Florian Pronold (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Florian Pronold
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt in der Sozietät Paluka Sobola & Partner, Regensburg
Wahlkreis
Rottal-Inn
Landeslistenplatz
7, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Der Verfassungsgrundsatz der Budgetöffentlichkeit folgt aus dem allgemeinen Öffentlichkeitsgrundsatz der Demokratie und gibt vor, dass Aufstellung, Feststellung und Vollzug des Haushaltsplans, Rechnungslegung, Rechnungsprüfung und Entlastung grundsätzlich öffentlich zu geschehen haben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
nicht beteiligt
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
nicht beteiligt
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
nicht beteiligt
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
nicht beteiligt
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Florian Pronold
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Frage zum Thema Rente mit 67
18.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold!
Bitte erklären Sie mir, wie die nächsten Generationen für die "Alten" die Rente erarbeiten soll, wenn sie keine Arbeit bekommen. Wenn ich keine Arbeit habe, habe ich kein Geld um eine Familie zu gründen,und damit einen Beitrag zur Rentensicherung zu geben. Die Alten, die schon 40 Jahre und mehr arbeiten, würden gerne für einen "Jüngeren" Platz machen, aber warum wird man dann noch mit einem prozentualem Abzug der wohlverdienten Rente bestraft. Ich selbst bin eine Berufstätige Hausfrau, Mutter und Oma, arbeite seit 40 Jahren in 2fach Schicht,und passe noch auf die Enkel auf während die Mama der beiden arbeiten geht (530 € im Monat ).

Mit freundlichem Gruss

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Frage zum Thema Verbraucherschutz
27.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

haben Sie eine Erklärung, warum sich vor allem die CSU davor
scheut die BSE-Problematik öffentlich zu erörtern?

Völlig undurchsichtig verhält sich hierbei der derzeitige Bayr. Ministerpräsident Seehofer.

1994 fordert er noch www.spiegel.de

Zitat:

"Im März 1994 forderte Bundesgesundheitsminister Seehofer (CSU) in
Brüssel eine EU-weite Einfuhrsperre, um "das nicht zu verantwortende
Experiment am Menschen" zu beenden."

um nun seine Meinung zum BSE-Experiment am Menschen grundlegend zu ändern.

Fragen zur Kontamination von Rinderschlachtbetrieben mit BSE-Prionen wurden nicht beantwortet: www.abgeordnetenwatch.de

Seine Nachfolgerin im BMELV, Frau Aigner (CSU) scheint den Ernst der Lage auch noch nicht erkannt zu haben.

Zwar erhalte ich von ihr eine nichtssagende Standardantwort www.abgeordnetenwatch.de
auf meine Fragen, doch danach habe ich nie mehr etwas von ihr gehört!

Von unserem kürzlich unterbreiteten Vorschlag, die Öffentlichkeit in angemessener Form im Bayerischen Landtag zu unterrichten hält sie nichts! www.abgeordnetenwatch.de

Zitat:
"... Davon halte ich nichts.
Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB"

Dabei lässt ein aktuell erschienener Berichtes des PEI zur "Gesamtstrategie Blutversorgung angesichts vCJK" www.pei.de
"Der sekundäre Übertragungsweg durch Blut wäre weitgehend zu unterbinden,sobald ein geeigneter Screeningtest zur Verfügung stünde.Gegenwärtig ist kein solcher Test verfügbar oder absehbar."

nichts Gutes erahnen!

Sehen Sie in diesem Zusammenhang eine Möglichkeit diese Gesamtproblematik öffentlich auf parlamentarischer Ebene zu erörtern?

MfG

R.

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Frage zum Thema Soziales
21.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Mayer,

ich war seit Jahrzehnten SPD-Wähler. Die SPD hat sich viele Jahre für Gerechtigkeit und Ausgewogenheit in unserem Land eingesetzt. Derzeit sehe ich bei der SPD weder eine gerechte Umverteilung der Einkommens- und Vermögenshältnisse noch eine ausgewogene.

Warum werden die Kürzungen der Renten nicht 1:1 auf die Beamtenpensionen umgesetzt und damit diese Ungleichheit endlich abgeschafft? Warum können Beamte sich privat kranken versichern und sind dadurch Patienten 1. Klasse?

Wann denkt die SPD daran, eine Erwerbstätigenversicherung sowie eine Bürgerversicherung in diesem Land einzuführen, damit die SPD wieder wählbar ist für mich und für Viele andere?

