Frank Spieth (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Frank Spieth
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Technischer Zeichner
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen, Thüringen
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(...) Ich begrüße es jedoch sehr, daß am 09.05.2007 eine Anhörung zu diesem Themenkomplex im Bundestag stattgefunden hat. Die forschungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. vertritt die Ansicht, dass eine einmalige Verschiebung des Stichtages im Stammzellengesetz ein sinnvoller Kompromiss wäre, um einerseits die Forschung in Deutschland nicht zu behindern, andererseits den hohen Schutz der Embryonen aufrecht zu erhalten. Ebenfalls ist sie für die Begrenzung der Strafbarkeit der Nutzung embryonaler Stammzellen, die nach dem Stichtag gewonnen wurden, auf das Inland. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Schulen
22.11.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,

wir sind empört!!! Unsere 8 jährige Tochter Doreen besucht die 3. Klasse der Ludgerischule in Groß Hesepe. In den 1. eineinhalb Schuljahren durfte sie den kostenlosen Bustransfer benutzen. Nach einer Neuen Streckenmessung vor knapp einem Jahr kam dann heraus, dass wir lediglich 2,138km von der Schule entfernt wohnen. Und da ja die Grenze Primarbereich bei 2,2 km liegt, bekam Doreen auch keine Busfahrkarte mehr. Die Bushaltestelle liegt genau auf den Weg zur Schule, das heißt, sie kommt direkt dran vorbei. Ich bin allein und gering Verdiener, da wir noch 2 weitere Töchter im Alter von 6 (noch im Kiga.) und 1 Jahr haben, ist meine Frau zu Hause und kümmert sich um unsere Kinder. Wir haben auch nur ein Auto, welches ich natürlich für den Arbeitsweg brauche. Und aus finanziellen Gründen können wir es uns nicht leisten eine Fahrkarte zu kaufen. Deshalb muß unsere Doreen bei Wind und Wetter den Schulweg allein mit dem Fahrrad bewältigen. Da sie vor einigen Wochen einen Fahrradunfall auf den Schulweg hatte und deshalb auch ärztlich behandelt werden musste haben wir Angst um unsere Tochter. Darauf hin haben wir beim Landkreis Emsland einen Ausnahmeantrag zur Schulbeförderung gestellt. Dieser wurde aber leider abgelehnt, obwohl unsere Tochter eine starke Sehschwäche hat. Im Ablehnungsbescheid stand drin dass sie körperlich gesund ist und das der Schulweg außerdem grundsätzlich zu Fuß zurück gelegt werden soll. Wie kann es sein, dass dieses zulässig sein soll? Für Kitas und Kigas wird alles gemacht, aber von Schulkindern im Grundschulalter wird verlangt, dass sie täglich den Schulweg, bei uns sind es mit Hin und Rückweg 4,274 km zu Fuß bei Wind und Wetter zurücklegt. Wie darf so etwas sein?

Mfg
Antwort von Frank Spieth
4Empfehlungen
25.11.2008
Frank Spieth
Sehr geehrter Herr ,

ihre Empörung kann ich voll und ganz nachvollziehen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ihre Tochter bei Wind und Wetter den Weg zur Schule laufen soll. Ich würde Ihnen sehr gern helfen, sehe jedoch leider als Mitglied der Bundestagsfraktion DIE LINKE. von meiner Position aus wenige Möglichkeiten, dies zu tun. Ich denke aber, dass Ihr Problem lösbar ist. Das Problem, so wie Sie es schildern, fällt nicht in den Bereich der Bundes- sondern der Landespolitik. Daher würde ich Ihnen raten, sich an die Fraktion DIE LINKE. im Niedersächsischen Landtag zu wenden. Dort wird man Ihnen mit Sicherheit weiterhelfen können. Senden Sie einfach eine E-Mail an info@linksfraktion-niedersachsen.de oder schreiben Sie an DIE LINKE. Fraktion im Niedersächsischen Landtag; Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1; 30159 Hannover. Sie können sich auch direkt an die Landtagsabgeordnete Marianne König wenden und Ihr Anliegen schildern. Frau König ist für DIE LINKE. im Petitionsausschuss des Landtags. Sie können Frau Königs Büro unter der Nummer (05 11) 3030-3510 erreichen. Die Adresse des Büros ist Meller Straße 43, 49084 Osnabrück. Der Petitionsausschuss ist der Ausschuss, in dem Ihr Anlegen wahrscheinlich letztlich besprochen wird. Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen und ihrer Familie viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen,
Frank Spieth MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.11.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr MdB Frank Spieth,
sehr geehrte Fraktion "Die Linke."!

