EU-Vertrag von Lissabon
Mit erforderlicher Zwei-Drittel-Mehrheit hat der Bundestag dem EU-Reformvertrag von Lissabon zugestimmt. Einzig die Linksfraktion stimmte geschlossen mit Nein. Der Vertrag soll 2009 an die Stelle der gescheiterten europäischen Verfassung treten und die EU effizienter machen.

Hintergrundinformationen
Das Vertragswerk von Lissabon soll die EU nach innen funktionsfähiger und nach außen handlungsfähiger machen. Durch die EU-Erweiterung auf 27 Mitgliedsstaaten war es zuletzt immer schwieriger geworden, mit der bisherigen institutionellen Ausgestaltung der Union Entscheidungen zu treffen. Dieses Problem zeigte sich beispielsweise in zentralen Politikfeldern, in denen einzelne Staaten durch ein Veto Entscheidungen blockieren konnten. In Zukunft soll es nur noch in Ausnahmefällen Veto-Entscheidungen geben, in der Regel soll nach dem Mehrheitsprinzip abgestimmt werden. Um bevölkerungsreiche Länder wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien nicht gegenüber kleinen Staaten wie Litauen oder Zypern zu benachteiligen, wurde mit dem Lissabon-Vertrag das Prinzip der doppelten Mehrheit eingeführt: Eine Entscheidung kommt dann zustande, wenn mindestens 55 Prozent der Mitgliedsstaaten zustimmen, die insgesamt 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten.

Weitere Änderungen durch den Vertrag von Lissabon:
  • Um mehr Kontinuität zu gewährleisten, soll der EU-Ratspräsident nicht wie bisher nur ein halbes Jahr amtieren, sondern vom Rat der Staats- und Regierungschefs auf zweieinhalb Jahre gewählt werden. Durch die längere Amtszeit wird dem Ratspräsidenten außerdem mehr Gewicht verliehen.
  • Die EU wird von einer Art Außenminister, dem "Hohen Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik" repräsentiert. Dieser soll einen diplomatischen Dienst erhalten und Vizepräsident der EU-Kommission werden. In der Kommission fällt der Posten des Außenkommissars weg.
  • Die zur Zeit 27 Mitglieder umfassende EU-Kommission soll schlanker werden. Ab 2014, wenn die Kommission auf zwei Drittel der EU-Staaten verkleinert werden soll, stellt nicht mehr jedes Mitgliedsland einen Kommissar. Stattdessen wechseln sich die einzelnen Länder ab.
  • Das EU-Parlament soll einerseits gestärkt werden und muss künftig bei fast allen Entscheidungen der Union zustimmen. Andererseits bleibt das Parlament nach wie vor ohne Mitspracherecht bei Entscheidungen, die die Außen- und Sicherheitspolitik betreffen. Auch darf das EU-Parlament weder eigene Gesetze vorlegen noch den Ratspräsidenten bestimmen.
  • Erstmals kann ein Mitgliedsstaat aus der EU austreten.
  • Die Fraktionen des Bundestags können gegen die EU-Kommission klagen, wenn diese ihre Kompetenzen überschreiten sollte.

Gegenüber dem Verfassungsvertrag, der 2005 nach ablehnenden Referenden in Frankreich und den Niederlanden verworfen wurde, verzichtet der Vertrag von Lissabon u.a. auf:
  • staatstypische Symbole wie Flagge und Hymne,
  • die Bezeichnung "Verfassung",
  • die Schaffung des Amtes eines EU-Außenministers (nun: "Hoher Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik"),
  • die Aufnahme der Grundrechtecharta; diese wird allerdings durch einen Verweis für rechtsverbindlich erklärt (außer in Großbritannien und Polen).
  • eine sofortige Einführung der doppelten Mehrheit bei Abstimmungen; dieses Prinzip wird erst ab 2014 eingeführt (s.o.).

Als einzige Fraktion stimmte die Linke gegen den EU-Vertrag. Trotz Verbesserungen gegenüber dem Beschluss von Nizza wie die erweiterten Mitentscheidungsrechte des Europäischen Parlaments, die Verbindlichkeit für die EU-Grundrechtecharta und die ersten Schritte für partizipative Demokratie seien auch die Nachteile zu sehen. Insgesamt habe der Lissabon-Vertrag einen "neoliberalen Geist". Es handele sich um einen Vertrag der Regierenden, nicht der Bürgerinnen und Bürger. Die Linke hatte für eine Volksabstimmung über das Vertragswerk plädiert. (Abstimmungsverhalten auf bundestag.de [pdf])

Am 13. Dezember 2007 hatten die Staats- und Regierungschefs das Vertragswerk in Lissabon unterzeichnet. Erst wenn alle 27-EU-Mitgliedsstaaten den Vertrag ratifiziert haben, kann dieser zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. In Deutschland fehlt noch die Zustimmung des Bundesrats am 23. Mai 2008.

Im Zusammenhang mit dem EU-Vertrag von Lissabon beschloss der Bundestag auch die Änderung der Grundgesetz-Paragrafen 23, 54 und 93. Durch die Verfassungsänderung soll sichergestellt werden, dass die direkten Mitwirkungsrechte, die der Vertrag den nationalen Parlamenten gegenüber Organen der Europäischen Union einräumt, von Bundestag und Bundesrat auch wahrgenommen werden können. (Abstimmungsverhalten bei bundestag.de [pdf]).

Der Abgeordnete Dr. Peter Gauweiler hat indes Verfassungsbeschwerde gegen die Ratifizierung des Vertrags eingelegt. Bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, hat Bundespräsident Köhler angekündigt, werde er den Vertrag nicht unterschreiben.

© Foto: GNU Lizenz für freie Dokumentation, Originalbild:
www.prezydent.pl




Weiterführende Links
Gesetzentwurf zum EU-Vertrag von Lissabon
(Gesetzentwurf der Bundesregierung, Drs. 16/8300)
EU-Vertrag von Lissabon bei Wikipedia.
Rechtsgutachten im Auftrag von Dr. Peter Gauweiler zur Verfassungswidrigkeit des EU-Lissabonvertrags


Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #186
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von: mortgage loans
am: 20.10.2011 03:46
Kommentar #185
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von: MARYLOUWarner30
am: 02.06.2011 12:22
Kommentar #184
Ich bezweifle, dass sich auch nur 1 dieser Abgeordneten die mehr als 400 Seiten Lissabonner-Vertrag durchgelesen hat. Mir hatts schon nach der Hälfte gereicht.

Ich darf als auch, wenn eine Demonstration aufgelöst wird, notfalls erschossen werden?

Hoch lebe der Faschismus...^^
von: Hendrik
am: 11.05.2010 22:22
Kommentar #183
Mich würde ja mal interessieren auf was für Quellen all diese Kommentare aufgebaut sind. Es is irgendwie einwenig unglaublich, dass so etwas möglich sein sollte. Würd mich freuen, wenn in Zukunft auch nen par Querverweise oder Links zu " ofizielen" und glaubwürdigen Seiten geboten werden würden.
von: Maddin
am: 19.11.2009 16:06
Kommentar #182
Hallo Cosmo,
Sie schreiben "Allerdings, ... gibt es eine höhere Hierarchie - zumindest in Europa - das EU-Parlament, die höchste gesetzgebende Ebene in der Europäischen Union."
Dies ist definitv Falsch. Das Europäische Parlament hat keinerlei gesetzgeberische Kompetenzen, geschweige denn ein Initiativrecht.
Es ist in einigen Bereichen gar nicht in den gesetzgeberischen Prozess integriert (z.B. Aussen- und Sicherheitspolitik), in anderen muss es sich zu einem Kompromiss mit dem Ministerrat durchringen.
Das Zentrum der Macht ist der Ministerrat, der Gesetze (auf EU-Ebene) erlassen kann (Legislative), die die Minister der nationalen Regierungen umsetzen müssen (Exekutive). Damit wird die so hochgelobte und sinnvolle Gewaltenteilung im Staat unterlaufen.
Wie oft mussten Sie schon hören, dass Gesetze aus Brüssel umgesetzt werden müssen? Wenn ein Minister sagt, er habe keine Möglichkeit gegen EU-Vorgaben zu intervenieren, lügt er.
Andi
von: Andi
am: 12.10.2009 23:16
Kommentar #181
Gesetzgebung, Demokratie und Lobbies
Seit ich in die Schule ging, also vor rund 40 Jahren, wird uns erzählt, die beste Staatsform die es gibt, ist die Demokratie. Bei der Demokratie geht die Macht vom Volk aus ...

Warum aber passieren dann Dinge, die gegen das eigene Volk gerichtet sind? Ist das Volk entmachtet, hat es keine demokratischen Rechte mehr ... oder ist es masochistisch veranlagt, dass es sich selbst quält.

Zum einen, gibt es, was die wenigsten wissen, verschiedene Arten von Demokratien. Unsere europäischen Demokratien sind repräsentative Demokratien. Das heisst, wir, das Volk, wählen die politischen Parteien bzw. Kanditaten, die "unsere Meinung" in einer Versammlung, in Österreich ist es das Parlament, in Deutschland der Bundestag, vertreten.

Das heisst weiters nicht, dass unsere Meinung oder unsere Interessen tatsächlich vertreten werden! Wir haben nur die Möglichkeit, jene Parteien oder Kanditaten zu wählen, deren "Programm" möglichst unseren Meinungen und Interessen entspricht ... Dies schränkt naturgemäss sehr vieles ein. Wir müssen, schon bei unserer Stimmabgabe Kompromisse eingehen. Zynisch gesagt, wählen wir das "kleinste Übel"!

Die von uns gewählten Vertreter regieren nun. Nicht beeinflusst von unseren Wünschen, aber sehr beeinflusst von jenen Gruppierungen und Organisationen, die durch ihre Macht und ihre Netzwerke Einfluss auf die Politik, somit auch auf die Demokratie, nehmen können. Das sind die Lobbies.

Eigentlich werden wird nicht von den von uns gewählten "Volksvertretern" regiert, sondern von den zahlenmässig weit unterlegenen, aber mit machtvollen Instrumenten ausgestatteten, Lobbies.

Ein kleiner Vergleich. Wenn du mit jener Partei oder jenem politischen Kanditaten unzufrieden bist, weil sie oder er deine Interessen unzureichend vertreten bzw. vertritt, dann kannst du damit drohen, das nächste Mal, im schlechtesten Falle in 4 Jahren, einer anderen Partei oder einem anderen Kanditaten deine Stimme zu geben.

Ein Konzern, beispielsweise, droht gleich, seine Produktion ins Ausland zu verlegen, dadurch verliert der Staat an Wertschöpfng und Steuern und ausserdem könnten Zehntausende ihre Arbeit verlieren.

Du brauchst nicht lange zu raten, wessen Interessen dieser Politiker vertritt! Ergo, der schöne Satz, die Macht geht vom Volke aus, wird ad absurdum geführt! Zudem gleichen sich die politischen Parteien und ihre Programme immer mehr, eigenständige Ideen werden weniger. Die Politik wird unter dem Druck der Lobbisten uniform.

Allerdings, neben dem Volk und den nationalen Lobbisten gibt es eine höhere Hierarchie - zumindest in Europa - das EU-Parlament, die höchste gesetzgebende Ebene in der Europäischen Union. Das impliziert, EU-Recht geht vor Nationalrecht. Die EU-Staaten müssen sich dem EU-Recht beugen und das Nationalrecht anpassen.

Natürlich spielt Lobbying auf dieser Ebene noch eine sehr viel grössere Rolle und die Interessen vieler Millionen Europäer auf einen Nenner zu bekommen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Doch die EU versucht nicht, mit einer Gesetzgebung in grösserem Rahmen nationalen Spielraum zu ermöglichen und damit zumindest den einzelnen Staaten die Möglichkeit zu geben, mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten auf die Bürger eingehen zu können, nein, sie versucht möglichst viele Interessen der Lobbies ohne Rücksicht auf die Bürger "durchzudrücken".

Damit kein Aufstand entsteht, wird das Volk, aber auch die Politker nicht selten falsch informiert. Eben dieses passierte gerade beim sogenannten Lissabon-Vertrag, der die nationalen Regierungen weitgehend entmachtet, dadurch auch den Willen des Volkes ignoriert und die Macht auf eine einzige Institution reduziert. Wusstest du, dass nach der neuen EU-Verfassung die Todesstrafe in Europa wieder möglich gemacht wird?

Ein weiteres Konstrukt von Desinformation, Lügen und absoluter Bevormundung ist der "Codex Alimentarius", der ab 31.12.1009 gelten soll und den auch alle Staaten in ihre Gesetzgebung einbinden müssen. Im Codex Alimentarius werden ausschliesslich die interessen der mächtigsten Lobbies umgesetzt. Genmanipulierte Produkte brauchen nicht mehr deklariert werden, alternative Heilmittel sind praktisch untersagt, ebenso ziemlich alles was noch halbwegs gesund ist. Sogar Bio-Obst und -Gemüse muss demnach bestrahlt werden. Es ist ratsam, sich mit diesem fatalen wie auch skurillen Konstrukt eingehender zu beschäftigen. Es hat den Anschein, als hätten sich Vertreter von Monsanto und der Pharmaindustrie an einem Tisch gesetzt und alle Möglichkeiten zum Gesetz gemacht, die ihre grenzenlose Macht- und Profitgier umsetzt. Das Schlimme daran ist, dass selbst Politker darüber kaum Bescheid wissen und ebenfalls falsch informiert wurden!

Was passiert mit dem Bürger? Er wird vorsätzlich krank gemacht und der den Pharmakonzernen ausgeliefert. Nicht der Mensch steht im Vordergrund, sondern die Gewinne und die Macht obsurer Konzerne auf Kosten der Menschen!

Das Volk wird aufwachen! Allerdings erst dann, wenn es zu spät ist! Oder doch nicht? Ich frage mich schon seit langem, wie leidensfähig, ignorant und obrigkeitsabhängig die Menschen eigentlich sind?
von: Cosmo
am: 08.10.2009 19:43
Kommentar #180
Die Iren haben zugestimmt. Damit ist der Vertrag wohl durch.
von: Irre
am: 05.10.2009 00:51
Kommentar #179
Sollte der Vertrag mit der Zustimmung aller Länder zustanden kommen,
Wird es die BRD in der jetzige Form nicht mehr geben !
Auch unser Grundgesetz wird der Vergangenheit angehören !
von: Charlie
am: 01.10.2009 21:45
Kommentar #178
Lediglich ein kläglicher Abgeordneter von B'90/Die Grünen hat sich enthalten, andere sind erst gar nicht zur Abstimmung erschienen. Sollte die Ratifizierung eines Vertragswerks mit solchem Inhalt wie dessen von Lissabon innerhalb der Grünen tatsächlich indiskutabel "richtig" oder so unwichtig sein, dass man da zuhause bleiben sollte?
Da keimt in mir der Verdacht auf, dass Räson der Motor dieser Abstimmung war. Räson - aus Unwissenheit oder aus Angst. Vielleicht sind die etwas Mutigeren zuhause geblieben, weil sie den Fraktionszwang fürchteten. Fast heldenhaft ist da schon die Enthaltung. Respekt gebührt Herrn Hofreiter!
von: Sebastian
am: 25.09.2009 20:05
Kommentar #177
Respekt vor Paul Lehrieder, dass er gegen die Meinung der Partei seinem Gewissen gefolgt ist.
von: Ein Woanderswähler
am: 18.09.2009 10:11
Kommentar #176
Die Abgeordneten, diese sogenannten "Volksvertreter", fürchten in erster Linie das eigene Volk, deshalb wird es in Deutschland keine Volksbefragungen geben, die Europa betreffen. Sei es die Einführung des Euro, der Osterweiterung und des "EU-Vertrags". Niederlagen wären ihnen gewiss gewesen!
So wird aber Deutschland weiterhin von Brüssel bevormundet und deutsche Interessen mit Füssen getreten.
Otto v. Bismarck sagte einst: "Außenpolitik habe in erster dem Interessen des eigenen Volkes zu dienen und nicht denen der Anderen".
von: Manfred
am: 15.09.2009 09:08
Kommentar #175
lasst uns einfach nur alle beten, dass die ihren wieder gegen dieses machwerk stimmen. unsere eigenen politiker haben in der sache ja schon kläglich versagt..

wenn der vertrag durch geht wird das problem mit dem "widerstand" sein, dass eu-feindliche-"subjekte" gezielt ausgeschaltet werden dürfen. (heisst im klartext: mord)

und unsere liebe frau kanzlerin.. wer sinngemäss dinge rausfeuert wie :
wenn die iren erneut mit "nein" stimmen, werden wir sie wieder abstimmen lassen, bis sie mit "ja" stimmen.

darf so jemand eigentlich in der politik einer "DEMOKRATIE" *hust* überhaupt tätig sein?
von: einer internetpräsenz
am: 08.09.2009 03:15
Kommentar #174
Der Lissabon-Vertrag mit seinen 350 Seiten ist ein völlig Chaotisches Vertragswerk welches ich niemals unterzeichnet hätte. Ob dass die Mehrheit der dem Vertrag zugestimmten Parlamentarier überhaupt durchgelesen haben?

Karlsruhe hat dann auch in seinem Urteil zur Verfassungsbeschwerde von Peter Gauweiler und dem eigentlichen Kläger Prof. Karl Albrecht Schachtschneider am 30 Juni erklärt dass das Europaparlament kein demokratisch gewähltes Parlament ist und der Vertrag so nicht Verfassungskonform sei.

Bin mal gespannt was da wieder gebastelt wird.

Ich kann nur hoffen das die Iren das Teil am 3 Oktober zu Fall bringen. Ansonsten sehe ich sehr Schwarz für Deutschland.

Dann nämlich wird der EuGH demnächst sagen wo es lang geht. Ob dass unsere Mitzeichner / Zustimmer wussten?

Man kann es ihnen am 27 September mitteilen.

www.aep-d.de

www.aep-d.de
von: Andreas Graefenstein
am: 24.08.2009 01:31
Kommentar #173
Auch wieder ein tolles Beispiel der Kompetenz unserer Politiker.
Als sie nach der Abstimmung danach gefragt wurden was sie denn da unterzeichnet haben und keiner eine richtige Antwort darauf geben konnte.
Aber die Verabschiedung mit aller Gewalt und in Rekordzeit durch Peitschen.
Unsere Politiker wissen ganz genau warum sie Volksentscheide nicht zulassen.
Wenigstens haben wir noch das Bundesverfassungsgericht.
Aber oh Wunder jetzt versuchen sie auch den noch zu kastrieren.

Widerstandsrecht, das ist doch ein tolles Wort.
Aber ehrlich gesagt geht es uns dafür noch zu gut.
Bis es soweit ist dauert es noch etwas, aber ich zweifle nicht daran das es
soweit kommt wenn unsere Politiker so weiter machen.
von: WeltenWanderer
am: 19.08.2009 22:32
Kommentar #172
bevor wir zum widerstandsrecht greifen; sollten und müssen wir alle legalen wege gehen, um die abgeordneten im vorfeld der abstimmung zum neuen begleitgesetz am 8.9. zu beeinflussen und zu erwirken, daß eine VOLKSABSTIMMUNG ZUM LISSABONER VERTRAG stattfindet.
die art und weise, wie das neue gesetz- übrigens OHNE grundsätzliche vorgaben aus karlsruhe umzusetzen- jetzt mal eben vor der wahl durchgewunken werden soll, stimmt doch sehr nachdenklich und macht mich persönlich ECHT WÜTEND über die dreistigkeit der verantwortlichen auf verfassungswidrige art und ohne das wohl und den willen der menschen dieses staates umzusetzen.
wer sich seiner sache sicher ist, kann sich mitstreiter suchen und abgeordnete verklagen, denn wir werden geblendet, fehlinformiert; HINTERGANGEN und betrogen!
siehe folgender artikel von tobias pflüger:


Begleitgesetz zum Lissabon-Vertrag: Aushebelung des Parlamentsvorbehalts
www.imi-online.de
von Tobias Pflüger

In seinem Urteil vom 30. Juni hat das Bundesverfassungsgericht das
Begleitgesetz zum EU-Vertrag von Lissabon einkassiert. Die Versuche, die
Entscheidungsbefugnis des Bundestags über die Entsendung deutscher
Soldaten in Kriegseinsätze (Parlamentsvorbehalt) auszuhebeln, seien
unvereinbar mit dem Grundgesetz, so die Kernbotschaft des BVG-Urteils.
In aller Deutlichkeit wird dort festgehalten: "Der deutsche Vertreter im
Rat wäre in diesem Fall (EU-Ratsentscheidung über einen Militäreinsatz,
T.P.) von Verfassungs wegen verpflichtet, jeder Beschlussvorlage die
Zustimmung zu verweigern, die den wehrverfassungsrechtlichen
Parlamentsvorbehalt des Grundgesetzes verletzen oder umgehen würde." Nun
versucht die Bundesregierung jedoch offenbar mit einer Neufassung
"nachzubessern" -- ohne aber die zentralen Kritikpunkte auszuräumen, im
Gegenteil.

Es ist schon ein bemerkenswerter Vorgang, dass jetzt bei den
Verhandlungen der Fraktionen zum Begleitgesetz ohne jede öffentliche
Diskussion Fakten geschaffen werden sollen. Der Gesetzentwurf der
Koalitionsfraktionen liegt bereits vor. Das Urteil des
Bundesverfassungsgerichts wird in vielen Punkten grob missachtet. Der
Parlamentsvorbehalt für den Auslandseinsatz deutscher Soldaten wie auch
das Verbot des Angriffskriegs (Art. 26 GG) wird nicht gesetzlich
gegenüber europäischen Rechtsakten abgesichert. Der Bundestag erhält
also keinesfalls mehr Rechte und zwar deshalb, weil die Bundesregierung
auch künftig Militär- und Kriegseinsätzen im Rat zustimmen können will,
ohne an ein hierfür eigentlich erforderliches Bundestagsmandat gebunden
zu sein.

Wichtig ist hier festzuhalten, dass der Bundestag nicht nur über die
Entsendung deutscher Soldaten entscheiden können sollte. Denn auch wenn
sich Deutschland nicht mit Soldaten an einem EU-Einsatz beteiligen,
diesem jedoch zustimmen würde, würden hierfür von deutscher Seite
mitfinanzierte Institutionen und Strukturen genutzt. Auch in solchen
Fällen müsste der Bundestag prüfen, inwieweit ein solcher Einsatz mit
dem Verbot der Führung oder Unterstützung eines Angriffskrieges
vereinbar wäre. Deshalb bedarf es einer umfassenden Stärkung der Rechte
des Bundestages. Der Bundestag muss in allen Belangen die Position der
Bundesregierung im EU-Rat frühzeitig festlegen können. Dies muss
selbstverständlich auch für alle so genannten Missionen der Europäischen
Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sprich EU-Polizei- und
Militäreinsätze, gelten.

Statt die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen, betreiben
insbesondere CDU und SPD in diesem Zusammenhang ein demokratie- und
verfassungsfeindliches Spiel. Es ist zu verurteilen, dass sie sich dabei
mitunter auch noch einer deutschnationalen Argumentation bedienen, frei
nach dem Motto, eine Stärkung des Bundestages würde die deutschen
Interessen in Brüssel gefährden: "Eine Bindung der Regierung an das
Parlament, wie sie die österreichische Verfassung vorsieht und von der
CSU für das Begleitgesetz als Vorbild genannt wurde, könnte Deutschlands
Rolle in der EU 'marginalisieren', sagte Röttgen im Gespräch mit der
F.A.Z. [09.08.2009]. 'Um Europa in unserem Sinne und nach unseren hohen
Standards mitgestalten zu können, braucht die deutsche Bundesregierung
ein Höchstmaß an Flexibilität', sagte Röttgen."

Doch auch hier ist das BVG-Urteil eindeutig: "Der
wehrverfassungsrechtliche Parlamentsvorbehalt kann auch nicht aufgrund
von sekundärrechtlich begründeten Handlungspflichten der Mitgliedstaaten
umgangen werden." Wir brauchen jetzt eine breite öffentliche Diskussion
über die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Der Parlamentsvorbehalt
muss völkerrechtlich abgesichert werden. Dazu muss die Bundesregierung
einen völkerrechtlichen Vorbehalt erklären.