Mit freundlichen Grüßen

W.
Antwort von Florian Pronold
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01.09.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Änderungen im Rentenrecht werden möglichst wirkungsgleich auf Bestimmungen zum Pensionsrecht übertragen. Jedoch gibt es Grenzen, da beide Systeme auf verschiedenen Voraussetzungen aufbauen. Mit dem Tarifabschluss für den Bund zum 1. Januar 2008 hat sich die Bundesbeamtenversorgung erhöht. Sie wird gemindert durch den Riesterfaktor, der für die Rentenversicherung zwei Jahre ausgesetzt ist.

Rente und Beamtenversorgung haben sich bisher durchaus vergleichbar entwickelt. Zuletzt wurde die Beamtenversorgung 2003 und 2004 erhöht. Gleichzeitig wurde ab 2004 die Jahressonderzahlung mehrmals gekürzt. Heute erhalten Versorgungsempfänger des Bundes noch 12,25 Monatsbezüge. Die Sonderzahlung selbst ist keine Bevorzugung gegenüber den Rentnern, weil auch in die Rentenberechnung alle beitragspflichtigen Einkommen einfließen. Dreizehnte Monatsgehälter sind damit anteilig in jeder monatlichen Altersrente enthalten Die aktiven Bundesbeamten erhielten von 2005 bis 2007 statt einer Besoldungserhöhung Einmalzahlungen von je 300 Euro. Diese wurden nicht auf Beamtenversorgungen erstreckt. Damit lag die Bundesbeamtenversorgung 2007 um ca. 2,14 Prozent unter 2002, die gesetzliche Rente hingegen um ca. 1,59 Prozent darüber. Die Steigerung der Bundesbeamtenversorgung in 2008 deckt überwiegend einen Nachholbedarf ab.

Es gibt gute Gründe, den häufig allgemein gemachten Vergleich von Renten und Pensionen -- auch in der Höhe -- in Frage zu stellen:
. Die Beamtenversorgung ist eine Vollversorgung, die nicht nur die Rente ersetzt, sondern auch die ganz oder teilweise arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung, die über die Hälfte der Rentner der alten Bundesländer erhalten. Dass die zusätzliche Altersversorgung als Säule in den neuen Bundesländern erst seit 1990 aufgebaut werden kann, spielt hier keine Rolle. Es geht nur um den Systemunterschied.
. Es gibt viele Personen, die nur kurz (versicherungspflichtig) gearbeitet haben und danach Hausfrau wurden oder selbstständig waren. Sie beziehen Kleinrenten. Beamte, bei denen eine solche Situation eintritt, scheiden aus dem Beamtenverhältnis aus und werden in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gibt es keine Klein- und Kleinstpensionen. Hierdurch wird der Durchschnitt der Rentenhöhe gesenkt, der in der Beamtenversorgung gehoben.
. Innerhalb der Beamtenschaft überwiegen die Bezieher relativ höherer Arbeitseinkommen, was sich zwangsläufig auf die Höhe der durchschnittlichen Versorgung auswirkt. Im höheren und gehobenen Dienst sind ca. 75 Prozent der Beschäftigten verbeamtet. Im einfachen und mittleren Dienst jedoch nur ca. 30 Prozent.

Die private Krankenversicherung (PKV) für Beamte ist eine historisch gewachsene Sache, die man nicht mal eben so abschaffen kann. Wir haben die Möglichkeit zu wählen auch schon sehr erweitert, die PKV muss inzwischen auch einen Basistarif anbieten und kann Versicherte nicht mehr einfach ablehnen. Privat Versicherte werden - entgegen einer landläufig weit verbreiteten Ansicht - auch nicht sofort Versicherte erster Klasse, sondern haben maximal den Versicherungsschutz der im Sozialgesetzbuch (SGB) V vorgeschrieben ist. Für zusätzliche Leistungen muss auch zusätzlich gezahlt werden.

