Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Email vom 22. Mai diesen Jahres, die mich über die Internetplattform Abgeordnetenwatch.de erreichte.
Sie fragen nach der Bedeutung von Umweltschutz im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise und stellen einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung her.
Natürlich war es so, dass in der Vergangenheit wirtschaftliches Wachstum oft auf Kosten der Umwelt stattgefunden hat. Dies hat sich aber in den letzten Jahren schon deutlich geändert. So haben wir beispielsweise in Deutschland in den letzten Jahren einen Aufschwung bei den erneuerbaren Energien erlebt. Dadurch sind Arbeitsplätze geschaffen worden. Es ist Wirtschaftskraft im Land geblieben. Eine Investition in eine Anlage zum Heizen mit Holz oder zur solaren Unterstützung der Heizung mit Warm-Wasserbereitung schafft Arbeitsplätze und generiert Wirtschaftswachstum in Deutschland. Wir zahlen weniger Geld für die Importe. Das Wirtschaftswachstum bei den Ölscheichs oder bei Gazprom wird natürlich geringfügig gebremst, aber dies ist für mich akzeptabel.
Viele Maßnahmen im Bereich des Konjunkturpaketes schützen nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Umwelt. So wird zum Beispiel durch die Maßnahme der energetischen Sanierung von Schulgebäuden, der Energieverbrauch gesenkt und die Wirtschaft stimuliert. Daher glaube ich, dass es realistisch ist, die Wirtschaftskrise zu überwinden und gleichzeitig der Umwelt zu helfen.
Bundespräsident Horst Köhler hat in einem Gespräch mit mir vor einigen Monaten genau darauf hingewiesen, dass wir gerade in der Krise in zukunftsfähige Technologien investieren müssen, dazu gehören meiner Meinung nach vor allen Dingen Umwelttechnologien.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Liese