Dr. Michael Fuchs (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
06.02.1949
Berufliche Qualifikation
Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Koblenz
Wahlkreis
Koblenz
Ergebnis
44,1%
Landeslistenplatz
8, Rheinland-Pfalz
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(...) Vielen Dank für Ihren erneuten Beitrag hier bei abgeordnetenwatch.de. Am
Kurs der Bundeskanzlerin habe ich nichts auszusetzen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Fuchs!

Auf die von Herrn Neumann gestellte Frage antworten Sie im Hinblick auf den mit dieser Frage verbundenen Vorwurf, Zitat Herr Dr. Fuchs:

"ich widerspreche Ihrer Aussage, dass sich die CDU nicht für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger einsetze bzw. nicht dem Wohle der Menschen in unserem Land diene. Das Gegenteil ist der Fall."

Eine Begründung für Ihre Sichtweise hätte vielleicht überzeugen können, nur kann ich leider keine entdecken. Mit Verlaub, ich halte das für einen schlechten politischen Stil.
Ihre "Antwort" vermag der skeptischen Sichtweise des Fragestellers argumentativ nichts
entgegen zu setzten, dessen Kritik bezogen auf Herrn Wulffs Verhalten ich übrigens vollends teile:

Für Herrn Wulff scheint die Inanspruchnahme geldwerter Vorteile in keinem Widerspruch zu seinen öffentlichen Ämtern zu stehen und mit der Information darüber scheint er es nicht sonderlich genau zu nehmen. Zitat Frankfurter Rundschau:

"Der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim ist sich "ziemlich sicher", dass Bundespräsident Christian Wulff während seiner Amtszeit als Ministerpräsident gegen das niedersächsische Ministergesetz verstoßen hat. Der zinsgünstige Privatkredit von Unternehmergattin Edith Geerkens entspreche einem geldwerten Vorteil von "mindestens 20.000 Euro", zitiert die "Welt am Sonntag" laut Vorabmeldung aus einem Fachaufsatz des Juristen.

Niedersächsischen Regierungsmitgliedern sei es aber laut Ministergesetz verboten, "Geschenke in Bezug auf ihr Amt anzunehmen". Von Arnim hält es für nahe liegend, dass die Annahme des Kredits zugleich einen strafrechtlichen Verstoß wegen Vorteilsnahme im Amt darstellt. Ermittlungen seien unausweichlich."

www.fr-online.de

Vielleicht weichen Sie diesesmal nicht der Frage aus:

Ist für Sie (auch im Interesse der CDU) Herr Wulff als Bundespräsident noch tragbar?

Viele Grüße,
Antwort von Dr. Michael Fuchs
7Empfehlungen
10.01.2012
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter Herr ,

die christliche-liberale Koalition handelt auf Grundlage gemeinsamer Werte. Unsere Maßstäbe politischen Handelns sind Freiheit in Verantwortung, Leistungsbereitschaft und Solidarität, Toleranz und Fairness, Heimatverbundenheit und Weltoffenheit. Die CDU war und ist die Partei zukunftsweisender moderner Konzepte. Unsere Ideen und Vorstellungen haben das Aufbauwerk nach dem Krieg erfolgreich vorangetrieben, unser Land in Europäischer Union und NATO fest verankert. Mit der Deutschen Einheit unter Bundeskanzler Helmut Kohl hat sich eine unserer großen politischen Visionen erfüllt.

Auf dieser Grundlage treten wir an, unser Gemeinwesen in der sich verändernden Welt weiterzuentwickeln.

Dies zeigen gerade auch die Entscheidungen der letzen Wochen und Monate in Bezug auf die Staatsschuldenkrise einzelner EU-Mitgliedstaaten. Mit den Beschlüssen ist es der unionsgeführten Bundesregierung gelungen, die Weichen für das Europa der Stabilität, der Solidarität und des Vertrauens zu stellen. Aus diesem Grund hat sich die CDU erfolgreich gegen die Einführung von Euro-Bonds entschieden. Eurobonds sind nämlich gerade nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, da diese nicht die Wurzel des Problems bekämpfen, sondern die Lasten auf künftige Generationen verteilt hätten.

