Dr. Marlies Volkmer (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Marlies Volkmer
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Ärztin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Dresden I
Landeslistenplatz
2, Sachsen
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(...) Dabei war für mich wesentlich, dass die mit dem Antrag gefundene Lösung zur Weiterentwicklung der Bahn ein Kompromiss ist, der das ursprünglich vorgesehene Eigentumssicherungsmodell verhindert, das ich von Beginn an abgelehnt habe. Dieser Kompromiss setzt die bereits 1994 in die Wege geleitete Bahnreform in einer Weise um, die die Wahrnehmung der Infrastrukturverantwortung durch den Bund gemäß Art 87e Grundgesetz vollumfänglich sicherstellt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.12.2006
Von:

Die "Politikverdrossenheit" hat sicher viele Gründe, insbesondere die geringe Wahlbeteiligung resultiert auch daraus, daß die Auswahl auf die (zufälligen) Direktkandidaten und die Listen weniger Parteien beschränkt ist.

  • Wie stehen Sie zu einer Wahlmöglichkeit, die nicht nur auf die Auswahl der vorgegebenen Listen beschränkt ist, sondern auch eine Wichtung der darauf befindlichen Kandidaten ermöglicht ? Damit hätten nicht mehr nur Parteigremien, sondern der Wähler Einfluß auf die Chancen einzelner Kandidaten.

  • Wie stehen Sie zu mehr direkter Demokratie (Volksentscheid, Volksbegehren) auch auf Bundesebene ?

  • Halten Sie die 5%-Sperrklausel für notwendig ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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18.12.2006
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur demokratischen Teilhabe der Bevölkerung. Grundsätzlich halte ich die Erstellung von Kandidatenlisten in den demokratischen Parteien für richtig. Die Parteimitglieder entscheiden in demokratischer Weise, wer die Ziele der Partei aus ihrer Sicht am besten vertritt. Auch regionale Gesichtspunkte spielen für die Aufstellung von Listen eine Rolle. Ein weiterer Aspekt ist auch der ausgewogene Anteil von Frauen und Männern. Eine Wichtung durch Wähler kann eine wohl abgewogene Liste so verändern, dass die Zusammenarbeit und damit die Durchsetzung der politischen Ziele erschwert werden. Dieses Risiko sollte man nur dort eingehen, wo die Wählerinnen und Wähler sich - so wie die Parteimitglieder - tatsächlich ein eigenes Bild von den Kandidatinnen und Kandidaten machen können. Das ist in der Kommunalpolitik so. Hier können sich Wahlberechtigte und Kandidaten am einfachsten begegnen und austauschen. Das ist auf Landes- und Bundesebene nicht in jedem Fall gewährleistet. Hier wird die Parteiliste in der Regel die nachhaltigere Entscheidung sein. Ein gewisser Einfluss der Wählerinnen und Wähler ist über die Direktmandate bereits gegeben. Sie gehen den Listenvorschlägen vor. Die Aufstellung für ein Direktmandat ist durchaus nicht zufällig. Ihr gehen intensive Beratungen in den örtlichen Parteigremien voraus. Die Aufstellung erfolgt zum großen Teil in Mitgliedervollversammlungen, wo es häufig auch Kampfkandidaturen gibt.

Ich bin dafür, die Durchführung von Volksinitiativen, Volksbegehren, Volksentscheiden sowie Referenden in das Grundgesetz aufzunehmen.

Ich halte die 5%-Sperrklausel für notwendig. Die Erfahrungen der Weimarer Republik gelten auch heute noch. Ohne Sperrklausel ist die Gefahr zu groß, dass in den Parlamenten keine stabilen Mehrheiten zustande kommen. So komplizierte Gemeinwesen wie Deutschland und die Bundesländer mit vielfältigen Beziehungen und Verpflichtungen nach außen und untereinander könnten ohne Verlässlichkeit nicht sinnvoll regiert werden.

Ich wünsche Ihnen und allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.

Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Volkmer!