Dr. Gysi stellte ich die folgende Frage im Namen der Tabak-Kontroll-Bewegung hier (19.11.): Er antwortete ungewöhnlicherweise, dass Sie mir antworten werden!

"(Es geht mir hier um den Schutz der Bevölkerung vor der Tabak-Drogen-Verführung, nicht erstrangig um Nichtraucherschutz.)

I) Im US-Bundesstaat Kalifornien sparten Anti-Rauch-Gesetze die gigantische Summe von 86 Milliarden Dollar (1).
Warum fordert nicht die LINKE solche erfolgreichen Maßnahmen?

II) Ich halte die, m.E. durch die TABAK-DROGEN-INDUSTRIE künstlich gemachte, Tabaksucht (2) mit jährlich 140.000 Toten (3) in Deutschland für das größte Verbrechen seit 1945. Wie beurteilen Sie die Suchterzeugung mittels Schleichwerbung bis weit ins Kinderfernsehen (4) und undeklarierten suchterzeugenden Zusatzstoffen(2), sowie mittels Forschungsfälschung (5) und subversivem Lobbyismus?

III) Ist die LINKE zuständig, wenn es um Vermeidung von über 10.000.000-15.000.000 deutscher chronisch Tabak-Drogen-Folgen-Erkrankter (6) geht?

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihren Antworten, dass Frauen und sozial Schwache in ganz besonderer Weise betroffen (2)(3).
Bitte berücksichtigen Sie dabei das Statment des Weltnichtrauchertages: "Lügen und noch mehr Lügen: Eins der vorrangigen Ziele der Tabakindustrie ist, zu suggerieren, dass Rauchen eine individuelle Verhaltensentscheidung darstellt. Die Irreführung besteht darin, dass die Aktivitäten und Praktiken der Tabakindustrie völlig unberücksichtigt bleiben." (7)


Mit (ohn?)mächtiger Wut
Dr.
Hausarzt / Hospizarzt

(1) www.aerztlichepraxis.de
(2) Prof. Michael Adams: "Das Geschäft mit dem Tod" Zweitausendeins 10/2007
(3) Deutsche Krebshilfe; DKFZ; BZgA ; UVAM
(4) Bätzing-Studie: Tabak im Film
(5) "Vom Teufel bezahlt ..." 3/07 Deutsches Ärztblatt
(6) eigene Schätzung/Hochrechnung
(7) www.who-nichtrauchertag.de
Antwort von Frank Spieth
9Empfehlungen
28.11.2008
Frank Spieth
Sehr geehrter Dr. !

Ich setze mich, seit ich in den Bundestag eingezogen bin, dafür ein, dass ein echter und umfassender Nichtraucherschutz auf Bundesebene geschaffen wird. Ich bin der festen Überzeugung, dass es Nichtrauchern möglich gemacht werden muss, völlig unbehelligt von Tabakrauch von Dritten zu leben. Zu diesem Zweck habe ich auch schon eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum zusammengearbeitet. Leider scheiterte meine Initiative damals noch vor einer Beratung an der großen Koalition. Ich denke jedoch, dass es jedem selbst überlassen sein muss, mit dem Unfug des Rauchens anzufangen oder diesen fortzusetzen. Ich werde mich nicht für ein Verbot der Selbstschädigung einsetzen.

I)Ich kenne leider die konkreten Maßnahmen nicht, die in Kalifornien zu einem derartigen Erfolg geführt haben sollen. Sie gehen leider auch nicht aus dem von Ihnen verlinkten Artikel hervor. Ohne die Maßnahmen zu kennen, kann ich Ihnen nicht sagen, ob diese Maßnahmen im Sinne der LINKEN wären. Im Allgemeinen kann ich Ihnen versichern, dass ich mich weiterhin konsequent für einen umfassenden Nichtraucherschutz eintreten werde. Auch Suchtpräventionsprogramme und Entwöhnungsprogramme müssen sehr viel stärker gefördert werden, um möglichst viele Menschen vor den Folgen des Rauchens zu schützen.

II) Natürlich sind die Machenschafften der Tabakkonzerne abzulehnen. Weder Schleichwerbung noch der Lobbyismus der Tabakindustrie und schon gar nicht die plumpen Versuche, gefälschte Forschungsergebnisse vorzulegen sind zu akzeptieren. Alle Zusatzstoffe, die in Zigaretten enthalten sind, müssen unbedingt mit ihrer verherenden Wirkung deutlich kenntlich gemacht werden.

