Frank Schmitt (SPD)
Abgeordneter Hamburg 2011-2015

Angaben zur Person
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Sozialpädagoge (BA)
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter, MdHB
Wohnort
Lurup
Wahlkreis
Blankenese über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
(...) Was gesetzlich geregelt ist oder werden soll kann ich anhand von Drucksachen, Gesetzen usw. nachweisen, aber wie weise ich denn nach, dass es KEINE Bestrebungen gibt, Rechtsansprüche einzuschränken, wie Sie es verlangen? (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.01.2015
Von:

Guten Tag Herr Schmitt,
mich würde interessieren, ob es Überlegungen gibt, eine Bahn von Lurup quer durch Hamburg nach Bramfeld zu bauen bzw. vorhandene Bahnschienen für den ÖPNV zu nutzen?
Ich wohne in Lurup und arbeite im Bereich Alsterdorf. Meine Familie wohnt in Bramfeld und Poppenbüttel. Da diese ÖPNV-Verbindungen sehr schlecht sind, fahre ich lieber mit dem Auto oder mit dem Fahrrad.
Auch wenn die Fahrradwege zwischendurch echt schlecht sind, bin ich genauso schnell, wie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln! Und ich bin keine Rennfahrerin. Allerdings sind solche Regentage wie sie zur Zeit vorherrschen, bei den Radwegen (insbesondere wenn man an der Kollau entlang fährt) sehr matschig und natürlich auch nicht beleuchtet.
Wie Sie vermutlich wissen, muss nicht jeder Arbeitnehmer in die Innenstadt, sondern muss die Stadt queren. Ich glaube, dass viele lieber mit der Bahn fahren würden, wenn die Voraussetzungen dafür wesentlich besser wären.
Ich war schon oft in Berlin und dort ist es sehr gut möglich die Stadt durch die vorhandenen Ringbahnen zu durchqueren. Leider ist dies in Hamburg versäumt worden.
Dazu kommt noch, dass Firmen wie Car2go etc. den Bereich Lurup nocht nicht mit im Blick haben. Doch genau in dem Bereich ist es doch wichtig, dass man besser angebunden ist. Oder auch die Stadträder....
Auf Ihre Vorschläge bin ich gespannt.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Frank Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
15.01.2015
Frank Schmitt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Verkehrsanbindung von Lurup. Auch ich bin der Meinung, dass in hier noch einiges zu tun gibt. Gleichzeitig sind wir aber, glaube ich, auf einem guten Weg.

Der SPD-geführte Senat unter Olaf Scholz hat die Erweiterung und Verbesserung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur vorangebracht. Das Busoptimierungsprogramm schafft über Busspuren, Vorrangschaltungen an Ampeln, verbesserte Haltestellen und zusätzliche Fahrkartenautomaten eine bessere Taktung und eine höhere Beförderungskapazität. Zudem werden zahlreiche Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Davon profitiert auch der Hamburger Westen, insbesondere über die Optimierung der Metrobuslinien M2 und M3. Es ist jedoch auch klar, dass dies nicht ausreichen wird, um das hohe Fahrgastaufkommen auf die Dauer zu bewältigen. Deshalb gibt es in der Tat Überlegungen Lurup und Osdorf mit einer U-Bahn an das Schienennetz anzubinden. Der Senat setzt dabei mit der U-Bahn auf das Verkehrsmittel, das am erfolgreichsten ist. Denn Hamburgs U-Bahn ist in punkto Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit das beste öffentliche Verkehrsmittel.

Die geplante neue Linie U5 würde eine Verbindung von Lurup und dem Osdorfer Born bis nach Bramfeld/Steilshoop quer durch die Stadt schaffen. Die Streckenführung im Innenstadtbereich ist entlang der Metrobuslinie 5 über Universität und Hoheluft zum Siemersplatz vorgesehen. Derzeit sind noch zwei Streckenvarianten nach Westen in der Diskussion: Die Strecke könnte in einer Variante ab Siemersplatz über Hagenbecks Tierpark, Stellingen, die Volkspark Arenen nach Lurup und zum Osdorfer Born führen. Eine zweite Möglichkeit wäre die Ausfädelung der U5 im Bereich Hoheluft über Diebsteich und Bahrenfeld ebenfalls nach Lurup und Osdorf. Am anderen Ende der Linie Richtung Bramfeld sind ebenfalls noch zwei Streckenführungen im Gespräch: Eine über Barmbek und eine über die Sengelmannstraße. Die Streckenführungen orientieren sich dabei am bestehenden Fahrgastaufkommen. Ab 2015 werden für die verschiedenen Streckenabschnitte die Machbarkeitsstudien durchgeführt. Mit der Realisierung erster Streckenabschnitte und Haltestellen könnte dann bis spätestens 2020 begonnen werden. Die Umsetzung des Gesamtkonzepts ist bis 2040 möglich.Eine sorgfältige und seriöse Planung und Umsetzung ist bei solchen Großprojekten für die SPD höchstes Gebot, auch wenn sie Zeit kosten. Dies haben wir aus den Erfahrungen mit der Elbphilharmonie gelernt.

Die Möglichkeiten des StadtRADs sehe ich als gute Ergänzung im öffentlichen Nahverkehr. Für 2015 ist ein erneuter Ausbau des StadtRAD-Systems mit etwa 40 neuen Stationen und 500 neuen Fahrrädern geplant. Ich setze mich dafür ein, dass das Stadtrad auch im Hamburger Westen ankommt.

