Dr. Sepp Dürr (GRÜNE)
Abgeordneter Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Studium der Neueren Deutschen und Italienischen Literatur sowie Philosophie
Ausgeübte Tätigkeit
Biobauer, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West
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Das Vorgehen der Gemeinde Gilching finde ich unerträglich und wir werden auch den Landtag damit befassen, denn einen so tiefen Eingriff in Grundrechte, lediglich um Kosten zu sparen, können wir nicht hinnehmen. Erfreulicher Weise ist das aktuelle Vorhaben gescheitert. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Gesundheit
20.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Dürr,

es geht in meinem Schreiben um die Legalisierung von Cannabis.
Ihre Partei ist soweit ich das verfolgt habe nach wie vor für eine Legalisierung, ebenso wie die Linken sowie die Piratenpartei.

Jedoch merkt man davon weder auf Bundes- noch auf Landesebene sehr viel. Die Zulassung von THC-haltigen Medikamenten ist zugegebenermaßen ein erster kleiner Schritt, in der Praxis ist es jedoch leider wenig relevant.

Gerade in Bayern wird man als Konsument unverhältnismäßig stark bestraft. (Geldstrafen, Führerscheinentzug, kostenspielige regelmäßige Nachweise (Urinproben) wegen lächerlich geringen Mengen (unter 6 Gramm, teilweise unter 1 Gramm), ebenso wie Hausdurchsuchungen wegen Hinweisen aus der feindlichen Nachbarschaft sind keine Seltenheit)

Sehen Sie hier die Möglichkeit, dass sich das in naher Zukunft ändern wird? Wie stehen Sie dazu?

Ich sehe Cannabis nicht als Einstiegsdroge, da Heroinabhängige zwar unter Umständen vorher Gras konsumiert haben, aber eben auch Alkohol oder auch ganz banal: Brot.
In künstlichem THC wie es in Modedrogen (die teilweise sogar legal sind) verwendet wird, sehe ich ein wesentlich größeres Gefahrenpotential als in dem Naturprodukt.
In diesem Zuge bin ich auch für die Legalisierung des Eigenanbaus, da damit zum einen die Naturbelassenheit gewährleistet ist (kein Strecken mit gesundheitsschädlichen Stoffen durch Dealer oder Produzenten), zum anderen entfällt der Kontakt mit fragwürdigen Gestalten (Schwarzmarkt), und somit wird auch der Kontakt zu anderen Substanzen verringert.
Ein netter Nebeneffekt von einer kontrollierten Abgabe wäre auch noch, dass dadurch Geld in die Staatskasse kommen kann.

Ich freue mich auf Ihre Stellungsnahme.

Antwort von Dr. Sepp Dürr
1Empfehlung
21.10.2011
Dr. Sepp Dürr
Sehr geehrte Frau ,

ich bin für die Entkriminalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis zum Eigengebrauch. Das von der CSU in Bayern durchgesetzte repressive Vorgehen gegen KonsumentInnen von Cannabis ist eindeutig kontraproduktiv. Das zeigen alle einschlägigen Untersuchungen: Die Kriminalisierung führt häufig zu sozialer Ausgrenzung wie z.B. dem Verlust des Arbeitsplatzes oder des Führerscheins. Betroffen davon sind vor allem junge KonsumentInnen, die gelegentlich Cannabis probieren. Außerdem wird durch die Illegalisierung der Schwarzmarkt gefördert. Einher gehen damit erhebliche gesundheitliche Risiken für die NutzerInnen von Cannabis. So werden nicht selten auf dem Schwarzmarkt angebotenen Cannabisprodukten gesundheitsschädliche Stoffe wie Blei und Glas zugesetzt, um das Gewicht zu erhöhen. Statt auf Repression setzen wir auf Prävention, mit dem Ziel der Reduzierung des riskanten Cannabisgebrauchs bei der zwar kleinen, aber besonders von Gesundheitsrisiken betroffenen Gruppe von starken und täglichen Cannabis-KonsumentInnen. Dazu haben die Grünen im Bundestag in den letzten Jahren immer wieder Initiativen ergriffen, so im Januar 2009, leider ohne Erfolg. Ebenso für den leichteren Zugang zu medizinischem Cannabis für alle betroffenen Patientinnen und Patienten, den Sie in Ihrer Mail ansprechen. So müssen diese die Kosten, die monatlich bis zu 1.500 € ausmachen, nach der jetzt gültigen Regelung selbst tragen. Aber wir werden hier nicht locker lassen. Die nächste Gelegenheit bietet ein Regierungswechsel 2013.

