Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Jurist, Geschäftsführer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Wahlkreis
Kulmbach
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
weitere Profile
(...) Durch mein Aufzeigen der Möglichkeit einer Rehabilitation durch die Russischen Behörden sollen keinesfalls die in der SBZ/ DDR verübten Verbrechen, die Art und Weise der Aufarbeitung dieser, oder der unbefriedigende Ist- Zustand verharmlost oder marginalisiert werden. Um jedoch im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten eine für die Betroffenen größtmögliche Wiedergutmachung, in welcher Form auch immer, zu erreichen, ist es wenig hilfreich durch lediglich am Prinzipiellen orientierte Aktionen diese Thematik zu überreizen und somit bereits im Vorfeld durchaus vorhandenes Pulver letztlich der Nutzlosigkeit anheim zu geben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
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Frage zum Thema Finanzen
19.03.2008
Von:

Wie kann es sein, dass die Regierung einerseits insgesamt ca. 6 Milliarden den Spekulanten bei der IKB spendiert, damit sie ihre überhöhten Gehälter weiter kriegen, weitere Milliarden an diverse LZBs wie Bayern und NRW und andererseits den Arbeitslosen, die lange Jahre in ihre Versicherung zahlten, schon nach einem Jahr der Abstieg ins Armenhaus droht? Redet die Regierung da nicht mit gespaltener Zunge? Entweder ist genug Geld da oder nicht? Wenn nicht, warum werden die Banker am Absaufen gehindert. Sie haben es selbst verschuldet und verdienen keine Unterstützung.
Antwort von Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
6Empfehlungen
13.05.2008
Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Bankenkrise und der Reaktion der Bundesregierung. Dass über die Art und Weise, wie Investitionen von den von Ihnen beschriebenen Kreditinstituten getätigt wurden, gesprochen und daraus auch Konsequenzen gezogen werden muß, steht sicher außer Zweifel. Allerdings erschließt sich mir kein direkter Zusammenhang zwischen dem Versuch, eine Finanzkrise abzuwehren und der Sozialgesetzgebung. Die Folgen einer Finanzkrise würden sich weitgehend negativ auf den gesamten Binnenmarkt und auf die Konjunktur auswirken und somit Arbeitsplätze vernichten. Sie werden mir mit Sicherheit zustimmen, dass das nicht im Interesse der Bundesregierung liegen kann. Somit ist die Stützung dieser Kreditinstitute im Interesse der Allgemeinheit geschehen und sicherlich kein Selbstzweck gewesen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.05.2008
Von:

Diätenerhöhung der BT-Abgeordneten.

Sehr geehrter Herr Dr. zu Guttenberg,

wie wollen Sie und Ihre Kollegen von der Regierung dem "einfachen" Volk transparent erklären, dass es bereits wieder nötig ist, die Diäten (4,7 %!) zu erhöhen, wenn die Ausrede mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten, mit dem auch die normale Bundesbevölkerung zu kämpfen hat, nicht herhalten kann? Sehe ich, dass bei Fahrten von und nach Berlin keine Kosten anfallen oder dass die Diätenerhöhungen übermäßig pensionsfähig sind, im Gegenzug an der Tankstelle der Liter Benzin teilweise bis zu 1,50 Euro kostet - was die Landbevölkerung am meisten schmerzt - leidet in meinen Augen die Glaubwürdigkeit der Volksvertreter ganz gewaltig, andere explodierte Kosten muß ich nicht extra erwähnen. Erstaunlich auch die seltene Einstimmigkeit, mit der solche Themen beschlossen sind, beharken sich andererseits die Politiker aller Coleur bis aufs Blut.

Wie gesagt: Ich - und viele andere Lohnempfänger - können das mittlerweile nicht mehr nachvollziehen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir den Hintergrund Worten erläutern könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
6Empfehlungen
14.05.2008
Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Sehr geehrte Frau ,

ich danke Ihnen für Ihre Nachfrage auf abgeordnetenwatch.de. Gerne nehme ich die Gelegenheit wahr, Sie über die beabsichtigte Anhebung der Abgeordnetenentschädigung der Mitglieder des Deutschen Bundestages zu informieren.

In § 11 Abs. 1 des Abgeordnetengesetzes sind die Maßstäbe für die Höhe der Entschädigung für die Mitglieder des Deutschen Bundestages seit 1995 festgeschrieben. Die monatlichen Bezüge der Abgeordneten haben sich danach an den Bezügen eines Richters bei einem obersten Gerichtshof des Bundes (Besoldungsgruppe R6) und den Gehältern von gewählten hauptamtlichen Bürgermeistern und Oberbürgermeistern mittlerer Kommunen auf Zeit (Besoldungsgruppe B6) zu orientieren. Die Besoldung der Beamten und Richter wird in Umsetzung des Tarifabschlusses für den Öffentlichen Dienst zunächst rückwirkend zum 01. Januar 2008 und dann erneut zum 01.Januar 2009 angehoben. Als Folge dieser aktuellen Änderungen der Richter – und Beamtenbesoldung erhöht sich auch die Abgeordnetenentschädigung. Diese wird vergleichbar den genannten Orientierungsgrößen B6/R6 zum 1. Januar 2009 um 278,00 € (3,63 vH) und zum 1. Januar 2010 um 213,00 € (2,68 vH) angehoben.