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort auf meine Fragen.
Neben der grundsätzlichen Übereinstimmung bezüglich Volksbegehren etc. lese ich aus Ihrer Antwort jedoch auch grundsätzliche Unterschiede in der Sicht auf die parlamentarische Demokratie heraus. Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich Sie diesbezüglich falsch verstanden habe.
Aus meiner Sicht sollte ein Parlament eine Vertretung der Bevölkerung der jeweiligen politischen Gliederung sein, die bestmöglich die unterschiedlichen Ansichten und Bestrebungen der Wähler repräsentiert. Das dies nicht deckungsgleich mit den Programmen und Zielen von Parteien sein kann, ist einerseits daraus abzuleiten, dass der überwiegende Teil der Wähler überhaupt nicht Mitglied einer Partei ist, ohne deshalb unpolitisch oder uninteressiert zu sein, andererseits gibt es auch innerhalb der Parteien teil sehr kontroverse Flügel und Gruppierungen. Offenbar überwiegen diese internen Unterschiede in den Ansichten zu wichtigen Fragen gerade innerhalb der großen Parteien sogar gegenüber den Unterschieden, die zwischen den Parteien erkennbar sind. Deshalb ist eine sachbezogene Wahl nur möglich, wenn ich als Wähler Einfluss auf die Chancen der einzelnen Kandidaten nehmen kann.
Aus Ihrer Antwort entnehme ich, daß Sie die Mandatsträger in erster Linie als Vertreter der in einer Partei festgelegten Entscheidungen sehen. Wie aber ist diese Sicht mit der im Grundgesetz garantierten Unabhängigkeit der Abgeordneten vereinbar? "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit." ist deren Rolle im Grundgesetz definiert. Das bedeutet aus meiner Sicht, daß sie gesellschaftliche Probleme diskutieren, darauf aufbauend öffentliche Vorschläge entwickeln und diese auf vielfältige Weise propagieren, nicht jedoch den Versuch, mit Hilfe von Fraktionsdisziplin und der verfügbaren Anzahl von Mandaten in den Parlamenten Parteibeschlüsse unabhängig vom Volkswillen durchzusetzen.

Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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08.01.2007
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine E-Mail vom 18.12.2006. Ich glaube, diese Diskussion lässt sich viel fruchtbarer von Angesicht zu Angesicht führen und würde mich freuen, wenn Sie in meine Bürgersprechstunde oder in eine meiner Veranstaltungen kommen würden. Nähere Informationen finden Sie unter www.marlies-volkmer.de.

Mit freundlichen Grüßen
Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Gesundheit
07.01.2007
Von:
Uwe

Sehr geehrte Frau Dr. Volkmer,

durch Zufall sah ich gerade Ihre Seite und dachte mir :
Die Frau ist eventuell auch richtig für mein Problem.
Frau Dr. Bunge war mein erste Ansprechpartner- Sie sind Dresdnerin (meine Heimat) , Ärztin und beantworten Fragen wohl etwas schneller.

Ich habe folgendes Problem:
Warum bekomme ich verschiedene Medikamente für meine Katzen nicht ohne Rezept ( Rezeptpflichtig ) ?
Woher soll ich für die lieben Tiger ein Rezept bekommen ?
Vom Humanmediziner ? Der ist nicht zuständig....ausserdem sind sie weder gesetzlich noch privat Krankenversichert .
Der Veterinär stellt keins aus ...er will ja selbst verdienen -ich weiß auch nicht ob er es darf !
In den Apotheken ist es teilweise verfügbar - darf aber ohne Rezept nicht verkauft werden.

Es handelt sich z.B. um die Mittel : Frontline (bei Floh- und
Zeckenbefall) , Milbemax (Wurmbefall versch. Art)

Nach dem Genuß von Nagetieren (selbst gefangene) werden die lieben Tiger mit konstanter Boshaftigkeit von solchen Parasiten befallen...sind ja beide Freigänger. Die Übertragung von einer befallenen Katze auf den Menschen, ist dann wohl nicht mehr auszuschliessen.
Da ich mich normalerweise anderweitig ernähre und Medizin vom Humaner bevorzuge, brauche ich es ja nicht für mich...hoffentlich auch klar.
Also : Warum bekomme ich diese Mittel für meine Katzen nicht ohne Rezept in einer Apotheke? Da ist´s billiger als beim Veterinär. Vor allem in Internetapotheken...die bieten es an aber immer nur gegen Rezept. Auf die Frage woher ich es nehmen soll , wissen die auch keinen Rat !
Würde mich interessieren , ob diese Mittel in Apotheken überhaupt schon mal verkauft wurden oder Ladenhüter sind.

