Engelbert Clemens Wistuba (SPD)

Angaben zur Person
Engelbert Clemens Wistuba
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ingenieur (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Anhalt
Landeslistenplatz
keinen
weitere Profile
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Öffentliche Äußerungen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.02.2009
Von:
-

Wie stehen Sie zur verstärkten Einbeziehung der Bürger über Volksabstimmungen bzw. Volksentscheide auf Bundesebene?

Hiermit fordere ich Sie auf, die dreistufige Volksgesetzgebung auf Bundesebene einzuführen. Sollte die Volksabstimmung nicht bis zur nächsten Bundestagswahl eingeführt sein, werde ich als Wähler nur Kanditatinnen und Kandidaten unterstützen, die sich glaubwürdig und kompetent für die Realisierung eines bundesweiten Abstimmungsrechts einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Engelbert Clemens Wistuba
5Empfehlungen
03.03.2009
Engelbert Clemens Wistuba
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Anfrage vom 16.02.2009 über das Frageportal von abgeordnetenwatch.de.

Als demokratisch gewählter Bundestagsabgeordneter ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Rechte der Bürgerinnen und Bürger, gerade auch in Bezug auf Entscheidungsbefugnisse zu stärken. Eine verstärkte Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger über Volksabstimmungen und anderen direktdemokratischen Elementen auf bundesweiter Ebene ist im Sinne der SPD. Die SPD-Bundestagsfraktion hat hierzu in den vergangenen Jahren immer wieder den Versuch gestartet, die dazu erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament zu erreichen. Dies ist allerdings stets am Veto der Unionsfraktion gescheitert.

Deshalb wird Ihr Anliegen, entsprechende Regelungen bereits vor der Bundestagswahl 2009 einzuführen, nicht erfüllt werden können.

Die dreistufige Volksgesetzgebung auf Bundesebene bleibt weiterhin ein wichtiges politisches Thema. Die SPD wird an ihrer Position zu diesem Themenschwerpunkt auch künftig festhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Engelbert Wistuba MdB
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Frage zum Thema Soziales
24.02.2009
Von:

Guten Tag.
Kinder in Deutschland nehmen nicht an der Schulspeisung teil, weil viele Eltern die durchschnittlichen 2,70 Euro pro Tag nicht bezahlen können, während in den Schulministerien oder Behördenkantinen Essen subventioniert wird. So z.B. in Brandenburg (dessen SPD-Ministerpräsident immer besonders gern auf die sogenannte Soziale Gerechtigkeit hinweist), wo ein Zuschuss durch Stadt und Land abgelehnt wurde. Das Essen in der Kantine des Schulministeriums kostet dagegen zwischen 80 Cent und 1,60 Euro. Gibt es im Bundestag ähnliche Subventionen für Kantinenessen und wenn, in welcher Höhe? Wenn ja, wie ist Ihre Meinung dazu?
Antwort von Engelbert Clemens Wistuba
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03.03.2009
Engelbert Clemens Wistuba
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Verwaltung des Deutschen Bundestages hat mir dazu mitgeteilt, dass die gastronomischen Betriebe im Deutschen Bundestag nicht unmittelbar aus Haushaltsmitteln bezuschusst werden. Im Bereich Mitarbeiterkantine und Cafeteria findet eine indirekte Subventionierung nach den Richtlinien für Kantinen bei Dienststellen des Bundes statt (Kantinenrichtlinie).

So trägt der Bund beispielsweise die Kosten für die Einrichtung der Kantine und die erstmalige Ausstattung. Ähnliches gilt für die Unterhaltung und den Ersatz der übrigen Ausstattungsgegenstände. Auch von einer Miete für die Kantinenräume und von Vergütungen für deren Beleuchtung und Heizung wird abgesehen. Die hierdurch erzielten Ersparnisse sollen der Verbilligung der Speisen und Getränke dienen.

Zum Thema Schulspeisung in Sachsen-Anhalt allgemein kann ich Ihnen mitteilen, dass ich mich derzeit sachkundig mache und eventuelle Initiativen für ein günstiges und hochwertiges Schulspeisenangebot prüfen lasse.