Die Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung folgt der Erhöhung der Richter- und Beamtenbesoldung also erst mit einjähriger Verzögerung. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages erhalten darüber hinaus nicht die für Januar 2009 nach dem neuen Dienst- und Besoldungsrecht vorgesehene einmalige Zahlung in Höhe von 225,00 €. Die CDU/CSU - Bundestagsfraktion ist sich bewusst, dass jede Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung in der Öffentlichkeit besonders kritisch bewertet wird, deshalb ist mit den genannten Besoldungsgruppen eine vergleichbare Bezugsgröße gefunden worden, an der sich die Höhe der Abgeordnetenbezüge orientiert. Mit dem jetzigen Gesetzentwurf wird dies entsprechend nachvollzogen, allerdings mit jeweils einjähriger Verzögerung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg,

Sie haben Ihre Doktorarbeit über die EU-Verfassung geschrieben. Leider konnte ich sie im Internet nicht finden. Ich würde Sie gerne lesen. Kann ich mir doch nicht erklären, wie ein Experte - eine Doktorarbeit weist einen doch als Experten für das Thema aus - dem daraus hervorgehenden EU-Verfassungsvertrag zustimmen kann, der doch nach meiner Meinung eine Entrechtung der Bürger und der Parlamente bedeutet. Könnten Sie mir bitte mitteilen, wo ich im Internet Ihre Doktorarbeit einsehen kann. Es wäre sehr begrüßenswert, wenn Sie sie ins Internet stellen könnten, haben Sie sich doch mit einem uns alle angehenden Thema befasst:

Herzliche Grüße

Antwort von Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
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26.05.2008
Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 11. Mai dieses Jahres.

Gestatten Sie mit bitte zunächst eine Korrektur Ihrer Ausführungen: Ich habe meine Doktor-Arbeit nicht über "die" EU-Verfassung geschrieben, sondern habe in meiner Dissertation einen Vergleich der Verfassungsentwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa vorgenommen. Der Vertrag von Lissabon, auf den Sie sich in Ihrer Anfrage wohl beziehen, ist erst lange nach Abgabe meiner Doktor-Arbeit verabschiedet worden und wie Sie wissen, ist der Ratifizierungsprozeß diesbezüglich noch im Gange.

Sie haben sich ein bemerkenswert pauschales Urteil über die Parlaments- und Bürgerbeteiligung im europäischen Kontext gebildet, was selbstverständlich Ihr gutes Recht ist. Es würde den Rahmen dieses Forums sprengen, wenn ich Sie auf die zahllose Literatur zum Vertrag von Lissabon bzw. diesen in Teilen zugrundeliegenden Verfassungsvertrag im einzelnen verweisen würde. Nachdem Sie offensichtlich das Internet gerne und intensiv nutzen, lohnt ein Blick auf die homepages diverser Europa-Institute, großer Stiftungen, aber auch deutschsprachiger Tageszeitungen, die umfangreiche Dossiers mit teilweise sehr abgewogenen und erstklassig geschriebenen Beurteilungen der von Ihnen aufgeworfenen Fragen beinhalten.

Es ist selbstverständlich richtig, daß Teile des neu verabschiedeten Vertragswerkes auch kritisch gesehen werden müssen, jedoch wäre es auch illusionär, jedes individuell relevante Wunschkonzert letztlich auch durchzusetzen. Es entspricht leider einem mittlerweile fast traditionellen Ritus, europäische Entscheidungen auch von medialer und politischer Seite reflexhaft negativ zu beurteilen und vorhandene Verbesserungen des status quo schweigend zu übergehen. Diese Beobachtung trifft auch für die letzten Schritte auf europäischer Ebene zu.

Meine Dissertation können Sie im Zuge der Drucklegung bei Duncker & Humblot als Monographie sicher auf den üblichen Wegen einsehen.

Mit besten Grüßen nach Michelau
Ihr Karl-Theodor zu Guttenberg
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
25.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr zu Guttenberg,

in der kommenden Sitzungswoche wird der Bundestag über die Privatisierung der Deutschen Bahn beschließen. Laut mehrerer repräsentativer Umfragen halten etwa 70 Prozent der Bundesbürger eine Bahn in öffentlicher Hand für wirtschaftlicher und leistungsfähiger als einen Mobilitätskonzern, der in allererster Linie der Kapitalrendite verpflichtet ist.

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Unabhängige Verkehrsexperten wie etwa Prof. Karl-Dieter Bodack, langjähriger Manager bei der Deutschen Bundesbahn und der DB AG teilen diese Ansicht praktisch zu einhundert Prozent:

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Wie werden Sie zur Teilprivatisierung der Bahn abstimmen und warum?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
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09.06.2008
Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 25.05 dieses Jahres.

