg und vielleicht bei Herrn Gysi, da bei diesen offenbar keinerlei Hemmschwelle diesbezüglich mehr existiert. Aber wie hat man es geschafft einen aus meiner Sicht bisher rechtschaffenden "Politikarbeiter" wie Sie zu einer solch peinlichen Inszenierung zu bewegen? Ist denn nur noch Showtime?

R. Dipl. Ing. FH

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Frage zum Thema Bildung und Forschung
08.10.2009
Von:

Wir, eine Gruppe von Mainzer Studenten, sehen uns mit dem Problem konfrontiert, dass die Veranstaltungsform ‚Übung’ bald gestrichen werden soll – sie stellt als einzige eine echte Möglichkeit zur freien Diskussion, Vertiefung nach Bedarf statt nach Plan und zu spezielleren Themen ohne Leistungsdruck dar. Zudem ist unklar, ob wir unser Studium so rechtzeitig beenden können.
Für uns ergeben sich daher die Fragen:

1. Gerade der Bachelor ist von dem Einschnitt betroffen, da es dort solche Veranstaltungen nicht mehr geben wird.
a) Finden Sie, dass freies Denken, Spezialwissen etc. einem einheitlichen Studium weichen sollten?
b) Halten Sie freies Denken für ein universitäres Lernziel, oder eher Faktenwissen?

2. Die neue Regelung zur Uni-Finanzierung scheint so zu funktionieren, dass sich aus der Zahl angebotener Veranstaltungen die der im folgenden Semester aufzunehmenden Studenten ergibt – auf mehr Angebot folgt also organisatorische und logistische Mehrbelastung.
a) Stimmt das?
b) Wenn ja, ergibt das Ihrer Meinung nach Sinn?

3. Viele Studenten haben noch unter anderen Bedingungen begonnen zu studieren.
a) Sehen Sie ein Anrecht, das Studium auch so zu beenden?
b) Könnte ein solches Anrecht die Grundlage für eine Ausnahmeregelung in der Finanzierung bilden?

4. Viele sehen das Problem darin, dass unsere Hochschulen immer mehr nach Unternehmensmaßstäben gemessen werden; dazu gehöre ein erzwungener Wettbewerb, der (z.B. og.) Sparmaßnahmen nach sich ziehe, und die Koppelung von Staats- an Drittmittel.
a) Wie stehen Sie dazu?
b) Sollte Bildung Ihrer Meinung nach marktwirtschaftlichen Regeln unterliegen?

5. Es scheint, als werde zu wenig Geld für Bildung aufgewandt. Wie sehen die Entwürfe Ihrer Partei dazu aus?

Ich möchte Sie sehr bitten, auf die Fragen einzeln und präzise zu antworten. Die Antworten müssen nicht lang sein (wenn Sie der Nummerierung folgen, reichen wenige Worte) aber sollten sich bitte nicht in Verweisen auf Parteiprogramme o.ä. ergehen.

MfG,
F.

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müntefering,

wie folgt werden Sie heute in den Nachrichten zitiert:

"Dennoch hält der amtierende SPD-Chef ein Linksbündnis im Bund prinzipiell für machbar. "Die Kinder und Enkelkinder der SED müssen in der Demokratie ankommen können", sagte Müntefering. Über Koalitionsoptionen solle die SPD aber erst 2013 entscheiden."

Ohne Zweifel war die SED Urheber menschenrechtswidriger Akte. Als Beispiele seien der Mauerbau, die Bespitzelung und Einschüchterung der Bürger und die Minen und Schüsse an der innerdeutschen Grenze genannt.

Warum sollen wir dies alles so schnell vergessen?
Warum soll die LINKE als bekennende linksextreme Nachfolgepartei der SED gesellschaftlich auf breiter Basis akzeptiert werden?

Würden Sie den selben Satz äußern, wenn eine andere Unrechtspartei genannt würde und deren Nachfolgeorganisationen als Koalitionspartner einer anderen Partei im Raum stünden?
Zum Beispiel im Fall, dass eine rechtsextreme Partei einen deutlichen Stimmenanteil erhielte und die CDU würde versuchen, durch eine Koalition mit dieser an der Regierung zu bleiben?

Es würde sich in diesem Fall ja sogar um die Urenkel der Täter von damals handeln...

Mit freundlichen Grüßen
E.

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Ihre Frage an Franz Müntefering
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.