Dr. Stefan Kaufmann (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Stefan Kaufmann
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
21.08.1969
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Stuttgart
Wahlkreis
Stuttgart I
Ergebnis
34,4%
Landeslistenplatz
-, Baden-Württemberg
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(...) 2.) Abzüglich aller Kosten addieren sich die Erträge durch kurzfristige und langfristige Integrationsmaßnahmen bis 2050 auf mehr als 160 Milliarden Euro – das ergibt eine Integrationsrendite, also eine Verzinsung der ursprünglichen Ausgaben, von gut 12 Prozent. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
24.05.2012
Verbesserter Rechtsschutz in Wahlsachen (Art. 93 GG)
JA
10.05.2012
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
29.03.2012
Abbau der kalten Progression
JA
29.03.2012
Kürzungen der Solarförderungen
JA
29.03.2012
Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
NEIN
27.02.2012
Zweites Rettungspaket für Griechenland
JA
26.01.2012
Verlängerung Afghanistan Einsatz (ISAF)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
JA
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
JA
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
NEIN
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
NEIN
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
NEIN
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
JA
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
JA
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
JA
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
NEIN
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
NEIN
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
JA
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
JA
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
NEIN
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
JA
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
26.11.2010
Haushalt 2011
JA
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
NEIN
12.11.2010
Gesundheitsreform
JA
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
JA
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
JA
28.10.2010
Brennelementesteuer
JA
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
JA
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
JA
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
JA
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
JA
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
NEIN
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
JA
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
JA
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
NEIN
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
JA
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
NEIN
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
NEIN
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
JA
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
NEIN
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
JA
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
JA
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
Fragen an Dr. Stefan Kaufmann
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Frage zum Thema Finanzen
29.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Kaufmann,

in der aktuellen Videobotschaft auf der Homepage www.singhammer.net räumt Ihr Parteikollege als erster Unions-Bundestagsabgeordneter öffentlich ein, daß das gesamte Haftungsrisiko für Deutschand über eine Billion = tausend Milliarden liegt.

Dabei hat er allerdins vergessen, daß er vor zwei Wochen im Zuge der Euro-Katastrophe für den Bankenfonds Soffin gestimmt hat, das macht 560 weitere Milliarden.

Am 28.01.2012 meldete das Handelsblatt Online: "Am Donnerstag hat der Bundestag für die Reaktivierung des 480 Milliarden Euro schweren Bankenrettungsfonds Soffin gestimmt. Mit den EU-Hilfen stehen die deutschen Steuerzahler nun für mehr als eine Billion Euro gerade."

Mit den in Singhammers Videobotschaft angegebenen von der EZB aufgekauften PIGS-Bonds, dem derzeitigen Target2, und dem Griechenland II von gestern komme ich auf insgesamt 1,700 Milliarden Haftungsrisiken = etwa fünf Staatshaushalte.

Und das reicht wahrscheinlich gar nicht, denn die EZB akzeptiert derzeit ja vor allem von PIGS-Banken sogar schmutzige Unterwäsche als Sicherheit für ausgereichte Gelder, wenn diese damit nur fleißig PIGS-Bonds aufkaufen. Und für EZB-Verbindlichkeiten haften wir ja mit 27%, auch mit mehr, sofern einer oder mehrere der anderen Gesellschafter pleite gehen.

Nun wäre noch interessant, wie haben Sie vorher beim Soffin-Paket gestimmt?

Und außerdem wäre noch interessant, wie weit Sie beim Risiko insgesamt mitgehen werden bzw, wo für Sie die Grenze erreicht ist. Bei einem Gesamtrisiko für Deutschland von jetzt fünf Bundeshaushalten, oder bei zehn Bundeshaushalten? Oder wollen Sie uns gleich für eine ganze Generation die Zukunft rauben, beispielsweise indem Sie den ESM in der jetzt bekannten oder einer ähnlichen Form durchwinken?
Antwort von Dr. Stefan Kaufmann
bisher keineEmpfehlungen
03.04.2012
Dr. Stefan Kaufmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne will ich Ihnen mitteilen, warum ich den von Kanzlerin Angela Merkel eingeschlagenen Weg in der Eurokrise ebenso wie ein Großteil der Abgeordneten des Bundestages grundsätzlich mittrage.

