Dr. Wolfgang Heubisch (FDP)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
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Dr. Wolfgang Heubisch
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Zahnarzt, Diplom-Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Zahnarzt in eigener Praxis, Präsident des Verbandes Freier Berufe in Bayern
Wohnort
-
Stimmkreis
München-Schwabing
Landeslistenplatz
5, Oberbayern
Darf ich Ihnen schonungslos antworten? Ich finde die Tram spießbürgerlich aller ersten Ranges. Sie teilt Schwabing in zwei Teile. (...)
 
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Frage zum Thema Soziales
19.09.2008
Von:

Lieber Herr Dr. Heubisch,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort.

Sie schreiben:

"Wenn Sie bei der kapitalgedeckten Rentenversicherung [...] Verwaltungs- und Vertriebskosten anführen und anmerken, dass diese Unternehmen auch einen Gewinn erzielen wollen, so lassen Sie mich anführen, dass jede private Altersvorsorge im Vergleich zu BfA-Rente aktuell deutlich höhere Renditen abwirft"

Sind Sie da sicher? In dieser Woche ist in den USA, einem Vorreiter der sogenannten "kapitalgedeckten" Altersvorsorge, das Finanzsystem fast kollabiert, und jetzt muß der von Ihnen vielgeschmähte Staat die zwei größten Hypothekenbanken, die größte Versicherung der Welt und das Finanzsystem mit voraussichtlich etwa 1.000 Milliarden Dollar retten. Wie soll man sich auf eine private kapitalgedeckte Altersvorsorge verlassen, wenn am Ende wieder der Staat helfen muß????

Die gesetzliche Rente im Umlageverfahren ist sicher (z. B. BILD: www.bild.de ; ZDF: www.heute.de ) und preiswert (die Verwaltung kostet nur 1,5% der Beiträge).

Können Sie dafür garantieren, daß auch die private, "kapitalgedeckte" Altersvorsorge sicher ist? Ist dieses System nicht viel zu riskant?

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre
Antwort von Dr. Wolfgang Heubisch
6Empfehlungen
21.09.2008
Dr. Wolfgang Heubisch
Sehr geehrte Frau ,

eine rein umlagefinanzierte Altersversorgung funktioniert gut, solange das Verhältnis von Arbeitnehmer und Rentnern in einem angemessenen Verhältnis steht. Das ist auf Grund des demografischen Wandels nicht mehr so.

Aber offensichtlich sind wir unterschiedlicher Ansicht, wie wir unsere Rente zukunftssicher machen können. Sie scheinen Vorbehalte gegen privatrechtlich organisierte, marktwirtschaftlich arbeitende Unternehmen zu haben? Ich habe diese nicht.

Weder eine kapitalgedeckte noch eine staatliche Rente sind risikolos. Mit einem Unterschied. Die staatliche Rente wird sicher unbezahlbar sein, wenn wir sie nicht deutlich reformieren.

Aus meiner Sicht sind wir aber auch gut beraten, zukünftig die Finanzmärkte besser zu kontrollieren, damit Auswüchse wie in den USA nicht (mehr) vorkommen. Aber bitte mit Augenmaß, wirtschaftlichem Sachverstand und ohne populistische Hintergedanken.

Ich wünsche mir von den Banken zukünftig mehr Investionsbereitschaft für Geschäftsideen, die echte Mehrwerte und Arbeitsplätze schaffen, statt primär mit finanziellen Transaktionen auf wage Renditen zu schielen.

Beste Grüße

Ihr

Dr. Wolfgang Heubisch
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Frage zum Thema Finanzen
20.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Heubisch,

gerne würde ich die Ausführungen von Herrn Forster nochmals aufgreifen und Sie bitten, zur geplanten Reform des Erbschaftsteuergesetzes Stellung zu nehmen:

Viele kleinere und mittlere Betriebe stehen vor einem Generationenwechsel. Für die Nachfolger kann diese Reform mittelfristig dazu führen, dass die Existenzen der Nachfolger und deren Mitarbeiter ernsthaft gefährdet oder gar aufgegeben werden müssen. Zwar soll das Betriebsvermögen bei Übertragung im Erbfall oder schon davor zumindest teilweise verschont werden, dennoch stehen die Begünstigungen, die bei der Übertragung von Betriebsvermögen greifen sollen, im Mittelpunkt der Kritik.

Im Gesetzentwurf ist eine Unternehmensfortführung von 15 Jahren vorgesehen. Diese Frist soll nach Ansicht der Bay. Staatsregierung auf 10 Jahre verkürzt werden.
Wird innerhalb dieses Zeitraumes der Betrieb verkauft oder erheblich verkleinert, werden die Steuerbegünstigungen stets in vollem Umfang versagt.

Hinzu kommt, dass in Bayern liegender Grundbesitz als hochpreisig angesehen wird und im Verhältnis zu den übrigen Bundesländern benachteiligt werden soll.