Oder schauen Sie sich beispielsweise den Arbeitsmarkt an: Wie das Statistische Bundesamt jüngst bekanntgegeben hat, standen Ende 2011 in Deutschland so viele Menschen in Lohn und Brot wie nie zuvor. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im November auf 41,6 Millionen - dies waren rund eine halbe Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Dies ist auch auf den Erfolg der unionsgeführten Bundesregierung zurückzuführen.

Sie sehen also: Die CDU dient dem Wohle der Menschen in unserem Land.

In Bezug auf Ihre Frage zu Herrn Bundespräsident Wulff: Mein Vertrauen hat der Bundespräsident nach wie vor.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Fuchs,

können Sie ob Ihrer gesamten "Nebentätigkeiten" eigentlich Ihr Mandat, für welches Sie vom Bürger bezahlt werden, auch in seinem Interesse wahrnehmen? Inwieweit sind Sie noch unabhängig?

Viele Grüße

Antwort von Dr. Michael Fuchs
8Empfehlungen
10.01.2012
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Beitrag vom 2. Januar 2012 auf abgeordnetenwatch.de.

Selbstverständlich nehme ich als Abgeordneter meines Wahlkreises die Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahr und versuche diesen in Berlin Gehör zu verschaffen. Viele meiner Nebentätigkeiten habe ich bereits vor meinem Einzug in den Deutschen Bundestag als Unternehmer ausgeübt. "Machen statt meckern", das war für mich das Motto, was mich bewogen hat 2002 für den Bundestag zu kandidieren. Was ich jahrelang als Unternehmer angeprangert habe, wollte und will ich durch eigenes Handeln aktiv verändern.

Da keinerlei Abhängigkeit besteht, bin ich in meinem Handeln auch dementsprechend unabhängig.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Umwelt
16.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Fuchs,

Sie üben Kritik am EEG 2012 in seiner jetzigen Form, insbesondere am Punkt Photovoltaikförderung.

Bitte begründen Sie qualifiziert und detailliert (inclusive Nennung seriöser wissenschaftlicher Quellen (nicht des RWI) - alle Argumente die nicht dadurch untermauert sind sind wertlos) in welchen Punkten eine erneute Änderung des EEG nach gerade einmal 6 Monaten Sinn machen würde.

Sind Sie nach gründlicher Prüfung z.B. folgender Quelle
www.bmu.de
und einer Überschlagsrechnung mit Berücksichtigung der Ausgleichsregelungen und positiver Steuereffekte auf Umsatz und Beschäftigung der Meinung dass man überhaupt die Formulierung "Kosten der EE" legitim benutzen darf und nicht eher von einem volkswirtschaftlichen Nettogewinn sprechen müsste?

Da Sie öfter vom Schutz der Verbraucher von überhöhten Kosten sprechen:
Können Sie detailliert darlegen welcher Anteil der Steigerung der EEG-Umlage wovon verursacht wurde?

Sind Sie sich bewusst dass sie mit ihrer Forderung nach Kürzungen Politik gegen die Mehrheit der Deutschen machen?
www.focus.de

Sind Sie sich desweiteren bewusst dass dies gleich doppelt geschieht indem sie auch noch den gesellschaftlichen und von allen Fraktionen getragenen Konsens der Energiewende torpedieren anstatt die einzige richtige Konsequenz zu ziehen und sich vom Atomzeitalter zu verabschieden und den Willen der Bürger auch angemessen finanziell zu unterstützen?

Ich weiß dass Sie die Antwort auf diese Frage nicht selbst verfassen werden, daher würde ich den zuständigen Mitarbeiter doch wenigstens bitten nicht mit leeren Floskeln zu antworten sondern wissenschaftlich korrekt Argumente anzuführen.
Ansonsten werde ich die Antwort nicht einmal lesen da es sich um reine Zeitverschwendung handeln würde.
Antwort von Dr. Michael Fuchs
6Empfehlungen
07.02.2012
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter ,

ehrlich gesagt, sehe ich wenig Sinn darin, den Inhalt von Gutachten unterschiedlicher Auftraggeber zu diskutieren. Das gilt umso mehr, als Sie offensichtlich eine feste Meinung darüber haben, welche Institute als seriös einzustufen sind und welche nicht.