Die Staatsschuldenkrise in Griechenland bildete im Frühjahr 2010 den Ausgangspunkt für eine umfassendere Vertrauenskrise im Euroraum, die noch nicht vollständig überwunden ist. Es gibt für diese Krise keine einfachen und schnellen Lösungen. Ein wichtiges Ziel unseres Handelns war es immer, die Auswirkungen der Staatschuldenkrise auf unsere Realwirtschaft gering zu halten. Die Herstellung einer tragfähigen Lösung für Griechenland ist ein zentrales Element für die grundlegende Überwindung der Staatsschuldenkrise in Europa, bei der wir gut vorangekommen sind.

Die Maßnahmen beinhalten mehr als nur die milliardenschweren Bürgschaften, die nicht mit direkten Zahlungen zu vergleichen sind. Zentrale Aspekte sind etwa die Verschärfung der Vorgaben für das von systemrelevanten Banken vorzuhaltende Eigenkapital. Auf diese Weise wird die Verlusttragfähigkeit der Banken erhöht, Gewinnchancen und Haftung werden besser in Einklang gebracht. Mit dieser notwendigen Stabilisierung des Finanzsystems werden mögliche Ansteckungsgefahren der Staatsschuldenkrise auf den Finanzmärkten - und in weiterer Folge auf die Realwirtschaft - erheblich verringert.

Hinzu kommt die Erweiterung der Instrumente des temporären Rettungsschirms EFSF, um ihm bessere Möglichkeiten zu geben, Ansteckungseffekte im Keim zu ersticken. Der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM als Nachfolger des temporären Rettungsschirms soll nun schon Mitte dieses Jahres eingerichtet sein.
Zudem haben mehrere europäische Staaten - unabhängig davon, ob sie Finanzhilfen aus dem temporären Rettungsschirm erhalten - wichtige Maßnahmen zur Stärkung der Haushaltsdisziplin und zur Beschleunigung wachstums- und beschäftigungsfördernder Strukturreformen auf den Weg gebracht. Eine glaubwürdige Konsolidierungs- und Reformpolitik in den Staaten selbst ist die beste Vorsorge gegen potentielle Ansteckungseffekte.

Und letztlich wird die institutionelle Struktur der Währungsunion gestärkt. Mit dem Fiskalpakt gehen wir einen wichtigen Schritt zu einer Stabilitätsunion. Der vergemeinschafteten Geldpolitik der Euro-Staaten wird ein wirksameres finanzpolitisches Regelwerk mit einer stärkeren Überwachung der nationalen Haushaltspolitiken zur Seite gestellt. Damit werden in allen 17 Ländern der Euro-Zone und acht weiteren EU-Staaten verbindliche Schuldenbremsen eingeführt. Dies ist insbesondere auf Drängen Deutschlands zustande gekommen.