Ich stimme Ihnen zu, dass die Aufgliederung der deutschen Sozialsysteme, besonders der Rentenversicherung nach unterschiedlichen Formen der Erwerbstätigkeit an verschiedenen Stellen Probleme aufwirft. Generell halte ich deshalb eine Ausweitung der gesetzlichen Systeme vor allem bei Gesundheits- und Altersvorsorge für sinnvoll. Die zunehmende Zahl unterversicherter Selbstständiger ist ebenfalls ein Argument für eine solche Ausweitung. Ich halte - wie Sie - die Fortentwicklung der Rentenversicherung in eine Versicherung aller Erwerbstätigen für sinnvoll und notwendig. Allerdings ist mir bewusst, dass die Union mit der weiteren Privatisierung der Alterssicherung exakt das Gegenteil anstrebt. Es gibt meiner Meinung nach kein besseres Rentensystem als eine solidarische Umlagefinanzierung. Die interessengeleitete Propaganda gegen das Umlagesystem der gesetzlichen Rente hat sich in der öffentlichen Debatte jedoch leider weitgehend durchgesetzt. Der Kampf für den Erhalt und Ausbau der gesetzlichen Rente wird deshalb schwer und langwierig werden.

Eine Bürgersozialversicherung ist unser erklärtes Ziel und Bestandteil unseres Regierungsprogramms. Um es möglichst umfassend und bald umsetzen zu können, kämpfen wir für ausreichende Mehrheiten. Auch die Zeit der großen Koalition hat gezeigt, dass wir mit 34 % Wahlergebnis nicht 100 % sozialdemokratische Politik durchsetzen können.

Es würde mich außerordentlich freuen, wenn Sie sich aktiv und in der SPD für die Bürgerversicherung einsetzen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Arbeit
18.09.2009
Von:

seit 26 märz 2009 ist das übereinkommen der vereinte nationen für menschen mit behinerung in deuschland verbindlich. im artikel 27 haben behinderte menschen das recht auf frei gewälte arbeit zu machen. wie sollen die behinderten arbeit kommen. gibt es ein programm wie denn menschen geholfen werden kann?
Antwort von Florian Pronold
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21.09.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr Haertle,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Umsetzung des "Internationalen Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung", zu der ich gerne Stellung nehme.
Seit dem 26. März 2009 gilt das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen UNO in New York verabschiedete Internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung, das nach der Bestätigung des Bundestages als Bundesrecht in der Bundesrepublik Deutschland gilt.

In unserem Regierungsprogramm von 2009-2013 finden Sie Antworten auf Ihre Frage nach unseren Plänen, wie wir Menschen mit Behinderungen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen wollen (unter dem Punkt "Soziale Gesellschaft im Wandel" finden Sie einen Unterpunkt "Teilhabe und Einbeziehung von Menschen mit Behinderung").

Wir wollen, dass alle Menschen mit Behinderungen an unserer Gesellschaft gleichberechtigt aktiv teilhaben und einbezogen werden. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist für uns Grund, die Reformen von Rehabilitation, Teilhabe und Gleichstellung konsequent fortzusetzen und das Antidiskriminierungsrecht auf europäischer und nationaler Ebene weiterzuentwickeln.
Wir wollen erreichen, dass möglichst alle Menschen mit Behinderungen so lernen, arbeiten, wohnen und leben können, wie sie es selbst möchten. Dafür brauchen wir ein Gesamtkonzept für Teilhabe und Einbeziehung behinderter, pflegebedürftiger und alter Menschen, das sich nicht auf Versorgung beschränkt, sondern an den Bürger- und Menschenrechten dieser gesellschaftlichen Gruppen orientiert.

Für die Umsetzung des Übereinkommens wollen wir einen nationalen Aktionsplan von 2010-2020 in Kraft setzen. Zuerst muss ein gemeinsames Leben und Lernen für alle von der Kita bis zur beruflichen Ausbildung und zum Studium ermöglicht werden. Gemeinsam mit den Ländern wollen wir eine gemeinsame Erziehung und Bildung erreichen. Parallel zu den Bemühungen der Länder im Vorschul- und Schulbereich, wird der Bund die integrative Berufsausbildung und Weiterbildung, die Übergänge von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter ausbauen und Sozialleistungen auf das Integrationsziel abstimmen.

Zu Ihrer Frage zur freien Wahl des Arbeitsplatzes: Wir haben im Regierungsprogramm beschlossen, dass wir die Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter und mehrfachbehinderter Menschen besser durchzusetzen wollen, ein betriebliches Eingliederungsmanagement einfordern werden und dies soll durch alle Sozialleistungsträger besser unterstützt werden.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir erreichen, dass mehr Menschen mit schwerer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt realistische und dauerhafte Beschäftigungsperspektiven erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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