Dennoch: Die Fakten liegen auf dem Tisch. Die EEG-Umlage hat sich in nur drei Jahren auf jetzt knapp 3,6 Cent fast verdreifacht (2012 voraussichtlich 14,1 Mrd. Euro). Davon gehen allein über 7 Mrd. auf das Konto der PV. Das ist mehr als das Volumen des Finanzausgleichs zwischen den Bundeländern! Die PV trägt aber nur mit drei bis vier Prozent zur deutschen Stromerzeugung bei, und dass in völlig ungesicherter Form. Dieses eklatante Missverhältnis ist nicht mehr zu verantworten. Wer einem "Weiter-so" das Wort redet, setzt die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung aufs Spiel. Das gilt umso mehr, als das gegenwärtige Fördersystem extrem ungerecht ist. Jedes Jahr werden Milliarden Euro über den Strompreis umverteilt, und zwar tendenziell von unten nach oben: Vom Mieter und Hartz IV-Empfänger ohne eigenes Dach zum Hausbesitzer, der mit seiner Solaranlage über 20 Jahre traumhafte Renditen von über 10 Prozent im Jahr erzielen kann, während der Mieter sein Geld für 1,5 Prozent auf dem Tagesgeldkonto parken muss.

2011 war mit 7500 MW ein weiteres Rekordzubaujahr, nach 7400 MW im Jahr 2010. Allein im Dezember wurden über 3000 MW zugebaut, so viel wie nie zuvor. Solange die Anlagenpreise schneller fallen als die EEG-Vergütung sinkt, wird diese Zubaugeschwindigkeit anhalten. Wenn wir nicht handeln, droht der PV-Zubauboom auch 2012 alle Rekorde zu brechen. Wir brauchen deshalb eine Zubauobergrenze. Diese kann entweder als jährliches oder als Gesamtausbauziel festgelegt werden.

Die Begrenzung ist meiner Meinung nach auch industriepolitisch geboten. Asiatische Wettbewerber sind mittlerweile die Hauptprofiteure des EEG. Das hat sicher auch etwas mit den von Ihnen genannten wettbewerbsverzerrenden Rahmenbedingungen zu tun. Tatsche ist aber auch, dass chinesische Module denen aus deutscher Produktion mittlerweile mindestens gleichwertig sind.

Die üppigen Subventionen haben der deutschen Solarbranche nicht geholfen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie hat sich auf Deutschland konzentriert und dabei den Weltmarkt aus den Augen verloren. Technologieentwicklung hat kaum stattgefunden. 2,5 Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung sind zu wenig, um im globalisierten Geschäft mit Innovationen wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Branche herrscht stillschweigendes Einvernehmen, dass Solarzellen in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich produziert werden können. Eine bittere Erkenntnis angesichts der Tatsache, dass die Solarkosten unter Berücksichtigung des 20-jährigen Förderzeitraums mittlerweile die 100 Milliarden-Euro-Schwelle "geknackt" haben.

Ich möchte die PV nicht abwürgen, solche "Exzesse" müssen für die Zukunft aber ausgeschlossen werden. Es ist Konsens, dass unmittelbarer Handlungsbedarf besteht. Der Ball liegt jetzt bei der Bundesregierung. Die Bundesminister für Wirtschaft und Umwelt sind aufgefordert, so schnell wie möglich einen vernünftigen Vorschlag vorlegen. Mittelfristig brauchen wir ein EEG, dass Anreize für mehr Markt und Kosteneffizienz bei allen Erzeugungsarten erneuerbarer Energien vorsieht.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Fuchs MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
17.01.2012
Von:
Jay

Sehr geehrter Herr Fuchs,

zur Energieversorgung sind neue Stromnetzleitungen geplant, um die Versorgung u.a. mit erneuerbaren Energien zu ermöglichen.
Was halten Sie von dem Vorschlag, dass die Leitungen, so weit dies möglich ist, entlang von bestehenden Infrastrukturen (Straßen, Eisenbahnlinien) gebaut werden ?