Mit freundlichen Grüßen
Sepp Dürr
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
02.11.2011
Von:

Wann erfolgt die Zwangsabgeltungssteuer für griechische Konto und Depotinhaber in der Schweiz, Liechtenstein und anderen Steuerparadisen (z.B. Singapur) vor einem Gläubigerverzicht über 50% von deutschen Besitzern von griechischen Staatsanleihen und Überwachung des griechischen Abgeltungssteuerkontos durch Herrn Regling und Veröffentlichung auf der EFSF Internetseite damit die Anleihen Zeichner von z.B. Herrn Reglings letzten Arbeitgeber aus Singapur beruhigter zeichnen können? Wann teilt die Bundesregierung den Steuerzahlern mit ob die CDS Staatsanleihenausfallversicherungen die die internationalen Investment Banken auf Basis von Insiderinformationen nach den Verhandlungen mit den Regierungspolitikern anonym für ihre Banken ausserbörslich kaufen konnten ausgezahlt werden bei dem geplanten 50% Schuldenschnitt für den griechischen Staat? Wie viele Eurogendfor Polizisten befinden sich aktuell in Griechenland und wie war seit Jahresanfang die Stationierungsveränderung hinsichtlich der Anzahl an EU Beamten und die Motive? Ist die EU bei der Retro/Provisionsermittlungen bzgl. der Rüstungs-Deals der gestern entlassenen griechischen militärischen Führungsriege hinsichtlich der Nachrichtenmitteilungen an die deutschen Steuerzahler schon weiter gekommen? Wer ist der Überweisungskontrollbetreuer bzgl. der U-Boot Subventionszahlungen in Deutschland? Wann werden von Umweltgiften (Uran, Plutonium, Asbest, Quecksilber, ...) verseuchte Gebiete von der Schenkungssteuer und Erbschaftsteuer in Deutschland wie in Griechenland befreit? Ab wann erhöhen Sie das Strafmaß für insbesondere Mietbetrug, Tierquälerei und Sachbeschädigung durch Mietnomaden auf 1 Jahr Freiheitsstrafe? Ab wann richten Sie Zwangsbetreuungen für mittellose Mietnomaden ein so dass das Sozialamt ein Haustierverbot praktiziert und die Miete an die Vermieter überweist und für die Mietnomaden geklaute Schlosszylinder bei den Vermieterwohnungen wieder einbaut?
Antwort von Dr. Sepp Dürr
1Empfehlung
02.11.2011
Dr. Sepp Dürr
Sehr geehrter Herr ,

ich bin gerne bereit, auf abgeordnetenwatch.de Fragen zu beantworten, die in irgendeinem Zusammenhang zu meiner Tätigkeit als bayerischer Abgeordneter stehen, mit einem nicht unverhältnismäßigen Aufwand zu bearbeiten und von öffentlichem Interesse sind.

Freundliche Grüße
Sepp Dürr
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Frage zum Thema Gesundheit
09.11.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Dürr!

Da Sie mich (Bürgerin im Wahlkreis Oberbayern) im Bayerischen Landtag als Abgeordneter vertreten, interessiert mich, ob Sie sich bereits mit der Möglichkeit der "Errichtung einer Pflegekammer in Bayern" auseinander gesetzt haben? Wenn ja, welche Position vertreten Sie diesbezüglich?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Herzliche Grüße,
Antwort von Dr. Sepp Dürr
1Empfehlung
14.11.2012
Dr. Sepp Dürr
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail. Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung ist angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft eine der größten Herausforderungen, der wir uns stellen müssen. Bereits 2020 werden in Bayern ca. 20.000 Pflegekräfte fehlen.
Die grüne Landtagsfraktion beschäftigt sich seit langem mit dem Thema. Bereits 1997 haben wir uns im Landtag für die Einführung einer Pflegekammer eingesetzt. Im Oktober fand auf unsere Initiative hin im Landtag eine Expertenanhörung dazu statt, in der unsere Position, insbesondere auch in der Frage der Verfassungsmäßigkeit der Verkammerung, auf breite Zustimmung stieß. Es ist leider vor allem die FDP, die bisher die Einführung einer Pflegekammer verhindert.
Wir werden uns auch in Zukunft für die Stärkung der Pflege, für eine bessere gesellschaftliche Anerkennung, für bessere Bedingungen auch in der Ausbildung und die Abschaffung des Schulgelds wie differenzierte Möglichkeiten zur Weiterbildung einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Sepp Dürr
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