Einführung von Studiengebühren
Mit der Mehrheit der CDU-Fraktion hat die Bürgerschaft die Einführung von Studiengebühren beschlossen. Die Opposition aus SPD und GAL stimmten geschlossen gegen den Gesetzesentwurf.
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Abstimmungsverhalten: nicht anwesend
Michael Fuchs
Michael Fuchs
CDU
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: nicht anwesend, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Thilo Kleibauer
Thilo Kleibauer
CDU
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: nicht anwesend, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Antje Möller
Antje Möller
GRÜNE
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: nicht anwesend, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #22
Wenn ich hier lese dass einige Studenten 500€ pro Semester zahlen müssen, lache ich in mich hinein.

Ich habe heute die Studiengebühren von einer Fachhochschule, in der Nähe von Kiel, erhalten.

3522€ pro Semester
Knappe 600€ pro Monat.

Da frage ich mich wieso man überhaupt studieren sollte, wenn man schon über 18.000 € über hat kann man sich auch mal einen Urlaub oder ein Auto gönnen, denn ich bezweifel, dass nur weil man studiert hat, einem die Türen eingerannt werden und man riesige Verdienstmöglichkeiten bekommt.

Ein Arbeitskollege hat Bankwirtschaftlehre? BWL studiert, recht gut abgeschnitten und arbeitet nun für 1200€ Brutto pro Monat.
Zum Vergleich, eine Person, die den gleichen Job macht, aber im Betrieb ausgebildet wurde bekommt 1700 Euro brutto pro Monat.
Vielleicht findet er ja einen Job, bei dem er richtig bezahlt wird und sich somit das Studium gelohnt hat, aber noch ist er bei uns (Seit Oktober 2010)
von: wohl jemand der nie studieren wird
am: 14.04.2010 17:23
Kommentar #21
Ich profitiere jetzt seit über drei Jahren von dem Prinzip Studiengebühren.
Ich freue mich sehr darüber, denn gegen eine geringe Aufwandsentschädigung von 500 Euro zzgl. Semestergebühren (~240 €) pro Semester bekam ich von meiner Fakultät bisher jedes Semester eine Kopierkarte à 10 Euro geschenkt, eine Fahrkarte für regionale Nahverkehrszüge, sowie zwei Matheskripte (insg. 20 Euro). Die Kopierkarten sind im ersten Monat des Semesters sehr nützlich, aber die Fahrkarte brauch ich kaum, da ich am Wochenende lernen muss, damit ich nicht so unter Leistungsdruck gerate und wie meine stressgeplagten Mitstudenten Burn-Out bekomme. Dann bräuchte ich nämlich noch länger und das wird teuer. Und dann müsste ich wie die anderen offenbar so leistungsunfähigen Studenten aus finanziellen Gründen abbrechen.

Meine Eltern freuen sich auch, denn als freischaffende Biologen haben sie so wenig Geld, dass ich Bafög bekomme. Und darüber, dass ich so wenig Zeit habe, und sie nur selten besuchen kann, freuen sie sich auch. Denn dann müssen sie kein Geld für mein Essen ausgeben und auch nicht für die Spritkosten, die anfallen, wenn sie mich vom Bahnhof abholen. Und weil es für uns so knapp war, habe ich meine Haustiere verkauft, denn das sind teure Luxusgüter.
Meine Eltern haben mir auch beigebracht, wie man sparsam ist. Deshalb weiß ich, dass man als Student mit 500 Euro pro Monat gut leben kann. Das ist nämlich ziemlich viel Geld. Und weil ich, wenn ich nicht lernen muss, manchmal auch arbeite, kann ich sogar einmal alle zwei Monate mit Freunden etwas unternehmen.

Da ich schon groß bin (22 Jahre!), weiß ich auch schon lange, wie man Verantwortung übernimmt. Also zahle ich das Meiste meines (von Vater Staat gnädigerweise erhaltenen) Bafög-Betrages selbstverständlich zurück. Das muss aber warten, sobald ich als Pseudo-Langzeitstudent nach dem 7. Semester meinen Bachelorabschluss habe und bis der Studienabschlusskredit abbezahlt ist. Das werden bei mir aber nur maximal 3000 Euro sein, und da die Tilgung ja schon ein halbes Jahr nach Studienabschluss mit einer angegebenen Mindestrate von 105 Euro beginnt, ist dieser ja "hast-du-nicht-gesehen" abbezahlt.

