Flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro
Flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro
Mit den Stimmen von Union, SPD und Grünen hat der Bundestag die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro beschlossen. Zunächst soll es einige Ausnahmen geben.
Hintergrundinformationen
Der Gesetzentwurf der Großen Koalition "zur Stärkung der Tarifautonomie" soll "angemessenere Arbeitsbedingungen" für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicherstellen, unter anderem durch einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro brutto. Durch dessen Einführung ab dem 1. Januar 2015 wollen Union und SPD Lohnunterbietungswettbewerbe zwischen Unternehmen verhindern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor zu niedrigen Löhnen schützen. Eine gesetzliche Lösung ist laut Gesetzentwurf erforderlich, da die Tarifvertragsparteien vor allem bei einfachen Tätigkeiten oftmals nicht mehr fähig seien, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu schützen.

In den Koalitionsverhandlungen hatten sich CDU, CSU und SPD auf die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Etappen geeinigt. Bei einem Treffen der Fraktionsvorsitzenden mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles vergangenen Freitag wurden Änderungen für Saisonarbeiter, Praktikanten sowie Zeitungsausträgern vereinbart. Die Sonderregelungen sollen bis 2017 gelten.

Die Ausnahmeregelungen hatten bis zuletzt für Diskussionen gesorgt. Während Vertreter von Industrie und Wirtschaft weitere Ausnahmen fordern, kritisieren Gewerkschaften und die Oppositionsparteien derartige "Schlupflöcher". Die Linke verlangt außerdem in einem eigenen Antrag einen Mindestlohn von mindestens 10,00 Euro brutto.


© Bild: flickr/blu-news.org CC BY-SA 2.0
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #27
"Zunächst soll es einige Ausnahmen geben."
Weder reicht der Mindestlohn von 8,50€,
noch ist der Mindestlohn ohne Ausnahmen Realität geworden.
von: F. U.
am: 27.03.2017 22:27
Kommentar #26
8.50 *8 Stunden *5 Tage *4 Wochen = ~1400€ im Monat.
  • Miete => 1000€
  • Lebensmittel => 800€
  • Internet-gebühren, Rundfunkgebühren, PC und Lizenzkosten und Mobiltelefon-vertrag für 1200€ im Jahr => 700€

Die Hälfte ist schon weg. Die andere Hälfte verschwindet schon noch für Versicherungsbeiträge, Einkommenssteuer, …
Oder habt dieses Geld schon für euer Auto/Motorrad und Benzin ausgegeben?

Wenn einem weniger als 20% des Einkommens übrig bleiben - nach nötigen ausgaben - dann verdient man zu wenig.
von: Der Mathematiker
am: 16.07.2016 16:20
Kommentar #25
Hurra der Mindestlohn!
Wie man so am Volk vorbei Gesetze verabschieden kann, zeigt leider nur wie weit Poliltiker/innen wie Frau Nahles sich von der realen Welt entfernt haben. Sehr traurig.
450 Euro Job die dann inkl. 30% Sozialversicherungbeträge 11,00/Std. Euro kosten, für pizza-Fahrer, taxi-Faher und andere Aushilfen, wer soll das bezahlen?? Die Gäste werden es nicht verstehen.
Und ihr wundert euch dann warum die Bevölkerung "Politikermüde" ist.
Lebt mal weiter in eurer Blase ohne Bodenhaftung...
von: Gerd Röpke
am: 28.01.2015 16:54
Kommentar #24
Der Mindestlohn ist sowieso wieder mal eine Mogelpackung der es erlaubt Stundenlohn in Stücklohn umzurechnen und das in jeder Branche!
Halbherziges gesetz, habe aber auch nichts anderes erwartet!
von: Andreas Finger
am: 14.11.2014 18:45
Kommentar #23
erst die karre in den dreck fahren, die arbeitende bevölkerung bescheißen und dann noch den mindestlohn als tolle spd-errungenschaft hinstellen. wer soll von dem mindestloh denn leben können.

aber da denken die herren in ihrem selbstbedienugsladen nicht drüber nach. hauptsach selber den arsch warm halten.

und schön weit wegbleiben von unangenehmen fragen,nicht wahr herr ehrmann
von: nicoteen
am: 26.09.2014 22:07
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