Offensichtlich geht es CDU und SPD nur darum, vor dem Referendum am 2.
Oktober in Irland über den Vertrag von Lissabon das neue Begleitgesetz
schnell über die Bühne zu bringen, um die JA-Stimmen zu unterstützen.
Das ist absolut unwürdig und schlicht antidemokratisch. Ich fordere in
diesem Zusammenhang dazu auf, das progressive NEIN in Irland zu
unterstützen, u.a. durch eine Mitgliedschaft in der "Campaign Against
the EU Constitution" (CAEUC): www.caeuc.org/


das zeigt, daß wir alles tun müssen, um uns zu informieren, zb bei
www.eu-vertrag-stoppen.de und JETZT EINFLUß zu NEHMEN auf die
parlamentarier. das sollte im jetzigen wahlkampf effektiver sein, als zu anderen zeiten.
1. Wir müssen sie mit ihrem abstimmungsverhalten zum lissaboner vertrag konfrontieren und ihnen zeigen, daß wir bescheid wissen, auch über die konsequenzen der ratifizierung.
2. Wir müssen ihnen klarmachen, daß wir sie nicht wählen werden, wenn sie dieses neue begleitgesetz unterstützen, anstatt sich FÜR EINE VOLKSABSTIMMUNG ZUM LISSABONER VERTRAG einzusetzen.
3. Wir müssen ihnen ganz klar sagen, daß wir sie nicht nur nicht wählen werden, sondern sie auch zur rechenschaft ziehen werden für ihr antidemokratisches , verfassungswidriges verhalten und daß sie es sind, die in der pflicht sind UNSEREN WILLEN DURCHZUSETZEN!!!
4. WIR sollten ALLE am 5.9. nach BERLIN fahren und auf der DEMO GEGEN DEN LISSABONVERTRAG siehe
www.eu-vertrag-stoppen.de
ganz klar stellung beziehen und alles dafür tun, um unsere mitmenschen ÜBER DIE DEMO zu INFORMIEREN( zb von der website flyer runterladen und verteilen, plakate bestellen, spenden, das banner auf websites platzieren, in foren und blogs darüber informieren und und und)
Also: WERDEN WIR AKTIV anstatt nur zu maulen und zu jammern!!
WIR SEHEN UNS IN BERLIN AM 5.9.

ACTION!
von: erik
am: 18.08.2009 18:24
Kommentar #171
Florian:
So ist das nicht. Der Bundestag bekommt nur Mitspracherechte, wenn es um Vetragsänderungen geht. Die anderen Ermächtigungen wurden alle durchgewunken, der Bundestag insoweit entrechtet.
von: Klaus
am: 18.07.2009 21:52
Kommentar #170
"Die EU-Rechtsgebung schlanker machen..."
"Die Entscheidungsfreudigkeit erhöhen..."
"Handel und Wirtschaft erweitern..."


Klingt ja alles schön und gut, nur zu welchen Preis soll das Ganze stattfinden?

EU-weit soll hier dafür eine Verfassung eingeführt werden. Und ja, im Gegensatz zu unseren Politikern wage ich das Wort "Verfassung" in den Mund zu nehmen und es auszusprechen!

Dieses Regelwerk ist dick genug und kompliziert genug zum lesen, dass selbst erfahrenste Juristen oftmals den Überblick verlieren und viele Dinge nicht richtig erklärt bekamen.
Viele der Bundestagsabgeordneten sind solche Juristen!

Es kommt einen so vor wie beim Beitritt in eine Internetcommunity:
Wir geben unsere Daten ein und machen nur ein einfaches Häckchen bei "die AGBs wurden gelesen" und im nächsten Moment wird einen das Geld aus der Tasche gezogen. Selbstverständlich lesen hier nicht alle die ABGs bzw. verstehen diese.

So ähnlich lief es auch hier ab. Es wurde dieses Häckchen gemacht. Aber es wurde der Inhalt dieser AGBs, sprich dieses Vertrages nicht erkannt. Es wurde nicht gelesen oder nach den ersten trockenen Paragraphen bei Seite gelegt.


Mit Stolz kann man jedoch den Klägern gegen die Zustimmung zum EU-Reformvertrag, vor dem BVerfG, erblicken.
Sei es die Fraktion der Linken, sei es Herr Gauweiler (MdB, CSU) oder sei es Herr Buchner (ödp).


Es war interessant die Urteilsverkündung dieser Klage vor einigen Tagen im Fernsehn zu sehen:

Die öffentlich Rechtlichen Fernsehsender sprachen davon, dass KEIN Einspruch seitens des BVerfG eingelegt wurde.

Die privaten Fernsehanstallten dagegen, sprachen das Urteil wortwörtlich aus:
Nur mit Auflagen darf einer Ratifizierung zugestimmt werden. Nämlich dann, wenn die nationalen Parlamente mehr Rechte behalten können. Also das Gesetze nicht einfach so vom EU-Parlament abgesegnet werden können, sondern das hier Bundestag und Bundesrat noch weiterhin etwas zu vermelden haben.


Wir können uns daher nur bei den Linken, der ödp und Herrn Gauweiler "Rebell der CSU" bedanken, dass hier die Notbremse gezogen wurde.
Auch wenn der Vertrag nicht vollenst gestoppt wird, bleibt wenigstens die Demokratie in Deutschland erhalten.

Es bleibt nurnoch abzuwarten ob die Iren, Polen oder Tschechien noch Einspruch einlegen werden und der Vertrag dadurch nicht doch noch scheitert. Immerhin wurde hier die Ratifizierung auch noch nicht beschlossen.
von: Slivinsky Florian
am: 04.07.2009 22:11
Kommentar #169
Ich kann mich dem nur anschließen: Hochverrat - mittlerweile zum Quadrat!

Die haben im Grunde ihre eigenen Kinder und Kindeskinder an eine Diktatur verkauft und verraten. Widerlich!

Wir müssen bei der Bundestagswahl unbedingt dafür sorgen, dass von denen keiner mehr Land sieht.

Aber ein großer Dank an Herrn Dr. Gauweiler, die LINKE und alle anderen Mitstreiter vor dem Bundesverfassungsgericht!
von: Lang lebe die Demokratie
am: 03.07.2009 23:33
Kommentar #168
Alle Abgeordeneten, die dem Vertrag von Lissabon zugestimmt haben, müssten seit heute wegen Vaterlandsverrat in den Knast kommen. Den Schaden vom Deutschen Volke abwenden wollen, aber jegliche Macht nach Brüssel abschieben...

Ein Skandal
von: Lutz
am: 30.06.2009 19:20
Kommentar #167
Aus tiefstem Herzen vielen Dank!

Ich studiere Jura und habe schon im Zusammenhang mit der EU-Verfassung meinen Staatsrechtsprofessor zum Widerstandsrecht befragt ohne befriedigende Antwort zu erhalten. Diese Verfassungsbeschwerde gegen die Ratifizierung eines demokratiebeseitigenden Machwerks von Leuten, die auf spontane Nachfrage keiner von wenigen einfachen Fragen zum Inhalt dessen worüber sie abstimmen richtig beantworten können spricht mir und wohl auch jedem anderen Informierten voll und ganz aus dem Herzen!

Mit bürgerlichen Grüßen aus dem Wahlkreis 56
von: Martin Tangeten
am: 28.04.2009 05:48
Kommentar #166
Sehr geehrte Damen und Herren,

Vorausgesetzt der EU-Vertrag Lissabon wird von den Iren und den anderen noch ausstehenden Mitgliedsstaaten ratifiziert. Wie sieht es denn dann hinsichtlich der Aufnahme von neuen Mitgliedsstaaten in die EU aus? Konkret, wird es dem EU-Mitglied Slowenien auch weiterhin erlaubt sein den EU-Kandidatenstaat Kroatien auf seinem Weg zur Vollmitgliedschaft zu blokieren und von Kroatien territoriale Zugeständnisse als "Preis für den EU-Beitritt" zu erpressen?
Oder wird mit dem Lissabon-Vertrag das slowenische Veto wertlos, da eine 2/3 Mehrheit entscheidet?
Bitte um Erläuterung.
Vielen Dank für die Informationen.
von: Tony
am: 13.03.2009 17:39
Kommentar #165
Ich denke die Mehrheit der Bundesbürger steht der EU positiv gegenüber. Was dabei stört sind die Politbürokraten. Die haben in der Regel auch nicht schwören müssen, dass sie den Nutzen des deutschen Volkes mehren und Schaden von ihm abwenden werden.

Führende Köpfe in der EU (aus deutscher Sicht) sind i.d.R. Politiker, die aufgrund von irgendwelchen seltsamern Vorkomnisse in Deutschland parteipolitisch nicht mehr haltbar waren, wegen Ihrer Verdienste um die Partei und aus versorgungrechtlichen Gründen in die EU weggelobt wurden.

Dies führt dazu, dass aus der EU und Ihren Einrichtungen ein parteipolitischer Mülleimer gemacht wurde. Deutsche Politiker werden in der EU schlichtweg über den Tisch gezogen. Für sie heisst die Devise am Ende nur noch nicht auffallen und überleben.

Die politisch Verantwortlichen in der BRD wissen sehr wohl warum sie zur EU-Verfassung das Volk nicht befragt haben. Dieses Ergebnis hätte keiner mehr schön reden können.

Dass andere Regierungen in Europa ihre Bürger dazu befragt haben wirft ein schlechtes Licht auf unsere Demokratie.

Vielleicht sollte unseren Politikern einmal jemand den Unterschied zwischen Wirbelsäule und Rückrad erklären.
von: Michael Benker
am: 16.01.2009 02:12
Kommentar #164
Harry Nietsche hat ne gute Rede gehalten im Bundestag ( youtube.!) , dabei wurde er mehr oder weniger verhöhnt. Ich bin kein Europagegner aber diese Versuche im Eiltempo aus einem angenehmen europäischen Staatenbund einen mit Bürokraten aufgeblasenen Bundesstaat zu machen, der eher zu weniger Demokratie in der Lage ist als zu mehr Demokratie, halte ich für sehr gefährlich.
von: Djane
am: 05.12.2008 01:36
Kommentar #163
  • 156:
Die Enteignungs-Artikel (299 und 280) gelten übrigens schon heute (256 und 244). Eine Zeitung, die die Wahrheit schreibt, könnte damit sofort dichtgemacht werden!
von: Timo
am: 21.11.2008 00:08
Kommentar #162
Sehr geehrter Herr Dr. Peter Gauweiler,

bravo, bravissimo, daccapo!

Die medialen Nulpen-Schande über die ehemals "4.Säule" im Staate- in den Redaktionen der hiesigen Rundfunkanstalten und der gesammte Auflagenboulevard werden sich wieder- jeder nach seinem Gusto- in Opportunismus, Feigheit, intellektueller Überforderung oder GEZ-finanzierter Kontemplation üben.

Doch "wir Wissenden"- Sie gestatten den Ausdruck- sind die weisse Rose für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit- für marktliche Sozialwirtschaft(Grüße an den Herrn Prof.Dr.iur.) und das republikanische Erbe unserer Väter.

Karlsruhe muß ein Fanal setzen. Es muß in diesem Lande(und in den Nachbarländern) wieder mit rechten Dingen zugehen!

Verbleibe mit freundlichen Grüßen,

M.Gruss
42489 Wülfrath
von: Marcel Gruss
am: 09.09.2008 11:42
Kommentar #161
Und wieder lernt Deutschland nix aus seiner Geschichte. Das Erbe unserer Großeltern haben diese gestriegelten Blender verraten. :(
von: Politnoob
am: 03.09.2008 18:49
Kommentar #160
Danke Andreas.

Das ist wahrlich der Anfang vom Ende!
von: Christian Münch
am: 07.08.2008 17:29
Kommentar #159
Durch den EU-Reformvertrag von Lissabon werden die Bürger noch mehr in Ihren Rechten eingeschränkt. Die Politik bestimmt denn über unsere Rechte, wir selber dürfen keine Entscheidung mit tragen. Das ist Sklaventum oder Besser gesagt ein Verbrechen an die Menschheit.
von: Polterbirne
am: 04.08.2008 08:08
Kommentar #158
weiterführende Infos und Tipps über Lissabon bei
www.lissabontipp.de
von: Alex
am: 01.08.2008 14:41
Kommentar #157
An den Reaktionen der Damen und Herren "Volksvetreter" auf die irische Abstimmung sieht man ganz deutlich, was dieser Personenkreis unter Demokratieverständnis" versteht.
Das Wahlvolk hat gefälligst SO abzustimmen, wie es den Mächtigen genehm ist. Alles andre ist "Undankbarkeit" .
Liebe Iren: bleibt tapfer, ihr seid die einzigen in diesem Europa, die die Möglichkeit hatten, abszustimmen.
Lasst euch diese Recht NIE nehmen, sonst ergeht es euch wie uns.
von: Criticus
am: 21.07.2008 19:20
Kommentar #156
Sarkozy fordert neue Abstimmung in Irland:

www.n-tv.de


Wer sich über den Willen eines ganzen Volkes hinwegsetzt, wird auch keine Skrupel haben, ein Verfassungsgericht unter Druck zu setzen. Es ist daher alles andere als sicher, daß das Bundesverfassungsgericht diesen Vertrag stoppt.

Es wird jetzt höchste Zeit, die Öffentlichkeit über diese Vorgänge aufzuklären. Die untenstehenden Videos (#155) sind ein guter Anfang. Wir müssen diese jetzt in eine für den einfachen Bürger verständliche Form aufbereiten.


Hier der Vertragstext:

consilium.europa.eu

Fangen wir mit dem Europäischen Gerichtshof an. Dieser ist, wie Schachtschneider zurecht sagt, kein echtes Gericht. Denn er ist nicht unabhängig. Die Richter werden von den Regierungen für eine relativ kurze Zeit von sechs Jahren ernannt, eine Wiederwahl ist zulässig.
(Zum Vergleich: Bundesverfassungsgericht: Amtszeit 12 Jahre ohne Wiederwahlmöglichkeit, Wahl durch Bundestag und Bundesrat).
Durch die kurze Amtszeit und die Wiederwahlmöglichkeit, und dazu die hohen Gehälter, ist ein Anreiz gegeben, im Sinne der Regierungen zu entscheiden.

Richter, die von der Regierung ernannt werden, wo gibt es das? Das hatten wir einmal hier:

Artikel III, § 2
www.documentarchiv.de

Und es kommt noch etwas hinzu: Protokoll Nr. 3, Artikel 3.
"Die Richter sind keiner Gerichtsbarkeit unterworfen."
Das heißt im Klartext, diese Richter sind nicht einmal an Recht und Gesetz gebunden. Für Verstöße können sie nicht strafrechtlich belangt werden. Diese Richter können jederzeit von den geltenden Verträgen abweichen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Und das haben sie bereits getan, wie der Erklärung 17 zu entnehmen: Der EuGH hat den Vorrang von Europarecht festgeschrieben, obwohl er in den damals geltenden Verträgen gar nicht drin stand.

Dieses "Gericht" ist nichts weiter als ein verlängerter Arm der Regierungen.



Das Europäische Parlament ist kein echtes Parlament.
Ein Parlament ist eine Volksvertretung. Ein Volk, das es nicht gibt, kann auch nicht vertreten werden.
Man stelle einmal folgende Situation vor: Die Bundesregierung trifft mit den Arabern ein Abkommen, ein gemeinsames Parlament einzurichten. Dieses Parlament führt nun mit Mehrheitsbeschluß die Scharia ein. Daß sowas nicht gehen kann, dürfte wohl jedem einleuchten.

Demokratie bedeutet, jedes Volk entscheidet in seinem eigenen Land, was auf seinem Staatsgebiet Recht sein soll. Es bedeutet nicht, daß Völker darüber entscheiden können, was in einem anderen Land zu gelten hat.

Ein Europäisches Parlament kann erst dann zu einer Legitimität gelangen, wenn jedes einzelne Volk die Entscheidung getroffen hat, sich zu einem neuen europäischen Volk zusammenzuschließen.

Das Europäische Parlament ist auch aus weiteren Gründen nur ein Scheinparlament.
In einer Demokratie kann nur die Volksvertretung Gesetzgeber sein. Die Regierung hat nur ein Vorschlagsrecht, aber das Parlament kann auch aus eigener Initiative Gesetze beschließen. Es kommt entscheidend darauf an, was das Parlament beschließt. In Hessen können wir das zur Zeit gut beobachten.
Mit dem EU-Vertrag ist das anders (Artikel 294). Das Europäische Parlament kann nicht selbst Gesetze einbringen. Es hat nur ein Widerspruchsrecht, und das auch nur mit der absoluten Mehrheit seiner Mitglieder. Wird das Parlament beschlußunfähig, treten die vom Rat beschlossenen Rechtsakte trotzdem in Kraft (Absatz 7).
Die nationalen Parlamente (die einzig legitimen Volksvertretungen, da ein europäisches Volk nicht existiert) werden hierbei völlig entmachtet.
Wir haben hier eine Regierungsstruktur, die dem Artikel 1 des Ermächtigungsgesetzes www.documentarchiv.de gleichkommt.


Erklärung 17 schreibt den Vorrang des EU-Rechts vor dem Recht der Mitgliedstaaten fest. Damit ist das Grundgesetz ausgeschaltet. Das entspricht Artikel 2 des Ermächtigungsgesetzes.

Nun wird gern behauptet, mit der Grundrechtecharta gäbe es einen gleichwertigen Grundrechtestandard. Das ist eine Propagandalüge. Schachtschneider führt dies am Beispiel der Todesstrafe vor.

Die Grundrechtecharta befindet sich hier:
eur-lex.europa.eu

Schaut man auf Artikel 2, so würde man auf den ersten Blick meinen, es handele sich um ein absolutes Todesstrafenverbot. Es gibt aber noch den Artikel 52 Absatz 7, der auf die Erläuterungen verweist, welche die Auslegungsvorschriften beinhalten. Diese finden sich hier:

eur-lex.europa.eu

Und dort wird das Todesstrafenverbot wieder relativiert, es werden Ausnahmen festgeschrieben.

Ähnliches gilt für alle anderen Grundrechte, wie z.B. die Meinungsfreiheit. Sämtliche "Grundrechte" können nach Belieben eingeschränkt werden (Artikel 52-54, ebenso Artikel 6 des Hauptvertrags, welche die Grundrechtecharta nur als gleichrangig und nicht vorrangig setzt). Die ganze Grundrechtecharta ist eine Mogelpackung.


Von Brisanz sind auch die Artikel 299 und 280 des Vertrags über die Arbeitsweise.
Diese besagen im Klartext: Die EU-Organe können jederzeit jedem sein ganzes Vermögen entziehen. Ein solcher Beschluß kann nicht vor den nationalstaatlichen Gerichten angefochten werden, sondern nur vor dem Europäischen Gerichtshof, der, wie bereits gezeigt, nicht unabhängig und nicht an Recht und Gesetz gebunden ist.

Fassen wir zusammen: Wir haben eine Regierungsform, welche die Kernpunkte des Ermächtigungsgesetzes beinhaltet, ein von der Regierung abhängiges Gericht, welches jederzeit vom geltenden Recht abweichen kann, und die Möglichkeit, mißliebigen Firmen und auch Privatpersonen die wirtschaftliche Existenz zu nehmen.

Wir haben es mit einem Komplott zu tun, welches darauf abzielt, die nationalstaatlichen Demokratien und Verfassungen auszuhebeln.
von: Andreas
am: 19.07.2008 21:37
Kommentar #155
Für alle die glauben das der Vertrag von Lissabon sinvoll ist, der sollte sich dies hier zu Gemüte führen!

Viel spass beim Aufwachen :) !!!!

EU Verfassungs Vortrag:
Teil -1
youtube.com
Teil -2
youtube.com
Teil -3
youtube.com
Teil -4
youtube.com
Teil -5
youtube.com
Teil -6
youtube.com
Teil -7
youtube.com
Teil -8
youtube.com
Teil -9
youtube.com
Teil -10
youtube.com

ps.: sorry hab es ausversehen mit in den thread geposted, deshalb hier nochmal zum schluss.

lg
bjoern
von: Bjoern
am: 14.07.2008 23:18
Kommentar #154
Solange ein demokratisches Parlament keine wirklichen Gesetzgeberischen Machtbefugnisse hat, ist es eine Farce, von Demokratie zu reden.

Erst wenn das EU-Parlament Gesetze beschließen oder stoppen kann, können wir von einer demokratischen EU reden.

Überdies ist endlich das Volk zu fragen, obs dem Bundestag nun passt, oder nicht. Er hat sich an das deutsche Grundgesetz zu halten! Und da steht in Artikel 146 des Grundgesetzes wortwörtlich:

"Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist."

Liebe Regierung, Lieber Bundestag, hat nicht jeder Eurer Minister einen Eid auf genau dieses Grundgesetz geschworen? Jeder von Euch müßte doch dann wissen, daß es nicht möglich ist das Grundgesetz ohne Volksabstimmung gegen eine Verfassung auszutauschen, sei sie national oder supranational.

Das gilt auch für den Fall, daß Ihr zur Täuschung der Bevölkerung "Lisabon-Vertrag" draufschreibt.
von: Wähler aus Celle
am: 07.07.2008 16:09
Kommentar #153
Wie haben in Österreich ein gutes Tierschutzgesetz gehabt es wurde von der EU aufgehoben in einigen Dingen.

Wir haben ein gutes Lebensmittelgesetz gehabt, uns wird aber von der EU vorgeschrieben ( gezwungen, erpresst) das wir genmanipulierten Mais einführen müssen.

Politiker versuchte das Transitproblem über den Brenner zu lösen, es wurden gute Lösungen beschlossen die die EU natürlich wieder einmal sofot vernichten mußte.

Wir hatten bevor wir in die Eu eingeteten sind gelbe bodenmakierungen auf den Straßen die mußten natürlich sofort weiß lackiert werden, ist ja auch kein Problem, nur in England fahren sie überhaut noch auf der Falschen Straßenseite und die Eu sagt nichts dazu, komisch oder und dann wundert sich einer hier in Österreich wenn man die Eu nicht will, des ist noch mehr komisch.
von: Rudi
am: 06.07.2008 23:15
Kommentar #152
  • 151:
Eine Zentralregierung ist immer ein Anziehungspunkt für Leute mit kriminellen Hintergedanken. Genau das ist hier passiert: Kriminelle Politiker und Industrielle haben die EG, damals als Wirtschaftsgemeinschaft eine durchaus vernünftige Sache, als eine Möglichkeit erkannt, eine neue Herrschaftsstruktur zu errichten, mit der sie ihre Interessen durchsetzen und die nationalstaatlichen Verfassungen aushebeln können.

Eine Zentralregierung, in welcher Form auch immer, ist daher nie zu akzeptieren. Gegen eine Zusammenarbeit der Staaten ist selbstverständlich nichts einzuwenden, aber die Souveränität der einzelnen Staaten muß erhalten bleiben.
von: Stefan
am: 06.07.2008 20:49
Kommentar #151
Schwachsinn!
Die EU ist eine gute Sache und die Vereinigungsidee Europas sollte unterstuetzt werden....Jedoch mit Demokratischen mitteln nur!
von: EU-JA
am: 06.07.2008 13:24
Kommentar #150
  • 149:

Ob der Rechtsstaat noch funktioniert, ist äußerst fraglich.
Wir sehen doch, welche Drohkulisse die gerade aufbauen. Das werden die auch gegenüber dem Bundesverfassungsgericht tun.
von: Tobias
am: 04.07.2008 02:24
Kommentar #149
Schön zu sehen das unser Rechtsstaat doch noch irgendwie funktioniert.Man muss halt nur initiative Zeigen.

vielen dank an Herrn Gauweiler

mfg
von: G0NZ0
am: 03.07.2008 12:47
Kommentar #148
"Demokratie ist opportunistisch!",
zumindest, wenn man diesem "Deutschland-Verdünner" Josef alias "Joschka" Fischer glauben will.

" ... Fischer bezeichnete Gusenbauer als Opportunisten, nachdem dieser angekündigt hatte, Österreich werde künftig auch Referenden zu EU-Vertragsänderungen durchführen. ...

"Fortan sollen alle wichtigen Änderungen des EU-Vertrags in Österreich einer Volksabstimmung unterworfen werden, wenn es nach der SPÖ geht, und damit ist deren Ablehnung so gut wie sicher", schrieb Fischer in seiner Montags-Kolumne für "Zeit online". ... "

www.focus.de

Es könnte natürlich auch sein, daß mit diesen "Vertragsänderungen" etwas faul ist.

Josef Deutschenhasser:

"Deutschland muß von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi "verdünnt” werden.”
(Joseph 'Joschka' Fischer in seinem Buch "Risiko Deutschland”, 1994").

Offensichtlich möchte er auch Österreich "einhegen, verdünnen und heterogenisieren".
Pfui Teufel!

Dieser Fischer ist schwer in seinen Gefühlchen verletzt, weil sein Größen-Wahn, als EU-Außenminister den sozialistischen Weltenleiter zu spielen, geplatzt ist.
von: Europäer
am: 02.07.2008 12:02
Kommentar #147
Demokratieverständnis von Merkel & Co:

"Über Irland hörte man auf dem EU-Krisengipfel offiziell nur Nettes. Aber hinter den Kulissen fanden die EU-Staatschefs klare Worte gegenüber Premier Brian Cowen zum Nein seiner Iren. Besonders Nicolas Sarkozy zeigte sich mit dessen Erklärungen nicht zufrieden. Die Staatschefs überlegten auch über weitere Druckmittel." www.welt.de

Demokratie hat für die nichts mit Volkswillen zu tun.