III) In diesem Sinne werde ich mich als gesundheitspolitischer Sprecher meiner Fraktion weiterhin einsetzen. Ich bin allerdings kategorisch gegen das generelle Rauchverbot, weil dies ein sehr weitgehender Eingriff in die Freiheitsrechte des Einzelnen darstellt. Das Recht zum Rauchen darf allerdings auch im häuslichen Umfeld nicht zum Recht auf Schädigung Dritter führen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen ausführlich genug beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Spieth
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Frage zum Thema Gesundheit
29.11.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,
mit Freude las ich in Ihrer Antwort an Dr. Kamp über ihr Engagement für den Nichtraucherschutz.
Ich habe da noch Detailfragen zu den Zusatzstoffen und der Zusammenarbeit mit Amtskollegen.
Warum wird in Deutschland kein Reinheitsgebot wie beim Bier angestrebt? Das heißt, alle Zusatzstoffe werden verboten. Eine Zigarette besteht nur aus Tabak, chlorfrei gebleichtem Papier und eventuell dem Filter.
Wie ist aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit der Politiker, die sich für rauchfreie öffentliche Räume einsetzen (zum Beispiel mit Lothar Binding und Sabine Bätzing)?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Frank Spieth
4Empfehlungen
03.12.2008
Frank Spieth
Sehr geehrter Herr ,

wie gesundheitsschädigend Zusatzstoffe in Zigaretten sind, kann man sich an einem Beispiel sehr gut verdeutlichen. Würden diese toxischen Stoffe im Rauch während des Produktionsprozesses freigesetzt werden, müsste die Produktionsstätte aus Arbeitsschutzgründen geschlossen werden. Es wäre nicht zumutbar, dort Menschen arbeiten zu lassen.

Ihrem Vorschlag eines strikten Verbots von Zusatzstoffen in Zigaretten stehe ich allerdings skeptisch gegenüber. Was ich auf jeden Fall befürworten würde, wäre die konsequente Auflistung von allen Zusatzstoffen auf den Tabakprodukten. Raucher und Raucherinnen wären dann zumindest über solche Stoffe informiert. Schon heute gibt es ja Tabak- und Zigarettensorten, die dafür bekannt sind, mit wenigen oder gar keinen Zusatzstoffen belastet zu sein. Aber verstehen Sie mich nicht falsch, das bedeutet nicht, dass ich empfehlen würde, diese zu rauchen. Bei der Diskussion um Zusatzstoffe in Tabakprodukten sollte man eines nicht vergessen: das Rauchen von Zigaretten ohne solche Stoffe ist ebenfalls in vergleichbarem Maße schädlich und macht süchtig. Einer Vorstellung von einer Art "gesunden Öko-Zigarette" kann ich nicht folgen.
Informationen zu den Zusatzstoffen in Zigaretten können Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finden. Die Seite dazu ist: www.bmelv.de (einfach den Suchbegriff Zusatzstoffe Zigaretten eingeben). Weitere Informationen finden Sie unter www.tabakkontrolle.de

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
29.11.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr MdB Spieth.

Sie antworteten mir vorrangig zum Thema Nichtraucherschutz (1) - leider nicht zur "Tabak-Drogen-Verführung" - ich nenne dies angesichts von jährlich 140.000 Toten (1) "Tabak-Terror".

Darf ich Sie um Stellungnahme zum dargestellten Vorgehen der Tabak-Drogen-Industrie (2)(3)?
Können Sie nachvollziehen, dass ich hierin ein gewaltiges Verbrechen gegen die Allgemeinheit sehe und deshalb natürlich massive Aktivtäten seitens der Politik erwarte und verlange?

Erkennen Sie die unendliche Brisanz meiner Hinweise?
Forschungsmanipulation?
Hinterlistige Suchterzeugung durch undeklarierte Zusatzstzoffe?
Schleichwerbung im Kinderprogramm?
Subversiver Lobbyismus?
(1)(3)(4)(5)!

Sollten wir vor diesem mächigen milliardenschweren Gegner kapitulieren?

Angesichts der schweren Bedrohung
  • bitte keine ausweichende Antwort -Danke



(1) abgeordnetenwatch.de
(2) news.bbc.co.uk
(3) www.at-suisse.ch
(4) www.aerztezeitung.de
Antwort von Frank Spieth
9Empfehlungen
03.12.2008
Frank Spieth
Sehr geehrter Herr Dr. ,