Wie sehen Sie vor diesem Hintergrund die Zukunft des Mittelstands und der freien Berufe in Bayern?

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

Antwort von Dr. Wolfgang Heubisch
6Empfehlungen
21.09.2008
Dr. Wolfgang Heubisch
Sehr geehrter Herr ,

unter anderem aus diesen von Ihnen angeführten Gründen sind wir Liberale für eine Abschaffung der Erbschaftssteuer. Wie übrigens in Österreich schon geschehen und in Tschechien und Frankreich in Vorbereitung.

Wir brauchen eine Stärkung der Mittelschicht und des Mittelstandes. Dafür steht die FDP. Die geplante Erbschaftssteuerreform ist das Gegenteil davon.

Geben SIe uns deshalb beide Stimme! Werben Sie für die Liberalen. Aktuelle Prognosen sehen uns bei 9%. Viele Wähler sind aber noch unentschlossen. Diese gilt es in den nächsten Tagen zu überzeugen ihre Stimmen der FDP zu geben.

Denn eine starke bayerische FDP, am besten in Regierungsverantwortung, kann auch in Berlin eine Menge bewirken!

Herzliche Grüße,

Ihr

Dr. Wolfgang Heubisch
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Frage zum Thema Energie
21.09.2008
Von:
Dr.

sehr geehrter herr kollege heubisch,
ist ihnen das rechtsgutachten "verankerung des klimaschutzes und des vorrangs erneuerbarer energien in der bayerischen verfassung" bekannt? wie stehen sie dazu? würden sie eine entsprechende initiative im landtag unterstützen?
mit umweltfreundlichen grüßen
dr. rainer schenk
Antwort von Dr. Wolfgang Heubisch
4Empfehlungen
24.09.2008
Dr. Wolfgang Heubisch
Sehr geehrter Herr Dr. ,

das von Ihnen angesprochene Rechtsgutachten ist mir nicht bekannt. Ich kenne jedoch den Antrag der Grünen auf Verankerung des Klimaschutzes in der Bayerischen Verfassung aus 2007. Soweit mit bekannt ist, wurde dieser mit Hinweis darauf, dass der Umwelt bzw. Klimaschutz bereits in Art. 141 Absatz 1 Verankerung gefunden hat, abgelehnt bzw. in den Verfassungsausschuss verwiesen.

Ich halte den Klima- und Umweltschutz für eine vorrangige Aufgabe unserer Gesellschaft. Wir brauchen einen schnellstmöglichen Ausbau regenerativer Energien und verstärkte Anstrengungen beim Energiesparen.

Allerdings sollte auch dies mit Augenmaß und wirtschaftlicher Vernunft erfolgen. Von ideologisierten Debatten halte ich nichts. Für mich zählt, was am Ende des Tages erreicht wurde. Wenn dafür eine Verfassungsänderung notwendig sein sollte, wäre ich u. U. dafür.

Herzliche Grüße

Ihr Dr. Wolfgang Heubisch
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
24.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Heubisch,
für Ihre Wahlwerbung verwenden sie widerrechtlich von der Steuerberaterkammer bereitgestellte Adressen. Diese sind über www.wen-werden-sie-waehlen.de/<vorname><name> zudem noch im Internet zugänglich. (95% der Münchener Steuerberater sind so hier zu finden!)
Ist diese Art des Schutzes der Bürger als freiheitlich demokratisch zu bezeichnen ? Entspricht dies der Politik der FDP?

Mit freundlichen Grüßen
W.
Antwort von Dr. Wolfgang Heubisch
4Empfehlungen
25.09.2008
Dr. Wolfgang Heubisch
Sehr geehrter Herr ,

Ihrer Behauptung müssen wir klar und deutlich widersprechen. Sie ist schlicht falsch.

WIr haben zu keiner Zeit widerrechtlich bereit gestellte Adressen verwendet.

Auch sind auf unserer Kampagnenwebsite keinerlei persönlichen Daten zu finden.

Er erfolgt lediglich eine personalisierte Anrede ("Sehr geehrter Herr ,") auf der Website, wenn man die so genannte persönliche URL (Webadresse) korrekt eingeben hat. Über die Anrede hinaus werden dabei keinerlei weitere individuelle Daten angezeigt.

Die Benutzung einer Technologie, die es ermöglicht, jemanden korrekt anzusprechen, wenn einem dessen Name bekannt ist, ist sicher keine Verletzung bürgerlicher Rechte .

Falls wir Ihre Persönlichkeitsrechte – und sei es nur gefühlt – verletzt haben sollten, tut mir dies sehr leid. Gerade diese sind es nämlich, die wir Liberale schützen wollen. Aber in diesem Fall, bin ich mir absolut keiner Schuld bewusst.

Beste Grüße

Ihr

Dr. Wolfgang Heubisch
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Ihre Frage an Dr. Wolfgang Heubisch
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