Alles doch ein Klacks für mich, die Zukunft von Deutschland, weil ich mit meiner nun komprimierten Hochschulausbildung und meinem teuer erworbenem Halbwissen bestimmt hoffen darf, mindestens einen 700-Euro-Job zu bekommen. Das dauert dann nur eins, zwei, drei, ganz viele Jahre, dann schulde ich Vater Staat keinen Pfennig mehr. Dann bin ich auch richtiger Steuerzahler, und gern werde ich dieses Geld bezahlen, denn Vater Staat weiß auch, wie man das am besten in seine Zukunft investiert. Zum Beispiel in Eurofighter. Weil Flugzeuge haben einfach cool ist.
von: v-z3lk0b01d
am: 10.10.2009 16:17
Kommentar #20
Am 27. September 2009 ist wieder Bundestagswahl! Herrlich, ich freue mich darauf riesig mit meiner Stimme die Herrn Politiker und Volksparteien abzuwatschen! Nein, alle die großen Volksparteien verdienen meine Stimme nicht! Protest bei der Wahl ist angesagt. Gerade die roten, gelben und grünen Lager laufen im Wahlkampf gegen die Studiengebühren Sturm. Doch sag mal verehrtes Publikum, bist Du wirklich so dumm?! Gerade die Gegner sind die Täter! Der BGH hats beschlossen, daß es Ländersache ist und die Einführung von Studiengebühren bundesweit nicht verboten ist. Das Urteil war 2005, doch die Debatte um Studiengebühren begann schon früher. Und zwar noch zur Zeit der rot/grünen Regierung unter Gerhard Schröder und den roten Regierungen in den einzelnen Bundesländern! Damals mußte ich bereits die Verhandlungen und Debatten über die Höhe und die Einführung von Studiengebühren/Studienkonten mitverfolgen. Leider! Und getätigt wurden die Beschlüsse und die ersten Schritte unter einer roten Landesregierung, die ich nicht gewählt hatte. Die Schwarzen, Stoiber und Co. haben dann im roten Gehorsam mitgemacht und die Studiengebühren durchgedrückt, sowie das G8 in Bayern eingeführt und befürwortet! Wenn ich heute über einen Campus gehe, dann bekomme ich das große Kotzen! Wo ist sie geblieben, die so hoch gepriesene Verbesserung der Lehre Dank Studiengebühren??? Baustellen an und für Gebäude und unnötige Anschaffungen (wie etwa ein hochglanz Design-Edelstahlgeländer an einem Weg wo niemand vom Gelände her abstürzen kann) ohne die es auch schon früher ging, neueste PCs samt Software in den Büros der Angestellten. Das sind Eure Studiengebühren und dort fließen sie hin! Wer "notleidende" Banken mit Staatsgarantien und Staatsbürgschaften retten kann, anstatt die Verantwortlichen für das Finanzdesaster zur Verantwortung zu ziehen, denen das letzte Gwand und alles bis auf eine Bettstatt abzunehmen um für den monitären Schaden aufzukommen, der kann auch die Garantie für eine freie Bildung ohne Studiengebühren abgeben. Wir fordern Staatshilfen und Staatsbürgschafen für Studierende!!! Liebe Studierende, es ist höchste Zeit für Widerstand! Wehrt euch! Streiks, Demonstrationen und Studiengebührenboykotte gehören massiv ausgeweitet! Das Volk sind die Mächtigen im Land, wenn alle geschlossen zusammenstehen! Mein Respekt den Franzosen, die eine Fabrik in die Luft jagen wenn sie nicht vom versagenden Management ihre geforderten Abfindungen bekommen! Zum Schluß möchte ich mich den Worten des Liedermachers Hans Söllner anschließen: Hey, Staat!
von: Verärgerter CDU-Wähler
am: 25.09.2009 07:28
Kommentar #19
Sind Studiengebühren gerechtfertigt? Sind sie sozial ausgewogen. Herr Graf Lambsdorff von der FDP sagt dazu:
" Warum soll jemand der nicht studieren darf, weil er keine Voraussetzung dafür mitbringt, durch seine Steuern jemanden bezahlen, der studiert und nach seinem Studium sehr viel mehr verdient, als der, der ihn finanziert hat? Wir als Gemeinschaft können dem Studierenden doch einen zinsgünstigen Kredit einräumen, einen Kredit, der erst dann zurückgezahlt werden muss, wenn er finanziell dazu in der Lage ist. Warum wird z.B. ein Geselle, der seine Meisterprüfung macht, nicht unterstützt? Das ist nicht gerecht!"
Es scheint auf den ersten Blick zutreffend zu sein. Leider hat er dabei außer Acht gelassen, dass ein Hochschul- der Uniabsolvent in seinem späteren Berufsleben erheblich mehr an Steuern bezahlt, als jemand, der nicht studiert, keinen oder einen nur schlecht bezahlten Job bekommt oder sogar von staatlicher Unterstützung lebt. Ein kostenfreies Studium ist eine Investition des Staates in seine eigene Zukunft.
Wir leben in einer Zeit, wo die Wirtschaft über Fachkräftemangel klagt und den schwarzen Peter der Politik zuschiebt. Wenn dann noch potenzielle Studenten durch Gebühren von der weiteren Bildung abgeschnitten werden, wird dieses Problem zusätzlich verstärkt.

Wenn die kassierten Studiengebühren wenigstens dazu verwendet werden würden, die Ausstattung der Hochschulen und Universitäten mit Personal und Material zu verbessern, konnte man sie optimistisch betrachtet noch als sinnvoll betrachten. Tatsächlich aber dienen die Gebühren dazu, Haushaltslöcher zu stopfen.
Traurig aber wahr!
von: Martin
am: 19.12.2007 20:43
Kommentar #18
Wo sind eigentlich die ganzen begeisterten Berichte von Studenten, über die ERHEBLICHEN Verbesserungen der Studienbedingungen an der UNI HAMBURG seit Einführung der Studiengebühren??? Über massenhaft neu eingestellte Proffs, die nun Zeit haben, sich um einzelne Studenten und deren Studienvorhaben zu kümmern, reihenweise Seminare, die man nun angeboten bekommt, und die nicht völlig überfüllt sind.

Wenn man sich klar macht, was 500 Euro für manche Studenten für eine existentiell bedrohende Belastung bedeutet, müssten die Verbesserungen ja nun dermaßen umwerfend sein, dass alle ganz begeistert sind ... ???

Beste Grüße
von: Claudio
am: 17.05.2007 11:48
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