Zentrale Voraussetzung für die Wiederherstellung der Schuldentragfähigkeit Griechenlands ist eine Reduzierung der Gesamtverschuldung, für die der Deutsche Bundestag immer einen ernsthaften Beitrag des Privatsektors gefordert hat. Dies wurde erreicht. Die Vertreter der privaten Gläubiger haben einer Lösung zugestimmt, die für sie mit einem Verzicht auf mehr als die Hälfte ihrer Rückzahlungsansprüche sowie einer Herabsetzung künftiger Zinszahlungen verbunden ist. Eine weitere Voraussetzung lag in Griechenland selbst. Nur wenn die dort politisch Verantwortlichen den eingeschlagenen Weg aus eigener Überzeugung vertreten, können die Hilfen der Staatengemeinschaft ihre Wirkung entfalten. Daher hat die Staatengemeinschaft darauf bestanden, dass Griechenland bestimmte Maßnahmen zwingend noch vor der Zusage eines zweiten Hilfsprogramms gesetzgeberisch umsetzt. Bei dieser Konditionalität der Hilfen geht es also keineswegs um irgendeine Gängelung der griechischen Politik oder gar der griechischen Bevölkerung. Diese Konditionalität ist vielmehr eine unabdingbare Voraussetzung für die haushalterische und volkswirtschaftliche Gesundung Griechenlands als Mitglied der Europäischen Währungsunion.
Es mehren sich die Anzeichen, dass die genannten Maßnahmen zum Erfolg führen. Die Zinsen, die ein hoch verschuldetes Land wie Portugal für neue Staatsanleihen zahlen muss, sind zuletzt gesunken. Der Schuldenschnitt in Griechenland verlief weitgehend problemlos. Der Internationale Währungsfonds hat sich bereit erklärt, am zweiten Rettungspaket für Griechenland mitzuwirken. Die Entspannung im Euro-Raum ist die Grundlage für eine weitere solide Entwicklung unserer Wirtschaft. Die Bundesbank sieht gute Chancen für eine erneute Belebung der Konjunktur. Besonders erfreulich am aktuellen Ausblick ist, dass die Unternehmen weiter in erheblichem Umfang Personal einstellen.

Verantwortungsvolle Politik sollte auch die Alternativen zu den derzeitigen Maßnahmen abschätzen. Hier gibt es meiner Ansicht nach zwei entgegengesetzte Wege, die vielfach diskutiert wurden. Von SPD und Grünen wurden immer wieder die sogenannten Eurobonds ins Spiel gebracht. Dies würde eine Vergemeinschaftung aller nationalen Schulden in unbegrenzter Höhe bedeuten. Zudem lädt dieser Weg die Krisenstaaten dazu ein, weiterhin Schulden zu machen. Eine weitere Alternative in entgegengesetzter Richtung wäre die Inkaufnahme von Staatspleiten in den Krisenstaaten. Hier warnen zahlreiche namhafte Ökonomen vor unkontrollierbaren Auswirkungen auch auf unsere Realwirtschaft und die Geldwertstabilität. Mir scheinen beide Wege weniger erfolgsversprechend als das beschriebene Maßnahmenbündel.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Kaufmann
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Frage zum Thema Umwelt
25.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Kaufmann,

in Fukushima sind letztes Jahr mehrere Atomkraftwerkblöcke explodiert. So etwas könnte in einem Katastrophenfall auch in Deutschland passieren das es ja ein Restrisiko gibt.

Dabei stellt sich die Frage:
Wer löscht in Deutschland einen Reaktorbrand? Wer sind die Liquidatoren in Deutschland?
Was ist wenn sich diese Personen weigern?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Stefan Kaufmann
1Empfehlung
03.04.2012
Dr. Stefan Kaufmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Das beste Mittel, um einen Katastrophenfall in Deutschland zu verhindern, ist die Abschaltung aller Kernkraftwerke in Deutschland. Diesen Weg gehen wir, so dass das Restrisiko eines Reaktorunfalls in Deutschland ab 2022 tatsächlich gleich null ist.

Bis dahin bleibt es natürlich bei dem Ziel, dass die Sicherheitsvorkehrungen der bestehenden laufenden Anlagen so ausgestaltet sein müssen, dass es nicht zu einem Reaktorunglück kommt. Kernelement dabei ist das Mehrbarrierenkonzept - also der Einschluss der radioaktiven Materialien in mehreren einander umschließenden Barrieren. Versagen die Schutzmaßnahmen in einer Ebene, sollen Schutzmaßnahmen auf der nächsten Ebene dies auffangen. Nur wenn die Maßnahmen auf allen gestaffelten Ebenen versagen, wird die (planmäßige) Rückhaltefunktion einer Barriere beeinträchtigt oder zerstört. Nur wenn alle Barrieren versagen, kann es zum Austritt größerer Mengen radioaktiver Stoffe kommen.