FDJ lässt grüssen!
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 01.07.2008 21:25
Kommentar #146
Update 1.7.2008

"Mehrheit der Europäer sieht EU negativ"

" Umfrage - Was halten Sie von der EU?

1% Sie ist großartig
16% Sie hat ihre Vor- und Nachteile
15% Sie ist ziemlich schlecht
68% Ich wünschte, Deutschland würde austreten

Aktuell: 2004 Stimmen"

www.welt.de
von: Europäer
am: 01.07.2008 09:48
Kommentar #145
Danke, Horst!

Viva Europa!
Weg mit der EU!

Als Argument kräht dieser Sarkozy, ohne EU-Vertrag dräut böös "Klimawandel"-Apokalypse usw.

Das glaubt auch keiner mehr. ;-)

" ... Die Weigerung Kaczynskis, die Ratifizierungsurkunde zu unterzeichen, ist auch ein schwerer Schlag für Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der während der französischen EU-Ratspräsidentschaft den Ratifizierungsprozess trotz des irischen "Neins" weiter vorantreiben will. Sarkozy hatte am Montagabend in einem Fernsehinterview bekräftigt, dafür zu sorgen, dass die EU-Staaten mit der Ratifizierung fortfahren. ...

Auch in Tschechien steht die Ratifizierung wegen des europakritischen Präsidenten Vaclav Klaus auf der Kippe. ... "
FALSCH, liebe F.A.Z., Klaus ist nicht "europa-", sondern EU-kritisch. Das ist das Gegenteil.

www.faz.net
von: Hotte
am: 01.07.2008 08:13
Kommentar #144
Man mag's kaum glauben, aber heute haben es die Öffentlich-Rechtlichen doch tatsächlich fertig gebracht, die Selbstverständlichkeit des Verzichts unseres Herrn Bundespräsidenten, das Gesetz zur Ratifizierung des verfassungswidrigen Lissabon-Vertrag bis zum Karlsruher Urteil zu unterzeichnen, zum - zugegebener Massen kurzen - Thema zu machen. Klar, sanfter Druck seitens der Verfassungshüter war nötig, aber immerhin...
Sollten die Herrschaften wirklich anfangen, sich ernsthaft mit dem Vertrags-Machwerk zu befassen und zurück zu rudern?
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 30.06.2008 23:49
Kommentar #143
Stimmungsbild, verbunden mit der Aufforderung an "Entscheidungsträger", als Rektion darauf NICHT Propaganda für das verhaßte EU-Projekt zu starten, sondern entschlossenes Eintreten für unser Deutsches Grundgesetz. So hatten wir's besprochen!

Wir Europäer möchten keine Zwangsvereinigung mit unseren (mehr oder weniger) Nachbarn!
Basta!

WELT - Umfrage
» Was halten Sie von der EU?

1% Sie ist großartig
16% Sie hat ihre Vor- und Nachteile
15% Sie ist ziemlich schlecht
67% Ich wünschte, Deutschland würde austreten

Aktuell: 1935 Stimmen «

www.welt.de
von: Europäer
am: 28.06.2008 10:11
Kommentar #142
HALLOOO!

Möchte irgendjemand hierfür die Verantwortung übernehmen?
Oder zumindest eine Entschuldigung mit Fehleranalyse?
Kein Wort des Bedauerns von irgendwem?


" Deutschland verliert 66 Millionen aus EU-Kasse

... Rund 66 Millionen Euro, die Deutschland im Zeitraum von 2000 bis 2006 zugesagt wurden, seien nicht rechtzeitig zur Zahlung angefordert worden, teilte die EU-Kommission mit. Jetzt sei es zu spät, die Subventionen sind für Deutschland verloren. ... "

www.welt.de
von: Carlo
am: 28.06.2008 09:21
Kommentar #141
Schade, daß die WIENER ZEITUNG nicht auf die Gauweiler / Schachtschneider-Begründung eingeht;
however, sie bringen den simplen Schlüsselsatz, den "unsere" Mainstreammedien verschweigen:

"Bei einer Billigung des Lissabon-Vertrags würde das Gericht seiner eigenen Entmachtung zustimmen."

Zitat WZ:

" ... klagt die deutsche Linkspartei gegen das Dokument vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe – wie zuvor bereits der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler.

Die Antragsteller wollen den Vertrag für verfassungswidrig erklären lassen. Die Linke sieht durch den Text das Demokratieprinzip und die Rechte von Abgeordneten verletzt. Nach Angaben des Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi geht es um den Parlamentarismus und um die Rechte des Bundesverfassungsgerichts. Bei einer Billigung des Lissabon-Vertrags würde das Gericht seiner eigenen Entmachtung zustimmen.

Wegen der Beschwerden hat Bundespräsident Horst Köhler den bereits von Bundestag und Bundesrat gutgeheißenen Text bisher nicht ratifiziert. Wann das Urteil kommt, ist offen."

www.wienerzeitung.at
von: Carlo
am: 28.06.2008 08:57
Kommentar #140
Kurz keimte heute Hoffnung auf, als die Meldung über die Ticker lief, die G8-Regierungschefs hätten folgendes Statement von sich gegeben:

"Eine Regierung, die nicht den Willen des Volkes widerspiegele, werde nicht akzeptiert." (www.tagesschau.de)

Aber nein, sie sprachen doch nicht über den demokratisch nicht legitimierten Lissabon-Vertrag.
Man sprach, und das sogar berechtigter Weise, über die ebenso unwürdige Wahlfarce in Simbabwe.

Unsere Regierenden übersehen bloss, dass jedesmal, wenn sie mit einem Finger auf andere zeigen, drei Finger in ihre eigene Richtung zurück weisen!
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 27.06.2008 19:41
Kommentar #139
Solange dieses unleserliche und vor allem unverständliche machwerk namens "EU-REFORMVERTRAG" nicht durch ein für jedermann lesbares und verständliches werk ersetzt wird,werde ich keinem abgeordneten der sich nicht ausdrücklich GEGEN den bisherigen vertrag ausspricht meine stimme geben.
PS:nicht nur ich denke so.
von: Michael
am: 27.06.2008 05:19
Kommentar #138
Man braucht das Volk nur um eure Pöstchen zu sichern.
youtube.com
von: Paul
am: 26.06.2008 20:11
Kommentar #137
Politik life
Das Volk sagt NEIN
und die Politik sucht Wege dies zu Umgehen.

Es lebe die Demokratie
von: jojo
am: 26.06.2008 17:05
Kommentar #136
Über diesen gigantischen Skandal haben sich unsere Qualitätsmedien aber fein ausgeschwiegen:

" ... 2005 (und auch wieder 2006) weigerte sich der Finanzüberwachungsbehörde der EU zum 11. Mal in Folge, den Rechenschaftsbericht der EU abzusegnen, weil diese stets voller Betrug waren.

Der Europäische Rechnungshof lehnte es ab, den 160,3 Milliarden Dollar umfassenden Haushalt der EU für das Jahr 2004 zu bestätigen. "Die große Mehrheit der Posten auf der Ausgabenseite waren wieder einmal voller Fehler und Ungesetzlichkeiten" wurde seitens des Rechnungshofs geäußert.

Insbesondere lehnte der Rechnungshof es ab, die Bestätigung für die EU-Außenpolitik und die Hilfsprogramme zu erteilen, von denen viele an arabische und islamische Länder gehen. ... "

www.acht-der-schwerter.com

Was läuft da ab??
von: Carlo
am: 26.06.2008 16:41
Kommentar #135
WELT veröffentlicht Studie,
die zeigt, was jeder weiß:

" Mehrheit der Europäer sieht die EU negativ
In den EU-Staaten sinkt die Zustimmung zur Mitgliedschaft in der Gemeinschaft rapide. ... "

www.welt.de

(Umfrage und Kommentare beachten)
von: Carlo
am: 26.06.2008 16:36
Kommentar #134
So iss'es recht. Brav die Diätensuppe löffeln und durchwinken was vorgelegt wird.

Nächste Haltestelle: Abschaffung der Volksbefragung für die renitenten Irrländer.
von: Thomas
am: 26.06.2008 08:02
Kommentar #133
Hochkarätiger Text:

"Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider hat bekanntlich vor dem Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen den Lissabon-Vertrag laufen. Hier seine aktuelle Zusammenfassung nach dem Nein der Iren:"

fact-fiction.net
von: Peter
am: 24.06.2008 19:31
Kommentar #132
Ich bin den Iren zutiefst dankbar für Ihr Nein - sie waren die einzigen, die abstimmen durften, und das haben sie zur Ehre der Demokratie auch getan. Anderen Ländern hat man das Votum ganz demokratisch verweigert - aus Angst, daß das Ergebnis nicht das gewünschte sein könnte. Mit solch undemokratischen Methoden wird man die Menschen in der EU nie überzeugen!
von: Mephistopheles
am: 23.06.2008 11:39
Kommentar #131
Zitate, die uns unsere (gebrieften?) Medien vorenthalten haben:

Z.B. Größenwahn vom Maoisten:

"Manchmal vergleiche ich die EU als Schöpfung gerne mit der Organisation von Imperien. Wir haben die Dimension eines Imperiums, aber es gibt da einen großen Unterschied. Imperien wurden gewöhnlich mit Gewalt geschaffen mit einem Zentrum, von wo aus das Diktat ergeht, anderen ein Wille aufgezwängt wird. Was wir jetzt haben, ist das erste nicht-imperialistische Imperium.”

  • José Manuel Barroso
___

Täuschung und Zynismus:

"Das Ziel des Verfassungsvertrags war es, lesbar zu sein; das Ziel dieses [des Lissabon-] Vertrags ist es, unlesbar zu sein. … Die Verfassung zielte auf Klarheit ab, während dieser Vertrag unklar sein muß. Er ist ein Erfolg.”

  • Karel de Gucht, belgischer Außenminister
___

Klartext:

"Der Unterschied zwischen der ursprünglichen Verfassung und dem gegenwärtigen Lissabon-Vertrag betrifft mehr die Herangehensweise [Strategie] als den Inhalt … die Vorschläge im ursprünglichen Verfassungsvertrag sind praktisch unverändert. Sie wurden einfach über alte Verträge in Form von Ergänzungen verstreut. Warum diese subtile Veränderung? Vor allem, um durch die Vermeidung jeglichen Verfassungs-Vokabulars jedwede Bedrohung durch Volksentscheide abzuwenden. … Aber machen Sie den Deckel auf und werfen Sie einen Blick in den Werkzeugkasten: Sämtliche innovativen und effizienten Werkzeuge sind da, wie sie schon durch das Europäische Abkommen angefertigt worden waren."

  • Valéry Giscard d’Estaing

Quelle, mehr erhellende Zitate:

www.americanthinker.com

Sekundärquelle / Übersetzung:

fact-fiction.net
von: Patriot
am: 23.06.2008 00:14
Kommentar #130
Sehr geehrter Herr Velten,

sie sind der Meinung, dass die schlechtesten polit. Entscheidungen große Akzeptanz in Volksabstimmungen gefunden hätten. Was macht sie da so sicher? Sollte man die Massenmanipulation durch Medien abschalten und nichts als die Fakten anbieten können, wäre die Akzeptanz ganz sicher nicht so wie sie behaupten. Die Menschen orientieren sich an der Oberfläche der für sie geschaffenen Informationen und wenn diese extra für ein Ziel produziert wird, kann das Volk sich schlecht auf mündige Art entscheiden.
Ich bin mir sicher, dass keiner dafür gestimmt hätte eine Atombombe auf Hiroshima oder Nagasaki abzuwerfen. Das bringen nur Menschen fertig, die sich in einer Welt bewegen, welche nichts mit der allgemeinen Gesellschaft gemein hat. Man achte auf meinen Namen und bedenke ein doppeltes Spiel - eines nach außen und eines nach innen. Dort hat kaum noch etwas mit Rationalität zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Amen ~ Ra ~ Vatikan - London - Washington D.C.
von: Amen ~ Ra ~ Vatikan - London - Washington D.C.
am: 22.06.2008 16:47
Kommentar #129
@#127 Michael

Volle Zustimmung.

Etwas gefälliger formuliert's Ex-Bundespräsident Roman Herzog:

"Der frühere Bundespräsident Roman Herzog sieht die parlamentarische Demokratie in Deutschland ernsthaft bedroht. Als Ursachen nennt er "erhebliche Fehlentwicklungen in der Europäische Union".
...
Der Bundestag sei in die für Deutschland relevante EU-Gesetzgebung nicht so eingebunden, wie es das Grundgesetz für das deutsche Parlament verlange.
Viele Bundestagsabgeordnete seien über diese Entwicklung ebenfalls beunruhigt, scheuten aber davor zurück, dies öffentlich zu äußern.
Hinzu komme, dass die EU immer weitere Kompetenzen erlange, obwohl dies sachlich häufig nicht angebracht sei. Die heutigen politischen Strukturen, die "dieser schleichenden Zentralisierung" Einhalt gebieten sollen, hätten versagt.
Herzog und Gerken kommen zu dem Schluss, dass diese Probleme durch die EU-Verfassung nicht gelöst werden können. Vielmehr sehen die beiden sogar die Gefahr, dass der Verfassungsvertrag die ihrer Ansicht nach bestehenden Mängel sogar noch verfestigt. Aus diesem Grund verlangen sie eine konstruktive öffentliche Debatte über Stärken und Schwächen der Verfassung. Der derzeitige Verfassungsentwurf sei abzulehnen. ... "

www.welt.de

Knapp, klar, wahr:

"Unsere Politiker Betrügen Ihre Bürger!"

  • Valery Giscard d’Estaing

blog.balder.org
von: Carlo
am: 22.06.2008 16:44
Kommentar #128
  • 124 Andreas Velten

Wozu brauchten dann Hitlers National-Sozialisten ein Ermächtigungsgesetz (Vgl. Art. 48EV)?
Zu der behaupteten Segnung "offener Grenzen":
Teilen Sie uns doch mal mit, um welches Maß die OK (organisierte Kriminalität) incl. Menschenhandel, Zwangsprostitution, Drogenhandel, grenzüberschreitender Autodiebstahl, seither gestiegen ist. Die Polizeigewerkschaften und der Bund Deutscher Kriminalbeamter, denen ich - mit Verlaub - größere Kompetenz als Ihnen zutraue, warnten eindringlich vor diesem Schengen-Wahn, und die Praxis gab ihnen leider Recht.

Uns hat man vorgelogen, wie bezaubernd es ist, ohne Grenzkontrollen und Geldwechsel von Berlin nach Lissabon fahren zu können. Kleiner Nachteil: Der steuerzahlende Normalverdiener, ggf. mit zwei Kindern, kann sich eine solche Reise heutzutage schlichtweg nicht mehr leisten. Ost-Südosteuropäische Ex-Securitate-/ KGB-/ UCK-Mafiosi schon. Das tun sie auch mit wachsendem "Erfolg".

Soviel zu den Fakten.

P.S.: Um wieviel sind die deutschen Realeinkommen seit der (undemokratischen) Einführung des Euros gesunken?
von: Carlo
am: 22.06.2008 16:28
Kommentar #127
Die Reaktionen auf das Irland-Votum lassen nur einen Schluß zu: Wir haben es mit einer kriminellen Bande zu tun, die fest entschlossen ist, unser Land in eine Diktatur zu verwandeln.
von: Michael
am: 22.06.2008 15:41
Kommentar #126
  • 124

Herr Velten,

zur Untermauerung Ihres gefestigten Weltbildes empfehle ich Ihnen dringend, unter Google Video einmal den Suchbegriff "Panorama befragt Politiker" einzugeben und sich den angebotenen Beitrag, falls nötig mehrfach, aufmerksam anzuschauen.
Ich weiss nicht, was Sie unter "Vollzeitbeschäftigung mit komplexen Grundsatzentscheidungen" verstehen, nehme aber nach Ihrem Kommentar an, dass unser beider Wahrnehmung der Wirklichkeit nicht übereinstimmt.
Weitergehende Aufklärung bietet sich Ihnen, falls es Ihre Zeit erlaubt und Sie die möglichen Nebenwirkungen nicht scheuen, wenn Sie unter derselben Suchmaschine "Schachtschneider" eingeben und sich den ersten angebotenen, 84 Minuten langen Beitrag ebenfalls zu Gemüte führen.
Sollten Sie dann immer noch Ihre grundeigensten Rechte in der Wahlkabine an fremdgesteuerte Entscheidungsträger unserer diversen Parlamente abgeben wollen, weiss ich leider auch keine Möglichkeit mehr, wie man Ihnen die Augen öffnen kann.
Aber vielleicht helfen ja bereits diese beiden Pillen, Ihre Wahrnehmung neu zu justieren.
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 22.06.2008 10:35
Kommentar #125
Diesem, die Verfassung unseres Landes ausser Kraft setzenden "Vertrag" müssen alle 27 Mitgliedsländer der EU zustimmen, sonst ist er gescheitert - die Iren, das einzige Volk, das in wirklicher Demokratie gefragt wurde, haben NEIN gesagt, laut, klar und deutlich.
Wenn diese Polit-Komödianten, die 300 Millionen Europäern dieses undemokratische Bürokratiemonster aufzwingen wollen, das immer noch nicht kapieren, sollen sie doch endlich ALLE Bürger fragen - das, und nur das legitimiert diese EU, alles andere ist nackte Diktatur. Diese Verfassung durch die Hintertür ist tot - welchen Teil von NEIN haben Sie nicht verstanden?
von: Peter
am: 22.06.2008 08:06
Kommentar #124
Die schlechtesten politischen Entscheidungen der Geschichte haetten in Volksabstimmungen ueberwaeltigende Mehrheiten gefunden (Erster Weltkrieg, Irakkrieg, ...). Viele der besten entscheidungen (Aussoehnung Deutschland Frankreich, Oeffnung der europaeischen Grenzen, ...) waehren mit negativer Werbung wie in Irland wohl abgelehnt worden. Komplexe Grundsatzentscheidungen sind nicht Sache der Buerger. Sich ueber solche Dinge ausreichend zu informieren ist eine Vollzeitbeschaeftigung und deshalb haben wir Repraesentanten die sich vollzeit damit beschaeftigen.
von: Andreas Velten
am: 21.06.2008 22:14
Kommentar #123
Die Ausweitung von Mehrheitsabstimmungen in der EU erlaubt es der Bundesregierung nicht mehr, ihrem Amtseid nachzukommen (Schaden wehren und Nutzen mehren), wenn sie sogar trotz entsprechenden Votums des Bundestages im Rat überstimmt wird. Dann wird die Entscheidung fremder Außenminister Recht in Deutschland. Das wäre in Deutschland ohne jede Legitimität .
von: Dr. Bodo Böttcher
am: 21.06.2008 20:38
Kommentar #122
Nach "No" der Iren: Suche nach Ausweg aus EU-Krise vom 14.6.08

Die Iren sprechen sich gegen verbesserte EU-Demokratie aus?
Fast so liest sich auch ihr Artikel über das einzige Land, was sich noch traute die Bürger nach deren Meinung zu fragen. Was die entscheidenden Kritikpunkte angeht, so ist der neue Vertrag ein kosmetischer Abklatsch des Verfassungsentwurfes, der bereits formal am Bürgerwille scheiterte und nun über die Hintertür eingeführt wird.
Weiterhin besteht ein massives Demokratie-Defizit mit eingeschränkter Gewaltenteilung, die für unsere Verfassung grundlegend war. Unverändert verpflichtet Artikel 42 (3) die Mitgliedstaaten zu einer schrittweisen Verbesserung ihrer militärischen Fähigkeiten, also Aufrüstung. Der Vertragstext legt für die Zukunft eine Wirtschaftsform fest, die einen "freien Markt" garantieren soll. Die Freiheit gilt freilich den Konzernen, die weniger durch Sozialstandards und nationalstaatliche Politik eingeengt werden sollen.
Im Gegensatz zu Irland ist es hier nicht gewünscht, dass Bürger sich eine Meinung bilden. Der Text ist lang und kompliziert. Erst am 9.5.08 wurde er in deutsch online veröffentlicht. Die Regierung verlinkt nicht einmal von ihrer beschönigenden Zusammenfassung auf die Quelle. Mainstream-Medien, wie auch die BZ charakterisieren den Vertrag in wenigen wohlklingenden Worten.
Das schlimme ist nicht, dass die Iren "No" sagten, sondern dass im restlichen Europa weder über den Vertrag ordentlich informiert wird noch in den Parlamenten und in der Zivilgesellschaft diskutiert wird.

Herbert Leonhardt
von: herbert
am: 21.06.2008 14:23
Kommentar #121
@#118 Peter

Die zutreffende Bezeichnung "Ermächtigungsgesetz" wird durch den Heise-Text klar bewiesen.

Zum Schweigen im Mainstream-Media-Blätterwald, und der nicht vorhandenen öffentlichen Debatte,
da hat wohl Ferrero-Waldners Zensurbefehl an "ausgewählte Medienvertreter" gegriffen.

Zitat:

"Die Redefreiheit ist zentral für Europas Werte und Traditionen.
Jedoch, ihre Aufrechterhaltung hängt von dem verantwortlichen Benehmen von Einzelpersonen ab. Weiterhin glauben wir nicht, dass die Medien von außen gelenkt werden sollen sondern vielmehr, dass Sie selbst Wege finden, um sich selbst zu zensieren. Was die Selbstzensur anbelangt, möchte ich Sie auch bitten das Bedürfnis der Überwachung innerhalb Ihrer eigenen professionellen Reihen zu bedenken.”

(Benita Ferrero Waldner, EU-Kommissarin für Außenrelationen und die Europäische Nachbarschaftspolitik an ausgewählte Medienvertreter aus allen euromediterranischen Staaten am 22.05.2006)
Benita Ferrero-Waldner - Intercultural dialogue: the media’s role Speech/06/321
balder.org
von: Carlo
am: 21.06.2008 11:32
Kommentar #120
"Erstmals kann ein Mitgliedsstaat aus der EU austreten."

Das geht auch jetzt, oder rollen dann brüsseler Panzer??

Aus der Mafia kann man nicht austreten, aus der EU schon.

Der Rechtsliberale Holländer Geert Wilders zum türkischen EU-Beitritt: "Treten sie ein, treten wir aus!"
von: Carlo
am: 21.06.2008 11:24
Kommentar #119
Zu # 118

Danke, Peter!

Nur leider müsen wir alle, die wir an in unserer Gesellschaft gern Grundsätze einer demokratischen Rechtsordnung verwirklicht sähen, zur Kenntnis nehmen, dass sich in Foren wie diesem leider nur engagierte, noch nicht gehirngewaschene Teile der Bevölkerung zu Wort melden.
Dies ist die Ursache dafür, dass sich unsere "Volkver(rä/tre)ter" immer wieder auf die angeblich "schweigende Mehrheit (sM)" berufen können, die ihrem Handeln durch eben dieses Schweigen zustimme.
Richtig ist selbstverständlich, dass diese sM, würde sie durch die Massenmedien wahrheitsgemäss informiert, ihre so genannten "Repräsentanten" längst aus den Parlamenten gejagt hätte (Art. 20 Abs. 4 GG)!

Gnade uns "jenes gasförmige Wesen, welches wir verehren"!
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 21.06.2008 03:15
Kommentar #118
>Wieso wird nicht offen über den Vertrag gereden, warum
>bekommen wir nur sehr spärliche Informationen?

Ich schätze mal, deswegen:

www.heise.de

Und noch etwas, was die Alarmglocken klingeln lassen sollte:

de.news.yahoo.com
von: Peter
am: 20.06.2008 22:20
Kommentar #117
Zwar bin ich der Meinung, wir sollten die "Vereinigten Staaten von Europa" gründen, aber nicht in einer derart undemokratischen Art und Weise. Bei derlei grundsätzlichen Entscheidungen gehört das Volk direkt befragt oder zumindest müssen die Volksvertreter, die diese spezielle Entscheidung dann zu treffen haben, unter dem Gesichtspunkt einer anstehenden Ratifizierung gewählt worden sein.
So, wie es jetzt gehandhabt wird, habe ich stärkste Zweifel! Wieso wird nicht offen über den Vertrag gereden, warum bekommen wir nur sehr spärliche Informationen? Warum wird nicht ein europäisches Parlament gewählt, das dann eine Satzung für unsere Staatengemeinschaft beschließt???
von: Dr. Ulrich FRITZ
am: 20.06.2008 17:55
Kommentar #116
Hallo "liebe" Volkvertretter...

Hallo LIEBES VOLK !! :-)

Erstmal will Ich jetzt hier die möglichkeit nutzen und auch Irland für das "Nein" danken! Ich liebe euch! *g*

video.google.com



Warum wurde in den Meiden eigentlich gesagt, dass nur Irland wegen deren Verfassung ein Recht auf ein REFERENDUM hatte?? Warum wird in den deutschen Medien und der politischen Elite die Verfassung peinlichst gemieden?