Beim Thema Finanzmarkttranssaktionssteuer äußerten Sie sich sinngemäß so, dass Sie nur für die Einführung seien, wenn Großbritanien mitmacht und so die Steuer EU- weit eingeführt wird.
Wenn ich bedenke, dass für jeden Umsatz die Umsatzsteuer fällig wird (außer Kapitalmarkt) , Deutschland 2 Billionen Schulden hat und die aktuelle Krise der Kapitalmarkt durch zum Teil unverantwortliches Handeln zumindest verschuldet hat, ist es nicht zu viel verlangt, dass der Kapitalmarkt auch seinen Anteil leistet. Außerdem stellt sich für mich schon die Frage, ob hier wie beim Klimaabkommen weiter auf den letzten gewartet werden kann.
Wie viele Tage wollen Sie also noch mit der Einführung der Finanzmarkttranssaktionssteuer warten?
Werden Sie für die Gestaltung der Steuer Ihre Kenntnisse einbringen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Michael Fuchs
4Empfehlungen
17.02.2012
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Beitrag auf abgeordnetenwatch.de.

Ihr Vorschlag, bereits bestehende Infrastruktur zu nutzen, ist in meinen Augen (auch aus Kostengründen) sinnvoll, soweit es mit den an die Leistungen zu stellenden Anforderungen vereinbar ist.

Die internationalen Finanzmärkte brauchen weltweit geltende Regeln. Deshalb wollen wir die international abgestimmten Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmarktes schnell umsetzen und damit die Grundlage für eine internationale Finanzmarktverfassung schaffen. Besonders erfolgreich wäre die Steuer, wenn sie weltweit eingeführt würde. Daher sollte es unser vorrangiges Ziel sein, darauf hinzuwirken. Die Steuer muss so ausgestaltet sein, dass die Interessen und Arbeitsplätze des Finanzplatzes Deutschlang gewahrt bleiben.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Fuchs MdB
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Frage zum Thema Bundeswehr ohne Wehrpflicht
18.01.2012
Von:

Im Zusammenhang mit der Reform der Bundeswehr und der in Folge erneut vorzunehmenden Personalreduzierung mache ich mir als beamtete Angehörige des Verteidigungsressorts Sorgen um den Erhalt meines Arbeitsplatzes am Dienstort Koblenz.
Aufgrund meines Lebensalters stellt sich mir die Frage nach dem Sachstand und zur Wahrscheinlichkeit des beabsichtigten Reformbegleitgesetzes, nach dem auch die Beamtinnen/Beamten der Bundeswehrverwaltung mit Vollendung des 55. Lebensjahres in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden können. Nach meiner Kenntnis soll es hierzu in der Ressortabstimmung derzeit Probleme geben.
Ich bedanke mich schon im Voraus für die Beantwortung meiner Frage, verbunden mit dem Wunsch, dass Sie sich nicht zuletzt auch im Sinne der Stadt Koblenz für eine solche Regelung zum sozialverträglichen Personalabbau einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Michael Fuchs
4Empfehlungen
13.02.2012
Dr. Michael Fuchs
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihren Beitrag auf abgeordnetenwatch.de.

Im Zuge der Neugestaltung der Bundeswehr soll bekanntlich auch der Umfang des Zivilpersonals reduziert werden. Es ist daher davon auszugehen, dass auch Beamte von der Neuausrichtung in erheblichem Maße betroffen sein werden.

Momentan befindet sich das von Ihnen angesprochene Reformbegleitgesetz noch in der Ressortabstimmung; zwischen den beteiligten Ministerien gibt es bei einigen Detailfragen noch Abstimmungsbedarf. Es ist damit zu rechnen, dass der Gesetzentwurf in den nächsten Wochen in die parlamentarischen Beratungen eingebracht wird.

Für mich ist bei der Neuausrichtung der Bundeswehr jedoch klar, dass die Reform nicht auf dem Rücken der Soldaten und Zivilbeschäftigten sowie ihrer Familien ausgetragen werden darf. Im Vordergrund der Reform müssen daher sozialverträgliche Regelungen stehen, die gerade auch die Interessen der betroffenen Standorte ausreichend berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Fuchs MdB
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