Dr. Till Steffen (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Hamburg

Angaben zur Person
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Rechtsanwalt
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Rotherbaum - Harvestehude - Eimsbüttel-Ost über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
4
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Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
11.05.2014
Von:

Hallo Herr Steffen,
vielleicht können Sie da ja auch die richtigen Stellen bzw. Personen mal ansprechen.
Beim Lärmschutz-Thema hatte ich Sie schon bezüglich lauter Motorräder kontaktet - leider passiert zu dem Thema auch zuwenig - aber jetzt erst einmal mein aktuelles Anliegen:
Liebe Polizei,
ich benutze morgens oft die Hallerstraße zwischen Grindelallee und Rothenbaumchaussee – wieso ist dort immer Stau bzw. wieso gibt es wenigstens zwischen 7.00h-9.00h kein absolutes Halteverbot auf der rechten Spur?
Es ist doch auch für den HVV-Bus 15er eine Katastrophe – da wird für 100.000nde € eine Busbeschleunigung gebaut – und dann scheitert das an den parkenden Autos – wie geht das?
Der Senator hat doch versprochen, solche Missstände schnell zu beheben, oder?
Bitte unbedingt an die betreffenden Stellen weiterleiten
Und ich erbitte eine Antwort!
Antwort von Dr. Till Steffen
bisher keineEmpfehlungen
19.05.2014
Dr. Till Steffen
Lieber Herr ,

ich muss gestehen, dass ich Ihren Vorschlag nicht richtig verstanden habe.
Sie sprechen von parkenden PKW auf der rechten Spur. Heißt das, die Autos parken widerrechtlich in der zweiten Reihe. Da würden mehr Kontrollen helfen, aber kein temporäres Halteverbot.
Wenn Ihr Vorschlag lautet, die Parkplätze zu einem Fahrstreifen zu machen, dann unterstütze ich dies sehr - allerdings nicht für PKW, sondern für den Radverkehr - und nicht temporär, sondern ganztägig.
Von dem Stau abgesehen, nutzen nämlich sehr, sehr viele RadfahrerInnen die Hallerstraße und hier ist es dringend nötig Rad- oder zumindest Schutzstreifen auf die Straße zu bringen, damit der Radverkehr sicher durchkommt. Das würde auch den Verkehr in der Hallerstraße insgesamt zu Gute kommen und die Straße entlasten.

Insgesamt hat die Stadt gerade mit einem hohen PKW-Anteil und vielen Verkehrsbehinderungen zu kämpfen. Genau dazu habe ich mir vor ein paar Tagen auf meinem Blog Gedanken gemacht.
Vielleicht mögen Sie ja dort mal vorbei schauen: tillsteffen.info

Mit freundlichem Gruß

Till Steffen
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.09.2014
Von:

Ist Ihrer Meinung nach das Thema Seilbahn nach der verlorenen Abstimmung über die Hafen-Seilbahn verbrannt oder ist noch was zu retten? Kann es sein, dass die Seilbahn in anderen Teilen der Stadt an Stelle einer neu zu bauenden U-Bahn oder Tram Verkehrsprobleme wirksam lösen kann?
Wollen Sie meine Meinung teilen, dass
  • Seilbahnen schneller zu planen sind alles Trams und U-Bahnen
  • Seilbahnen schneller als Trams und viel schneller als U-Bahnen zu bauen sind,
  • dass Hamburg nicht so viel Zeit hat, auf die Fertigstellung langsamer U-Bahn-Projekte zu warten
  • wenig Probleme mit dem Baugrund (Grundwasser, Sumpf, Torf, Findlinge...)haben
  • viel weniger die anderen Verkehrsarten stören?
  • viel billiger sind als U-Bahnen
  • Sehr wirksam schnelle ÖPNV-Verbindungen schaffen und keine Parkplätze vernichten.
  • eine mit Trams vergleichbare Personen-Transportkapazität haben
  • in Medelin, La Paz, Koblenz, Istambul, Ankara schon lange erprobt sind

Wie schwierig ist es wohl, die Anwohner zu überreden, das Überflogen-Werden zu dulden oder zu ertragen oder machen Bürgerproteste Seilbahnen unmöglich? sieh auch z.B. green.wiwo.de
Antwort von Dr. Till Steffen
1Empfehlung
09.10.2014
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

ich finde eine Seilbahn interessant und habe keine generell ablehnende Haltung gegenüber diesem Transportmittel.

