Dr. Paul Wengert (SPD)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
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Dr. Paul Wengert
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter am Amtsgericht a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
Altoberbürgermeister
Wohnort
-
Stimmkreis
Marktoberdorf
Landeslistenplatz
3, Schwaben
(...) Die Probleme der bayerischen Milchbauern wurden viel zu lange von ihrer Berufsorganisation, dem Bauernverband, ignoriert. Dabei sind Milch- und Gründlandwirtschaft in weiten Teilen Bayerns und vor allem bei uns im Allgäu Lebens- und Einkommensgrundlage für viele Landwirte, die keine Alternative dazu haben. (...)
 
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Frage zum Thema Bildung
07.09.2008
Von:

Hallo Herr Dr. Wengert,

wie sieht es mit dem Thema flächendeckende Internetnutzung über Breitband-DSL aus?
In wieweit werden Sie sich dafür stark machen?
Ich kenne viele Einwohner, die es leid sind in der heutigen Zeit noch mit einem langsamen Modem im Internet zu recherchieren.
Ich bin in der glücklichen Situation in Füssen eine ausreichende DSL Bandbreite benutzen zu können. Aber in Randgebieten oder im ländlichen Bereich (z.B. Weißensee, Rieden) gibt es in der Regel gar keinen DSL Anschluss. Also nicht einmal einen eingeschränkten!
Viele Bürger sind dadurch auch finanziell benachteiligt, da Sie z.B. entsprechende Internet Telefonie Angebote nicht nutzen können und somit mit höheren Telefonkosten belastet werden.
Für viele Menschen wird das Thema Internet außerdem beruflich immer wichtiger. Hier muss etwas getan werden!

MfG
A.
Antwort von Dr. Paul Wengert
6Empfehlungen
09.09.2008
Dr. Paul Wengert
Hallo, Herr ,

Sie haben zutreffend die negativen Folgen deutlich dargestellt, wenn kein flächendeckendes DSL zur Verfügung steht.

In der Tat sind nach wie vor große Flächen im ländlichen Bereich Bayerns stark unterversorgt bzw. haben im Extremfall garf keine Verbindung. Die Deutsche Telekom AG sieht als privatisiertes ehem. Staatsunternehmen nicht mehr die Verpflichtung für eine flächendeckende Versorgung.

Dies hat konkrete wirtschaftliche Nachteile für die nicht- oder unterversorgten Bereiche. Dabei geht es nicht nur um Hightech-Unternehmen, Planungsbüros und Software-Dienstleister! Hunderte von Landwirten etwa könnten ihre Produkte besser vermarkten, Tausende von Handwerkern würden sich eine bessere Acquise von Aufträgen wünschen, Zehntausende von Menschen benötigen privat und/oder beruflich eine verbesserte Internetanbindung, die gerade in Bayern eben oft nicht flächendeckend gewährleistet ist.

Die Maßnahmen, die die CSU-Staatsregierung nun endlich getroffen hat, sind allerdings nur ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein. Die über EU-Förderung bereitgestellten 19 Mio. - für ganz Bayern reichen hinten und vorne nicht aus, nachdem rund 260 Mio. - benötigt würden. Rheinland-Pfalz etwa, das in der ländlichen Struktur Bayern ähnelt, hat schon vor Jahren auf den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsverbindungen ins Internet gesetzt und kann nun die Früchte dieser vorausschauenden Politik ernten, der Ausbau schneller Datenautobahnen erfolgt dabgegen in Bayern im Schneckentempo - sehr zum Nachteil gerade auch des Mittelstands.