Mit freundlichen Grüßen

Engelbert Wistuba MdB
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Frage zum Thema Kultur
05.03.2009
Von:

Guten Tag.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien berichtete am 05.03.09 während der Aussprache zum Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung im Bundestag über eine üppige "Geburtstagssause" für Kurt Beck (Ministerpräsident Rhl.-Pfalz, SPD) auf Kosten des ZDF. Unsere Frage dazu: Wieso richtet ein von Gebührenzahlern finanzierter öffentlich-rechtlicher Sender die Geburtstagsfeier eines Politikers mit 300 geladenen Gästen aus? Wir sind interessierte Bürger, die die Verwendung von Steuermitteln beobachten. Sollten das nicht gerade auch Volksvertreter tun und wie ist Ihre Meinung zum beschriebenen Vorgang?
Antwort von Engelbert Clemens Wistuba
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10.03.2009
Engelbert Clemens Wistuba
Sehr geehrte Frau ,

ich kenne die Details im Zusammenhang mit der von Ihnen genannten Feier nicht. Soweit mir bekannt, war das ZDF auch nicht der einzige "Veranstalter". Ich schlage vor, dass Sie sich wegen der Verwendung der von Ihnen gezahlten Gebühren direkt ans ZDF wenden.

Vielen Dank für den Hinweis, ich werde Ihre Kritik zum Anlass für eine Nachfrage nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Engelbert Wistuba MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wistuba,

ich wende mich an Sie, in der Hoffnung, die von Frau von der Leyen geplante Einführung der Zensur des Internets nach chinesischem Vorbild auch in Deutschland noch aufhalten zu können.

Die Gegenargumente sind (auch Frau von der Leyen) bekannt, werden aber ignoriert. Der Mißbrauch dieser das vorgegebene Problem nicht einmal ansatzweise lösenden Technik ist vorprogrammiert!

Welche Möglichkeiten und Chancen bestehen jetzt noch, dem demokratiefeindlichen Treiben dieser übereifrigen und anmaßenden Ministerin ein Ende zu setzen? Wie stehen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen,

D.

P.S.: Ich bin in 12 Jahren intensiver Internetnutzung NICHT EINMAL auf Seiten mit Kinderporno-Material gestoßen. Nicht ein einziges Mal!
Antwort von Engelbert Clemens Wistuba
4Empfehlungen
28.04.2009
Engelbert Clemens Wistuba
Sehr geehrter Herr ,

inzwischen hat sich das Bundeskabinett der Thematik angenommen. Anbei der Wortlaut einer diesbezüglichen Pressemitteilung:

Ka­bi­nett be­schließt Netz­sper­ren gegen Kin­der­por­nos
Ber­lin, 22. April 2009

Die Bun­des­re­gie­rung hat am 22.04. 2009 auf Vor­la­ge des Bun­des­mi­nis­ters für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie den Ent­wurf für ein Ge­setz zur Be­kämp­fung der Kin­der­por­no­gra­phie in Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen be­schlos­sen. Es setzt damit die erst kürz­lich be­schlos­se­nen Eck­punk­te um.

Die neuen Re­ge­lun­gen ent­hal­ten Än­de­rungs­vor­schlä­ge zum Te­le­me­di­en­ge­setz (TMG) und zum Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz (TKG). Sie be­schrän­ken sich - wie in den Eck­punk­ten fest­ge­legt - auf Zu­gangs­er­schwe­run­gen zu kin­der­por­no­gra­phi­schen In­hal­ten.

Kin­der­por­no­gra­phie ist die Do­ku­men­ta­ti­on von Kin­des­miss­brauch und der se­xu­el­len Aus­beu­tung von Kin­dern. Hin­ter jedem Bild und jedem Film steht ein miss­brauch­tes Kind. Trotz in­ter­na­tio­na­ler An­stren­gun­gen zur Tä­ter­er­mitt­lung und Schlie­ßung von Web­si­tes blei­ben An­ge­bo­te mit kin­der­por­no­gra­phi­schen In­hal­ten im In­ter­net ab­ruf­bar und neh­men be­stän­dig zu. Die po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik ver­zeich­net seit Jah­ren einen An­stieg bei der Ver­brei­tung der Kin­der­por­no­gra­phie im Netz. So ist al­lein in Deutsch­land im Zeit­raum von 2006 auf 2007 ein Zu­wachs von 111 % zu ver­zeich­nen (2936 auf 6206 Fälle).