"GG Artikel 146 !!!

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist."

Wenn die verantwortlichen jedenfalls einfach weiter machen wie Jean-Claude Juncker die Demokratie erklärte, rufe ich das Volk dazu auf mit ARTIKEL 146 bei Frau Merkel und den Herrn Horst Köhler nen REFERENDUM in massen zufordern...! Wir haben ein Recht gefragt zuwerden und wenn es uns nicht gesagt wird welche Stimmmacht wir eigentlich haben, muss der Durck für die Obrigkeit halt von unten kommen.

i27.tinypic.com

www.eu-vertrag-stoppen.de



www.youtube.com

www.youtube.com

www.youtube.com

MfG, Edwin W
Manifest Peace, Love and Freedom!
von: Edwin Weirowski
am: 20.06.2008 16:41
Kommentar #115
Art. 20, GG, Abs.2 Satz 1:
"Alle Staatsgewalt geht vom VOLK aus.
Jede Art der staatl. Betätigung muß auf einen Willensentschluß des Volkes zurückführbar sein."
Hallo Politker, wir Bürger wollen eine unmittelbare Demokratie, in der wir gefragt werden, ob wir den Euro wollen, und alles andere auch.
Hier ist eindeutig zu sehen, das die Politiker uns nicht an der Staatsführung beteiligen wollen. Seit Jahren liegen unzählige Petitionsanträge beim Pet.Ausschuß für Volksabstimmungen vor und werden absichtlich nicht bearbeitet bzw abgelehnt.
Seltsam....
Bürger, steht auf und laßt Euch das nicht länger gefallen.Politiker tun gerade so, als hätten wir keine Ahnung, haben wir aber.
von: Klaus Störtebecker
am: 20.06.2008 11:14
Kommentar #114
Menschen in Europa, wacht auf, das ist kein freies Europa für alle, das ist ein Europa der ungewählten Bürokraten.
www.infokrieg.tv

Wehrt Euch....
von: S. Zeidler
am: 20.06.2008 11:08
Kommentar #113
Bankiers, Kapitalgesellschafter und ungewählte Bürokraten wollen die Macht in Europa an sich reißen, damit der Bürger nur noch zu reagieren hat.
Es ist ein Witz, das der EU Gerichtshof mit Richtern besetzt ist, welche von den Regierungschefs ernannt werden. Was für eine Demokratie.
Die Iren sind schlauer als wir, sie sagen klar nein zu diesem Europa, wo nur Reiche, Politiker und skrupelose Menschen in der ersten Reihe sitzen.
Aber, seid gewiß, wir wachen auf und fegen Euch weg!!!
von: Oliver Stang
am: 20.06.2008 11:06
Kommentar #112
Weshalb dürfen wir nicht selbst entscheiden? Weshalb wurden wir nicht gefragt zur EU, zum Euro und jetzt zu diesem merkwürdigem Vertrag?
Weshalb wissen anscheinend nur einige Politiker was für uns gut sein soll? Ist der Rest der Menschheit unfähig?

Wir sollten aufwachen, endlich aufstehen und uns für wirkliche Demokratie einsetzen!

Oder sind wir zu satt und zu selbstgefällig? Haben wir bereits Angst (wie früher bei einer Diktatur)? Was ist es was uns hemmt?

Gruß T.
von: Torsten
am: 19.06.2008 17:33
Kommentar #111
Die Iren,Franzosen und Niederländer sind ehrlicher mit den Ergebnissen von Nizza und Lissabon umgegangen. Es muss ein neuer Vertrag her und in
ganz Europa abgestimmt werden. Auch die Deutschen sollten sich nicht länger von Berlin und Brüssel übers Ohr hauen lassen. Man behandelt uns wie Abstimmvieh!!! Das jetzige Verhalten der Bundesregierung ist inakzeptabel! Das wird mit Sicherheit einThema während des Wahlkampfes 2009! Gut 70% der Deutschen lehnen den Vertrag meiner Kenntnis nach auch ab und die Kanzlerin macht einfach weiter. Viele Belastungen für uns sieht sie nicht -Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsfreundlichkeit um jeden Preis reichen nicht
aus.Europa schafft Arbeitsplätze,aber vernichtet auch viele!!! Ja zu Europa-Nein zu diesem Lissaboner Vertrag-Er ist ein Anschlag auf die Demokratie!
von: Bernd Netzband
am: 19.06.2008 14:44
Kommentar #110
In der großen Blond Zeitung steht jetzt ist ganz Europa sauer auf die Iren ....(ich sag mal es sind nur unsere politiker sonst keiner)

und warum sehe ich im www. so wenig von befürworter dieses EU-Vertags ????

ich finde fast nur ablehnung....

ich wähle ganz bestimmt nie wieder SPD / CDU / CSU / Grüne oder FDP
von: Bernd,H.
am: 19.06.2008 14:08
Kommentar #109
Auf die Gefahr hin, durch Wiederholung zu langweilen, Herr Matthes: Der treffende Begriff unserer Regierungsform ist meines Erachtens "Kapitalgesteuerte Parteienoligarchie".
Wo auf Erden ist denn wohl Demokratie verwirklicht? Die so genannten Demokratien übertreffen sich doch gegenseitig in der Einschränkung, wenn nicht sogar Abschaffung fundamentaler Grundrechte, die eine solche Staatsform ausmachen würden. Auf dem Weg zu einer zentralen Weltregierung ein logischer Schritt, denn schliesslich muß man dafür auch Länder wie China , Russland u.ä. mit ins Boot holen. Dort regiert es sich schliesslich noch leichter als bei uns, also tun unsere Regierenden es denen gleich. Klappt aber nur, weil wir es mit uns machen lassen!
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 18.06.2008 07:15
Kommentar #108
>Nicht nur Europa, auch die repräsentative Demokratie
>befindet sich in einer Krise.

Nicht Europa befindet sich in einer Krise, sondern eine kriminelle Bande, die sich Europa unter den Nagel reißen will!
von: Gast
am: 17.06.2008 23:40
Kommentar #107
Zitierfähige Expertenmeinung, hovhaktuell:

<b> "Europa entmachtet uns und unsere Vertreter

Bundespräsident a.D. Roman Herzog und Lüder Gerken, Direktor des Centrums für Europäische Politik, schlagen Alarm: Immer mehr Entscheidungen deutscher Politik werden in Brüssel vorbestimmt. Angesichts des Machtverfalls des Deutschen Bundestages stellen sie die Frage, ob man Deutschland überhaupt noch als parlamentarische Demokratie bezeichnen kann. ... "</b>

www.welt.de
von: Michael W. Matthes
am: 17.06.2008 23:15
Kommentar #106
Bemerkenswert auch, daß unsere "Qualitätsmedien" uns detailliert über Clintons und Obamas Sprüche und Belanglosigkeiten informieren, aber nicht oder völlig unzureichend über dieses unsägliche, grundgesetzwidrige Machwerk. Der Begriff "Ermächtigungsgesetz" ist völlig gerechtfertigt und ergibt sich u.a. aus Artikel 48 [Vertrag Europäische Union] (ex-Artikel 48EUV).

Der Lissabon-Vertrag sll angeblich "mehr Demokratie" bringen. Ein schlechter Scherz!

Im Gegensatz zu unseren sog. "Volksvertretern", hat sich demokratischer Bürger sachkundig mit diesem höchst undemokratischen Machwerk befaßt:

www.t-blog.de
von: Steuerzahler
am: 17.06.2008 19:28
Kommentar #105
Nicht nur Europa, auch die repräsentative Demokratie befindet sich in einer Krise. Im irischen Parlament hat lediglich eine Partei ( Sinn Fein, ca. 7% Stimmenanteil ) den Lissabon-Vertrag abgelehnt. Das irische Volk aber verwarf den Vertrag mit klarer Mehrheit. ( 53,4%) Im Deutschen Bundestag verweigerten nur die Linke und einige unabhängige Persönlichkeiten die Zustimmung; die große Mehrheit ließ das Vorhaben passieren, ohne - wie wir inzwischen wissen - den Inhalt wirklich zu kennen! Die Majorität der Bundesbürger jedoch, steht der Pseudo-Verfassung kritisch gegenüber. In fast allen Nachbarländern herrschen ähnliche Verhältnisse.

Jetzt suchen europäische Regierungen nach Auswegen um zu retten, was bereits die Völker Frankreichs, der Niederlande und Irlands unzweideutig abgelehnt haben.
Unter diesen Umständen wird das Prinzip der Weberschen Verantwotungsethik zur Farce. Ein Blick in die Geschichtsbücher sollte genügen, um zu erkennen, dass keine Verfassung, kein Vertrag, kein politisches Konstrukt,
ohne Akzeptanz und Legitimation durch die Völker dauerhaft sein kann. Der Rechtsfrieden in Europa ist ernsthaft gefährdet.

Art.20 GG handelt davon, dass die Staatsgewalt vom Volke in Wahlen u n d Abstimmungen ausgeübt werden kann. Bereits 1946 fanden in eingen Ländern ( z.B. in Hessen und Württemberg-Baden ) Volksabstimmungen über die Landesverfassungen statt. Die Besatzungsmächte hatten 1 Jahr nach dem Ende des Naziregimes keine großen Bedenken. Heute, da sich die überwältigende Mehrheit zur Demokratie bekennt, fürchtet unsere sog. Elite nichts mehr als jede Form direkter Demokratie!

Die Krise der EU wird gegen das Prinzip der Volkssouveränität niemals beigelegt werden können.
Eine neuer, demokratischer und sozialer, im offenen Diskurs erarbeiteter Verfassungsentwurf sollte zur Abstimmung gestellt werden. In a l l e n Staaten müssen Referenden stattfinden, So und nur so hat Europa noch eine Zukunft. Die Alternative wäre ein Monster,- dem Untergang geweiht.
von: Marsilius
am: 16.06.2008 19:22
Kommentar #104
Die Reaktion der Eurokraten dokumentiert wieweit die Pervertierung des Demokratie-Verständnisses in
Kontinentaleuropa bereits fortgeschritten ist. Dies gilt für Politiker, Wirtschaftsbosse und ach für
die Medien. Für mich und bekanntlich viele viele, die man sich nicht traut zu fragen, blockieren 862 415 Iren
den stumpfen Trott Europas in den Totalitarismus! Man kann ihnen gar nicht genug danken! Auch die Mehrheit der
Deutschen, Franzosen und viele andere mehr hätten nicht anders gestimmt, wenn man ihnen ihre demokratischen
Rechte nicht vorenthalten würde! Für die Eurokraten ist der EU-Vertrag nichts anderes als ein Ermächtigungsgesetz,
das man nur durchwinken kann. Die Mehrheit der Menschen aber will ein solches Europa nicht!
von: Winston S. Churchill
am: 16.06.2008 18:51
Kommentar #103
Hatten Merkel & Co. nicht möglicher Weise das Motto "Wo kein Kläger, da kein Richter" im Hinterkopf?
Man kann von unseren bestellten Verfassungsrichtern denken, was man will, aber sie sind nun mal die einzige Instanz, die gelegentlich unsere das GG mit Füssen tretende Regierende in die Schranken weist. Denn dass die in immer kürzeren Abständen verfassungswidrige Gesetze verabschieden, ist in letzter Zeit doch wiederholt in Karlsruhe festgestellt worden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 16.06.2008 18:28
Kommentar #102
Ich habe meine Zweifel, ob das Bundesverfassungsgericht hier abhelfen wird.

Juristisch ist die Sache klar und eindeutig: Dieser Vertrag ist nicht nur grob verfassungswidrig, er bewirkt die faktische Beseitigung unserer Verfassungsordnung. Ein ordnungsgemäß arbeitendes Verfassungsgericht würde diesen Vertrag niemals durchkommen lassen.

Wenn Merkel & Co. davon ausgingen, unser Verfassungsgericht arbeite noch ordnungsgemäß, hätten sie diesen Versuch erst gar nicht unternommen. Er wäre sinnlos, wenn sie von vornherein wüßten, daß sie damit nicht durchkommen werden.

Die Folgerung, die man daraus ziehen muß: Merkel & Co. gehen davon aus, daß unser Verfassungsgericht nicht mehr ordnungsgemäß arbeitet. Sie müssen bereits auf das Verfassungsgericht eingewirkt haben, damit es in ihrem Sinne entscheidet.
von: Jürgen S.
am: 16.06.2008 18:05
Kommentar #101
Zu #97:
WAHLPFLICHT wär' ja nun wirklich das Allerletzte. Wir sind gerade dabei, den Politikern durch Verringerung der Wahlbeteiligung jegliche Legitimation unter den Füssen weg zu ziehen (klappt kommunal und auf EU-Ebene ja schon sehr gut), da wollen Sie, verehrte/r K.D. Neumann, denen die Krücke reichen?
Gegenvorschlag: Schafft auf den Wahlzetteln ein Feld "Ich will keinen von den oben genannten", und ich weiss in meinem Bekanntenkreis einige, die wieder wählen gingen. Bis das umgesetzt ist bleibt nur die von mir empfohlene Möglichkeit, zur Wahl zu gehen und leere Stimmzettel abzugeben!
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 16.06.2008 17:47
Kommentar #100
Ja,jaaaa.....
Die Reaktionen unserer "Volksvetreter" zeigen uns nur allzudeutlich, wessen Kind sie sind..
Das war eine demokratische , freie und geheime Volksabstimmung !
Und sie wäre voraussichtlich in fast ALLEN Mitgliedsstaaten
ähnlich ausgegangen.Nur leider hat dieses Monster EU mit Demokratie wenig am Hut. Wie wir ja seit gestern überall an den Kommentaren der Mächtigen lesen können......
von: Criticus
am: 16.06.2008 12:50
Kommentar #99
Hübsche Idee, auf die Strasse zu gehen und es "denen da oben" mal so richtig zu zeigen.

Allerdings würde ich mir davon nichts versprechen, denn "die da oben" haben in den letzten 3 Jahren in grosser Einigkeit mit den volksverblödenden Massenmedien wahrheitswidrig beim Bürger den Eindruck erweckt, bei uns sei der Vertrag von 2005 ratifiziert worden.

Einzige Hoffnung scheint mir auch diesmal wieder das BVG zu sein, das die Präsidentenunterschrift unter dieses Machwerk (wie 2005) verbieten kann.

Doch wird die unheilige Allianz aus Kapital, Politik und Massenmedien, die dieses Urteil seit damals konsequent ignoriert, sich diesmal anders verhalten? Wohl kaum! Für die hängt zu viel Geld und damit Macht an der Sache.

Und wenn sie einmal in der Aussendarstellung auf eine Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts pfeifen, werden sie das wohl auch wieder tun.

"Denk' ich an Deutschland in der Nacht..."
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 16.06.2008 07:22
Kommentar #98
Gefunden bei www.runder-tisch-niederbayern.de (Zitat):

Volksabstimmung zur EU Verfassung ist undemokratisch, das meinen ausgerechnet die Obergrünen. Zu dieser Selbstdarstellung von Roth und Cohn-Bendit erübrigt sich jeglicher Kommentar. www.gruene.de
von: Alfons Huber
am: 15.06.2008 23:10
Kommentar #97
Mein Dank an Irland! Die Bürger der BRD werden ja zu so etwas wichtigem nicht gefragt. Damit meine ich auch den Beitritt grundsätzlich. Denn was bringt er dem "kleinen Mann" ,der nicht ständig reist und Geld wechselt? Ich brauche auch keine offenen Grenzen, mir reicht was ich hier sehe... Ich meine die Zeit ist reif für mehr Volksbefragungen bei uns, von mir aus mit WAHLPFLICHT. Denn die, welche nicht wählen, sind ja leider oft auch diejenigen welche hinterher am lautesten jammern!!!
von: K.D.Neumann
am: 15.06.2008 14:48
Kommentar #96
vielen dank irland das ihr unsere demokratie verteidigt habt, ich danke euch aus tiefsten herzen das ihr diese industriefaschisten und lobbyheuschrecken eins auswischen konntet
von: hans wurst
am: 15.06.2008 12:38
Kommentar #95
Jetzt soll das ganze ohne die Iren gemacht werden.

Plötzlich reichen dann 26 Staaten aus.
Bei Strees bekommen die Iren halt Sondervereinbarungen. Was soll dieser Zirkus.

Abgelehnt ist Abgelehnt. Es wird Zeit mal über den Sinn einer EU nachzudenken.
Es wird Zeit mal auf das eigene Volk zu hören.
von: L.S
am: 15.06.2008 08:11
Kommentar #94
>Vielleicht sollte man in einer Demokratie mal das Volk Fragen!

Das Volk sollte auf die Straße gehen und das einfordern! Freiwillig machen die Politiker das sicher nicht!
von: Gast
am: 15.06.2008 02:56
Kommentar #93
Vielleicht sollte man in einer Demokratie mal das Volk Fragen!Weil das Vertragswerk so Komplex ist sind die Bürger wohl zu dumm für eine Volksabstimmung nach Meinung der Abgeordneten!Wir sind es nicht"!!So wie bei der Euro Einführung sollen die Bürger die Verlierer sein!Was für die Industrie gut ist,ist für die Bürger noch lange nicht gut!Die EU ist kein Freifahrschein Demokratische Grundsätze zu unterlaufen!!
von: M.Eck
am: 15.06.2008 00:55
Kommentar #92
Liebe Abgeordnete, ich vermute, dass sie gelegentlich auch diese Seiten und vielleicht auch diese Kommentare lesen.

Bitte nehmen Sie für Ihre durchaus wertvolle, engagierte Arbeit mit, dass nicht wenige Bürgerinnen und Bürger (die sich in ihrer Freizeit und nicht beruflich mit der Materie Europa auseinandersetzen) zur Überzeugung gekommen sind, dass der kompromissbeladene Vertrag von Lissabon nicht unbedingt zum Wohle aller deutschen bzw. EU-Bürger ist.

Mangels Referendummöglichkeit in Deutschland können diese Personen es leider nur schlecht kommunizieren.
Mehr als ihren Abgeordneten schreiben, geht derzeit nicht und das ist schade. Und wenn dann entgegen der Bürgermeinung entschieden wird, ist das unfassbar.

Das Ziehen der 27 Staaten an einem Strang ist in vielen Themengebieten wichtig und notwendig. Aber vergessen Sie nicht, dass die Nationen einen großen Teil ihrer Souveränität und ihrer (Grund)Rechte nicht aufgeben möchten. Der Regelungs- und Verwaltungsmoloch in Brüssel ist mittlerweile bei allen gegenteiligen Beteuerungen nicht mehr Bürgernah!

Auf einer politischen Veranstaltung einer Bundestagsabgeordneten wurde kürzlich berichtet, dass die Vielzahl von Unterlagen gar nicht von allen Bundestagsabgeordneten gelesen und verarbeitet werden könnten. Man verließe sich daher auf Kollegen, die sich spezialisiert hätten. D.H. Bundestagskollege "Mustermeier" liest EU-Unterlagen (wie gut steht in den Sternen), sagt "können wir zustimmen" und schwups hebt die gesamte Fraktion bei so bei einer so bedeutenden Geschichte die Hand, oder wie?!

Tut mir leid, da erwarte ich bei dem Salair der Abgeordneten mehr! Allein schon aus Gewissensgründen (soweit vorhanden...) den eigenen Wählern gegenüber.

Sorry für den Unmut, aber mittlerweile steigt auch mein Bundes/Europa-Politikfrustlevel an. Und ich habe eine hohe Frustrationsschwelle, da selbst politisch aktiv!

MfG
Jörg. B.
von: Jörg B.
am: 15.06.2008 00:27
Kommentar #91
Ein Hoch auf die Iren. Sie haben die einzig richtige Wahl getroffen und dieses undemokratische Machwerk abgeschmettert. Das gleiche Schicksal hätte der Vertrag auch im Großteil der restlichen EU-Länder ereilt.
Nur unsere Politiker ignorieren das Volk und treiben den Totalitarismus weiter voran.
Es ist Zeit für das Volk aufzuwachen !!
von: Bürger U.
am: 15.06.2008 00:06
Kommentar #90
Jetzt werden Wege gesucht das Votum der Iren zu umgehen!Soll das so Undemokratisch weiter gehen?
von: M.Eck
am: 14.06.2008 22:07
Kommentar #89
>Es wird Zeit das die Menschen in Deutschland auf die Straße
>gehen und sich nicht mehr gegeneinander aufhetzen lassen.

Das seh ich auch so!
In dem unten angegebenen Link sind allerdings nur drei Städte genannt. Höchste Zeit, das bundesweit zu organisieren. Sobald was bei mir in der Nähe ist, bin ich dabei!
von: Martin S.
am: 14.06.2008 21:41
Kommentar #88
die ablehnung des eu-vertrages durch die irische bevölkerung könnte als anstoß dienen, erneut über eine europäische verfassung nachzudenken.allerdings sollte diese auf 2 din a 4 - seiten niedergeschrieben werden. eine verfassung, die auf 500 seiten geschrieben wird, ist ein roman, der noch nicht einmal von den politikern gelesen, geschweige denn verstanden wird. außerdem muß eine verfassung vom volk mitgetragen werden und darf nicht nur den interessen der regierenden dienen. hat nicht einmal jemand gesagt: wenn eine regierung mit ihrem volk nicht mehr übereinstimmt, wird es zeit, daß sich diese regierung ein anderes volk sucht. DANKE IRLAND
von: friedrich ernst jerosch
am: 14.06.2008 20:52
Kommentar #87
Hallo Herr Alfons Huber

Da treffen Sie den Nagel (wortwörtlich) mitten auf den Kopf: unsere Abgeordneten sollten tatsächlich zunächst über ihre Kenntnisse zur geplanten EU-Verfassung befragt werden, bevor nun die Iren als "begriffsstutzig" abgehandelt werden.

"If you don`t know, vote no!"


Die Frage (Wer stellt sie? Schäuble natürlich!) ist auch nicht, ob 860.000 Iren 495 Millionen Europäer stoppen dürfen - die Frage ist, wie hätten die 495 Millionen Europäer entschieden, hätte sie wie die Iren (.....lovely.....(((-: ..) selbst entscheiden dürfen!

Und was erdreistet sich diese Deutsche Kanzlerin Merkel eigentlich? Irland gehört zu den erfolgreichsten Mitgliedsstaaten der europäischen Gemeinschaft.

Das Geheimnis ihres Erfolges waren nicht alleine die nun gern besonders herausgekehrten finanziellen Zuschüsse aus Brüssel, sondern es war vor allem die Investitionsfreude der Iren, die Finanzspritzen in das Bildungssystem, ein niedriger Unternehmenssteuersatz und ein liberales Rechts- und Wirtschaftssystem. DAS hat die Iren an die Spitze getragen! Sie haben gezeigt, dass sie mit Geld umgehen können, was unsere Regierung wohl nimmermehr lernen wird! Denn (auch) die Steuergelder gehören nicht der jeweils unfähigen Regierung!

Insebsondere die hochnäsige Frau Merkel und ihr französischer Kollege sollten sich vielleicht mal Rat beim "keltischen Tiger" einholen!

Viele Grüße
Wiedy
von: Wiedy
am: 14.06.2008 20:47
Kommentar #86
Wir haben bereits im Juni und Juli 2005 sehr detailliert anhand uns vorliegender EU Verfassungsentwürfe an unserem "Runden Tisch" -www.runder-tisch-niederbayern.de - intensiv und auch kontrovers diskutiert. Jedoch mußten wir bereits im Teil I, Definition und Ziele der Union, feststellen, daß wir von unseren Politikern falsch und unvollständig informiert wurden. Wenn nun die Neufassung der alten entspricht, dann ist das ein Betrug an der ablehnenden Haltung der Franzosen und Holländer. Gott sei Dank haben die Iren nun die rote Karte gezogen. Alle hier im Forum sind aufgerufen unsere Abgeordneten zunächst über ihre Kenntnisse zur geplanten EU-Verfassung zu befragen und diese bitten, ganz konkret an Beispielen das Schlagwort "Subsidiarität" zu erklären. Dahinter verstecken sie sich alle, die sich nicht auskennen, wie hinter einer Nebelwand.
von: Alfons Huber
am: 14.06.2008 19:57
Kommentar #85
Mein Dank an Irland, die den EU-Reformvertrag abgelehnt haben. Wenigstens ein Land in dem es demokratisch zugeht.

In unserer Regierung gehört aufgeräumt. Weg mit denen, die das Volk verraten und verkaufen.

Es wird Zeit das die Menschen in Deutschland auf die Straße gehen und sich nicht mehr gegeneinander aufhetzen lassen.

