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Sehr geehrter Herr Dr. Dürr,
es geht in meinem Schreiben um die Legalisierung von Cannabis.
Ihre Partei ist soweit ich das verfolgt habe nach wie vor für eine Legalisierung, ebenso wie die Linken sowie die Piratenpartei.
Jedoch merkt man davon weder auf Bundes- noch auf Landesebene sehr viel. Die Zulassung von THC-haltigen Medikamenten ist zugegebenermaßen ein erster kleiner Schritt, in der Praxis ist es jedoch leider wenig relevant.
Gerade in Bayern wird man als Konsument unverhältnismäßig stark bestraft. (Geldstrafen, Führerscheinentzug, kostenspielige regelmäßige Nachweise (Urinproben) wegen lächerlich geringen Mengen (unter 6 Gramm, teilweise unter 1 Gramm), ebenso wie Hausdurchsuchungen wegen Hinweisen aus der feindlichen Nachbarschaft sind keine Seltenheit)
Sehen Sie hier die Möglichkeit, dass sich das in naher Zukunft ändern wird? Wie stehen Sie dazu?
Ich sehe Cannabis nicht als Einstiegsdroge, da Heroinabhängige zwar unter Umständen vorher Gras konsumiert haben, aber eben auch Alkohol oder auch ganz banal: Brot.
In künstlichem THC wie es in Modedrogen (die teilweise sogar legal sind) verwendet wird, sehe ich ein wesentlich größeres Gefahrenpotential als in dem Naturprodukt.
In diesem Zuge bin ich auch für die Legalisierung des Eigenanbaus, da damit zum einen die Naturbelassenheit gewährleistet ist (kein Strecken mit gesundheitsschädlichen Stoffen durch Dealer oder Produzenten), zum anderen entfällt der Kontakt mit fragwürdigen Gestalten (Schwarzmarkt), und somit wird auch der Kontakt zu anderen Substanzen verringert.
Ein netter Nebeneffekt von einer kontrollierten Abgabe wäre auch noch, dass dadurch Geld in die Staatskasse kommen kann.
Ich freue mich auf Ihre Stellungsnahme.
