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Sehr geehrte Frau Köhler
Ich bin ein wenig erstaunt, mit welcher Begründung Sie eine Beantwortung durchaus berechtigter Fragen auf dieser Plattform widersprechen. Möglicherweise mag hier der unterschwellige Vorwurf der Unnahbarkeit der Volksvertreter mitschwingen, eine Form der demokratischen Auseinandersetzung bleibt das Internet im Allgemeinen und solche Seiten im Besonderen dennoch. Das sollten gerade Sie, die als junge Frau gewissermaßen mit diesem Medium aufgewachsen ist, respektieren.
Darüber hinaus bieten Sie, soweit ich es erkennen konnte, eine Möglichkeit der offenen Auseinandersetzung mit Fragen der Bürger, z.B. in Form eines Forums oder eines Gästebuches, auf Ihrer Homepage nicht an. Sollte man daraus schliessen, dass Ihnen an einer offenen Kommunikation nicht gelegen ist?
Nun zu meiner Frage, die ich zudem noch direkt über Ihre Homepage an Sie richten werde.
In der Online-Ausgabe des Spiegel las ich soeben, dass Sie die Präventionsprogramme des Bundes auf Linksextremismus und Islamismus ausweiten und dafür 2 Mio Euro zur Verfügung stellen wollen. Ob gerechtfertigt oder nicht will ich an dieser Stelle nicht beurteilen, nur würde ich gerne von Ihnen wissen, wie ein solches, meiner Meinung nach klassisches Thema des Ministeriums des Innern in Ihr Ressort als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend passt.
Ich bitte um Aufklärung.
Mit freundlichen Grüßen