Ach ja lieber Verfassungsschutz, es geht auch um Eure Familien und Nachkommen. Ihr seid auch nur ganz normale Arbeitnehmer.... denkt mal darüber nach.
von: Sabine
am: 14.06.2008 18:41
Kommentar #84
Der Reformvertrag von Lissabon ist von der Mehrheit der irischen Wähler abgelehnt worden und somit gescheitert. Es spielt keine Rolle, dass einige Staaten die Ratifizierung bereits vollzogen haben. Das Vertragswerk musste von a l l e n EU-Staaten angenommen werden. Dies ist seit dem 12. 6 .2008 nicht mehr möglich.

Daher sind alle Versuche, unter Missachtung des irischen Votums, den Lissabon-Prozess fortzuführen zum Scheitern verurteilt. Es sei denn, man veränderte nachträglich die Ratifizierungsvoraussetzungen oder suspendierte Irlands EU-Mitgliedschaft.

Das allerdings wäre der erste EUROPÄISCHE STAATSSTREICH !

Die Krise würde sich dramatisch verschärfen, der europäische Gedanke irreversiblen Schaden nehmen, am Ende stünde die Zerstörung der EU.

Wir alle müssen uns in verschiedenster Weise einmischen, denn Europa ist zu wertvoll um es bornierten Bürokraten zu überlassen.
von: Europäischer Demokrat
am: 14.06.2008 18:34
Kommentar #83
Für ein geeintes demokratisches Europa
  • gegen eine EU-Diktatur!

DANKE IRLAND
  • oder auf irisch: "Go raibh maith agat"!

"Ein Fremder ist ein Freund, dem man bisher
nur noch nicht begegnet ist" (Irisches Sprichwort)


Frank-Walter Steinmeier (zuständig für die deutsche Außenpolitik sowie für die deutsche EU-Politik) nennt es "die Möglichkeit, dass Irland eine Zeit lang den Weg freimachen wird für eine Integration der restlichen 26 Mitgliedstaaten"! Das sagte er laut einer dpa-Meldung am Samstag in Peking.

Das ist eine direkte Drohgebärde!

Deswegen sollten WIR ALLE gemeinsam Irland unterstützen!

Europäer, unterstützt jetzt Irland durch den Kauf irischer Produkte!

Und bitte daran denken: Nicht alles, wo irisch draufsteht, ist auch ein irisches Produkt!

Viele Grüße
Wiedy
B.-W.
von: Wiedy
am: 14.06.2008 16:13
Kommentar #82
Ich bedanke mich sehr herzlich bei den Menschen in Irland. Ich werde in Zukunft darauf achten, verstärkt Produkte aus Irland zu kaufen. Danke Irland, ein Land der Demokratie, wovon Deutschland meilenweit entfernt ist mit dieser Bundeskanzlerin.
von: Martin
am: 14.06.2008 15:51
Kommentar #81
>Der Vertrag der Industrie hörigen ist abgewendet!

Leider nicht. Die hecken schon wieder was neues aus, um das irische Volk zu umgehen.
Es bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden. Erste Demos werden bereits organisiert, auf www.eu-vertrag-stoppen.de findet ihr Termine.
Wenn ihr dort in der Nähe wohnt, unbedingt hingehen!
von: Sven
am: 14.06.2008 15:02
Kommentar #80
Als Deutscher kann an sich bei den Iren, für ihr NEIN, nur bedanken, unsere Politker erlauben es uns ja nicht. Eine Grundgesetztänderung ist längst überfällig
von: Thomas Titz
am: 14.06.2008 14:43
Kommentar #79
Danke Irland!

Warum der Vertrag von Lissabon nicht ratifiziert werden darf, ist sehr gut in der Verfassungsklage von Peter Gauweiler www.peter-gauweiler.de zusammengefaßt. Mehr muß man dazu nicht sagen!

Und wenn jemand behauptet, dass hier unsachlich diskutiert wird, dann kann das nur von einm verirrten Politiker kommen oder einem, der mit Hilfe des Vertrags sein Kapital ordentlich vermehren kann.

Es ist sehr vielsagend, das die EU-Verfassung einfach in "Vertrag von Lissabon" umbenannt wurde, obwohl beides das gleiche ist!

Ich hoffe sehr, dass das "NEIN" der Iren noch mehr Widerstand europaweit hervorruft.

Besorgte Bürgerin
von: Anja P.
am: 14.06.2008 12:36
Kommentar #78
Auch ich möchte mich bei der irischen Bevölkerung bedanken, dass sie - aus welchen Gründen auch immer - dieses neoliberal geprägte Paragrafenmonster abgelehnt haben. Meine weiteren Statements zum Thema:

1. Es ist eine Schande, dass wir in D (und den übrigen Staaten) für so blöd gehalten werden, dass wir in solchen Grundsatzentscheiden nicht abstimmen durften.

2. Es ist eine Schande, dass der Bundestag dafür gestimmt hat und damit GG und weitere Essentials verletzt hat. Ich hoffe, dass das vom BVerfG korrigiert wird (Danke Herr Gauweiler). Ich habe auch registriert, dass die Linke dagegen gestimmt hat.

3. Ich bin gespannt, wie sich unsere politische Kaste jetzt "herausredet", und befüchte, dass die sogenannte Elite ihr Vorhaben doch noch durchsetzt. Man braucht nur die heutigen Medienkommentare zu verfolgen. Denn die "Elite" hat nicht kapiert, dass die Basis den Moloch Europa/ Brüssel nicht will.

Das reicht erstmal, es gäbe sicher noch mehr zu sagen.
von: Andreas Schneider
am: 14.06.2008 10:37
Kommentar #77
Bin gespannt wie lange es dauert bis auch die Iren mundtot gemacht werden. Das Referendum der Franzosen wurde ja bereits durch eine geschickte Verfassungsänderung ausgehebelt. Das Rotationsprinzio aus dem EU Vertrag könnte man für unseren Bundestag übernehmen. Die Hälfte der Abgeordneten rotiert, kommt uns billiger und verlieren können wir auch nichts, denn mit dem EU-Vertrag hat unser Parlament bald nur noch eine Statistenrolle.
Die Aroganz der Macht zeigt sich schon daran, dass man es gewagt hat die durchgefallene Verfassung von 2005 praktisch unverändert, bis auf das Wörtchen "Vertrag", dem Wähler nochmals vorzulegen in der Hoffnung er merkt nicht was er da abnicken soll.
von: Thomas
am: 14.06.2008 10:15
Kommentar #76
DANKE IRLAND!!!!!!!

Ihr habt für ein freies Europa gewählt.......DANKE
von: Matador
am: 14.06.2008 07:04
Kommentar #75
Das "Nein" der Iren ist ein großartiger Sieg für die normalen Bürger.

Der Lissabon-Vertrag sollte angeblich mehr Demokratie bringen, wurde aber höchst undemokratisch auf die beine gestellt und ohne große Volksabstimmungen durch die Parlamente hastig durchgewunken.

Ich hätte mir für Deutschland ebenfalls ein Referendum gewünscht... aber die Politkaste hat vor uns Bürgern zuviel angst, weil wir möglicherweise "falsch" entscheiden könnten.
von: Gerg Berdet
am: 14.06.2008 01:09
Kommentar #74
Danke, Irland!
Wann werden die Selbstbedienermarionetten in unseren kapitalgesteuerten Parteienoligarchien endlich begreifen?
Fragt man die Franzosen 2005, sagen sie: NEIN! Ein zweites Mal fragt man sie dann besser nicht.
Fragt man die Niederländer (hoffe, Ihr holt den Titel in Wien!) 2005, sagen sie: NEIN. Ein zweites Mal fragt man auch sie dann besser nicht.
Werden zumindest noch die Iren dieses Jahr gefragt, lautet deren Antwort selbstverständlich ebenso: NEIN wie sie lauten würde, wenn man ein entsprechendes Referendum bei uns abhielte. Wie groß ist die berechtigte Angst unserer nicht legitimierten (Wahlbeteiligung) EP-"Volksvertreter" (lol!) vor denen, die sie vertreten sollen?!
Und komme man mir nicht mit der angeblichen Komplexität des Themas, das es dem einfachen Wähler unmöglich macht, das Ganze vollständig zu erfassen und entsprechend zu bewerten! Unsere Parlamentarier, zu einfachsten Punkten der Verfassung wie etwa plebeszitärer Elemente befragt, übertreffen sich über die Parteigrenzen hinweg gegenseitig in der Formulierung höchst blamabler Falschantworten. Aber DIE stimmen ab.
Die "Vorzüge" dieses sogenannten Einigungsprozesses haben die in der Vergangenheit befragten Bürger dieses Kontinents schon richtig erkannt und entsprechend bewertet.
Und, für alle, die's nicht wissen: das Vertragswesen von 2005 ist in Deutschland NIE (in Worten: NIE) ratifiziert worden, da das Bundesverfassungsgericht es dem Bundespräsidenten untersagte, das entsprechende Gesetz zu unterzeichnen!!!
WO HÖREN UND LESEN WIR DAS IN UNSERER IN DER EU-FRAGE - WIE ES SCHEINT - GLEICHGESCHALTETEN MEDIENLANDSCHAFT?
von: Zukünftiger Wahlverweigerer
am: 14.06.2008 00:41
Kommentar #73
Der Vertrag der Industrie hörigen ist abgewendet!Mehr Bürger Rechte ist der Weg!Wenn man das Volk entmündigt braucht man sich nicht zu wundern das dies zu einer Ablehnung führt.Wenn es in den anderen Ländern Volksabstimmungen gegeben hätte(so macht man das normalerweise in einer Demokratie!)wäre dem Vertrag auch nicht in anderen Ländern zugestimmt worden!
von: M.Eck
am: 13.06.2008 23:32
Kommentar #72
Der Vertrag der Industrie hörigen ist abgewendet!Mehr Bürger Rechte ist der Weg!Wenn man das Volk entmündigt braucht man sich nicht zu wundern das dies zu einer Ablehnung führt.Wenn es in den anderen Ländern Volksabstimmungen gegeben hätte(so macht man das normalerweise in einer Demokratie!)wäre dem Vertrag auch nicht in anderen Ländern zugestimmt worden!
von: M.Eck
am: 13.06.2008 23:31
Kommentar #71
Respekt vor den Iren, die in freier Wahl die richtige Entscheidung getroffen haben. Hierzulande hat man ja in wichtigen Fragen, die das gesamte Staatswesen betreffen kein Mitspracherecht.
Ich hoffe, dass Politiker den Willen der Bevölkerung, die sie ja eigenem Bekunden nach repräsentieren, respektieren. Nach den ersten Äußerungen von Politikern muss man insoweit skeptisch sein, denn offensichtlich soll solange gewählt werden bis das Ergebnis passt. Wer aber garantiert, dass das Ergebnis irgendwann einmal passt oder werden diejenigen, die mit "No" gestimmt haben beim zweiten Durchgang ausgeschlossen?
von: salt
am: 13.06.2008 23:03
Kommentar #70
Der ferngesteuerte Hosenanzug aka Angi Merkel wird auch schon vorher darüber nachgedacht haben wie man das Ding ohne Irland durchboxt. Heil Europa. Ich könnte kotzen! Wer einwenig mehr über diese Dame und ihre Vergangenheit erfahren möchte sollte mal hier klicken: www.montagsdemo-dortmund.de
Aber ist schon klar, immer schön auf Gysi und Co. rumhacken. Man muss ja schließlich von seiner eigenen Vergangenheit ablenken. Die Linke hat wenigstens gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt. Weiter so!
von: RageAgainstTheMachine
am: 13.06.2008 22:01
Kommentar #69
Das Maß ist voll!

Kaum ist das Abstimmungsergebnis bekannt, überlegen Merkel und Sarkozy, wie sie das Teil doch noch durchboxen können.

Jetzt gilt es, diese Leute endgültig aus dem Amt zu entfernen - ohne wenn und aber!
von: Thomas
am: 13.06.2008 21:11
Kommentar #68
Es muß sich wohl erst alles zentrieren um sich aufzulösen in
"one world one spirit".
von: Nachdenklicher
am: 13.06.2008 21:06
Kommentar #67
Yes, dans einzige freie Land in dieser Eu hat das einzig richtige getan: Nein. Wären wir gefragt worden wäre es auch Bei einem nein geblieben. An Alle Politiker die Dafür gestimmt haben: Wie ihr seht lassen sich nicht alle Menschen von euch verarschen.

Ich entschuldige meine Vulgäre Wortwahl

Greetz Otti aus S-Town
Viva la Autonomia
von: Otti
am: 13.06.2008 18:31
Kommentar #66
HAT DAS GRUNDGESETZ UEBERHAUPT NOCH EINE LEGITIMATION,NACH DEM EU VERTRAG -SOGENNATER VERTRAG NICHT RECHTBINDENT FUER EU !
von: M.L
am: 13.06.2008 18:07
Kommentar #65
Danke Irland!! Mit klarem Menschenverstand kann man auch nur mit NEIN gegen das Ermächtigungsgesetz... äh ich meine gegen den Lissabon-Vertrag stimmen. Schönen Gruß an die Volkszertreter des deutschen Bundestages!!
von: Irland-Fan
am: 13.06.2008 17:50
Kommentar #64
Auch ich kann den tapferen Iren nur zu ihrer Entscheidung gratulieren...
Ein Beweis dafür, warum die anderen Regierungen (incl der Unsrigen) eine Volksabstimmung garnicht erst zuliessen.
Denn das Ergebnis wäre für die Damen und Herren genauso desaströs ausgefallen, wie das irische.
Ein Schelm wer Übles dabei denkt........
von: Criticus
am: 13.06.2008 16:06
Kommentar #63
Soeben wird gemeldet, dass der Souverän Irlands, das Volk von Irland den Reformvertrag von Lissabon mit deutlicher Mehrheit abgelehnt hat!
Die Iren haben sich damit keineswgs gegen die europäische Einigung, sondern für ein demokratisches, soziales und friedliches Europa ausgesprochen.

Jeder wahre Pro-Europäer ist dem
w e i s e n i r i s c h e n V o l k
zu tiefen Dank verpflichtet!
von: Thomas W. Fischer
am: 13.06.2008 15:46
Kommentar #62
Ist schon recht erstaunlich zu sehen, wie hier fast ausschließlich das EU Vertragswerk und dessen Durchsetzung vom Souverän abgelehnt wird. Sollte es doch den Parlamentariern zu Denken geben was hier läuft. Man gibt sich mit Halbweisheiten, unvollständigen und nicht lesbaren Stückwerken zufrieden, trotz des expliziten Hinweises in unserer Mailaktion an jeden Deutschen Parlamentarier ignoriert man die Bedenken fast ausnahmslos. Ist man so in der Mühle einer Parteiendiktatur als korruptiver Einflußnahme eingespannt, daß man selbst nicht mehr denken oder richtig, im Sinne seines Wählers handeln kann?

Die Linke hat das Vertragswerk abgelehnt. Einzelne Abgeordnete anderer Parteien enthielten sich der Stimme oder verweigerten sich ganz und gar. Im Mainstream nichts zu hören davon, dort ist alles eitel Sonnenschein. - Nur was soll man halten davon, wenn man soetwas liest?:

forum.infokrieg.tv

Meine These wird sein, daß Köhler dem Vertragswerk zustimmen wird, wenn das Veto der Iren keinen Erfolg haben wird. Gewinnen indes die Gegner in der Abstimmung die Oberhand, wird es mich nicht verwundern, wenn er das Vertragswerk ablehnen wird.

Hier geht es zur Aussage des Herrn Dr, Scheer zur Abstimmung im Deutschen Bundestag und die wäre Grund genug sich ernsthaft Fragen über die Rechtmäßigkeit, zumindest der Seriösität der Abnickveranstaltung zu stellen.

k.goldmull
infokrieg.tv
von: Klaus Goldmull
am: 13.06.2008 12:40
Kommentar #61
Es war zu der Zeit, als es noch ein Deutschland gab.........
Mit der D-Mark ging es uns gut.
Dann kam der Euro, dazu Agenda 2010, .................
Alles ging und geht, den Bach hinunter.
Grundgesetz????Was ist das????
Ein dickes Buch, in Dem steht, was Reiche reicher macht und arme ärmer.
Jetzt noch Europa. Noch ein Buch, mit Vorschlägen, was Wirtschaft und Politik mit Bürgern anstellen dürfen......! Ein, "oder nicht", gibt es nicht.
Wir werden nicht gefragt. Jetzt frage ich mich, wer da abgestimmt hat. DER BÜRGER?????
von: Rolf Becker
am: 13.06.2008 12:39
Kommentar #60
Tschüss Deutschland, tschüss Grundgesetz, tschüss Demokratie... War schön mit euch!
von: Freedomfighter
am: 12.06.2008 15:10
Kommentar #59
Dies ist wohl der größte Betrug am Volk den es in Deutschland seit über 60 Jahren gegeben hat. Einfach unfassbar, vor allem weil NIEMAND unserer Politiker dieses Papier gelesen hat.
von: Lukas T.
am: 12.06.2008 08:01
Kommentar #58
Meine Meinung:
Was da in Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat unter Missachtung des Grundgesetzes und des Volkes als oberstem Souverän entschieden wurde, bedeutet eine Absage an die Demokratie, einen Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Souveränität der BRD. Wo bleibt eine Stellungnahme des Verfassungsschutzes? Wieso ermittelt die Bundesanwaltschaft nicht wegen Hochverrat?
von: Verfassungsfreund
am: 10.06.2008 13:40
Kommentar #57
der willkührliche Rechteentzug gegenüber jedem Bürger ist nicht nur schamlose Entmündigung,
sondern entlarft die Machthaber und Ákzeptanten
als verantwortungslose Nutznießer des Kapitals.
von: Ernst Adolph
am: 09.06.2008 15:43
Kommentar #56
Zu #34:
Kleine Korrektur: Die Situation des Ermächtigungsgesetzes tritt nicht erst dann ein, wenn das EU-Parlament funktionsunfähig geworden ist, sondern schon sofort mit Inkrafttreten des Reformvertrags!

Denn mit dem Ermächtigungsgesetz wurde der Reichstag noch nicht aufgelöst. Das folgte erst später. Der Reichstag hätte also prinzipiell immer noch die Möglichkeit gehabt, die von der Reichsregierung beschlossenen Gesetze wieder aufzuheben.
Genauso ist die Situation beim Reformvertrag: Das EU-Parlament hat prinzipiell die Möglichkeit, die vom Rat beschlossenen Gesetze wieder zu kippen. Aber es dürfte jedem einleuchten, daß auch dieses Parlament keinen Gebrauch davon machen wird, solange sich die Mehrheitsverhältnisse nicht ändern.

Der entscheidende Punkt ist: Sowohl beim Ermächtigungsgesetz als auch beim EU-Reformvertrag muß das Parlament nicht mehr explizit zustimmen. Äußert sich das Parlament nicht, gilt der Rechtsakt als erlassen (Artikel 294). Genau darin liegt die Gefahr: Sollten sich irgendwann die Mehrheitsverhältnisse im EU-Parlament ändern, könnte der Rat das EU-Parlament funktionsunfähig machen und alleine weiterregieren.
von: Stefan
am: 04.06.2008 23:24
Kommentar #55
"Der Vertrag soll 2009 an die Stelle der gescheiterten europäischen Verfassung treten und die EU effizienter machen.".......effizienter ja, nur ...für WEN?
Hedge-Fonds? Grosskonzerne ? Banken?
tja.... ich persönlich warte seit fast 18(!) Jahren auf eine
deutsche Verfassung, und zwar eine vom Volk bestimmte...
Ich hoffe nur, dass das BVG diesen Wahnsinn zumindest vor-
läufig stoppt. Einaml hat es ja bereits funktioniert.
Und danke an die wenigen couragierten Menschen, die dies
versuchen.Leider weiss derLöwenanteil des Wahlvolks nichtmal, worum es geht. Pisa, den Medien und BigBrother sei dank.
von: Kriticus
am: 03.06.2008 20:37
Kommentar #54
Der "Verfasungsvertrag" wurde von zwei Völkern abgelehnt, mehr wurden nicht gefragt, wir Deutschen auch nicht. Der Vertrag von Lissabon ist dieselbe Vertragsstruktur, nur fällt der Name "Verfassung" nicht mehr. Mit dem Vertrag von Lissabon hat sich das Parlament selbst verabschiedet, das Grundgesetz der BRD gilt aber weiter! Art. 20 Abs. 4 GG wird dann gültig, wenn die Klagen vor dem Verfassungsgericht auch als "andere Abhilfe" abgelehnt werden. Wir gehen schwierigen politischen Zeiten entgegen.
von: Dr. Dieter Petschow
am: 29.05.2008 10:43
Kommentar #53
Ich wäre trotzdem vorsichtig mit der vorschnellen Annahme, die LINKE würde es irgendwie rum reissen, oder dass das Abstimmungsverhalten der LINKEN irgendetwas zu bedeuten hätte. Als kleine Oppositionspartei kann man natürlich schnell und leicht gegen etwas stimmen, wenn man genau weiss, dass das eh nichts am Endergebnis ändern wird. Ich glaube es wäre ebenso naiv, DESWEGEN jetzt den LINKNE nachzurennen. Ich frage mich nämlich wo die ach so empörten LINKEN denn Klage einreichen? Ist da jemand dabei, der gegen diesen Wahnsinn, der da abgestimmt wurde Klage einreicht.... Oh da ist einer.... Peter Gauweiler. Oha.
Nun meine Meinung: Ich würde von JEDEM, der tatsächlich weiss, was in dem Vertrag steht, ERWARTEN, dass er klagt. Wer nicht dagegen klagt, kann es mit der Ablehnung auch nicht so wirklich ernst meinen. Das ist meine Meinung.
Hut ab, Herr Gauweiler, auch wenn ich absolut nicht mit dem CSU-Konzept einverstanden bin,ich bewundere Menschen, die ihrem eigenen Gewissen nach handeln und abstimmen...und nicht NUR abstimmen, sondern auch dementsprechend kongruent HANDELN.
von: Gedankenverbrecher
am: 28.05.2008 10:43
Kommentar #52
Im Artikel 15 des Grundgesetzes heisst es:

"Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Absatz 3 Satz 3 und 4 entsprechend."

Zum Beispiel dieser Artikel des GG wird durch den neuen EU-Vertrag ausgehebelt. Von siesem Recht ist dort nirgends die Rede.
ausgehebelt.
von: W. Doster
am: 26.05.2008 16:25
Kommentar #51
Schande über diese \"Volksvertreter\" ! Und dann auch noch blöd zu lachen wenn man nicht eine einzige Frage richtig beantworten kann! Normalerweise schämen und zurücktreten !
aber die Schlacht ist noch nicht verloren! Das Verfassungsgericht wird sich selbst doch nicht kündigen oder ? wenn alle endlich ihren arxxx hochbekommen und sehen was da läuft gäbs noch Chancen ! Wenn nicht dann greift
GG Artikel 146 \"Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist\" !!!!!!!!!das wär ja dann 2009 nur ohne freie Entscheidung!!!!!!!!
das stört die hintergrundarbeiten aber denk ich net!
von: Mentats
am: 26.05.2008 14:00
Kommentar #50
Wieder mal wurde das Volk übergangen.

Ich hoffe das die anzeige wegen hochverrats durchkommt, wie könnt ihr so mit dem Volk spielen?