Gerne werde ich mich im Fall meiner Wahl in den Bayerischen Landtag für eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus schneller Datenautobahnen einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Paul Wengert
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Frage zum Thema Bildung
10.09.2008
Von:
-

Sehr geehrter Herr Wengert,

wie sehen Sie die Zukunft der Kooperationsklassen in Bayern?
Laut Kultusministerium sind immer noch 30 Schüler pro Klasse in den Grundschulen Standart. Für Kooperationsklassen, also Klassen in denen Schüler mit und ohne Förderbedarf unterrichtet werden, 25. Bei dieser Klassenstärke sind bis zu 6 förderbedürftige Kinder möglich.
Zum Einen wünscht das Kultusministerium die Ausweitung der Kooperationsklassen, auf der anderen Seite soll dies stattfinden, ohne daß weitere Klassen gebildet werden dürfen, bzw. weitere Lehrerstellen geschaffen werden. Soll hier an Kindern, Lehrern und Eltern gespart werden, die sowie schon genügend Probleme haben?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Paul Wengert
9Empfehlungen
14.09.2008
Dr. Paul Wengert
Liebe Frau -,

die Einrichtung von Kooperationsklassen ist begrüßens- und unterstützenswert.
Kinder mit besonderem Förderbedarf können auf diese Weise mit anderen Kindern lernen und alle Kinder können vor allem voneinander lernen.

Gerade in Kooperationsklassen spielt aber die Klassenstärke eine besondere Rolle.
Und da ist die vom bayerischen Kultusministerium festgesetzte Zahl von 25 Schülerinnen und Schülern einfach zu hoch! Hier wird einmal mehr an der völlig falschen Stelle gespart und den Kindern Chancen für ihr ganzes künftiges Leben vorenthalten.

Die SPD strebt maximale Klassenstärken von 25 in den Regelklassen an; in Kooperationsklassen dürfen es nicht mehr als 20 Schülerinnen und Schüler sein. Dafür brauchen wir endlich mehr Lehrer, von denen den bayerischen Schulen infolge der verfehlten Bildungspolitik der CSU-Staatsregierung rund 5000 fehlen! Allein im Volksschulbereich wurden in den vergangenen Jahren 1.600 Lehrerplanstellen gestrichen. Seit 2005 hat der Freistaat 203 Mio. ¤ den Schulen weggenommen und eingespart.
Gerade daran wird besonders deutlich, wie weit Anspruch und Wirklichkeit bei der CSU auseinander liegen, die nicht müde wird, ihre Bildungspolitik über den Schellenkönig zu loben und jetzt kurz vor der Wahl ein Versprechen nach dem anderen macht, um nach der Wahl - wie 2003 - wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Noch bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt im Frühjahr hat die CSU alle Anträge der SPD, mehr Lehrer einzustellen, abgelehnt! Daher macht sie sich jetzt völlig unglaubwürdig, wenn sie behauptet, bis 2013 jährlich 1000 Lehrerinnen und Lehrer einstellen zu wollen.

Die bisherigen Bildungsreformen der CSU waren nichts anderes als Einsparprogramme.
Daher brauchen wir in Bayern den el, damit sich in Zukunftschancen der bayerischen Schülerinnen und Schüler nicht weiter verschlechtern.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Paul Wengert
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
18.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wengert,

werden Sie sich im Falle Ihrer Wahl für einen konsequenten und lückenlosen Nichtraucherschutz in Bayern einsetzen?
Es gibt Ortschaften in Bayern, wo es fast nur noch Raucherclubs gibt. Die Leidtragenden sind junge Leute, die gerne Abends mit ihren Freunden unterwegs sein wollen, ohne mit 10 Mitgliedsausweisen in der Tasche weiterhin aus Gruppenzwang heraus oder mangels Alternativen gezwungen zu sein, den giftigen Rauch einzuatmen.
Die Ordnungsämter sind gar nicht fähig zu einer konsequenten Kontrolle der Einhaltung des Gesetzes. Diese Ausnahme führt einfach in der Praxis nur zur Umgehung des Ziels des Gesundheitsschutzes.
Auch gibt es sicher einige Angestellten in den 10.000 Raucherclubs, Bars und Discos, die besser geschützt sein wollen.
Warum kann man nicht einfach die einfachste Lösung wählen, wie in Irland oder Italien und in allen Lokalitäten ein komplettes Rauchverbot verhängen?
Das ist verfassungsgemäß und schützt endlich flächendeckend.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Paul Wengert
6Empfehlungen
19.09.2008
Dr. Paul Wengert
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben recht: der Raucherschutz in Gaststätten ist in Bayern ein löchriger Käse. Die CSU und insbesondere deren Fraktionsvorsitzender Georg Schmid klopfen sich selbstgefällig auf die Schulter und dulden sehenden Auges, wie der Raucherschutz massenhaft unterlaufen wird - durch die Raucherclubs, die in keiner Weise den vom Bundesverfassungsgericht genannten Bedingungen entsprechen. Täten sie dies, würde niemand gezwungenermaßen Zigarettenrauch ausgesetzt.