Bereits im Laufe der nun auslaufenden Legislaturperiode hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion und der SPD-Senat eine Radverkehrsstrategie entwickelt, die nicht nur den Ausbau des StadtRADs beinhaltet, sondern ebenso den Ausbau des Veloroutennetzes um ganze 23,7 Kilometer. Auch bei der Instandsetzung und dem Bau von neuen Radfahr- und Schutzstreifen war der Senat fleißig, damit das Radfahren - sei es mit dem eigenen oder mit einem StadtRAD - angenehmer und attraktiver wird. Darüber hinaus wird der Radverkehr auch im Rahmen der Busoptimierung immer mitgedach und Radwege sowie Radfahr- und Schutzstreifen mit erneuert.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen Ihre Fragen alle zu Ihrer Zufriedenheit beantworten und stehe Ihnen selbstverständlich auch gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Frank Schmitt
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.01.2015
Von:

Sehr geehrter Herr Schmitt,

Ich bin in Osdorf und Lurup sowohl als Fußgängerin als auch als Rad- und Autofahrerin unterwegs. Leider muss ich mich als Radfahrerin oft über die katastrophal schlechten Radwege ärgern. In diesem Zusammenhang möchte ich speziell auf zwei Radwege aufmerksam machen: erstens der Radweg an der Straße Am Landpflegeheim in Osdorf, und zwar speziell die Richtung, die zur Osdorfer Landstr. hochführt. Der Radweg ist z.T. kaum mehr zu erkennen, völlig überwuchert von Unkraut, voller Schlaglöcher, mit anderen Worten: eine Zumutung. Dies ist umso bedauerlicher als dieser Radweg tagtäglich von sehr vielen Schülerinnen und Schülern genutzt wird, die zum Lise Meitner Gymnasium fahren. Zweitens der Radweg an der Straße Böttcherkamp zwischen Rugenbarg und Flurstraße, hier die Richtung zur Flurstr hin. Auch hier ist stellenweise kein Radweg mehr da: man fährt über Unkraut, Baumwurzeln und durch tiefe Schlaglöcher. Können Sie an verantwortlicher Stelle in Erfahrung bringen, ob diese beiden Radwege auf einer "Reparatur-Liste" stehen (falls ja, wann wird endlich mit der Instandsetzung begonnen?) oder können Sie deren baldige Instandsetzung anregen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Frank Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
02.02.2015
Frank Schmitt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage und dem damit verbundenen wichtigen Hinweis auf den Zustand der Radwege in den von Ihnen genannten Straßen. Wir brauchen genau solche Bürgerinnen und Bürger wie Sie, die mit offenen Augen durch ihren Stadtteil gehen und Politik und Verwaltung auf eventuelle Missstände hinweisen. Ihren Hinweise bin ich gerne nachgegangen.

Bei beiden Straßen - beim Böttcherkamp und Am Landpflegeheim - ist der von Ihnen kritisierte Zustand der Radwege im Bezirksamt bereits bekannt. Der Abschnitt am Landpflegeheim ist in der Tat im schlechten Zustand. Da jedoch derzeit ein Radwegekonzept für ganz Altona erarbeitet wird, möchte das Bezirksamt hier nicht voreilig agieren, sondern die Instandsetzungsarbeiten dann entsprechend des künftigen Radwegekonzeptes umsetzen. Der Radweg steht also auf der "To Do"-Liste. Eine genaue zeitliche Abschätzung ist derzeit aber noch nicht möglich.

Der Abschnitt vom Böttcherkamp, den Sie ansprechen, bewertet das Bezirksamt aktuell als noch verkehrssicher und plant derzeit noch keine Instandsetzungsmaßnahmen. Gleichzeitig ist hier auch die Fahrradwegbenutzungspflicht aufgehoben, sodass Sie hier auch auf der Straße fahren dürfen. Der Radweg wird auch deshalb noch nicht in Angriff genommen, da es Ideen gibt diesen Abschnitt wie den Rest des Böttcherkamps zur 30-Zone umzuwandeln. Somit wäre kein Fahrradweg mehr vorgesehen, sondern die Nutzung der Fahrbahn. Konkretere Planungen gibt es hierzu liegen aber noch nicht vor.

Ich habe bei meinen Erkundigungen ausdrücklich auf den schlechten Zustand der Radwege hingewiesen. Als Wahlkreisabgeordneter werde ich diese Entwicklungen auch weiter begleiten. Da bei der Verkehrsplanung häufig viele verschiedene Interessen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer, seien es Fußgänger, Fahrrad- oder Autofahrer, aufeinander treffen, ist es häufig nicht einfach, schnell zufriedenstellende Lösungen zu finden.

Darüber hinaus möchte ich Sie gerne auf die Möglichkeit aufmerksam machen, direkt mit den zuständigen Behörden in Kontakt zu treten. In Hamburg gibt es den sogenannten "Melde-Michel", den Sie hier finden: www.hamburg.de Dort können Sie online auf Mängel an öffentlichen Einrichtungen, Laternen oder Straßen, Fuß- und Radwegen hinweisen. Ihre Anfrage wird dann automatisch an den richtigen Ansprechpartner weitergeleitet. In der Regel erhalten Sie innerhalb der nächsten 10 Tage ein Antwort.
Den direkten Draht zum Bezirksamt Altona zum Thema Radwege erhalten Sie per E-Mail an fahrrad@altona.hamburg.de. Den für Osdorf zuständigen Wegewart in Altona erreichen Sie telefonisch unter 040 42811 - 6220.

Für Radverkehr in Hamburg allgemein, die Radverkehrsstrategie und deren Fortschrittsberichte, die Radverkehrsplanung insbesondere an Hauptverkehrsstraßen und Velorouten und für StadtRAD Hamburg ist darüber hinaus die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zuständig.

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
VM 12
Nichtmotorisierter Verkehr
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
Tel.: 040 42841-3659
E-Mail: radfahren@bwvi.hamburg.de

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit wertvolle Hinweise geben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Frank Schmitt
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