MfG , Uwe

Ps.:Die Gesundheit meiner Katzen ist mir sehr wichtig , weil sie für mich Familienmitglieder sind! Ist das etwa ein Fall für´s Familienministerium? Schreib ich gerne an.
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
1Empfehlung
17.01.2007
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage auf abgeordnetenwatch.de vom 9. Januar, hier eingegangen am 15. Januar.

Die Verschreibungspflicht auch von Tierarzneimitteln ist auf bestimmte Wirkstoffe beschränkt und dient dem Schutz vor unerwünschten Nebenwirkungen und der Eindämmung von Missbrauch. Üblicherweise verordnet der Tierarzt oder die Tierärztin nach einer Untersuchung das Medikament. Einige Tierärzte verzichten auf die Untersuchung und verordnen nach einer Beratung. Da eine korrekte Diagnose des Befalls und das Gewicht des Haustiers von Bedeutung sind, macht der Arzt dies sicher von der Erfahrenheit des Tierhalters abhängig. Jedenfalls kostet das Arzneimittel in der Arztpraxis genauso viel wie in der Apotheke. Dort kommt allerdings die Rezeptgebühr hinzu. Selbstverständlich steht es Ihnen frei, das Medikament dort zu kaufen, wo Sie möchten. Falls sich Ihr Tierarzt weigert, ein Rezept auszustellen, könnten Sie den Arzt wechseln.

Für Fragen der Tiergesundheit ist der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zuständig.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.01.2007
Von:

hallo frau volkmer,
mit entsetzen verfolge ich in der presse, gerade in den neuen bundesländern, die übergriffe auf ausländer und das unwesen der npd.
was machen sie konkret als spd dagegen, es ist überhaupt beschämend, dass diese partei fuss fassen konnte.
mfg
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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18.01.2007
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrte Frau Rdomiselsky,

vielen Dank für Ihre Frage vom 12. Januar 2007 auf abgeordnetenwatch. Ich teile Ihr Entsetzen darüber, dass rechtsradikale, also demokratiefeindliche Parteien in die Parlamente gewählt werden. Und ich bin bestürzt, dass Menschen, weil sie nicht für Deutsche gehalten werden, um Gesundheit und Leben fürchten müssen. Es ist Aufgabe aller demokratischen Parteien und aller Bürgerinnen und Bürger, dem entgegen zu treten. Die Aktivitäten der SPD, ihrer Untergliederungen und einzelner Mitglieder sind sehr vielfältig. Unter den folgenden Weiterleitungen finden Sie einige dieser Maßnahmen dokumentiert.

www.spd.de
www.spd-sachsen.de
www.jusos-sachsen.de
spdnet.sozi.info

Entsetzen genügt nicht. Bitte unternehmen Sie selbst etwas. Wie Sie sich auch selbst engagieren können, erfahren Sie von Ihrer örtlichen Bundestagsabgeordneten Renate Schmidt renate.schmidt@bundestag.de , Ihrem SPD-Kreisverband ( www.spd-erlangen.de ) oder auch bei Ihrer Kirchengemeinde.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Gesundheit
13.01.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Kollegin,

ich erlaube mir diese Anrede, da Ihre ursprüngliche Profession hier lesbar ist und ich mir daher eigentlich bei Ihnen ein besseres Verständnis für die ärztlichen Belange und daher auch für den angestauten ärztlichen Unmut erhoffe. Nachdem am gestrigen Tag dieses unselige Gesetzespaket (hoffentlich nicht)final in der Koalition entschieden wurde, möchte ich gern von Ihnen folgende Fragen beantwortet bekommen:

Was prognostizieren Sie bzgl. des Fortbestandes der privaten Krankenversicherungsunternehmen und was raten Sie den aktuell bei der PKV Versicherten ?

Welche Stellung nehmen Sie als ärztliche Kollegin ein zur eGK hinsichtlich Schweigepflicht und hinsichtlich der arbeitsprozessualen, aber auch monetären Belastung der Arztpraxen, z.B. angesichts der bisherigen Erfahrungen mit der Kassengebühr ?

Da es mit rasanter Geschwindigkeit offensichtlich wird, dass ohne alsbaldige Änderungen hierzulande ein Versorgungsnotstand ausbricht, erlaube ich mir weiterhin die Frage nach interventionellen Maßnahmen seitens der Bundesregierung zu stellen. Die weitere Verschiebung der Vergütungsveränderungen bis in das Jahr 2011 kann doch wohl hierfür nur als kontraproduktiv umschrieben werden und die Gesundung der Honorartöpfe durch Mittelverschiebung zwischen den Bundesländern ist m.E. ein Beitrag bei der Hinausschiebung der inneren Einheit Deutschlands.