selbstverständlich erkenne ich die Brisanz der von Ihnen angesprochenen Problematik. Ich denke, dass ich in meiner letzten Antwort meinen Standpunkt dazu auch ausführlich dargelegt habe. Natürlich ist die "Tabak-Drogen-Verführung" bzw. der "Tabak-Terror" von dem Sie sprechen, zu verurteilen. Für die Tabakindustrie sind Zigaretten schlicht ein Produkt, welches möglichst gewinnbringend verkauft werden soll. Dass in einem auf Konkurrenz und gnadenloser Profitgier basierenden System mit entsprechend harten Bandagen um "Kunden" - in diesem Fall um zukünftige Tabakabhängige - geworben wird, begründet sich für mich als Linken aus der Logik dieses Systems. Wie für viele andere extrem gesundheitsschädigende Produkte gilt auch in Bezug auf die Tabakindustrie, dass man innerhalb dieses Systems nur in kleinen Schritten eine Änderung von bestehenden Gesetzen angehen kann. Das gilt insbesondere, wenn man einer Oppositionspartei angehört. Ich kann Ihnen garantieren, dass ich mich wie bisher in diesem Rahmen weiterhin engagieren werde.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth
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Frage zum Thema Gesundheit
11.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,

Zwecks der mir bevorstehenden Abiturprüfung erarbeite ich eine Präsentation zum Thema Vogelgrippe heraus.
Besonders interessiert mich, inwiefern diese Thematik im Bundestag wahrgenommen wird. Wie schätzen sie, als Abgeordneter des Bundestages, die Gefährlichkeit der Vogelgrippe ein und welche Maßnahmen sollten ihrer Meinung diesbezüglich ergriffen werden?
Ich hoffe auf baldige Antwort,

mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Frank Spieth
2Empfehlungen
10.02.2009
Frank Spieth
Sehr geehrte Frau ,

Im deutschen Bundestag beschäftigt sich der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit dem Thema Vogelgrippe. Allein in dieser Legislaturperiode hat sich der Ausschuss bereits in zwölf Sitzungen mit dem Thema auseinandergesetzt. Zur Bekämpfung der Vogelgrippe gibt es in Deutschland eine eigene Verordnung: "Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest". Sie können Einzelheiten der Verordnung auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (www.bmelv.de) nachlesen, wenn Sie unter den Stichpunkten Tierschutz/Tiergesundheit das Thema Tierseuchen aufrufen. Ob die Verordnung angemessen ist (z.B. das Töten von Tieren im Seuchenfall) und auch seitens der Behörden auf Bundes- und Landesebene korrekt umgesetzt wird, kontrolliert der Bundestag - hier durch den Fachausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die akute Gefährlichkeit der Vogelgrippe ist in Deutschland - zum Glück- eher gering. Das Problem liegt aber in den Potentialen, die die Viren unter entsprechenden Bedingungen haben. In Afrika und Asien gab es bereits mehrere Tote durch eine direkte Infektion mit dem auch für den Menschen gefährlichen Subtyp HVN1. Besonders gefährlich kann die Vogelgrippe dann werden, wenn sie sich unkontrolliert ausbreitet. Dieses zu verhindern wird mit der Geflügelpestverordnung versucht. Da es bis heute gegen die gefährlichen Varianten der Vogelgrippe keinen wirksamen und sicheren Impfstoff gibt, ist die Tötung und Beseitigung erkrankter und möglicherweise vom Virus befallener Tiere die einzige nachprüfbare Methode. Im Seuchenfall bei Landwirtschaftsbetrieben führt das oft zu vergleichsweise großen Keulungen (Töten und Beseitigen der Tiere). Gerade in der Öffentlichkeit sorgt das oft für Unverständnis, da viele der gekeulten Tiere gesund sind oder zumindest so wirken. In den letzten drei Jahren konnte über die Bekämpfung der Vogelgrippe nach den Maßgaben der Geflügelpestverordnung ein größeres Seuchengeschehen immerhin verhindert werden. Aus Sicht der LINKEN kann aber für eine wirksame und zukunftsträchtige Tierseuchenbekämpfung mehr getan werden. An erster Stelle ist hier der Ausbau der epidemiologischen Forschung zu nennen. In den letzten Jahren sind die Arbeitsbedingungen für die bundeseigene Forschungseinrichtung im Berlin nahen Wusterhausen verschlechtert worden: Stellenstreichungen, Umzugspläne und eine unzureichende Nachwuchsförderung schwächen auf Dauer diese spezielle Forschungsrichtung, die aus unserer Sicht gerade im Angesicht einer zunehmenden Globalisierung mit immer schnelleren und umfassenderen Bewegungen an Menschen und Waren immer wichtiger wird. Tierseuchenbekämpfung bleibt eine wichtige Aufgabe, sie zu stärken ist gerade für Deutschland und Europa unabdingbar!


Weitere spezielle Informationen zur Vogelgrippe können sie auf der Internetseite des bundeseigenen Friedrich-Löffler - Instituts erhalten: www.fli.bund.de . Hier gibt es auch aktuelle Berichte zum Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland, Europa und weltweit. Für weitere Nachfragen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth MdB
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