Ein schwarzer tag für die demokratie und für die Freiheit
von: C.Weißkreuz
am: 26.05.2008 11:40
Kommentar #49
Eine echte, demokratische,von den Völkern Europas legitimierte Verfassung wäre wünschenswert.Nicht aber dieses bürokratische, von Lobbyisten manipulierte, diktatorische Möglichkeiten eröffnende Machwerk. Da nach eigenem Eingeständnis viele Abgeordnete das Vertragswerk in seiner Gesamtheit überhaupt nicht kannten ( eine beispiellose Schande ) und dennoch abstimmten, ist das Votum m.E. NULL UND NICHTIG !
von: Badener
am: 23.05.2008 20:16
Kommentar #48
Was für ein trauriger Tag!
DANKE liebe "Volksvertretter", vielleicht hättet ihr diesen Vertrag mal lesen sollen und ruhig nachfragen wenn ihr etwas nicht ganz verstanden habt, das wäre eine kleinere Schande gewesen als ihn blind abzusegnen...
Und 99% der deutschen Bevölkerung hat nicht mal ansatzweise eine Idee von dem was geschehen ist...
Scheuklappen auf und weiter konsumieren, so ists recht, wenn was "ungerechtes" passiert, wird es euch der Fernseher schon berichten...
von: Peter
am: 23.05.2008 16:30
Kommentar #47
Die Volkskammer läßt grüßen. Die nahezu einmütige Zustimmung der politischen Klasse zur "europäischen Verfassung", sprich "Grundlagenvertrag", ist ein Staatsstreich gegen den Souverän. Unser GG ist nunmehr ausgehebelt und Deutschland ist eine Provinz in EU-Europa. Ade Demokratie.
von: Rainer
am: 23.05.2008 12:18
Kommentar #46
Europa ist sehr bedenklich. Wir brauchenn keinen Einheiststaat- Wie auch immer der Bertrag sich nennt Verfassung oder so ähnlich. Er entmachtet die nationalen Parlament. Das muss gestoppt werden. So ein Europa brauchen wir nicht. inclusive der doirt geparkten Politiker
von: husli
am: 22.05.2008 21:33
Kommentar #45
Im deutschen Grundgesetz steht: 'Alle Macht geht vom Volke aus'. Natürlich vom deutschen, oder? Und nicht von irgendeinem anderen, West- oder Osteuropäischen. In diesem Sinne halte ich Bonzen-Brüssel eh für illegal; alle Gesetze und Vorschriften, welche der Globalisierung = gesetzlich genehmigte totale Handlungsfreiheit des Kapitals Vorschub leisten gehören abgeschafft.
von: Hartmut
am: 22.05.2008 11:00
Kommentar #44
Leider hat sich die EU zu einem bürokratischen Monster entwickelt. 27 Staaten, dabei eindeutig auch völlig korrupte und undemokratische, sowie der wieterhin grassierende Aufnahmewahn wird die EU letzten Endes implodieren lassen. Als Bürger habe ich keinerlei Einfluss mehr auf die Entwicklung aller Lebensbereiche, da die nationalen Parlamente bereits enmannt sind, sie wissen es offenbar nur noch nicht. Ich stimme mit "Wllie Winzig" überein auszutreten!!
von: Lothar Schulz
am: 22.05.2008 09:39
Kommentar #43
> * --> Meine Firma wäre ohne Außenhandel TOT...!!!

Habe ich gesagt, daß es keinen Außenhandel mehr geben soll?
Nur völlig unkontrolliert darf er nicht sein. Grenzen und Zölle hatten nämlich ihren Sinn, nämlich zu verhindern, daß jemand einfach mal so Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Es ist die Industrie, die die "Globalisierung" vorantreibt, und uns dreisterweise als eine "Notwendigkeit" verkauft.



> * -> Der Prozeß (!) der Globalisierung hat bereits um das
>Jahr 1000 begonnen...

blabla
von: Jürgen
am: 22.05.2008 02:50
Kommentar #42
@ Jürgen

"Wäre es da nicht besser, die Globalisierung rückgängig zu machen?"

Sind sie Beamter?
Oder arbeiten Sie im öff. Dienst?

  • --> Meine Firma wäre ohne Außenhandel TOT...!!!




"Der ist nicht naturgegeben, sondern von Menschen (oder besser gesagt: Interessengruppen) gemacht!"

  • -> Der Prozeß (!) der Globalisierung hat bereits um das Jahr 1000 begonnen...
von: TheStatler
am: 21.05.2008 17:53
Kommentar #41
Na, worauf wartet unser Staat denn noch,
wenn nun die Möglichkeit eines Austrittes
aus der EU geboten werden soll?!
Endlich ade "EU-Harmonisierung", Subventionswahnsinn und
Überreglementierungen und Sponsoring neuer
Mitgliedstaaten...
Die Schweiz lebt seit Jahrzehnten bestens ohne
Mitgliedschaft in diesem "Club"...
von: Willi Winzig
am: 21.05.2008 06:48
Kommentar #40
>Eine enger werdende EU ist z.B. die einzige Möglichkeit
>europaweit Sozialstandarts festlegen zu können, um dem
>Druck der Globalisierung entgegnen zu können.
>Deswegen ist der EU-Reformvertrag eine sehr gute
>Sache.

Woher kommt der "Druck der Globalisierung"? Der ist nicht naturgegeben, sondern von Menschen (oder besser gesagt: Interessengruppen) gemacht! Wäre es da nicht besser, die Globalisierung rückgängig zu machen?


.
>Er muss nicht dem Volk zur Abstimmung vorgelegt
>werden. Jede Rentenerhöhung, Änderung im Steuerrecht
>muss das ja auch nicht. Das ist zwar schade, aber in einer
>Parlamentarischen Demokratie normal und OK.

Eine Parlamentarische Demokratie hat Grenzen, und die sind überschritten, wenn staatliche Strukturen verändert werden.




>Wenn ich das hier untenstehende lese; welche Wirrköpfe
>und Verschwörungstheoretiker sich anmaßen, Politiker
>derart zu beschimpfen und mit ihren abstrusen
>Absonderungen zuzumüllen, weiß ich, weshalb man die
>Deutschen nicht abstimmen hat lassen. Manchmal muss
>der Staat die Bürger vor sich selbst schützen. Ja. Der
>Vergleich zur Nervenheilanstalt drängt sich auf und ist m.E.
>nicht abwegig.

Das kannst Du sicher auch fundiert begründen.
Wo sind die Fehler in den untenstehenden Argumenten?
von: Jürgen
am: 20.05.2008 19:47
Kommentar #39
Oh Gott.

1.
Eine enger werdende EU ist z.B. die einzige Möglichkeit europaweit Sozialstandarts festlegen zu können, um dem Druck der Globalisierung entgegnen zu können. Deswegen ist der EU-Reformvertrag eine sehr gute Sache.

2.
Er muss nicht dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. Jede Rentenerhöhung, Änderung im Steuerrecht muss das ja auch nicht. Das ist zwar schade, aber in einer Parlamentarischen Demokratie normal und OK.

ABER:

3.
Wenn ich das hier untenstehende lese; welche Wirrköpfe und Verschwörungstheoretiker sich anmaßen, Politiker derart zu beschimpfen und mit ihren abstrusen Absonderungen zuzumüllen, weiß ich, weshalb man die Deutschen nicht abstimmen hat lassen. Manchmal muss der Staat die Bürger vor sich selbst schützen. Ja. Der Vergleich zur Nervenheilanstalt drängt sich auf und ist m.E. nicht abwegig.
von: TheStatler
am: 20.05.2008 14:39
Kommentar #38
"Der Mensch glaubt immer das, was er gern glauben möchte".
Dies ist jedem Einzelnen in seinem privaten Bereich unbenommen, es gehört aber m.E. nicht in Betracht gezogen, wenn ein Mandatsträger derart unkritisch mit Gesetztesvorlagen umgeht, von denen er wissen müsste (sofern er mit Politik überhaupt vertraut ist), dass sie auch immer eine Auslegungsmöglichkeit bieten, ja bieten müssen, um gutgläubigen Wählern hinterher zu beweisen, das diese es in ihrem Guten Glauben falsch verstanden haben.
Insofern ist die Zustimmung zur Aufgabe der bisher ja schon eingeschränkten Souveränität zu Gunsten einer demokratiefeindlichen Diktatur eine beispielhafte Fehlleistung eines Mandatsträgers.
von: Wolfgang Heber
am: 19.05.2008 13:07
Kommentar #37
"Nitzsche soll eine Partei gründen, und er hat meine Stimme!"

Phenomenale Idee !!
von:
am: 11.05.2008 14:13
Kommentar #36
>Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes greift hier nicht
>mehr. Oder drücken wir es anderst aus...

Das Widerstandsrecht tritt bereits ein, sobald es jemand UNTERNIMMT, die verfassungsmäßige Ordnung zu beseitigen.



>Das Lissaboner Ermächtigungsgesetz sieht aber vor das
>Aufständische und Unruhen mit Gewalt niedergeschlagen
>werden können.
>
>D.h. wer in Deutschland sich auf Art. 20 Abs. 4 beruft um
>das GG vor den Politikern und der EU zu schützen, wird
>von Polizei oder bald auch Bundeswehr
>niedergeschossen.

Genau deswegen müssen wir JETZT SOFORT handeln, bevor es zu spät ist.



>Ich bin der festen Überzeugung das die Linken bei den
>nächsten Wahlen richtig Wind in die Segel bekommen
>werden, so auch von mir - wer hätte das jemals gedacht.

Bloß nicht! Die heucheln jetzt ihre Oppositionsrolle. Eine Diktatur mit einer anderen Diktaturpartei bekämpfen zu wollen, ist wohl lachhaft.

Nitzsche soll eine Partei gründen, und er hat meine Stimme!
von: Gast
am: 09.05.2008 21:39
Kommentar #35
Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

wir nehmen Bezug auf unsere Anfrage vom 29.04.2008 zuz der Frage, welchen Grund sie für ihre Nichtteilnahme an der Abstiummung zuzr Ratiufizierung des EU-Vertrages hatten und hofen weiter auf die Beantwortung.
Mit freundlichen Grüßen
Bünsnis für Soziale Gerechtigkeit
und Menschenwpürde e.V.
von: BüSGM
am: 09.05.2008 11:34
Kommentar #34
>Mit der Charta der Grundrechte wird die Todesstrafe sogar
>explizit abgeschafft und ein Recht auf Leben garantiert. So
>ist dort zu lesen:
>
>"(1) Jeder Mensch hat das Recht auf Leben.
>
>(2) Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder
>hingerichtet werden."

Artikel 6 Absatz 1:
"die Charta der Grundrechte und die Verträge sind rechtlich
gleichrangig."

Da ist der Fallstrick: Diese "Grundrechtecharta" ist keineswegs als grundsätzlich vorrangiges Recht gestaltet, sondern nur gleichrangig.



>Weiterhin werden weder durch den Beitritt der EU zur
>Konvention, noch durch die Ratifizierung des
>Reformvertrages das Grundgesetz außer Kraft gesetzt.
>Kein Bundesminister kann hinter die dort festgelegten
>Bestimmungen zurückfallen.

Aus dem BVerfG-Beschluß zur Vorratsdatenspeicherung:

"Dementsprechend wird eine innerstaatliche Rechtsvorschrift, die eine Richtlinie in deutsches Recht umsetzt, insoweit nicht an den Grundrechten des Grundgesetzes gemessen, als das Gemeinschaftsrecht keinen Umsetzungsspielraum lässt, sondern zwingende Vorgaben macht"

>Es ist also barer Unsinn, dass Demonstranten einfach so
>erschossen werden dürfen, ist und bleibt doch das
>Demonstrationsrecht Bestandteil des Grundgesetzes, das
>im Artikel 8 des Grundgesetzes verankert ist und in
>Deutschland einen besonders hohen Schutz genießt. Es
>wird auch nach in Kraft treten des Reformvertrages seinen
>Stellenwert behalten wird.

Wenn ein Ermächtigungsgesetz erst einmal in Kraft ist, kann ganz schnell sowas folgen:

www.documentarchiv.de



>Sie kritisieren, dass es keine Volksabtsimmungen zum
>Reformvertrag gibt. Grundsätzlich halte ich es ebenfalls für
>falsch, dass es zum Vertrag von Lissabon kein EU-weites
>Referendum gibt. Die Europäischen Verträge bieten
>jedoch leider immer noch keine rechtliche Grundlage für
>eine europaweite Abstimmung, bei der alle EU-Bürger in
>freier, allgemeiner, direkter und geheimer Wahl über den
>Vertrag abstimmen könnten.

"Die Europäischen Verträge", was ist das für ein Unsinn?
Die Grundlagen sind in den nationalen Verfassungen zu finden, die sind erstmal maßgeblich. Erst wenn die Völker entschieden haben, ihr staatliche Souveränität aufzugeben, gelten die "Europäischen Verträge".
Nach unserem Grundgesetz kann eine Auflösung unserer verfassungsmäßigen Ordnung nur durch Volksabstimmung erfolgen (Art. 79 und 146).



>Derzeit finden Volksabstimmungen über Europäische
>Verträge in nationalen Grenzen statt.

Nur in Irland!

>Und so geraten die Debatten oftmals in den Sog
>nationaler Interessen. Das Verhalten bei den
>Abstimmungen spiegelt demnach nicht immer eine
>Entscheidung über die Sache wieder, sondern ist eben
>auch Ventil für nationale Befindlichkeiten.

Du maßt es Dir an, Abstimmungen souveräner Völker zu kritisieren?


>Daher haben die GRÜNEN immer eine gemeinsame,
>europaweite Abstimmung nach dem Prinzip "Ein Mensch,
>eine Stimme" gefordert.

Jeder Staat muß für sich entscheiden.
Oder meinst Du, irgendeine Mehrheit kann einfach so beschließen, andere Staaten einzuverleiben?


>Es ist auch keinesfalls so, dass wir keinen Bundesrat und
>keinen Bundestag mehr brauchen werden. Im Gegenteil,
>die Rechte der nationalen Parlamente werden gegenüber
>den derzeit geltenden Verträgen mit dem Reformvertrag
>gestärkt.

Das ist einfach unglaublich, was Du hier losläßt. Das "Recht", als Bittsteller auftreten zu dürfen, als Stärkung zu bezeichnen.


>Es ist auch nicht so, dass die Kommission ohne
>demokratische Kontrolle "herrschen" würde. So wird die
>Europäische Kommission vom Europäischen Parlament
>kontrolliert und Das Parlament kann die Kommission auf
>Basis eines Misstrauensvotums zum Rücktritt zwingen.
>Das Parlament wählt auf Vorschlag des Rates den
>Präsidenten der Kommission. Auch daran ändert der
>Reformvertrag nichts.

Das "Europäische Parlament" ist nicht demokratisch legitimiert. Selbst wenn ein Land aufwachen würde und anders wählen würde, ändert sich nichts wensentliches an den Mehrheitsverhältnissen. Wir haben aber zu keinem Zeitpunkt Personen eines anderen Landes dazu legitimiert, auf unserem Staatsgebiet Gesetze zu erlassen.


>Es ist auch nicht richtig, dass der Reformvertrag einem
>friedlichen Europa ein Absage erteilt. Der Vertrag von
>Lissabon bindet die Gemeinsame Außen- und
>Sicherheitspolitik (GASP) und die Europäische
>Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) an die Charta
>der Vereinten Nationen und erwähnt gleichberechtigt zivile
>und militärische Fähigkeiten. Solche Bestimmungen
>finden sich in keiner anderen Verfassung!

Wo ist der Artikel, der Angriffskriege explizit untersagt, so wie es bei uns der Fall ist?


>Die oftmals kritisierte Bestimmung der Schaffung eines
>"Verteidigungsagentur" (oft auch als "Rüstungsagentur"
>bezeichnet) hätte zwar unserer Meinung nach nicht
>unbedingt Eingang in den neuen Vertrag finden müssen,

Aber trotzdem zugestimmt.


>sie ist aber insofern nichts Neues, als auf der Grundlage
>der bisherigen Verträge dieses Amt bereits aufgebaut
>wird. Somit bildet der neue Vertrag nur die Realität nach.

Erstmal Fakten schaffen, dann absegnen.


>Verteidigungsfragen sind immer noch zuallererst
>nationalstaatliche Fragen und somit handelt es sich bei
>dem von Ihnen erwähnten "Aufrüstungsgebot" bestenfalls
>um einen rechtlich unverbindlichen Appell.

Aja


> Die Ausstattung
>der Streitkräfte und die Höhe der Verteidigungsausgaben
>sind weiterhin im Kompetenzbereich der Mitgliedstaaten.
>Ziel dieser Bestimmung ist eher, dass die Mitgliedstaaten
>bei ihrer Planung die Kooperationsmöglichkeiten mit ihren
>Partnern berücksichtigen und so eine vernünftige
>Arbeitsteilung entwickelt werden kann.

So nebenbei vergessen wir, daß die EU jederzeit Kompetenzen an sich ziehen kann?

[...]

Ich kürze mal was raus, ich muß nicht auf jedes Gesabbel eingehen.



>Auch wenn wir GRÜNE nicht mit allen Punkten des
>Vertrages einverstanden sind, ist der Vertrag doch
>notwendig, um die Europäische Union weiter
>handlungsfähig zu halten.

GENAU das war auch die Haltung einiger Fraktionen zum Ermächtigungsgesetz von 1933. "Wir wissen ja daß das irgendwie nicht gut ist, aber irgendwie doch notwendig"


> Der Vertrag wird die Union
>demokratischer machen. So wird das Europäische
>Parlament gestärkt. Das bisherige
>"Mitentscheidungsverfahren" wird zum ordentlichen
>Gesetzgebungsverfahren der EU. So werden 95% der
>EU-Gesetze jetzt gleichberechtigt vom Europäischen
>Parlament und vom Ministerrat verabschiedet. Dies erhöht
>die demokratische Legitimität der Europäischen
>Gesetzgebung. Die Stärkung des Parlaments bezieht sich
>auch auf den Haushalt der EU.

Artikel 294:
"(7) Hat das Europäische Parlament binnen drei Monaten nach der Übermittlung
a) den Standpunkt des Rates in erster Lesung gebilligt oder sich nicht geäußert, so gilt der betreffende
Rechtsakt als in der Fassung des Standpunkts des Rates erlassen;"

Was heißt das? "nicht geäußert"! Das heißt, wenn das "Parlament" aus irgendwelchen Gründen überhaupt keinen Beschluß faßt (z.B. weil es angezündet wurde, ein Flugzeug hineingerast ist, oder die Mitglieder sich in einem "Sonderurlaub" befinden) trifft der Rat die alleinige Entscheidung. Dann haben wir EXAKT die Situation des Ermächtigungsgesetzes 1933, wo die Reichsregierung die alleinige Gesetzesgewalt innehatte!

Aber auch wenn das Parlament funktionsfähig ist, es ist nicht demokratisch legitimiert (s.o.)



>Auch die nationalen Parlamente werden gestärkt. Sie
>werden direkt in die EU-Gesetzgebung eingebunden durch
>das Subsidiaritäts-Frühwarnsystem und das Klagerecht
>der nationalen Parlamente beim EuGH bei Verstößen
>gegen das Subsidiaritätsprinzip.

EuGH ein unabhängiges Gericht?

>Mit der EU-Bürgerinitiative wird erstmals ein
>direktdemokratisches Element in die EU eingeführt. Damit
>können 1 Million EU-BürgerInnen die Kommission
>einladen, zu einem bestimmten Bereich einen
>Gesetzesvorschlag vorzulegen.

Brauch ich wohl nicht weiter zu kommentieren



>Insgesamt sehe ich durch den Reformvertrag weitaus >mehr Vor- als Nachteile.

Objektiv betrachtet, hatte das Ermächtigungsgesetz in den ersten Jahren auch viele Vorteile für die deutsche Bevölkerung. Die damit verbundenen Nachteile hat sie wohl weniger gesehen und deshalb in Massen zugestimmt.

>Deswegen habe ich im Parlament auch dafür gestimmt.
>Lesen sie den Reformvertrag doch einmal selbst durch
>und bilden Sie sich dann ein abschließendes Urteil. Sie
>finden den Vertrag auf meiner Homepage unter >www.heide-ruehle.de

Das würde ich auch jedem empfehlen. Aber bitte genau auf die Details mit ihren Fallstricken achten!
von: Gast
am: 08.05.2008 19:36
Kommentar #33
Anmerkung der Redaktion: Bei diesem Eintrag handelt es sich um die Antwort der Abgeordneten Heide Rühle, die von der Empfängerin hier gepostet wurde.

Sehr geehrte Frau Rose,

vielen Dank für Ihre Mail vom 6. Mai. Wir nehmen Ihre Fragen und Befürchtungen zum Reformvertrag von Lissabon sehr ernst. Daher habe ich mir die Zeit genommen, Ihnen ausführlich zu antworten.

Doch nun zu Ihren Kritikpunkten im Einzelnen. Ihre Auffassung, dass Demonstranten einfach erschossen werden, ja das sogar die Todesstrafe eingeführt werden kann, bezieht sich auf den von Ihnen zitierten Artikel 2 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte. Sie ist zwar nicht unmittelbar Bestandteil des Reformvertrages, jedoch erklärt die EU im Reformvertrag den Beitritt zu dieser Konvention.

Es ist jedoch keinesfalls so, dass die Menschenrechtskonvention die Bestimmungen außer Kraft setzt, die im Reformvertrag, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union oder im Grundgesetz festgelegt werden. In Artikel 6, Absatz 2 des Vertrages über die Europäische Union ist zu lesen: Der Beitritt zur Menschenrechtskonvention "...ändert nicht die in den Verträgen festgelegten Zuständigkeiten der Union." Dies wird noch einmal im Protokoll Nr. 8 des Reformvertrages bekräftigt. So steht die Charta der Grundrechte, die fester Bestandteil des Reformvertrages ist, über der Konvention. Die Konvention ist nicht integraler Bestandteil des Reformvertrages ist.

Mit der Charta der Grundrechte wird die Todesstrafe sogar explizit abgeschafft und ein Recht auf Leben garantiert. So ist dort zu lesen:

"(1) Jeder Mensch hat das Recht auf Leben.

(2) Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden."

(die Charta der Grundrechte finden Sie hier: eur-lex.europa.eu

Weiterhin werden weder durch den Beitritt der EU zur Konvention, noch durch die Ratifizierung des Reformvertrages das Grundgesetz außer Kraft gesetzt. Kein Bundesminister kann hinter die dort festgelegten Bestimmungen zurückfallen. Es ist also barer Unsinn, dass Demonstranten einfach so erschossen werden dürfen, ist und bleibt doch das Demonstrationsrecht Bestandteil des Grundgesetzes, das im Artikel 8 des Grundgesetzes verankert ist und in Deutschland einen besonders hohen Schutz genießt. Es wird auch nach in Kraft treten des Reformvertrages seinen Stellenwert behalten wird.

Sie kritisieren, dass es keine Volksabtsimmungen zum Reformvertrag gibt. Grundsätzlich halte ich es ebenfalls für falsch, dass es zum Vertrag von Lissabon kein EU-weites Referendum gibt. Die Europäischen Verträge bieten jedoch leider immer noch keine rechtliche Grundlage für eine europaweite Abstimmung, bei der alle EU-Bürger in freier, allgemeiner, direkter und geheimer Wahl über den Vertrag abstimmen könnten.

Derzeit finden Volksabstimmungen über Europäische Verträge in nationalen Grenzen statt. Und so geraten die Debatten oftmals in den Sog nationaler Interessen. Das Verhalten bei den Abstimmungen spiegelt demnach nicht immer eine Entscheidung über die Sache wieder, sondern ist eben auch Ventil für nationale Befindlichkeiten. Daher haben die GRÜNEN immer eine gemeinsame, europaweite Abstimmung nach dem Prinzip "Ein Mensch, eine Stimme" gefordert.

Es ist auch keinesfalls so, dass wir keinen Bundesrat und keinen Bundestag mehr brauchen werden. Im Gegenteil, die Rechte der nationalen Parlamente werden gegenüber den derzeit geltenden Verträgen mit dem Reformvertrag gestärkt. Es ist auch nicht so, dass die Kommission ohne demokratische Kontrolle "herrschen" würde. So wird die Europäische Kommission vom Europäischen Parlament kontrolliert und Das Parlament kann die Kommission auf Basis eines Misstrauensvotums zum Rücktritt zwingen. Das Parlament wählt auf Vorschlag des Rates den Präsidenten der Kommission. Auch daran ändert der Reformvertrag nichts.

Es ist auch nicht richtig, dass der Reformvertrag einem friedlichen Europa ein Absage erteilt. Der Vertrag von Lissabon bindet die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) an die Charta der Vereinten Nationen und erwähnt gleichberechtigt zivile und militärische Fähigkeiten. Solche Bestimmungen finden sich in keiner anderen Verfassung!

Die oftmals kritisierte Bestimmung der Schaffung eines "Verteidigungsagentur" (oft auch als "Rüstungsagentur" bezeichnet) hätte zwar unserer Meinung nach nicht unbedingt Eingang in den neuen Vertrag finden müssen, sie ist aber insofern nichts Neues, als auf der Grundlage der bisherigen Verträge dieses Amt bereits aufgebaut wird. Somit bildet der neue Vertrag nur die Realität nach. Verteidigungsfragen sind immer noch zuallererst nationalstaatliche Fragen und somit handelt es sich bei dem von Ihnen erwähnten "Aufrüstungsgebot" bestenfalls um einen rechtlich unverbindlichen Appell. Die Ausstattung der Streitkräfte und die Höhe der Verteidigungsausgaben sind weiterhin im Kompetenzbereich der Mitgliedstaaten. Ziel dieser Bestimmung ist eher, dass die Mitgliedstaaten bei ihrer Planung die Kooperationsmöglichkeiten mit ihren Partnern berücksichtigen und so eine vernünftige Arbeitsteilung entwickelt werden kann.

Es ist auch nicht so, dass ein soziales Europa mit dem Reformvertrag verhindert wird. Ich gebe Ihnen recht, wenn Sie kritisieren, das in Europa oftmals eine neoliberale Politik gemacht wurde. Beispielsweise wende ich mich vehement gegen die Privatisierungswut und die Eingriffe im Bereich der Daseinsvorsorge, also der Privatisierung der Wasserversorgung oder der Krankenhäuser. An dieser Politik ist jedoch nicht der Reformvertrag schuld.