Wie ist es zu verstehen, dass eine €-Gebührenordnung eingeführt werden soll, die sich aber an der Mindervergütung vergangener Jahre orientieren soll ? Bei der Einführung des aktuellen EBM wurde doch offensichtlich, in welch gigantischen Maße die Ärzteschaft mit Gratisarbeit das Gesundheitssystem subventioniert - und wohl nach der Einführung der €-Gebührenordnung weiter soll .

Abschließend möchte ich Ihnen noch meine Anerkennung aussprechen, dass Sie sich die Zeit nehmen, hier - anders als andere medienzugewandte Abgeordnete - Antworten einzustellen und verbleibe mit frdl. Grüßen
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
1Empfehlung
30.01.2007
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 13. Januar. Ich möchte im Folgenden auf die von Ihnen angesprochen Themen eingehen.

1. Private Krankenversicherung (PKV)

Die PKV hat während der Beratungen der Gesundheitsreform ausgezeichnete Lobbyarbeit betrieben und leistet trotz aller gegenläufigen Bekundungen ihres Verbandes keinen ausreichenden Beitrag zur solidarischen Finanzierung des Gesundheitswesens. Für mich ist dies einer der großen Kritikpunkte an der Reform. Die Portabilität der Altersrückstellungen und der Basistarif sind dringend notwendige Maßnahmen, die zuallererst den Versicherten und denjenigen, die ihren Versicherungsschutz verloren haben, zu Gute kommen werden. Das "Rosinenpicken" der PKV, die beispielsweise Menschen, die früher einmal eine Psychotherapie gemacht haben, keine Versicherung anbietet, wird durch den Basistarif zumindest eingeschränkt.

2. Elektronische Gesundheitskarte

Die Einführung Gesundheitskarte bewerte ich – trotz der umfangreichen Investitionen der Solidargemeinschaft sowie der Ärzte – als positiv. Ihre Einführung wird dafür sorgen, dass zwischen den verschiedenen Leistungserbringern im Gesundheitswesen keine wichtigen Informationen verloren gehen, Doppeluntersuchungen verhindert und Therapien besser aufeinander abgestimmt werden, z.B. durch Vermeidung von Komplikationen wegen Arzneimittelunverträglichkeiten. Auf diesem Weg können der Patientenschutz verbessert und die Effizienz des Systems erhöht werden. Ganz wichtig ist jedoch, dass stets der Patient Herr seiner Daten bleibt und selbst entscheidet, was auf der Karte steht und was nicht.

3. Maßnahmen gegen Unterversorgung

Ich bin sehr beunruhigt über die Entwicklung der ambulanten ärztlichen Versorgung in einigen ländlichen Gebieten Ostdeutschlands. Zum Teil muss dort wirklich von Unterversorgung gesprochen werden. Aus diesem Grund habe ich mich – in meiner Funktion als stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppen Gesundheit und Aufbau Ost der SPD-Bundestagsfraktion – in den letzten Wochen sehr für die Bekämpfung der Unterversorgung stark gemacht. Zwar sieht die Gesundheitsreform im Rahmen der neuen Honorarordnung Bonuszahlungen für Ärzte in unterversorgten Gebieten vor, doch greifen diese Mechanismen erst 2009 bzw. 2010. Damit schon jetzt etwas gegen die Unterversorgung getan wird, habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Vergütung der Ärzte im Osten endlich der im Westen angeglichen wird. Eine aktuelle Presseerklärung zu diesem Thema finden Sie auf meiner Internetseite.

4. Ärztehonorare/ Eurogebührenordnung

Ich bewerte es grundsätzlich als positiv, dass durch die in der Gesundheitsreform vorgesehene Honorarreform Eurobeträge das intransparente Punktsystem ablösen und bin zuversichtlich, dass die Honorare insgesamt etwas steigen werden. Grundsätzlich müssen für mich als Gesundheitspolitikerin aber immer die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die 70 Mio. gesetzlich Versicherten im Mittelpunkt stehen. Wichtig ist, dass jeder in Deutschland weiterhin Zugang zu qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung hat, unabhängig von Einkommen und Gesundheitszustand.

Ich hoffe, dass Sie meine Positionen nachvollziehen können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Marlies Volkmer
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