Für einen Brand in einem Kernkraftwerk wäre zunächst die kraftwerkseigene Feuerwehr zuständig, hinzu kommen dann externe Feuerwehreinheiten. Es existieren Notfall- und Katastrophenpläne auch für den unwahrscheinlichen Fall eines größeren Unglücks. Dienste des Katastrophenschutzes sind Feuerwehr, THW und im Extremfall auch die Bundeswehr. Faktisch kann man bei Verweigerung keinen Menschen zwingen, einen entsprechenden Dienst zu tun. Anders mag eine juristische Bewertung ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Kaufmann
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Frage zum Thema Zweites Rettungspaket für Griechenland
03.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Kaufmann,

ich habe eine Frage an Sie, die sich auf Ihre Antwort an bezüglich des zweiten Rettungspaketes für Griechenland bezieht: Haben Sie den 700 Seiten umfassenden Gesetzestext tatsächlich gelesen, wenn Ihnen der Entwurf tatsächlich erst wenige Stunden vor der Abstimmung vorlag?

Um Missverständnisse zu vermeiden: ich halte die Unterstützung für Griechenland vollumfänglich für richtig und notwendig (wenn auch unschön, dass die Notwendigkeit besteht). Allerdings halte ich es für außerordentlich wichtig, dass unsere Abgeordneten wissen, worüber sie abstimmen - vor allem wenn Gesetze eine derartige Tragweite haben.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Stefan Kaufmann
bisher keineEmpfehlungen
04.04.2012
Dr. Stefan Kaufmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Sie haben Recht, ich habe die entsprechende Frage von Herrn in diesem Punkt nicht ausführlich beantwortet.

Daher gerne an dieser Stelle: Ich habe die im Raum stehenden 700 Seiten nicht komplett sondern quer gelesen und insbesondere - und das ist der für mich entscheidende Punkt - die zusammenfassenden Begleitschreiben des zuständigen Bundesministeriums genau gelesen. Daher war und ist mir die Tragweite der zur Abstimmung stehenden Gesetze jederzeit bewusst.

Aufgrund der arbeitsteiligen Organisation des Deutschen Bundestages und der damit einhergehenden Spezialisierung von uns Abgeordneten bin ich bekanntlich primär für Bildungs- und Forschungsthemen und das Bahnprojekt Stuttgart 21 zuständig.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Kaufmann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.04.2012
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Dr. Kaufmann,
laut Verfassung sind die Verantwortung und die Rechte der Bundestagsabgeordneten demokratisch festgelegt. Laut der öffentlichen Debatte sollen dies Grundgesetzlichen Rechte eingeschränkt werden - Fraktionszwang, Rederecht -.
Bitte erklären Sie mir als wählendem Bürger welche Rechtsgrundlage Sie für Ihre Entscheidung bei einer Abstimmung (am 26. April 2012 ?) anwenden wollen, um eine über das Grundgesetz zu stellende Rechtsdefinition (Gesetz ?) festzuschreiben?

Mit freundlichem Gruß
J.
Antwort von Dr. Stefan Kaufmann
bisher keineEmpfehlungen
17.04.2012
Dr. Stefan Kaufmann
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Zwischenzeitlich ist bekannt, dass die möglichen Änderungen in der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages erstens nicht im April zur Abstimmung kommen werden und zweitens etwaige Änderungen umfassend in den Parlamentsgremien diskutiert werden. Aus meiner Sicht sind die bis gestern diskutierten Vorschläge nicht ausgereift und ich bin daher froh, dass sie so nicht kommen werden. Dem freien Mandat von uns Abgeordneten muss die Geschäftsordnung zweifelsfrei Rechnung tragen. Das Rederecht stellt dabei ein zentrales demokratisches Recht dar.

Mit besten Grüßen
Ihr Stefan Kaufmann
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Ihre Frage an Dr. Stefan Kaufmann
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