Jedoch muss man schauen, wo sich ihr Einsatz wirklich lohnt, und sie eignet sich am besten zum Überqueren von Gewässern und anderem unwegsamen Gelände.

Daher hat die Idee einer Seilbahn über die Elbe mit Anbindung nach Wilhelmsburg meinen Zuspruch gefunden. Hier hätte wirklich ein zusätzliches Verkehrsangebot geschaffen werden können, das die bestehende S-Bahn-Verbindung ergänzt und entlastet - für eine Seilbahn in Hamburg eine interessante Einstiegsmöglichkeit. Leider wurde diese Idee nicht ernsthaft weiterverfolgt.

Im normalen Hamburger Straßen- und Stadtverkehr kann ich mir eine Seilbahn eher weniger vorstellen. Da hat eine Stadtbahn deutlich mehr Vorteile, da die Haltestellen näher beieinander liegen und auch leichter erreichbar sind. Zudem halte ich eine Seilbahn auch für optisch schwierig, da sie sich neu in die Stadtsilhouette einfügen muss, was nicht unbedingt immer gelingt. Das hat ja auch die Musical-Seilbahn deutlich gezeigt.

Mit freundlichem Gruß

Till Steffen
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
08.12.2014
Von:

Wie wollen die Grünen die Radwege in den Parks verbessern?
Antwort von Dr. Till Steffen
bisher keineEmpfehlungen
10.12.2014
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

so ganz pauschal kann ich die Frage nicht beantworten, da in Hamburg Park nicht gleich Park ist und die Bezirke sehr unterschiedlich mit der Regelung des Radfahren in ihren Parks umgehen.
Generell ist Radfahren in Parks erlaubt, manche Bezirke haben aber bestimmte Strecken zum Schutz der FußgängerInnen gesperrt.
Wir wollen generell gut ausgebaute Wege für den Radverkehr, die zügig und bequem zu befahren sind. Das ist in erster Linie mit dem Fahren auf der Straße am Sichersten, Besten und Günstigsten zu erreichen. So sollte rund um die Alster der Radverkehr aus der Grünanlage raus, auf die Fahrbahn geholt werden (das passiert ja auch schon zum Teil), damit wäre viel für Radfahrende und Zu-Fuß-Gehende gewonnen.

Beim Park am Isebek-Kanal (liegt ja bei Ihnen in der Nähe) wird auch gerade an einer Lösung gesucht, die die Situation auf dem Rad- wie auch auf dem Fußweg verbessert. Es gibt einen runden Tisch Isebek, der nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme derzeit in den Prozess der Gestaltungsvorschläge eintritt. Für uns Grüne ist besonders wichtig, dass dabei die Belange des Naturschutzes, der in zwei erfolgreichen Bürgerbegehren von den EimsbüttelerInnen hervorgehoben wurde, berücksichtigt werden. Wir sind überzeugt, dass eine Sanierung der Wege auch ohne große Eingriffe in den Baumbestand erreicht werden kann. Zudem wird erwogen, die parallel verlaufenden Straßen Hohe Weide und/oder Bismarckstr. verstärkt für den Radverkehr zu nutzen. Die Ergebnisse des Runden Tisches können Sie hier einsehen: isebek-gr

Gerade bei den Parks sollten wir jeden Radweg einzeln anschauen und mit Blick auf Schuldenbremse und Möglichkeit (keine Baumfällungen) individuelle Lösungen finden, die von "Alternativroute stärken bis umfangreich sanieren" reichen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Till Steffen
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