Im Reformvertrag steht:

Die EU wirkt auf "eine in hohem Maße wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft, die auf Vollbeschäftigung und sozialen Fortschritt abzielt" ...

"Sie bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen und fördert soziale Gerechtigkeit und sozialen Schutz, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Solidarität zwischen den Generationen und den Schutz der Rechte des Kindes. Sie fördert den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt und die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten" (Art. 2, Absatz 3 EUV, Reformvertrag)

Und mit der sozialen Querschnittsklausel müssen alle Rechtsakte künftig auf ihre Sozialverträglichkeit hin überprüft werden (Art. 5a AEUV, Reformvertrag):

"Bei der Festlegung und Durchführung ihrer Politik und ihrer Maßnahmen trägt die Union den Erfordernissen im Zusammenhang mit der Förderung eines hohen Beschäftigungsniveaus, mit der Gewährleistung eines angemessenen sozialen Schutzes, mit der Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung sowie mit einem hohen Niveau der allgemeinen und beruflichen Bildung und des Gesundheitsschutzes Rechnung."

Diese Bestimmungen gehen weit über die Bestimmungen in nationalstaatlichen Verfassungen hinaus und auch im Grundgesetz wird man so fortschrittliche Zielbestimmungen nicht finden. An prominenter Stelle sind soziale Marktwirtschaft, Vollbeschäftigung und sozialer Fortschritt ebenso verankert, wie Umweltschutz und die Verbesserung der Umweltqualität.

Auch wenn wir GRÜNE nicht mit allen Punkten des Vertrages einverstanden sind, ist der Vertrag doch notwendig, um die Europäische Union weiter handlungsfähig zu halten. Der Vertrag wird die Union demokratischer machen. So wird das Europäische Parlament gestärkt. Das bisherige "Mitentscheidungsverfahren" wird zum ordentlichen Gesetzgebungsverfahren der EU. So werden 95% der EU-Gesetze jetzt gleichberechtigt vom Europäischen Parlament und vom Ministerrat verabschiedet. Dies erhöht die demokratische Legitimität der Europäischen Gesetzgebung. Die Stärkung des Parlaments bezieht sich auch auf den Haushalt der EU. Weiterhin wird das Parlament den Präsidenten der Kommission mit der Mehrheit seiner Mitglieder wählen. Damit gibt es erstmals eine direkte Legitimationskette von den Bürgerinnen und Bürgern über das Parlament zur Kommission.

Auch die nationalen Parlamente werden gestärkt. Sie werden direkt in die EU-Gesetzgebung eingebunden durch das Subsidiaritäts-Frühwarnsystem und das Klagerecht der nationalen Parlamente beim EuGH bei Verstößen gegen das Subsidiaritätsprinzip.

Mit der EU-Bürgerinitiative wird erstmals ein direktdemokratisches Element in die EU eingeführt. Damit können 1 Million EU-BürgerInnen die Kommission einladen, zu einem bestimmten Bereich einen Gesetzesvorschlag vorzulegen.

Auch die Transparenz wird gestärkt. Tagte beispielsweise der Ministerrat immer hinter verschlossenen Türen, muss er nach dem Inkrafttreten des Reformvertrages künftig öffentlich tagen.

Insgesamt sehe ich durch den Reformvertrag weitaus mehr Vor- als Nachteile. Deswegen habe ich im Parlament auch dafür gestimmt. Lesen sie den Reformvertrag doch einmal selbst durch und bilden Sie sich dann ein abschließendes Urteil. Sie finden den Vertrag auf meiner Homepage unter www.heide-ruehle.de

Mit freundlichen Grüßen

Heide Rühle

__________________________________

Heide Rühle, MdEP
Grünes Europabüro Baden-Württemberg
Forststr. 93 - 70176 Stuttgart
Fon: +49 (711) 993 59 20
Fax: +49 (711) 993 59 99
www.heide-ruehle.de
von: Diana
am: 08.05.2008 14:20
Kommentar #32
Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes greift hier nicht mehr. Oder drücken wir es anderst aus...

Art. 20 Abs. 4 GG würde zwar erlauben Widerstadn zu leisten...

Das Lissaboner Ermächtigungsgesetz sieht aber vor das Aufständische und Unruhen mit Gewalt niedergeschlagen werden können.

D.h. wer in Deutschland sich auf Art. 20 Abs. 4 beruft um das GG vor den Politikern und der EU zu schützen, wird von Polizei oder bald auch Bundeswehr niedergeschossen.

www.bpb.de

Seite 9 (bzw. 401 ff)

Art.2 Pkt 3. a) Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
»Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist,
um
a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;
b) jemanden rechtmäßig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmäßig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen«.
b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:
»Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorstehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese
Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden . . .«.
von: Steefen Hoffmann
am: 08.05.2008 13:31
Kommentar #31
Es wurde bereits Strafanzeige wegen Hochverrat verschickt:

"Ich stelle Strafantrag gegen die Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Bundespräsidenten Horst Köhler, die Mitglieder der Bundesregierung und alle Abgeordneten, die der Ratifizierung der EU-Verfassung und der Verfassungsänderung als Vorbereitung zur Ratifizierung des EU-Vertrages zugestimmt haben. Desweiteren stelle ich Strafantrag gegen die Ministerpräsidenten der Länder, die als Vertreter des Bundesrates der Ratifizierung der EU-Verfassung zugestimmt haben, sowie gegen die Altbundeskanzler Gerhard Schröder, Helmut Kohl und Helmut Schmidt und den ehemaligen Finanzminister Theo Waigel wegen erwiesenem Hochverrat aufgrund von Art. 20 GG und den §§ 81 bis 83a und § 92 des StGB. ... "

Weiterlesen: www.flegel-g.de
von: Diana Rose
am: 06.05.2008 15:48
Kommentar #30
Ich bin der festen Überzeugung das die Linken bei den nächsten Wahlen richtig Wind in die Segel bekommen werden, so auch von mir - wer hätte das jemals gedacht.

Ich hoffe, dass Deutschland aufwacht doch glaube ich nicht so richtig daran, denn die Medien tun leider alles dafür, dass das Volk nicht informiert wird...

Doch ich stelle fest, dass es doch genug und immer mehr informierte Menschen gibt, die sich diese Nebelkerzen nicht mehr bieten lassen - um es in Wowies Worten zu sagen: "und das ist auch gut so!"

Eine Hoffende
von: Entsetzen macht sich breit - zu spät?
am: 06.05.2008 10:45
Kommentar #29
Noch ist Deutschland nicht verloren

1.) Der Bundestag hat am 12. Mai 2005, damals noch unter Schröder, die EU-Verfassung schon ein Mal durchgewunken.
Aufgrund der kurz darauf erfolgenden ablehnenden Volksentscheide in Frankreich und den Niederlanden hatte dieses Durchwinken im Bundestag auch für uns Bürger in Deutschland keine Folgen.
2.) Daher kam es auf die von Herrn Prof. Schachtschneider 2005 eingelegte Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht gar nicht mehr an.
Dank dieser Verfassungsbeschwerde wurde jedoch in Deutschland die EU-Verfassung 2005 nicht ratifiziert, d. h.:
der Bundespräsident durfte das vom Bundestag am 12. Mai 2005 verabschiedete Gesetz zur EU-Verfassung nicht unterschreiben und nicht verkünden.
Die Nagelprobe steht daher für das Bundesverfassungsgericht bisher noch aus.

3.) Der Bundestag hat am 24. April 2008 die EU-Verfassung als EU-Vertrag zum zweiten Mal durchgewunken.
Warum durchgewunken?
Zum einen gab es praktisch bis zur Beschlußfassung am 24. April 2008 keine lesbare Fassung des EU-Vertrages, siehe hierzu die Bundestags-Drucksachen 16/7446, 16/8920:
Intransparenz beenden - Eine lesbare Fassung des EU-Reformvertrags schaffen.
Zum anderen kannten die Abgeordneten selbst offensichtlich weder 2005 die Inhalte der EU-Verfassung noch 2008 des EU-Vertrages.
Siehe hierzu unten Punkt 17.
Vor allem gab es schon mangels lesbarer Fassungen keine öffentliche Diskussion des EU-Vertrages in Deutschland und anderswo.
4.) Auch gegen den Beschluß zum EU-Vertrag vom 24. April 2008 wird eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt werden und dieses wird daher jetzt Farbe bekennen, d h. entscheiden müssen.

5.) Ein kurzer Blick zu unseren europäischen Nachbarn: diese haben mindestens 45 Volksentscheide zur EU (früher auch EWG oder EG) durchgeführt.
Wir Deutschen durften seit 1933 nie über irgendetwas abstimmen: weder über unser Grundgesetz
noch über den Beitritt zur EU
noch über die Einführung des Euro
noch nach der Wiedervereinigung 1991 über eine neue deutsche Verfassung, wie in Art. 146 des Grundgesetzes gefordert.

6.) In mindestens 18 Nachbar-Ländern haben die Bürger, z. T. in mehren Volksentscheiden, über den EU-Beitritt abgestimmt.

7.) Selbst die Bürger im Kongo konnten im Dezember 2005 über ihre neue Verfassung abstimmen.

8.) Irland: die Iren haben schon sechs Mal über Europa durch Volksentscheid entschieden:
1972 über den Beitritt,
1987 über den Binnenmarkt,
1992 über den Maastricht-Vertrag,
1998 über den Amsterdam-Vertrag
2001 und 2002 über die Nizza-Verträge und am
12. Juni 2008 entscheiden die Iren durch Volksentscheid über den EU-Vertrag.
In einer neueren Umfrage sagten 35% der Iren, dass sie für den EU-Vertrag stimmen würden, 31% wollen dagegen stimmen und 34% sind noch unentschieden.
Im Februar 2008 wollten noch 43% der Befragten für den EU-Vertrag stimmen.
Die Unzufriedenheit mit dem undemokratischen EU-Vertrag wächst auch in Irland.

9.) Dänemark: Auch die Dänen konnten schon sechs Mal über Europa-Fragen in Volksentscheiden abstimmen:
z. B. 1972 über den Beitritt zur EU oder
im Jahr 2000 über die Einführung des Euro in Dänemark.
Die Dänen haben die Einführung des Euro mehrheitlich abgelehnt und zahlen daher heute noch mit ihren Kronen.

10. Norwegen: Die Norweger haben den EU-Beitritt zwei Mal in Volksentscheiden abgelehnt: 1972 und 1994.

11.) Schweiz: Die Schweizer Bürger haben bereits vier Mal über
Europa-Fragen in Volksentscheiden abgestimmt und sie haben den EU-Beitritt mehrfach in Volksentscheiden abgelehnt: z. B. 1992 und 2001.

12.) Tschechien: Die tschechischen Bürger konnten 2003 über den Beitritt zur EU abstimmen.
Der EU-Vertrag ist jetzt auch in Tschechien heftig umstritten. Nach der Unterzeichnung des Vertrages durch das Unterhaus verweigern die Mitglieder des tschechischen Oberhauses (Senat) derzeit die Zustimmung.
Von den 70 anwesenden Senatoren stimmten 48 für eine Prüfung des Vertrages durch das Verfassungsgericht, vier waren dagegen und 18 enthielten sich.
Die Senatoren befürchten, daß Teile des EU-Vertrages gegen die tschechische Verfassung verstoßen.
Damit ist die Ratifzierung des EU-Vertrags auch in Tschechien ungewiß geworden und zumindest auf unbestimmte Zeit verschoben.

13.) Welche "Europäer" wissen am wenigsten von der EU?
Antwort: die Ostdeutschen.
Im Frühjahr 2006 wurden 1526 West- und Ostdeutsche für das "EU-Barometer" befragt. Aber auch das Wissen der Westdeutschen zur EU war deutlich unter dem EU-Durchschnitt (Spiegel-Online vom 1. Juli 2006, EU Barometer: Deutsche haben wenig Ahnung von Europa).

14.) Wir Deutsche durften bisher zu EU-Fragen noch nie abstimmen.
Wir sollen auch zu EU-Fragen gar nichts wissen.
Dann haben wir Bürger keine eigene Meinung zu EU-Fragen und auch nicht den Wunsch zu einer Abstimmung darüber.

15.) Da war es nur konsequent vom deutschen Bundestag, im Dezember 2007 eine öffentliche Petition eines Bürgers zum EU-Vertrag nicht zuzulassen.
Vor allem darf das deutsche Volk seit 1933 nach dem Willen unserer Führer seinen Willen nicht mehr durch Volksentscheid kundtun und damit auch nicht zum EU-Vertrag.

16.) Text der unterdrückten öffentlichen Petition an den deutschen Bundestag vom 7.12.2007:

Der deutsche Bundestag möge beschließen,
die plebiszitäre und partizipative Demokratie in der Europäischen Union zu stärken, also die Mitbestimmung der europäischen Bürger durch Volksreferenden, öffentliche Petitionen und Abgeordnetenwatch beim Europäischen Parlament und dieses
1.) sowohl bei der Schaffung der neuen europäischen Verfassung als auch
2.) durch erheblich größere Beteiligungsmöglichkeiten der europäischen Bürger im Rahmen der zukünftigen europäischen Verfassung.
Die Begründung dieser öffentlichen Petition an den deutschen Bundestag vom 7.12.2007 ist im zweiten Teil des vorstehenden Kommentars Nr. 6 nachzulesen.

17.) Sie finden die nachfolgende PANORAMA-Sendung vom 12.05.2005 als Abschrift bei www.mehr-demokratie.de >> Europa mit Volksentscheid.
Die Ahnungslosen Abgeordneten,
"PANORAMA hat recherchiert: Auf welchem Informationsniveau stimmten die Abgeordneten über die EU-Verfassung ab? Das hat uns sehr interessiert, wird doch von Seiten der Gegner der direkten Demokratie oft ins Feld geführt, dass der einfache Bürger nicht kompetent genug sei, komplexe Sachthemen zu beurteilen und darüber zu entscheiden.

Wir (= die Panorama-Redakteure) waren (zuerst) immer davon überzeugt:
Hätte es in Deutschland eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung gegeben, dann hätte die Bevölkerung, wenn auch sicherlich unter großen Mühen, das hohe Informationsniveau unserer Abgeordneten erreichen können.
Wie verblüffend mühelos der Informationsabstand zwischen Abgeordneten und Bürgern hätte überwunden werden können, mögen Sie nach der Lektüre der unten stehenden Fragen und Antworten selbst erahnen."

Club.der.Demokraten@gmx.de
von: Georg Zenker
am: 05.05.2008 00:54
Kommentar #28
Warum der Vertrag von Lissabon einem Staatsstreich gleichkommt, beschreibt der Abgeordnete Dr. Peter Gauweiler in seiner dem Deutschen Bundestag zu Protokoll gegebenen persönlichen Erklärung (er hat gegen seine eigene Fraktion gestimmt):

www.peter-gauweiler.de

Weitere Anmerkungen dazu auch in meinem Blog:

www.t-blog.de
von: Dr. Martin Weigele
am: 04.05.2008 16:18
Kommentar #27
Jetzt ist genau der Fall eingetreten, für den der Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes konzipiert wurde: Die verfassungsmäßige Ordnung wird beseitigt.

Wenn wir jetzt untätig bleiben und uns weiter in unseren Sesseln zurücklehnen, dann signalisieren wir Brüssel, daß sie wirklich mit uns machen können, was sie wollen. Gegen das, was dann kommt, sind Schäubles bisherige Pläne Kinderkram!
von: Gast
am: 03.05.2008 04:06
Kommentar #26
PFUI TEUFEL!
Dieses korrupte und überbezahlte Ignorantenpack in Berlin öffnet der EU-Diktatur bereitwillig alle Pforten ohne je Lehren aus der Vergangenheit gezogen zu haben. Ja, wahrhaftig; dieser EU-"Reform"-Vertrag ist gleichzusetzen mit Hitlers Ermächtigungsgesetz von 1933!
Wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, werden nicht ge- bzw. befragt, wie und unter welchen (politischen und sozialen) Bedingungen wir leben wollen. Dieser "Vertrag" zeigt eindeutig, wie undemokratisch, ja, vielmehr wie faschistoid diese Kasperl"demokratie" in Wahrheit ist.
Ein Trost bleibt: auch die Damen und Herren Volksverräter - pardon, Volks"vertreter" bekommen eines Tages ihren RFID-Chip!

meinensenfdazu.blogspot.com
von: Thomas Dietz
am: 29.04.2008 11:57
Kommentar #25
Guten Abend,

eigentlich wollte ich mir ja jedes Wort zu Ihnen verkneifen. Aber soll ich Ihnen was sagen? Was soll´s...

Sie haben also zur EU-Verfassung zugestimmt. Ja ich weiss, EU-Vertrag natürlich. Aber Sie werden es mir vergeben, dass ich keine Lust habe, diese Nebelkerze ebenfalls anzuzünden.

Sicher hat es angesichts Ihres Abstimmungsverhalten keinen Sinn, über den Inhalt des GG mit Ihnen zu reden. GG? Sie wissen schon - Grundgesetz. Das ist der kleine Fetzen, den Sie vergangene Woche geholfen haben, abzuschaffen.

Eine Frage habe ich trotzdem. Haben Sie den EU-Vertrag - ups, Nebelkerze doch gezündet - eigentlich gelesen, bevor Sie diesem zugestimmt haben? Keine lange Erklärung - ja oder nein.

Falls doch, was ich mir nicht ernsthaft vorstellen kann, wie interpretieren Sie Art. 20 Abs. 2 GG - das ist das olle Ding, Sie wissen schon... Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Demokratie, soweit überhaupt noch vorhanden, wurde damit nach Brüssel abgegeben. Souveränität? Scheiss drauf.

Wie gesagt - mir reicht die Antwort. Gelesen ja, gelesen nein. Nicht vom Experten erklären bekommen... Sie können es nicht gelesen haben.
von: Tino B.
am: 28.04.2008 22:35
Kommentar #24
Wann werden die Politiker eigentlich rund um die Uhr bewacht? Besonders wenn sie sich in ihren Freimaurerlogen treffen, was sie so besprechen, vielleicht sogar mit den superreichen dort in Kontakt treten (rothschild, etc. - NEIN, ich bin kein Antisemit! Ich bin nur neugierig!)
von: Allsehndes Auge
am: 28.04.2008 14:58
Kommentar #23
Guten Tach.. die Abgeortneten/innen

Ich bin empörd darüber, dass Ich die EU-Verfassung als Mensch (eigentlich unwissend) so hinnehmen "soll". Zumal der Herr Henry Nitzsche damit vollkommen Recht hat, dass der Vertrag, dem Ermächtigungsgesetz gleichkommt. Eh' Hallo? Todesstrafe und mehr Militär aufrüstung plus der 1984überwachung die sich um uns erhebt? Sind wir denn im Polizeistaat Amerika? Ich glaube schon, das wir eine Kopie von der kommenden "Nord Amerikanischen Union (NAU)" sind. Warum wird "uns" in der Schule eigentlich beigebracht, dass das dritte Reich böse war und wir als Volk gemeinsam für unsere "friedliche Freiheit" stehen sollen? Worte sind Perspektiven und da sollen wir in Unwissenheit dann über Nacht überrascht werden, auf dass uns der Böse Wolf erneut frißt?! Für diesen überfall auf die Freiheit, verlieren, die meisten Politiker fortan meinen Respekt. Das sind keine akte von Gentlemens und gut herzigen Frauen..

www.youtube.com/watch?v=21MlrowJqqc
von: http://bravenewnews.de.tl
am: 28.04.2008 02:33
Kommentar #22
Ich weiß nicht, ob sich manche, die keine Globalisierung wollen, auf den Gedanken gekommen sind, dass diese die Folge, nicht die Ursache, der fast exponentiell gestiegenen Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie ( Briefzustellung zu Zeiten der Postkutsche vs. Email) und der ebenfalls stark gestiegenen Leistungsfähigkeit im Verkehr
( Geschwindigkeit und Transportkapazität) ist. Dagegen hilft nur totaler Isolationismus. Dazu müsste Deutschland aber neue, wesentlich längere Mauern mit Selbstschussanlagen bauen. Außerdem hat sich im 16./17. Jahrhundert eines der fortschrittlichsten und mächtigsten Länder der Welt völlig isoliert. Als Resultat wurde China im 19. Jahrhundert von den Europäern de facto kolonisiert. Im Vergleich dazu wähle ich eine Globalisierung, deren Geschwindigkeit und Wirken ich so weit möglich beeinflusse.
von: Niemand
am: 27.04.2008 15:16
Kommentar #21
Ist ja nun schwer zu sagen, wessen Referenden aus 2005 man lieber ignorieren sollte:

Die derer, die im Referendum mit NEIN gestimmt haben: Frankreich und die Niederlande?

Oder die derer, die im Referendum mit JA gestimmt haben: Spanien und Luxemburg?

Von daher, dass dieses Jahr zB Polen laut Umfragen mit rund 75% für den Vertrag waren, wäre das ein weiterer Staat, den man zu Gunsten manch einer falsch informierten Minderheit, die gegen den Vertrag ist, ignorieren würde.

Die Gegner erscheinen doch nur so zahlreich, weil sie am lautesten schreien, aber offenbar sind sie noch nicht einmal so überzeugt von ihrer Gegnerschaft, dass sie wenigstens eine Verfassungsbeschwerde wie diese gegen die Vorratsdatenspeicherung vorbereiten wollen. Schlecht organisiert nenne ich das. Lamentieren ist eben bequemer.
von: Mohammed Ali, Heuchelberg (bei Heilbronn)
am: 27.04.2008 01:00
Kommentar #20
Ich frage mich ernsthaft inwiefern die Abgeordneten diesen Vertrag nur zustimmen konnten. Entweder geschah dies aus purer Ahnungslosigkeit oder was viel schlimmer wäre sie wussten was sie machen.

Die einfachen Bürger werden für dieses Versagen(Landesverrat) leider bezahlen müssen.

Man ignoriert Volksabstimmungen in anderen Ländern , man verwehrt dem dt. Volk eine Abstimmung über seine zukünftige Verfassung.
Das alles geschieht unter dem Deckmantel eines angeblich "demokatischen" Gebildes.
In Irland gibt es ja noch eine Volksabstimmung , aber was die Herrn Volksvertreter von der Meinung des Volkes halten kann man bereits daran erkennen , das die Abstimmung in Irland bedeutungslos ist. Denn die neue Eu Verfassung wir mit/oder ohne deren Zustimmung erfolgen. Wie gesagt die anderen Völker befragt man erst gar nicht , denn unsere Demokratie ist nur dann von nötigen wenn der zu erwartende Ausgang der Abstimmung auch im Interesse der Regierenden ist.
von: Dipl. Ing. Martin Schindler
am: 26.04.2008 14:13
Kommentar #19
http://www.extremnews.com/berichte/vermischtes/476911cd298a41e

Ich grüße alle meine Freimaurer - Freunde quer durch alle Parteien. Gute Arbeit. Die Erleuchteten sind stolz auf uns.
von: Hexenjäger
am: 26.04.2008 10:22
Kommentar #18
http://nwo-fighter.info/news,tn_id-1146
von: www.nwo-fighter.info
am: 26.04.2008 01:32
Kommentar #17
!!! LESEN !!! UNBEDINGT LESEN !!!!!!

Liebe Bürger,

sehen sie sich bei google video folgendes an:

"Panorama befragt Politiker zur EU-Verfassung"

Da können sie sehen, dass ein Blinder am Steuer sitzt und mit uns geradewegs in den globalisierten Abgrund, zumindest für die einzelnen Bürger, besonders für Mittelständler, steuert.

Statt Projekte wie "Joytopia" oder sonstige Freigeldsysteme mit einer lokaleren und dezentraleren Wirtschaftsstruktur zu fördern wird hier ein unkontrollierbares Monster geschaffen, der, wenn einmal ein Fehltritt passiert, ganz Europa in den Abgrund reißen wird.

Die Obrigkeit, ein Konglomerat aus Konzernbossen, Regierungsfürsten, Generäle der NATO, UN, CFR, Bilderberger, WHO, Weltbank, WTO, UNESCO, Privatarmeen. Sie alle werden uns, jedem einzelnen schon die Leviten lesen, falls wir aufbegehren sollten. Eine vorprogrammierte Verschärfung der derzeitigen Situation, in der der einzelne noch mehr vorkommen wird, wie ein unwichtiger Sandkorn in der Masse. Wenn dann bald verlässliche, automatisierte Roboterarmeen gebaut werden können wird die Schlinge zuziehen und die Adeligen, Eliten, Reichen und Geistlichen haben es wieder und vor allem ein für alle mal geschafft. Ein für alle mal! Diese Angriffsroboter sind bereits in der Testphase im Nahost-Konflikt. Wurden aber wieder vorläufig zurückgenommen, weil sie anfingen ihre eigenen Soldaten anzuvisieren. Recherchieren sie nach. Das ist Fakt! Wenn das gelingt, wird die Menschheit ihres Lebens nicht mehr froh. Degradiert zu Sklaven auf Ewigkeit. Abhängig von der Wohlgesonnenheit der Regierungsfürsten und ihren Freunden.