Gegen die se­xu­el­le Aus­beu­tung von Kin­dern im In­ter­net muss mit allen rechts­staat­li­chen Mit­teln vor­ge­gan­gen wer­den. Die Täter müs­sen wei­ter­hin mit Hoch­druck er­mit­telt und kin­der­por­no­gra­phi­sche Sei­ten ge­schlos­sen wer­den. Das heute im Ka­bi­nett be­schlos­se­ne Ge­setz will - im Rah­men einer Ge­samt­stra­te­gie gegen den se­xu­el­len Miss­brauch von Kin­dern und sei­ner Dar­stel­lung im In­ter­net - die be­ste­hen­den Mög­lich­kei­ten wirk­sam er­gän­zen.

We­sent­li­che In­hal­te des ge­plan­ten Ge­set­zes sind:

* Auf der Basis von Sperr­lis­ten des Bun­des­kri­mi­nal­amts wer­den alle gro­ßen pri­va­ten In­ter­net­zu­gangs­an­bie­ter ver­pflich­tet, den Zu­gang zu kin­der­por­no­gra­phi­schen In­hal­ten im In­ter­net durch ge­eig­ne­te tech­ni­sche Maß­nah­men zu er­schwe­ren;
* Aus prä­ven­ti­ven Grün­den wird ge­gen­über den be­trof­fe­nen Nut­zern über eine sog. Stopp­mel­dung klar­ge­stellt, warum der Zu­gang zu einem kin­der­por­no­gra­phi­schen An­ge­bot er­schwert wird
* Die Zu­gangs­an­bie­ter haf­ten nur, wenn und so­weit sie die Sperr­lis­te des Bun­des­kri­mi­nal­amts nicht ord­nungs­ge­mäß um­set­zen.
* Die an­fal­len­den Daten kön­nen für die Straf­ver­fol­gung ge­nutzt wer­den.

Die Bun­des­re­gie­rung weiß, dass mit die­sen Re­ge­lun­gen ge­setz­ge­be­ri­sches Neu­land be­tre­ten wird. Sie schlägt des­halb auch vor, dass in­ner­halb von zwei Jah­ren nach In­kraft­tre­ten des Ge­set­zes eine Eva­lu­ie­rung er­folgt.

Das Ge­setz zur Be­kämp­fung von Kin­der­por­no­gra­phie in Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen ist unter www.bmwi.de ab­ruf­bar.


Der Vergleich mit China ist hier meines Erachtens nicht angebracht. Mit dieser politischen Initiative wird ja nicht ein Regime gestützt, sondern es geht um den Schutz von Kindern.
Die Bundesregierung ist sich im Klaren darüber, dass die gesetzliche Initiative allein das Problem nicht lösen wird. Aber sie trägt dazu bei.

Mit freundlichen Grüßen

Engelbert Wistuba MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Wistuba,
ich hoffe, dass Sie folgende Frage in einem Satz ohne die Zuhilfenahme vorgefertigter Pressemitteilungen beantworten:

Momentan läuft eine Petition gegen die Internetfilterung

epetitionen.bundestag.de

Dort bringt das Volk zum Ausdruck, dass es diese Sperre für nicht sinnvoll hält.

Frage: Gibt es eine Anzahl von Unterzeichnern (z.B. 100.000) ab der Sie gegen den Entwurf stimmen werden oder steht Ihr Entschluss unabhänig von der Meinung des Volkes bereits fest?
Antwort von Engelbert Clemens Wistuba
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08.05.2009
Engelbert Clemens Wistuba
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Hinweis.

In den Meinungsbildungsprozess im Deutschen Bundestag fließt die öffentliche Meinung in vielerlei Gestalt mit ein, seien es Briefe, Petitionen oder Erläuterungen von Experten während diverser Anhörungen. Am Ende dieses langen Prozesses wird ein Ergebnis stehen.

Auf dieser Grundlage werde ich meine Entscheidung treffen.

Mit freundlichen Grüßen

Engelbert Wistuba MdB
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Ihre Frage an Engelbert Clemens Wistuba
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