Der schwarze Peter wird - wie schon so oft, wovon ich als langjähriger Bürgermeister und Oberbürgermeister ein Lied singen kann - den Städten und Gemeinden zugeschoben.
Diesen ist es aber weder personell noch sachlich möglich, eine wirksame Kontrolle durchzuführen.

Die SPD hat bei der Verabschiedung des Gesetzes bereits deutlich gemacht, dass die Umsetzung nach einer gewissen Zeit unbedingt überprüft werden muss. Damit wird sich der neue Landtag beschäftigen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Paul Wengert
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
23.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Wengert,

ich habe ein grundsätzliche Frage: Wie stehen Sie zu den Linken? Die SPD hat auch schon in anderen Ländern vor der Wahl gesagt (Ypsilani): Eine Verbindung mit dieser Partei ist ausgeschlossen. Jetzt auf einmal, es kann halt nicht jedes Wahlversprechen eingehalten werden, ist der SPD jedes Mittel recht an die Macht zu machen, sogar eine Verbindung mit den Linken.
Herr Maget schließt dies ja ebenfalls aus. (jedenfalls im Moment)

Würden Sie, wenn die SPD mit den Linken eine Regierung bilden könnte, dafür stimmen?
Das wäre für mich wirklich interessant.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Dr. Paul Wengert
1Empfehlung
26.09.2008
Dr. Paul Wengert
Sehr geehrter Herr ,

die SPD möchte in Bayern Regierungsverantwortung übernehmen. Die CSU ist nach 46 Jahren Regierung verbraucht. Wir brauchen endlich neuen Schwung für Bayern.

Franz Maget hat Die Grünen/Bündnis 90 sowie die FDP und die Freien Wähler - vorausgesetzt sie werden in den Bayerischen Landtag einziehen - zur Zusammenarbeit in einer künftigen Regierung eingeladen; von den Linken war dabei nie die Rede. Ich schließe eine Zusammenarbeit mit dieser Partei, die außer populistischen Sprüchen nichts im Köcher hat, ebenso wie Franz Maget aus.
Sollte die Linke wider Erwarten in den Bayerischen Landtag einziehen, "verdanken" wir dies in erster Linie Erwin Huber und seinem "Kreuzzug", mit dem er der Linken erst die große Aufmerksamkeit in Bayern verschafft hat.

Bei dieser Gelegenheit darf ich noch darauf hinweisen, dass die CSU geflissentlich verschweigt, wieviele Koalitionen ihre Schwesterpartei CDU in den neuen Ländern mit den Linken eingegangen ist und in zahlreichen Fällen ehemaligen SED- und PDS- Leuten gegen Sozialdemokraten zu OB- und Landrats-positionen verholfen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Paul Wengert
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Frage zum Thema Verkehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung
23.09.2008
Von:

Sehr geehrter Hr. Dr. Wengert,

Als gebürtiger Füssener weiß ich, wie wichtig eine Umgehungsstrasse ist. Jetzt wohne ich in Bertoldshofen.

Nun meine Frage:
Wie stehen Sie zu den Baumaßnahmen Ortsumgehung Bertoldshofen (B472) und Ortsumgehung MOD (B16).

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Paul Wengert
3Empfehlungen
26.09.2008
Dr. Paul Wengert
Sehr geehrter Herr ,

Straßen sind wichtige Lebensadern. Wo der Verkehr jedoch zur Belastung für die Menschen wird, muss er aus den Orten ferngehalten werden. Deshalb freue ich mich, dass die Umfahrungen von Marktoberdorf und Bertoldshofen vorankommen und die Ortsdurchfahrten künftig vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Paul Wengert
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