Mehr können wir auch nicht machen. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan. Die Medien haben diese Dinge als Verschwörungstheorien gebranntmarkt, so dass die Gesellschaft ihre Ohren geschlossen hat für diese Hinweise.

Sobald der Bundesrat diesem Wahnsinn zustimmt und der Präsident seine Unterschrift geleistet hat, wird der Zug abgefahren sein, weil sie nach Sicherheit und wirtschaftlicher Stabilität lächzen. Das wird nach hinten losgehen. Alle Fakten weisen darauf. Diese Abgeordnete sind naive, ahnungslose Narren. Ebenso das Gros der Bürger. Von den Medien verblendet, mit unwichtigem Müll zugekleistert (Eisbären Flocke, Paris Hilton, Konsumgeilheit und Co. lassen grüßen. Auch die Ablenkung mit Islam gegen Christentum hat super funktioniert. Die Leute müssen beschäftigt werden.)

Herzlichst,

Ihre Töchter und Söhne, Bekannte und Verwandte aus

www.infokrieg.tv
www.nwo-fighter.info

!!! LESEN !!! UNBEDINGT LESEN !!!!!!
von: Stephan Hanse
am: 26.04.2008 01:12
Kommentar #16
@ Herr Zenker

Ob Sie oder Andere sich mit Namen zu erkennen geben, ist für mich nicht der Punkt einer Diskussion.

Mit verlaub, nur weil Sie sich mit Ihrem "Anti" in sehr überschwemmender Art zu äußern mögen, sind Sie sehr frech, eine Ihnen unbekannte Person so zu demontieren. Ihre Position ist in keinster Weise zu vertreten, und würde in breiter Öffentlichkeit nur die Frage aufwerfen: "Was geht da ab in Ihrem Hirn"?

Die Vorstellung Ihres Raumschiffes wird in meiner Hoffnung niemals starten, denn dann würden wir ...

Bitte entschuldigen Sie, doch leider möchte ich hier nicht mit Namen auftauchen, denn es ist meine ganz persönliche Entscheidung.

Mit besten Grüßen so nicht Herr Zenker
von: so nicht
am: 25.04.2008 22:34
Kommentar #15
Nachtrag:

Es wäre auch wünschenswert, wenn sie, liebe Abgeordneten, anfingen ihre manigfaltigen Tätigkeiten neben ihrer Haupttätigkeit als Minister des Bundes entweder aufzugeben und sich endlich mal anzusehen welche Probleme sie uns mit dieser Abstimmung einbrocken oder ihr Amt geschlossen hinzulegen.

Ihre Nachfahren werden es ihnen danken, wenn sie, liebe Abgeordneten, verhindern sollten, dass in Zukunft niemand in einen orwellschen Globalstaat geboren werden muss.

Mehr als ihnen diese Hinweise geben, sinnlos in der Gegend Fähnchenschwingend demonstrieren können wir nicht, da die meisten von uns (noch) unsere täglichen Verpflichtungen haben.

Kennen sie den Ausspruch "Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht"? Es ist an der Zeit, dass sich wenigstens einige von ihnen einen geistigen Höhensprünge leisten, um einen Überblick zu bekommen.

Wenn der Bundesrat ihnen diesen Fehlgriff durchgehen lässt, Präsident Köhler ohne Gewissensbisse das unterzeichnet, wird ein schleichend eintretendes, neues Mittelalter eintreten, was sich für Jahrhunderte halten wird, wenn die Bürger weiterschlafen sollten anstatt sie, nach dem Vorbild von 1789, abzusetzen.

In diesem Sinne
von: Eingebürgerter Ausländer mit Plan - die Zweite
am: 25.04.2008 17:31
Kommentar #14
ein armutszeugnis !

die bürger einiger eu-länder entschieden sich gegen eine knebelverfassung mit kriegszielen.

wir als bürger des deutschen neureiches wurden erst gar nicht gefragt ! (jedem schüler wird es eingebläut-wir seien die beste aller demokratien)

die eliten dieses unseres landes sollten sich ein neues volk wählen !!!

bürger westberlins
von: peter s.
am: 25.04.2008 15:41
Kommentar #13
Ich verneige mich vor der Rechtschaffenheit dieses Polittheaters.

Vielen Dank für die Zerstörung der Souveränität meiner zum Land meiner Wahl gewordenen Nation.

Die Globalisierung ist ein großer Fehler. Monsanto vergiftet unser Essen. Privatarmeen bedrohen Völker. Angriffskriege werden geführt wie damals zu Zeiten von Königen und Inquisitionen. Bankenbankrotte werden den Bürgern aufgehalst. Der einzelne Bürger wird herumgeschubst wie es der Machtelite genehm ist. Ist das eine volkssouveräne Demokratie?

Ich dachte, ich wäre in eine fortschrittlichen Zeit geboren, aber diese Entwicklungen mit EU, Afrikanische Union, Nordamerikanische Union, die zu einer neuen Weltordnung führen in der die Masse zu Produktionssklaven verkommen wird, war nicht, was ich in der Schule lernte.

Vielen Dank, liebe Volksverräter.
von: Eingebürgerter Ausländer mit Plan
am: 25.04.2008 15:22
Kommentar #12
Die ganze Art, wie nach den eindeutig ablehnenden Referenden von Seiten der Eurokraten vorgegangen wurde, zeigt das wahre Gesicht dieses Molochs und seiner nationalen Vertreter: Zutiefst undemokratisch, manipulierend-autoritär.

Dass manche Abgeordneten sich der Abstimmung enthalten haben ist ekelerregend: Sie wurden nicht gewählt und bezahlt um sich zu enthalten, sondern Stellung zu beziehen.

Da braut sich etwas Schlimmes zusammen.
von: Karin Pohl
am: 25.04.2008 12:26
Kommentar #11
Wie die meisten EU-Bürger würden wir gerne nicht nur den Ideen der EU zustimmen, sondern auch ihre neuen Grundlagen im Vertrag von Lissabon bejahen. Leider stehen dem einige bedauerliche Aspekte dieses Vertrages entgegen.
In erster Linie ist es die sicher auch Sie bewegende Tatsache, dass dieser seit Dezember 2007 vorliegende Vertrag nicht in deutscher Sprache zu lesen ist. Es gibt unlesbare Ergänzungen der existierenden Verträge. Ihre Zusammenführung mit den alten Texten ist unzumutbar. Wie wir hörten, haben sogar Sie als MdB ihre Zustimmung zum Vertrag in der ersten Lesung des Bundestages auf dieser Basis geben müssen.
Sodann wissen wir, dass der Frieden zwar das zuerst genannte Ziel der EU ist, wir sehen aber mindestens drei Abschnitte im Vertragstext, die mit unserem Verständnis eines friedlichen Europas nicht vereinbar sind:
In Art. 27 wird mit der Verpflichtung aller Mitgliedstaaten zur "schrittweisen Verbesserung ihrer militärischen Fähigkeiten" eine permanente Aufrüstung vorgeschrieben, statt abrüstungspolitischen Zielen Gewicht zu geben.
In Art. 28 wird in Orwell’scher Sprache von "Abrüstungsmaßnahmen" gesprochen, obwohl damit die Entwaffnung anderer Staaten gemeint ist, was wiederum ohne kriegerische Intervention nicht möglich ist.
Schließlich verlangt Art. 222 unter der Überschrift "Solidaritätsklausel" die "Mobilisierung aller verfügbaren (auch militärischen) Mittel, um terroristische Bedrohungen abzuwenden".
Diese drei Bestimmungen haben in einem verfassungsrechtlichen Text der EU nach unserer Auffassung keinen Platz. Sie widersprechen auch den friedenspolitischen Zielen, die unser außenpolitisches Handeln bestimmen müssten, wenn wir Grundsätzen unserer eigenen Verfassung (GG. Art. 25/26) und dem ersten Ziel der EU - dem Frieden - treu bleiben wollten.
Wir bitten Sie bei dieser Lage, Ihre Zustimmung zum Vertrag von Lissabon in der zweiten und dritten Lesung nicht zu geben oder sich zumindest der Stimme zu enthalten.

Mit freundlichem Gruß –


gez. Hans Harald Willberg
Geschäftsführer des Ökumenischen Netzes Bayern
von: Hans Harald Willberg, Ökumenisches Netz Bayern
am: 25.04.2008 11:17
Kommentar #10
@ Kommentar #9

Leute wie Sie fordern doch regelmäßig nur den Namen und am besten noch die Adressdaten anderer ein, um diese mit den Daten bedrohen zu können. Ich erlebe es regelmäßig, dass Personen, deren Argumente nicht greifen, dann nach den persönlichen Daten ihrer Opponenten greifen, um diese unter psychischen Druck zu setzen. Oder was wollen Sie mit den Daten anderer, wenn doch letztlich alles, was wirklich zählt, die Meinung ist, die zur Diskussion gestellt wird?

Meiner Ansicht nach haben die meisten Parlamentarier gestern die einzig richtige Entscheidung getroffen. Wer den Vertrag kennt und auch wenigstens zu weiten Teilen verstanden hat, wird auch verstanden haben, dass dieser Vertrag sehr viele Vorteile gegenüber der Situation nach dem Nizza-Vertrag bringt.

An Stellen, an denen man streiten kann, und das betrifft insbesondere die gemeinsame Verteidigungspolitik, wird kein Staat zu Handlungen gezwungen, zu welchen er sich nicht selbst entschieden hat, dementsprechend gibt es auch hier keinen Grund zur Sorge.

Die Zuständigkeiten der EU und der Mitgliedstaaten sind nun auch klar aufgeteilt. Wenn Sie den Vertrag gelesen hätten, würden Sie sich wundern, wie wenig doch eigentlich in der alleinigen Zuständigkeit der EU steht, und in wie vielen Bereichen die EU und die Mitgliedstaaten geteilte Zuständigkeiten haben.

Ich hätte mir den Verfassungsvertrag gewünscht, aber der Vertrag von Lissabon ist für den Anfang ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.
von: Mohammed Ali, Heuchelberg (bei Heilbronn)
am: 25.04.2008 10:39
Kommentar #9
Antwort zum Kommentar Nr. 7
1.) Wer hinter seiner politischen Meinung nicht mit seinem Namen und seiner Person steht, labert meist nur (ich vermeide hier bewusst die Worte "dummes Zeug").
Also "so nicht", gib Dich zu erkennen oder schweig.
2.) Ob der namenslose "so nicht" die vorausgeschriebenen Beiträge 1 bis 6 "für seriös" hält oder nicht, ist –auch im Hinblick auf seine Anonymität- völlig bedeutungslos.
3.) Unzutreffend behauptet "so nicht" in Kommentar Nr. 7: Eine kritische Meinung, fundiert mit vielen Fakten ist ein" trauriges Beispiel für eine Fehlentwicklung politischer Meinungsbildung".
4.) Auch die NPD- und DVU-Fraktionen in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern beweisen die Richtigkeit der in Kommentar 6 aufgestellten Thesen und aufgezeigten Entwicklungen: die Demokratie ist in Deutschland weiter erheblich gefährdet.
5.) Anonymus "so nicht" will uns in Kommentar Nr. 7 suggerieren, mit der Demokratie in Deutschland sei alles bestens. Die Demokratie in der Schweiz sei gefährdet oder funktioniere schlecht. Dies gelingt nur, wenn jemand gar keine Geschichtskenntnisse hat und auch sonst noch nie über den Tellerrand hinaus geblickt hat.
6.) Im Ergebnis bestätigt "so nicht" mit seinen Vorurteilen in Kommentar Nr. 7 die Richtigkeit der Thesen in Kommentar Nr. 6: offensichtlich bestimmen Unkenntnis, Ignoranz und Arroganz diese Vorurteile, die politische Meinung von "so nicht" und den Kommentar Nr. 7.
Im übrigen wird er massiv durch Angst bestimmt und geprägt, denn sonst würde er sich nicht bei Meinungsäußerungen anonym verstecken.

7.) Daß sich die Schweizer Bürger in einem Volksentscheid 1992 gegen den EWR-Beitritt entschieden, müssen sie nun jährlich mit 30 Milliarden Franken für ihre Importe aus der EU –z. B. für Zölle- bezahlen .
8.) Schon in Schillers Wilhelm Tell ruft ein gewisser Rudenz von Attinghausen, die Welt gehöre ohnehin dem König; daher solle ihm das Volk sich unterwerfen:
"Von seinen Ländern wie mit einem Netz sind wir umgarnet rings und eingeschlossen.
Wollen wir allein uns eigensinnig steifen und verstocken?"
Die historischen Antworten der Schweizer kennen wir: z. B. den Landfriedensbund von 1258 der Waldstätte Schwyz, Uri und Unterwalden. Spätestens mit diesem Bund beginnt vor über 750 Jahren die seitdem bestehende und funktionierende Demokratie der Schweizer Bürger.
9.) Der Schweizer Politiker Christoph Mörgeli formuliert die heutige Antwort zu Attinghausen`s Aufforderung zur Unterwerfung unter die EU wie folgt: Ja, wir Schweizer Bürger unterwarfen uns nicht dem König und unterwerfen uns auch nicht der EU, auch wenn dies mühsam ist. "Wir picken ja nicht Rosinen. Wir fressen (auch) Kröten." (SPIEGEL ONLINE, 22.03.07)
Für Freiheit, Unabhängigkeit, Menschenrechte und den aufrechten Gang.

10.) 2008 im deutschen Bundestag:
Vor diesem Hintergrund bekommt der Vergleich des parteilosen Bundestags- Abgeordneten zwischen der Abstimmung über den EU-Vertrag vom 24.04.2008 mit dem vor 75 Jahren, 1933, im Reichstag durchgepeitschten Ermächtigungsgesetz der Nazis eine neue Bedeutung und Dimension.
Die Schweizer unterwarfen sich im Gegensatz zu uns Deutschen weder dem König noch Hitler noch der EU noch anderen Herren.

11.) 1933:
Der Abgeordnete Wels sagte 1933 vor der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz der Nazis wörtlich:

"Noch niemals, seit es einen Deutschen Reichstag gibt, ist die Kontrolle der öffentlichen Angelegenheiten durch die gewählten Vertreter des Volkes in solchem Maße ausgeschaltet worden, wie es jetzt geschieht,
und wie es durch das neue Ermächtigungsgesetz noch mehr geschehen soll. Eine solche Allmacht der Regierung muss sich umso schwerer auswirken, als auch die Presse jeder Bewegungsfreiheit entbehrt."

• Was hätte wohl der Abgeordnete Wels vor der Abstimmung über den Reformvertrag 2008 zur neuen Allmacht in Brüssel gesagt?

• Hätte er wieder mit den gleichen Worten wie 1933 vor der neuen Allmacht der EU-Bürokratie gewarnt?

12.) Möge sich jeder selbst die Antwort auf die beiden letzten Fragen geben.
Keine Antwort gibt jedenfalls "so nicht" in Kommentar 7.

Club.der.Demokraten@gmx.de
von: Georg Zenker, Berlin
am: 25.04.2008 09:34
Kommentar #8
Ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur ein Abgeordneter weiß, wofür er da bei der Abstimmung brav das Pfötchen gehoben hat. Demokratie ade - Deutschland ade.
von: Gala
am: 25.04.2008 03:17
Kommentar #7
Die Vertreter des Volkes im Bundestag wurden in demokratischen und freien Wahlen von den Bürgern gewählt. Sofern sind Abstimmungen auch nicht als Unterdrückung und ... zu bezeichnen. Die oben aufgeführten Beiträge kann ich nicht für seriös halten, und sind im Kern eine antidemokratische Stimmung, und trauriges Beispiel für eine Fehlentwicklung politischer Meinungsbildung. Der Vergleich mit dem dritten Reich ist ebenso ein Rufmord an unsere Demokratie. Liebe Schreiber werdet vernünftig und fangt an zu denken... beste Grüße
von: so nicht
am: 24.04.2008 22:09
Kommentar #6
EU-Reformvertrag ohne Volksentscheid = Manipulation und Unterdrückung des Volkes

Diese haben in Deutschland eine lange Tradition und bestimmen die deutsche Politik bis heute

2008:
Ein parteiloser Abgeordneter des Bundestages verglich die Abstimmung über den EU-Vertrag vom 24.04.2008 mit dem vor 75 Jahren, 1933, im Reichstag durchgepeitschten Ermächtigungsgesetz der Nazis.

1933:
Der Abgeordnete Wels sagte 1933 vor der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz der Nazis wörtlich:

"Noch niemals, seit es einen Deutschen Reichstag gibt, ist die Kontrolle der öffentlichen Angelegenheiten durch die gewählten Vertreter des Volkes in solchem Maße ausgeschaltet worden, wie es jetzt geschieht,
und wie es durch das neue Ermächtigungsgesetz noch mehr geschehen soll. Eine solche Allmacht der Regierung muss sich umso schwerer auswirken, als auch die Presse jeder Bewegungsfreiheit entbehrt."

• Was hätte wohl der Abgeordnete Wels vor der Abstimmung über den Reformvertrag 2008 zur neuen Allmacht in Brüssel gesagt?

• Hätte er wieder mit den gleichen Worten wie 1933 vor der neuen Allmacht der EU-Bürokratie gewarnt?

Ähnliche Worte wie vom Abgeordneten Wels 1933 waren in Berlin z. B. auch schon 1448 und 1848 zu hören.


1448 unterwarf Kurfürst Friedrich II, genannt der Eiserne oder Eisenzahn, die Berliner und beraubte sie ihrer bürgerlichen Rechte. Diese Unterwerfung der Berliner durch Kurfürst Eisenzahn ist in der Geschichte als "Berliner Unwille" bekannt. Die Eisenzahnstraße in Wilmersdorf erinnert uns noch heute an diese Unterwerfung der Berliner Bürger 1448.

Es dauerte dann 400 Jahre, bevor sich die Berliner das nächste Mal gegen die Obrigkeit erhoben.


1848:
Mindestens 254 Berliner bezahlten dafür 1848 in der März-Revolution gegen den preußischen König Friedrich–Wilhelm IV. mit ihrem Leben.
Tausende wurden damals verletzt.


Es folgten
1918 Niederschlagung der November-Revolution,
1933 Hitlers Machtergreifung und das Ermächtigungsgesetz,
1949 Grundgesetz ohne Volksentscheid für die Bürger,
1968 Studentenbewegung,
1989 Friedliche Revolution in der DDR und Einverleibung der DDR durch die BRD,
und viele weitere Niederlagen der Berliner und des deutschen Volkes seit fast 500 Jahren durch Manipulation und Unterdrückung.

Diese haben in Deutschland eine jahrhundertelange Tradition und bestimmen die deutsche Politik bis heute – ganz im Gegensatz z. B. zu unseren Schweizer Nachbarn.

Manipulation und Unterdrückung haben uns Deutschen bereits ein "drittes Reich" beschert – das sollte reichen.
Jedoch könnten uns die andauernde und ggf. weiter zunehmende Manipulation und Unterdrückung noch mehr "Reiche" –in jedem Wortsinn- bescheren:
noch mehr Milliardäre als heute in einem vierten Reich, vielleicht in einer undurchsichtigen und fernregierten EU.
Den Vertrag hierfür haben wir spätestens jetzt.

Die nachfolgende öffentliche Petition an den deutschen Bundestag vom 7.12.2007 wurde dort nicht angenommen und entsprechend nicht auf der Webseite des deutschen Bundestages veröffentlicht. Sie soll in einem Geheim-Verfahren beschieden werden.
Text der unterdrückten öffentlichen Petition an den deutschen Bundestag vom 7.12.2007
Der deutsche Bundestag möge beschließen, die plebiszitäre und partizipative Demokratie in der Europäischen Union zu stärken, also die Mitbestimmung der europäischen Bürger durch Volksreferenden, öffentliche Petitionen und Abgeordnetenwatch beim Europäischen Parlament und dieses
1.) sowohl bei der Schaffung der neuen europäischen Verfassung als auch
2.) durch erheblich größere Beteiligungsmöglichkeiten der europäischen Bürger im Rahmen der zukünftigen europäischen Verfassung.

Begründung:
1.) Am 17.09.2006 haben sich 84 Prozent der Berliner für die Einführung des Voksentscheids im Land Berlin gestimmt.
2.) Eine überwältigende Mehrheit von 80 Prozent der Deutschen fordert laut der am 27.12.2006 veröffentlichten Forsa Umfrage die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheiden auch in der Bundespolitik.
82 Prozent aller Deutschen und sogar 90 Prozent der Ostdeutschen glauben gemäß dieser Umfrage, dass von den Regierenden "auf die Interessen des Volkes keine Rücksicht" genommen wird.
3.) Gleichwohl spielen plebiszitäre und partizipative Demokratie bei allen Plänen der Bundesregierung, der Koalitionsfraktion und der bisher parlamentarisch Oppositionsfraktionen im Rahmen der Aktivitäten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft keinerlei Rolle.
4.) Über die neue europäische Verfassung muß in allen Ländern abgestimmt werden, nicht nur in Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Polen und damit auch in Deutschland.
5.) Die neue europäische Verfassung muß auch verschiedene partizipative Mitbestimmungsmöglichkeiten für die europäischen Bürger ermöglichen wie z.B.:
6.) öffentliche Petitionen an das Europäische Parlament, wie sie seit 2005 auch an den deutschen Bundestag gerichtet werden können.
7.) Es muß ein unabhängiges Abgeordnetenwatch beim Europäischen Parlament geben, vergleichbar dem Abgeordnetenwatch beim deutschen Bundestag, jedoch mit wesentlich bürgerfreundlicheren Funktionen wie Diskussionsforen für die Bürger und der Pflicht der Abgeordneten zu Beantwortung der Fragen der Bürger.
8.) Wesentliches Ziel der neuen europäischen Verfassung muß es sein, den Abstand der Bürger zu den Regierenden nicht weiter zu vergrößern, sondern wieder zu reduzieren.
9.) Hierfür gibt es keinen anderen Weg als den der Schaffung der plebisziären und partizipativen Mitbestimmungsmöglichkeiten für die europäischen Bürger.
10.) Den Bürgern ist bekannt, dass alle wesentlichen Gruppen und Verbände aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik durch professionelle Lobbyisten seit Gründung der EU (1956, damals noch EWG) in Brüssel und Straßburg vertreten sind und bei den sie tangierenden Gesetzen und Verordungen entsprechenden Einfluß nehmen.
11.) Mit der Vereinbarung zwischen dem Bundestag und der Bundesregierung über die Zusammenarbeit in Angelegenheiten der Europäischen Union (16/2620) erhält der Bundestag in Zukunft deutlich mehr Rechte gegenüber der Bundesregierung. Nach Meinung der Abgeordneten des Bundestages können die Abgeordneten jetzt Themen "zu einem Zeitpunkt angehen, in dem sie noch beeinflussbar sind".
Das Raumschiff Brüssel werde damit auf dem harten Boden der Realität landen.
Soweit die Perspektive und Entwicklung für die Abgeordneten.
12.) Für die Bürger Europas bleibt das Raumschiff Brüssel nach den bisherigen Vorstellungen von Bundesregierung und Bundestag weiter unendlich weit entfernt. Diese europäische Verfassung und dieses Europa lehnen wir Bürger entschieden ab.

Ende der vom deutschen Bundestag 2007 unterdrückten öffentlichen Petition
von: G. Zenker
am: 24.04.2008 21:42
Kommentar #5
Hallo Todesstrafe,

Artikel 2
Recht auf Leben, ausser
a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;
b) jemanden rechtmäßig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmäßig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.

Ich bin mir sicher dass das nicht jeder will oder gewaehlt haette. Unseren Volkvertern gehts nur ums Geld um jeden Preis.
von: Anton Nymos
am: 24.04.2008 21:00
Kommentar #4
Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals die Linke wählen würde ...
von: Joker
am: 24.04.2008 20:10
Kommentar #3
man sollte sich mal das abstimmungsverhalten ansehen.. unglaublich --deutschland ade
von: kawe
am: 24.04.2008 18:49
Kommentar #2
Nun sind wir wieder ein wenig mehr entrechtet worden.
Die Tarifautonomie wurde faktisch abgeschafft. Schade! Auch meine Eltern und Großeltern haben dafür gekämpft.

Ich bin für den Austritt aus der EU und den Eintitt in die Demokratie.
von: S. Dejoks
am: 24.04.2008 18:18
Kommentar #1
Und wieder hat man einmal das Volk hinters Licht ge führt. Aus einer Verfassung hat man einfach einen Vertrag gemacht.
Macht weiter so liebe Volksvertreter!
von: H. Fischer
am: 24.04.2008 17:13
Ihr Kommentar zur Abstimmung
Abstimmungsergebnis