Kaum ein anderes Thema wurde in der Vergangenheit so kontrovers diskutiert wie eine mögliche Privatisierung der Bahn. Es standen mehrere Konzepte im Raum, von denen sich letztendlich das Konzept einer Teilprivatisierung der DB AG durchgesetzt hat. Die Teilprivatisierung würde demnach eine grundlegende Weichenstellung für eine kundenorientierte und wettbewerbsfähige Bahn bedeuten. Bei den Überlegungen der Bundesregierung und des Parlamentes wurden sowohl die Ziele der bereits 1994 beschlossenen Bahnreform als auch die Infrastrukturverantwortung des Bundes berücksichtigt.

Die gesamte Infrastruktur der Bahn, also das Schienennetz, Bahnhöfe und die Energieversorgung, verbleiben weiterhin in staatlicher Hand. Derzeit werden lediglich 24,9 Prozent der Bereiche Verkehr und Logistik an private Investoren veräußert. Hierdurch steht der DB AG mehr Kapital zur Verfügung, welches bei vernünftigem Handeln nicht nur in modernere Züge, sondern auch in einen attraktiveren Personen- und Güterverkehr investiert werden kann. Weiterhin versetzt es den Bund in die Lage stärker in die Schieneninfrastruktur zu investieren und das Schienennetz zu optimieren. Die weitgehende Liberalisierung des Schienenverkehrs aber auch die schrittweise Öffnung des europäischen Schienennetzes erfordern eine zukunfts- und wettbewerbsfähige Deutsche Bahn AG, um sich auch weiterhin als eines der marktführenden Unternehmen in Europa behaupten zu können. Die Teilprivatisierung stellt somit eine notwendige Konsequenz des Umbaus der Bahn von einer ehemaligen Behörde hin zu einem hoffentlich modernen, zukunftsfähigen Unternehmen dar.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.05.2008
Von:

Lieber Freiherr von und zu Gutenberg,

mit befremden habe ich gelesen, wie sehr sie die Kandidatur von Frau Schwan für das Amt des Bundespräsidentin ablehnen. Deshalb meine Fragen an Sie:

1) Ist es in Demokratien üblich, dass mehrere Kandidaturen für ein Amt erfolgen, und sehen Sie das als sinnvoll an? Oder darf gegen amtierende Politiker nicht kandidiert werden, wenn diese beliebt sind?

2) erwarten Sie in Zukunft, dass Parteien, mit denen Sie koalieren, auch keine Spitzenkandidaten mehr für Bundestagswahlen aufstellen dürfen?

3) Finden Sie es einen guten Umgang mit dem Koalitionspartner, dass Sie, ohne Absprache mit der SPD, und zusammen mit der Oppositionspartei FDP, einseitig vorgeprescht sind, und Herrn Köhler vorgeschlagen haben? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, mit dem Koalitionspartner zusammen nach einem gemeinsam getragenen Kandidaten zu suchen?

4) oder gilt die Aufforderung zur Disziplin, nicht mit anderen Parteien
zusammenzuarbeiten, nur für die SPD und die Union darf mit der FDP machen, was immer sie will? Oder braucht nur die SPD die Erlaubnis der Union einen eigenen Kandidaten aufzustellen, umgekehrt aber nicht?

5) Unterstützen Sie die Wahl von Horst Köhler auch dann, wenn Sie rechnerisch auf die Stimmen der Neonazos angewiesen wären, oder lehnen Sie jegliche Zusammenarbeit ab? Oder sehen Sie die Mitwahl durch die NPD nicht als Zusammenarbeit?

6) wenn letzteres gilt: gilt das auch für die mitwahl von Frau Schwan durch die Linkspartei, oder gelten auch hier andere Regeln für Union und SPD?

Mit freundlichen Grüßen und in gespannter Erwartung, welche demokratischen Spielregeln sie angewandt haben möchten,
Antwort von Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
19Empfehlungen
28.05.2008
Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Zu 1) a) Selbstverständlich.

b) Selbstverständlich Nein.

2) Weshalb sollte ich?

3) a) Nach zahlreichen Ergebenheitsadressen der SPD-Spitze hat sich Bundespräsident Köhler einseitig erklärt.

b) Diese Frage müssen Sie daher der SPD stellen.

4) Wer spricht von "Erlaubnis"? Es wäre realitätsfern.

Frage 5 & 6) Bedauerlicherweise laufen Sie in eine selbstgestellte Falle: Sie stellen die Linke auf eine Ebene mit rechtsradikalen Gruppen. Das ist durchaus legitim -- dann müssen Sie allerdings auch konstatieren, daß die Union weder mit diesen koaliert, noch das Gespräch sucht, noch diese für eine Unterstützung umwirbt. All dies gilt leider für den Umgang der SPD mit den Linken nicht.
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Ihre Frage an Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
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