Florian Toncar (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Florian Toncar
Jahrgang
1979
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsreferendar
Wohnort
-
Wahlkreis
Böblingen
Ergebnis
5,0%
Landeslistenplatz
8, Baden-Württemberg
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Frage zum Thema Bürgerrechte
09.09.2005
Von:

Wollen Sie den Bürgern die Möglichkeit geben, in Zukunft auf Bundesebene ähnlich wie in der Schweiz durch Volksabstimmungen selbst politische Entscheidungen zu treffen?
Antwort von Florian Toncar
1Empfehlung
12.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

die FDP hat richtigerweise als einzige Partei eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung befürwortet. In der Koalition mit der CDU im Land hat die FDP durchgesetzt, dass die Hürden für Volksentscheide auf kommunaler Ebene gesenkt werden.

Ich möchte es dabei nicht belassen und wünsche mir auch auf Bundesebene die Möglichkeit von Volksabstimmungen. Auf Landes- und kommunaler Ebene wünsche ich mir auch weiterhin (noch) niedrigere Hürden.

Das Volk direkt zu befragen, wäre sicherlich manchmal für die Parteien unbequem, könnte aber dazu beitragen, dass Sachfragen und Sachargumente wieder eine größere Rolle spielen und die Distanz zwischen Volk und Politikern geringer wird. Ich habe in Dänemark die Auseinandersetzung im Vorfeld einer Volksabstimmung miterlebt und fand es beeindruckend, wie gut informiert die Bürger dort waren.

Viele Grüße

Florian Toncar
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Lesezeichen
Frage zum Thema Steuern
13.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Toncar

Wie Sie sicher schon mitbekommen haben wurde in diesem Frühjahr im Rahmen der Abschaffung der Gewichtsbesteuerung für schwere Geländewagen auch gleichzeitig die Gewichtsbesteuerung für Wohnmobile abgeschafft. Diese zumeist technisch auf Transportern und leichteren LKW basierenden Fahrzeuge sollen nun ebenfalls nach Hubraum besteuert werden.
Das Gesetz ist dafür nun schon seit dem 01.05.05 in Kraft, nur zögern die Finanzämter noch mit der entsprechenden Umsetzung bei den Wohnmobilenb, verschicken aber natürlich die Steuerbescheide nach Gewicht nur noch unter Vorbehalt.
Für ein Wohnmobil kommen dabei teilweise tausend Euro und mehr Euro Steuern im Jahr zusammen, obwohl das Fahrzeug im Gegensatz zum einem PKW meist nur wenige hundert Kilometer im Jahr gefahren wird. Der baugleiche Transporter, der genauso wie ein PKW ein Vielfaches der Kilometerleistung eines Wohnmobils im Jahr erreicht, muss dennoch nur einen Bruchteil der Steuern bezahlen weil er weiterhin und wie die Wohnmobile bisher auch, nach zulässigem Gesamtgewicht veranlagt wird.

Auch bedenken sollte man, daß die Wohnmobile der deutschen Hersteller mit viel Personalaufwand überwiegend in Deutschland hergestellt werden und die Reiseziele der meisten Familien mit Wohnmobil sich ebenfalls in Deutschland befinden.
Bis zur Ankündigung der Steueränderung in diesem Frühjahr konnte der Markt der Wohnmobil- und Campingindustrie ein stetiges Wachstum aufweisen. In diesem Jahr hat es erstmalig einen Einbruch gegeben der nach Aussage der Hersteller, Händler und den Campingplatzbetreibern eindeutig eine Folge der drohenden Besteuerung der Fahrzeuge ist.

Ist es Ihrer Meinung nach gerecht eine Fahrzeugart die überwiegend von Familien mit Kindern und damit naturgemäss knappem Budget, ein paar wenige Wochen im Jahr genutzt wird mit einer Steuer derart zu belasten? Wie lässt sich dieses Problem aus Ihrer Sicht lösen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Florian Toncar
3Empfehlungen
13.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

es gibt eine einfache und überzeugende Lösung für das von Ihnen geschilderte Problem:

Die Kfz-Steuer wird abgeschafft. Die Mineralölsteuer wird stattdessen so erhöht, dass der Einnahmeausfall ausgeglichen wird.

Denn es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, das Besitzen von Fahrzeugen zu besteuern. Besteuert werden muss der Verbrauch, da er mit schädlichen Einwirkungen auf die Umwelt verbunden ist.

Die Steuerbelastung für die Autofahrer würde dadurch insgesamt gleich bleiben. Es entfiele aber mit der Kfz-Steuer eine sehr bürokratische Steuerart. Ganz gleich ob man nach Hubraum oder Gewicht veranlagt: Die Festsetzung und das Eintreiben dieser Steuer ist ein hoher Aufwand für die Behörden. Und wie meistens, wenn Verfahren vereinfacht werden und Bürokratie abgebaut wird, ist das Ergebnis auch gerechter. In Ihrem Fall bedeutet das die steuerliche Gleichbehandlung von Wohnmobilen und Transportern.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Toncar
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