Dr. Till Steffen (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Dr. Till Steffen
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
selbständiger Rechtsanwalt
Wohnort
-
Wahlkreis
Hamburg-Eimsbüttel
Ergebnis
12,6%
Landeslistenplatz
4, Hamburg
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Persönliche Website
www.till-steffen.de
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Frage zum Thema Bürgerrechte
02.09.2005
Von:
Dr.

Lieber Herr Dr. Steffen,

Meine Fragen lauten:
1. Stehen Sie für die Einführung eines Volksentscheids?
2. Oder zumindest für einen Volksentscheid zum Thema "EU-Beitritt der Türkei"?
Bitte nur eine kurze Ja/Nein Antwort, da mir mittlerweile alle politischen Begründungsmuster hinreichend bekannt sind.

Viele Grüße
Dr.
Antwort von Dr. Till Steffen
bisher keineEmpfehlungen
02.09.2005
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

ich bin für die generelle Einführung von Volksentscheiden, die Einführung von Volksentscheiden nur für einzelne Anlässe lehne ich ab.

Mit freundlichen Grüßen

Till Steffen
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Frage zum Thema Verkehr
05.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Steffen,
habe Sie Vorstellungen, wie das Problem
Verkehr/Wohnen in Eidelstedt/Stellingen angegangen werden kann. Der Ausbau der A7 ist wohl beschlossene Sache. Der dazugehörige Lärmschutz ist nicht sicher. Die Güterumgehungsbahn wird "ertüchtigt " was mehr Verkehr und Lärm nach sich zieht. Der Verkehr aus der AOL-Arena bzw. ColorLine-Arena ist schon da.
Eidelstedt/Stellingen erstickt noch daran.
Die ersten Einschnitte in die Eidelstedter Feldmark sind erfolgt zu Gunsten Wohnungsbau.
Sind Sie da genug Lokalpolitiker?
Antwort von Dr. Till Steffen
bisher keineEmpfehlungen
12.09.2005
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

entschuldigen Sie die etwas späte Antwort. Ich kenne die Gegend recht gut, weil ich häufig in dem Bereich Rad fahre, spazieren gehe oder laufe. Mit den angesprochenen Themen hatte ich in meiner Zeit als Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung immer wieder zu tun. Ich musste mir nur erst mal den aktuellen Stand besorgen.

Lärmschutz A 7: Wenn die A7 ausgebaut wird, muss auch Lärmschutz erstellt werden. Es werden Bundesmittel für Lärmschutzwände zur Verfügung gestellt. Ob Hamburg die dafür erforderlichen finanziellen Mittel benutzt, um sie z.B. in die Erstellung eines Deckels zu investieren, liegt in der Entscheidungshoheit des Senats. Aus städtebaulichen Gründen wäre ein Deckel gegenüber 15 m hohen Lärmschutzwänden natürlich zu bevorzugen, auch lärmtechnisch ist der Deckel weit überlegen, weil es an den Brücken keine Unterbrechungen des Schallschutzes gibt, wie dies bei Lärmschutzwänden zwingend der Fall ist. Für den Bereich direkt nördlich des Elbtunnels wird das schon lange diskutiert, wir fordern das auch für den Bereich der Zentren von Stellingen und Schnelsen.

Güterumgehungsbahn: Ich unterstütze die Ertüchtigung der Strecke, weil Güter auf die Schiene und möglichst nicht auf die Straße gehören. Der politische Druck, der von vielen Aktivitäten aus den betroffenen Bereichen ausgegangen ist, scheint jetzt Wirkung zu zeigen: Es sieht im Moment so aus, als wären Mittel für aktiven Lärmschutz vorhanden. Das ist insoweit eine gute Nachricht, als dass die Bahn bisher nur Mittel für Lärmschutzfenster und Lüftungsanlagen rausrücken wollte.

Anbindung Color-Line-Arena/ AOL-Arena: Die Verkehrssituation kann dort nur entlastet werden, wenn es eine zusätzliche leistungsfähige Anbindung durch eine Bahn gibt, die direkt zu den Arenen fährt. Dies war Teil des Grundnetzes für eine Stadtbahn (moderne Straßenbahn), die die GAL im Rahmen der rot-grünen Koalition 1997-2001 in Hamburg vorangetrieben hat. Diese Planungen hat die CDU gestoppt. Statt ein System einzuführen, das gleich eine Vielzahl von Lücken im Bahnnetz in absehbarer Zeit hätte schließen können (Steilshoop, City-Nord, Hafencity, Arenen) wird nun viel Geld für eine einzige U-Bahn-Haltestelle in der Hafencity verbuddelt.

Eidelstedter Feldmark: Durch den Einsatz der GAL konnte verhindert werden, dass die Bebauung einen noch viel größeren Teil der Feldmark einnimmt. So wird nur die Fläche des früheren Campingplatzes eingenommen. Die Wiesen sind verschont geblieben. Das z.T. bereits realisierte Bauvorhaben finde ich sehr gelungen. Ich habe mir das kürzlich noch mal vor Ort angesehen (siehe www.tillsteffen.wahl.de ne_politik_zum_anfassen).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Antworten weiterhelfen.

Dr. Till Steffen
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Frage zum Thema Bürgerrechte
07.09.2005
Von:

Sehr geehrter Dr. Steffen,

da ich mich als hamburger Hundehalter mittlerweise stark diskriminiert und verfolgt fühle, ist es für mich wahlentscheident (sowohl Hamburg als auch Bundesweit) wie dieses finstere Kapitel Stammtischpolitik nun endet. Auf Bezirksebene scheint nun eine gewisse entscheidungsfeigheit um sich zu greifen, was nun die Freigabe der Leinenbefreiungsflächen angeht. Dieses ist sicher auch verständlich, da es kaum möglich ist für 40.000 angemeldete und ca. nochmal 40.000 illegale (aber nun mal exitierende) Hunde genug Freiflächen zu schaffen. Wie stehen Sie denn dazu diese Angelegenheit zu beschleunigen.

P.S. Ihr positives Engagement würde Ihnen viele Stimmen einbringen, da viele Hundebesitzer der Schutz Ihrer "Familienmitglieder" wichtiger ist als Sozial- oder Arbeitsmarktpolitik
Antwort von Dr. Till Steffen
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12.09.2005
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr t,

ich bin der Meinung, dass es mehr Hundeauslaufflächen geben sollte. Es dürfte in der Tat schwierig sein, in der Stadt genügend Flächen zu schaffen, das sollte aber nicht daran hindern, die Anzahl zu erhöhen.

Die Entscheidung muss vor Ort getroffen werden. Bei dem begrenzten Umfang von Grünflächen gibt es eine erhebliche Konkurrenz unterschiedlicher Nutzungen. Der richtige Ort für die Entscheidung sind die bezirklichen Gremien, weil dort die Möglichkeit besteht, die Diskussion mit den unterschiedlichen NutzerInnen von Grünflächen zu führen. Ich sehe keine Möglichkeit, den Mitgliedern der bezirklichen Gremien diese Diskussion abzunehmen. Das macht auch der Artikel im heutigen Abendblatt (12.9.2005) deutlich. Kritisiert werden darin CDU und GAL, weil sie eine Fläche in einem Altonaer Park zur Hundewiese erklärt haben. Hier waren die Bezirkspolitiker also überhaupt nicht entscheidungsfeige. Jetzt gibt es Kritik von Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen. Genau dieser Konflikt kann nur vor Ort mit den konkreten Nutzern geführt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Till Steffen
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